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Full text of "Zeitschrift für ägyptische Sprache und Altertumskunde"



ZEITSCHRIFT 



FÜR 



ÄGYPTISCHE SPRACHE 



UND 



ALTERTUMSKUNDE 



25. Band 



Unveränderter Nachdruck der Originalausgabe 1887 



ZENTRAL- ANTIQUARIAT 
" DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK 

LEIPZIG 1967 



509/842/67 ni/18/e9 



ZEITSCHEIFT 



FÜR 



ÄGYPTISCHE SPRACHE 



UND 



ALTERTHUMSKUNDE 

GEGRÜNDET 1863 VON H. BRUGSCH 

HERAUSGEGEBEN UND WEITERGEFÜHRT 1864 — 1884 VON K. R. LEPSIUS 

FORTGESETZT VON H. BRUGSCH UND L. STERN 



FUNFMDZWANZIGSTER JAHRGANG 

1887 




LEIPZIG 
J. C. HINRICHS^SCHE BUCHHANDLUNG 



Unveränderter Nachdruck 

ZEl^TTRAL- ANTIQUARIAT 

DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK 

in/29/2 Ag 509/243/66 



Inhalt. 



Seite 

Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, von Heinrich Brugsch. . . . 1 — 32 

Varia (Suite), V., par Karl Piehl 33 — 45 

Über den demotischen Namen des Nomos Hathribis, Brief an Herrn Prof. Brugsch, 

von Max Müller 46 — 47 

Fragments thebains inedits du Nouveau Testament (Les epitres aux Romains, Corin- 

thiens, Galates), par E. Amelineau 47 — 57 

Novum auctarium lexici sahidico-coptici 11. (o, n, p, c), auctore Agapio Bsciai 

Episcopo 57 — 73 

Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler (Fortsetzung), von Heinrich Brugsch 75 — 97 

Das Herakleion an der Kanalmündung, von Heinrich Brugsch 98 — 100 

Fragments thebains inedits du Nouvgau Testament (Les epitres aux Ephesiens, Phi- 

lippiens, Colossiens), par E. Amelineau 100 — 110 

Luigi Vassalli-Bey f 111 

Einige Bemerkungen zur Ceremonie des Lichtanzündens, von O. v. Lemm . . . 113 — HG 

Varia (Suite), VI., par Karl Piehl 116 — 125 

Fragments thebains inedits du Nouveau Testament (Les epitres aux Thessaloniciens, 

ä Timothee), par E. Amelineau 125 — 135 

Novum auctarium lexici sahidico-coptici III. (c und t), auctore Agapio Bsciai 

Episcopo 135—139 

Erschienene Schriften S. 73 — 74. S. 111— 112. S. 139. 



Digitized by the Internet Archive 
in 2010 with funding from 
Brigham Young University 



http://www.archive.org/details/zeitschriftfr25brug 



ZEITSCHRIFT 



FÜR 



ÄGYPTISCHE SPRACHE 

UND 

ALTERTHUMSKUNDE 

GEGRÜNDET VON H. BRUGSCH AVEITERGEFÜHRT VON R. LEPSIUS 
FORTGESETZT VON H. BRUGSCH UND L. STERN. 

XXY. JAHRGANG. 1887. L & n. HEFT. 

Inhalt: 

Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, von Heinrich Brugsch. — Varia (Suite), 
par Karl Piehl. — Über den demotischen Namen des Nomos Hathribis, Brief an Herrn Pro- 
fessor Brugsch, von Max Müller. — Fragments thebains inedits du Nouveau Testament (Suite), 
par E. Amelineau. — Novum auctarium lexici sahidico-coptici, IL, auctore Agapio Bsciai. . — 
Erschienene Schriften. 



Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler^). 

Von 

Heinrich Brugsch. 



1. Indem ich das Ergebnil's meiner Untersuchungen und Studien der sogenannten 
Meroitischen Inschriften der Üffenthchkeit überliefere, benutze ich eine Bezeichnung 
derselben, die zuerst Lepsius in Vorschlag gebracht hat und die in der That nicht 
zutreflfeuder gewählt werden konnte. Die alten chamitischen Kusch, wie dieser aus- 
gezeichnete Gelehrte in der Einleitung (S. 124 fl.) zu seiner Nubischen Grammatik be- 
merkt, hatten sich in den früheren Zeiten ihrer Geschichte zunächst der von den Ägyptern 
ihnen zugeführten hieroglyphischen Schrift bedient, die wir überall auf den Monumenten 



^) Da die nachstehende Abhandlung voraussichtlich auch andere Gelehrte als nur Agyp- 
tologen interessiren dürfte, so bitte ich die letzteren um Verzeihung, wenn ich im Verlaufe 
meiner Arbeit auf dem ägyptischen Gebiete bisweilen auf ihnen längst bekannte Gegenstände 
zurückgekommen bin. Von dem Augenblick an, dafs ich die Sprache der Kuschiten berührt 
haben werde, wird der Agyptologe dem Orientalisten im engeren Sinne des Wortes den Platz 
einräumen müssen. Die Rücksiclit auf diesen schien mir daher geboten. H. B. 

Zeitschr. f. Aegjpt. Spr., Jahrg. 1S87. 1^ 



2 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [T. u. II. Heft 

TOn Barkai, dem älteren Meroe, vorfinden, wo der ägyptische König Ramses II den 
ersten Amonstempel gründete. Die Sprache der Inschriften war die altägyptische und 
nur die Namen der äthiopischen Könige behielten in ihrer hieroglyphischen Umschrei- 
bung ihr eigenthümliches fremdländisches Gepräge. Bis auf den König Ergamenes. 
Ark-ämon, dessen Inschriften sich noch in ägyptischer Sprache und Schrift im Tem- 
pel von Dakkeh vorfinden, hatte sich dieser Gebrauch erhalten, obwohl die Texte bis- 
weilen eine unglaubliche Verderbnifs bekunden und dadurch den Beweis liefern, dafs 
die Verfasser ebenso schlechte Kenner der ägyptischen Sprache als der ägyptischen 
Schrift gewesen sind, wenn auch ein grofser Theil der vorhandenen Fehler auf Rech- 
nung der äthiopischen Bildhauer gesetzt werden mag. Selbst die Eigennamen sind 
von derartigen ofi'enbaren Irrthümern nicht frei, wie des Beispiels halber die Gemahlin 
des Königs Ergamenes^ eines Zeitgenossen des ägyptischen Fürsten Ptolemaioa Phila- 
delpho8, einmal unter der barbarischen Schreibung .2::^ (I 4p ^^^ "K Läuara^ ein an- 
deres Mal als (j JT) ^\ "^"kv Tläuaptra-t (LD. V, 17) d. i. Kleopatra aufge- 
führt erscheint. Der König selber, wie ich als Notiz hinzufügen will, wird in Dakkeh 
vielfältig unter dem allgemeinen Titel eines \U3\ oder f cr~ii J ^ j pr-ä d. i. Pharao 
bezeichnet (s. 1.1. und Ch. ND, I, SS. 116, jJJ 117, 124, 127, 128). Diese Benen- 
nung scheint bei den späteren Äthiopen üblich gewesen zu sein, wenigstens finde ich 
sie ganz im Süden, in den Pyramiden von Begerauieh, in der Gestalt (<y:>\\ j prui 

und (o^^l ^^'" wieder (cf. LD. V, 52. 53). 

Unter Ergamenes^ einem Fürsten von griechischer Bildung, hatte der Priesterstaat 
am Barkai sein Ende gefunden. Dieser König, wie Lepsius 1. 1. es angeführt hat, 
drang mit seinen Kriegern in den goldenen Tempel von Napata ein, brachte sämmt- 
liche Priester um und setzte an die Stelle des Scheinkönigthums ein selbständiges, 
von den priesterlichen Einflüssen unabhängiges Königthum. Er liefs jedoch die alte 
Hauptstadt in Stich und übersiedelte nach dem inzwischen herangewachsenen südlichen 
Meroe, wo er sich auch seine eigene Pyramide erbauen liefs. Mit diesem Wechsel 
der Regierungsform und der Residenz, wie Lepsius es weiter ausführt, war aufserdem 
eine kluge Mafsregel verbunden, welche die Schrift und den Gebrauch der äthiopischen 
Sprache auf den offiziellen Denkmälern wie in dem gewöhnlichen Lebensverkehr be- 
traf. Die ägyptische Sprache wird in den Inschriften durch die Kuschitische ersetzt. 
Die ägyptischen Hieroglyphen verschwinden zwar nicht, aber nur eine Auswahl der- 
selben wird getrofi'en, um die einzelnen Laute der äthiopischen Sprache wiederzuge- 
ben, wobei meistens ihre alte phonetische Bedeutung, wie Lepsius bereits richtig ver- 
muthet hat, verloren ging, um eine davon verschiedene neue zu gewinnen. Hier und 
da erscheinen jedoch die Königsnamen neben ihrer äthiopischen Schreibung in ihrer 
ägyptischen Ausdrucksweise. Ihr Vorkommen hat einen besonderen Werth für die 
wissenschaftliche Untersuchung, da eine gegenseitige Vergleichung uns in den Stand 
setzt, den betrefienden Lautwerth der Mehrzahl der äthiopischen Schriftzeichen mit an- 
nähernder Sicherheit zu bestimmen. 

Auch eine besondere Volksschrift wurde geschaffen, welche, wie die meroitische 
Hieroglyphenschrift, aus einer beschränkten Reihe alphabetischer Zeichen bestand und 
in ihrer cursiven Form als eine Abkürzung hieroglyphischer Bilder anzusehen ist. Das 



1887.] von H. Brugsch. 



Vorkommen der raeroitischeu Volksschrift ist weit verbreitet gewesen. Die Inschrif- 
ten von Meroe, Barkal, Kalabscheh und Philä liefern längere und kürzere Bei- 
spiele, die in ihrer Gesammtheit ein ziemlich reichhaltiges Corpus inscriptionum der 
raeroitisch-demotischen Schriftdenkmäler darstellen. 

2. Nach diesen allgemeinen Bemerkungen über die Entstehung und das Vorkom- 
men der beiden äthiopischen Schriftarten, gehe ich näher auf das Wesen derselben ein. 
Ich betrachte zunächst 

Die äthiopische Hieroglyphenschrift 

ohne Rücksicht auf ihre demotische Ableitung zu nehmen, um den Leser in den Stand 
zu setzen, sich sein eigenes Urtheil zu bilden, unabhängig von den Formen und dem 
Lautwerthe der einzelnen Zeichen des demotischeu Alphabetes. 

Die äthiopischen Hieroglyphen sind, wie ich bereits oben in Übereinstimmung mit 
Lepsius angeführt hatte, ägyptischen Vorbildern entlehnt. Sie sind in beschränkter 
Anzahl vorhanden, entsprechen der Reihe nach den Buchstaben eines Alphabetes und 
treten in folgender Gestalt auf: 

I. Bilder menschlicher Figuren. 

1. ^ ^-1 3. I 

II. Bilder von Thieren. 

4. "5?^ 5- ^^ 6. _2^ 7. ^^1^ oder ein liegender Widder 8. 



10. 



III. Menschliche und thierische Körpertheile. 
2 11. ö 12. y oder / 13. ß 14. <=> (var. ^2>-) 
IV. Bilder aus dem Pflanzenreiche. 
15. (j 16. (]() 17. IM 18- ^ oder ].]. 

V. Mathematische Figuren. 

19. (^, □ oder [ü] : □ 20. = 21. o czzzi 22. ra, B oder \~^ oder ffl 

23. # 24. /\ , ^ , z: 

VI. Sonstige Bilder. 

25. "^ , -^^"^ _ seltener wv , /vwvna 26. s=d 27. -J^ | 28-0 oder TJ 

Eine genauere Prüfung identischer Texte läfst keinen Zweifel darüber bestehen, 
dafs ihren lautlichen AVerthen nach sich die folgenden Zeichen entsprechen; 

2. ^ und 3. T- 4. ^^ und 5. ^^ -. 6. _2^ und 7. ^^^ oder liegender Widder, 
14. <cz> und •<^>-, und dafs 15. (I und 16. [I (1 wahrscheinlich altägyptische Reminiscen- 
zen sind, die gelegentlich in die Texte eingeführt wurden. Nach Abzug der so eben 
aufgeführten Bilder bliebe somit ein Rest von 23 Zeichen übrig, welche den Grund- 
stock des meroitischen Alphabetes bilden und der Buchstabenzahl des meroitisch- 
demotischen Alphabetes entsprechen müfsteu. Zur Wiedergabe der einzelnen Zeichen 

1* 



4 l^tzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 

habe ich mich der ägyptisch -hieroglyphischen Charaktere bedient, wozu ich nur das 
eine bemerken will, dafs das Zeichen s=3 allenthalben, wo es auftritt, der äthiopischen 
Form No, 26 angehören soll. 

Ich habe mir die Mühe gegeben eine Auswahl meroitisch- hieroglyphischer Texte 
durchzuzählen, um das Vorkommen der einzelnen Zeichen numerisch festzustellen. Da- 
nach lassen sich drei Gruppen aufstellen, welche nach ihrer Folge das Verhältnifs vom 
mehr zum weniger der einzelnen Zeichen äufserlich andeuten, nämlich: 

Erste Gruppe. Zweite Gruppe. Dritte Gruppe. 

1. ^ q) 7. a 16. {\ 

2. .^3^ 8. □, D 17. Ol 1 

3. P 9. # 18. <=>, [-<2>-] 

4. = 10. A 19. y 

5. ra 11. "^ , ^ 20. LH 

6- "^ 12. ^ 21. ^ (^) 

13.=' 22. ^cij.;).) 

14. ^ 23. (J (ü) 



k' fl 



15. 
Unter den aufgeführten Zeichen gehören 7, nämlich rD , "™" oder /w , s=3 , 

V>AA 

::=» und TtTtT , äufserlich den einfachsten Buchstaben des ägyptisch- 
hieroglyphischen Schriftsystems an. Zu den häufigsten Verbindungen zweier Zeichen 
gehören die folgenden: 

- ^^, ^o, ^^, ^- 1k. P°. P¥- P«- PA. 

Pk' «^. "^. «Z;. ö A »nd ö|^. 

Wie in der meroitisch -demotischen Schrift die Richtung der Wörter von rechts 
nach links geht, so folgt auch ihre hieroglyphische Schrift demselben Gesetze. Nur in 
Pendant -Inschriften, grade wie in den ägyptischen Texten, wird gelegentlich die 
entgegengesetzte Richtung, von links nach rechts, gewählt. Über die einzuschlagende 
Direction beim Lesen entscheidet die Richtung der einzelnen Bilder, an ihrer Spitze 
die lebenden Wesen, also Menschen und Thiere. In den einzelnen Schrift- Kolumnen 
ist in Bezug auf ihre Folge von rechts nach links oder umgekehrt eine gewisse Un- 
gebundenheit zu bemerken. Wenn im Äthiopischen die demotischen Zeichen auf der 
wagerechten Linie hintereinander geschrieben wurden, so ist mir aus der hierogly- 
phischen Schrift kein einziges Beispiel bekannt, in welchem die einzelnen Zeichen und 
Gruppen anders als untereinander, in Kolumnen, ihre Stellung eingenommen hätten. 

Die Schrift trägt alle Eigenschaften ihres jungen Ursprungs, die sich vor allem 
in der Anwendung und in dem wechselnden Platze der Vokale bekunden. Es herrscht 
ein unruhiges Schwanken in der richtigen Wahl und Stellung der eben erst gewönne- 



1887.] 



von H. Brugsch. 



M 



AA/>AAA 



T oder 



a-m-o-n 



^'^l 



vi-n-o 



1k 



nen Buchstabenzeichen vor, das sich auf das augenscheinHchste in der Schreibung meh- 
rerer Eigennamen auf das unzweideutigste offenbart. Beispielsweise findet sich der 
ägyptische Amonsname [1 , zu dessen Schreibung die Äthiopen sich der Buchstaben 

^ = ä, ^^^^ = m, ^ oder T = ^ und oder, doch sehr selten, y^ = n 

bedienten, in nachstehenden Lesarten vor: 

VW. . 

oder 
^ oder 

0-m-n {^:) 

Die einzelnen Wörter und Sätze tragen häufig ein Trennungszeichen unter sich, 
das aus drei nebeneinander liegenden Kügelchen oder Punkten besteht o o o . Sie ent- 
sprechen in dieser Beziehung genau dem Zeichen ; in der meroitisch-demotischen Schrift. 

Wie ich der Bequemlichkeit halber die hieroglyphischen Zeichen und Gruppen jetzt 
und später 'in wagerechter Richtung (mit Rücksicht auf den Schnitt der ägyptisch- 
hieroglyphischen Typen von links nach rechts) aufeinander folgen lasse, so ziehe ich 
es auch vor, um gewisse Schwierigkeiten beim Satze zu vermeiden, gelegentlich dem 
Trennungszeichen ooo die aufrechtstehende Gestalt o zu geben, wozu das demotische 
: die passende Analogie gewährt. 

Als Beispiel führe ich den folgenden auf den Gott Amon bezüglichen Text an (LD.V,68): 
3. So viel ich weifs war der verstorbene Altmeister unserer Wissen- 
schaft, Birch, der einzige Gelehrte, welcher es versucht hat die Geheim- 
nisse der äthiopischen Hieroglyphenschrift zu lösen. Seine Bemühungen 
den in Lepsius Denkmälern veröffentlichten Texten aus Ben-Naga, Bar- 
kai und Amara einen verständlichen Sinn abzuringen, sind aber auch die 
einzigen geblieben. Die betreffende Arbeit des hochverdienten Mannes, 
welche in der Zeitschrift, Jahrgang 1868 S. 61 fl. unter dem Titel Varia- 
Aethiopica publiciert worden ist, gab mir selber die erste Anregung auf 
das Studium der meroitischen Inschriften näher einzugehen, zugleich aber 
zeigte sie mir den einzig richtigen Weg, um die vorhandenen Schwierig- 
keiten mit Erfolg zu überwinden. Für Birch selber mag eine frühere 
zutreffende Bemerkung von Lepsius mafsgebend gewesen sein, dafs sich 
einzelne Namen von äthiopischen Königen in ihrer äthiopischen und ägyp- 
tischen Hieroglyphenschreibung auf den Denkmälern vorfinden. Es lag 
nahe eine so werthvoUe Andeutung weiter zu verfolgen und aus einer ver- 
gleichenden Prüfung der gleichlautenden Doppelnamen den Werth mehre- 
rer meroitischen Zeichen festzustellen. 

Als Ausgangspunkt für seine Untersuchungen diente dem englischen 
Forscher der Name eines Äthiopen- Königs, welcher nach seiner ägypti- 
schen Schreibung mit seinem offiziellen Namen io^\Jyxpr-ka-rä und 
mit seinem Familien -Namen y\ £^^__^ j Ämri-ntk hiefs. Birch ver- 



ö 



ra 



1^ 

# 

ooo 

öA 



1: 



# 



schlimmbesscrte die Schlufsgruppe des letzteren in und las das 



Ganze: Amen-nti-neh „Amon, welcher der Herr ist." Er hatte jedoch 



Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 



übersehen, dafs derselbe Name auch in der Schreibung ('j^^^ß'^ j Ämn-ntg vorliegt 
(LD. V, 25), worin das Lautzeichen Q 9i ^^s Stellvertreter des ^:z^5<i auftritt, so dal's 
die Correctur von ^13:^ in ^zz:^ ihm den Boden für seine Vergleichung entzog. Die me- 
roitischen Schreibungen desselben Namens erscheinen in der Gestalt: 



a- C^_^_^_k]^_X] (LD. V, 59, a) 
b- (" r ^-^Ikr 1 (1- 1- 55) und 

Indem Birch in der Schlufsgruppe, die er durch Amhann, Aninnh, Mnnh in 
lateinischen Lettern wiedergab, den Namen des Amon richtig erkannte, so verfehlte 
er nachher den Weg, weil ihn das künstlich hergestellte Zeichen kzz^ nb in dem ägyp- 
tischen Namen dazu verleitete, in der Anfangsgruppe des äthiopischen Königsnamens 
2=> '^^ , die er durch nnetes lautlich ausdrückte, einen entsprechenden sinnvollen 
Gegenwerth für das ägyptische nb in der Bedeutung von Herr zu gewinnen. Um das 
äthiopische nnetes nach der angegebenen Richtung hin zu erklären, schreckte er nicht 
davor zurück, seine Zuflucht zum abessinischen Negus zu nehmen, der ihn weiter bis 
zum zweifelhaften Ni-qa-b-u-ti oder Ni-kas-u-ti der Keilinschriften führte. 

Birch ward zu der Annahme eines Wortes nntes durch die Vorstellung geleitet, 
dafs die ägyptischen Bilder der äthiopischen Hieroglyphen auch ihre entsprechenden 
ägyptischen Lautwerth beibehalten hätten, — das Gegentheil davon hatte schon Lep- 
sius richtig erkannt und ausgesprochen — während doch gerade dieser Name Amn- 
nSrk in seiner meroitischen Schreibung darauf führen mufste, dafs, wenn die ersten 
beiden Zeichen: s=3 dem ägyptischen ö ^ entsprachen, die gröfste Wahrschein- 

lichkeit vorlag, auch in dem dritten: ^^ den äthiopischen Stellvertreter des ägypti- 
schen ^:3:^ oder ß -Lautes vorauszusetzen. Ohne Zweifel würde Birch dieser Auf- 
fassung sofort zugestimmt haben, hätte er nicht einen zweiten Königsnamen in seiner 
äthiopischen und ägyptischen Schreibung übersehen, in welchem das Zeichen der Gans 
^^ von neuem mit dem Lautwerth des ägyptischen ■'cr:::* k erscheint. Es ist dies der 
Name eines Herrschers, welcher die offizielle Benennung f q^ \j\ Äivi[-ka-rä führte 

und dessen ägyptischer Name (^1)^^ ^]| oder ( t) ^ "g' '^ -^]| Arknjrl 



(LD. V, 44) sich in seiner äthiopischen Schreibung als ( ^ 1 1 ^^^ 



.Jl 



(LD. V, 55, 56) darstellt, wobei ich nicht unerwähnt lassen will, dafs Varianten an 
Stelle des <cz:> das Zeichen des Auges <2>- einsetzen (LD. V, 67). Ich lasse den 
zweiten Theil des Namens, von dem ich später ausführlicher reden werde, vorläufig 
bei Seite und richte meine Aufmerksamkeit auf das Anfangswort ^)CZZD^^, in welchem 

^ , wie in dem Namen des Amon, dem ägyptischen (1 , und ^^ dem ägyptischen -^zi^ 

entspricht, während wir aufserdem für das noch unbekannte Zeichen 1 1 oder 

den Lautwerth eines ägyptischen <rr> oder r gewinnen. Das äthiopische ^t=i^^ 

deckt sich somit auf das vollkommenste mit dem ägyptischen (I , das im Namen 

1 V ^ 



1887.] von H. Brugsch. 



des Königs Ergamenea : i i] *^^^ f] ^^ 1 in der Gestalt [j ärq wieder er- 

scheint (LD. V. 17, a) 

Das diesem zwischen dem ^ und dem ^^ stehenden crm wirklich der Laut- 
werth des ägyptischen <:rr> eigen war, wird durch einen dritten Eigennamen mit dop- 
pelter Schreibweise dargelegt. Dem Scharfsinn des Meisters Birch ist seine Gegen- 
wart nicht entgangen, aber die Schlüsse, zu welchen er gelangt ist, scheinen ihn selber 
wenig befriedigt zu haben. Die Person, welche den Namen führte, war eine Königin, 
deren häufige Erwähnung in Naga und Amara ihre besondere Bedeutung als Herrscherin 

voraussetzt. Sie führte den offiziellen Titel (o^^^lU] Mr-ka-rä^ während ihr Fami- 
lienname meroitisch Tj^^^;^ '^</P°l geschrieben wird (LD. V, 55, QQ, 67, 69). Über 

den ersten Theil desselben Vs,^ j^ mno kann kein Zweifel obwalten, da er die äthio- 
pische Schreibung des Amonsnamens M-n-o enthält. Dies bestätigt zum Überflufs die 
ägyptische Form desselben Namens der Königin, die am vollständigsten in der Gestalt 

QSg^gq ] (LD- V, 55 a, 1) vorliegt, während die Schreibungen ( ^^ = ^^^ 1 

(1. 1. 6, 1 und r I) ^^^mIIIJ ^- ^- 1^5 ^> 9) kein Licht über die korrekte Form des- 
selben verbreiten. Herr Birch hat auf Grund der beiden ersten von ihm ansrezosrenen 
Formen dafür die Umschreibungen Ämentari und Amentai aufgeführt und für die Aus- 
sprache des meroitischen Königin- Schildes: Amenhap oder Amenas in Vorschlag ge- 
bracht. Das kann unmöglich richtig sein, da die gröfste Wahrscheinlichkeit besteht, 
dafs sich beide Namen, der ägyptische und der äthiopische, lautlich gedeckt haben 
müssen. Dafs in der ägy-ptischen Gestalt ein Fehler verborgen liegt, scheint mir auf 
der Hand zu liegen, denn Verbindungen wie <= (1 [1 und ^ (1 (1 sind nichts weniger 

als ägyptisch und eine Verschreibung von _' '_ an Stelle von t — r mr anzunehmen, 
dagegen spricht der Umstand, dafs, soweit ich ersehen habe, in den ägyptisch-äthiopi- 
schen Texten allenthalben die Form von ''=:x., statt nzic, vorherrscht. Aufserdem würde 
das ägyptische m in dem Worte mri seinen Platz in der Gestalt von ^. , wie z. B. 
in dem Amonsnamen, gefunden haben. Man könnte vermuthen, dafs an Stelle 
der unverständlichen Gruppe =-= (1 (1 das Wort [1 (1 äH-t einzusetzen wäre, 

welches sich in derselben Verbindung mit dem Namen des Gottes Amon: ( \ "^^^^Qg^ | 
Ämn-ärit wiederum als Name einer Königin zeigt, der bekannten Candace^ deren ägyp- 
tische Schreibung (^3;;:^' 1 \ ^^=^ \ \ S j Kn^äki-f^) neben ihrem Familiennamen Ämn- 
äri-t in der Inschrift auftritt (LD. V, 47, a und b). Eine abgekürzte Form des letz- 
teren zeigt sich aufserdem in der Gruppe i '\ ^-^ ^^ j Ämn-är (1. 1. c). 

Stellen wir dann dem ägyptischen 4 ^ c\ ^^^'^ die äthiopische Form 
G gegenüber, so ist ersichtlich, dafs dem Hörn / der Lautwerth des o ä ent- 

^) Ich will bemerken, dafs die angezogenen Inschriften an Stelle des zweiten ^^zr^ die 
Zeichen V.fi^ und ^ — ^ deutlich erkennen lassen. Die vorgeschlagene Verbesserung scheint mir 
unabweisbar zu sein. Das hatte schon längst Lepsius vermuthet. Es liegt darin ein Zeugnifs 
mehr für die mangelhafte Kenntnifs der meroitischen Schreiber auf dem Gebiete der ägypti- 
schen Hieroglyphik. 



3 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 

spricht, während dem dritten Zeichen D wiederum der <::r> -Laut eignet. Eine weitere 
Vergleichung giebt das Zeugnifs, dafs dem mittleren Zeichen der Feder [) der ägyp- 
tische Laut für (I (1 in i zur Seite steht, so dafs sich das äthiopische Wort äir mit 

dem ägyptischen äri vollkommen deckt. Der Name der Königin lautete somit im 
Äthiopischen Mno-äir oder Emon-äir, im Ägyptischen Amon-än-(^t) oder, mit Bezug 
auf die vorher mitgetheilte Variante, Amon-är. 

Wir haben somit eine kleine Reihe von Lautwerthen für acht äthiopische Hiero- 
glyphen gefunden, nämlich: 

ä, ägyptisch [1 , für das meroitische Zeichen ^ 



: n n 



oder j» 



AAA 



'^•> 9 •> y> ^ — ^ ^* S' " « " « 

r, „ <=^, „ „ „ „ c=:i oder D 

ä(?), „ -^_^(?), „ „ „ « ^- / 

welche ihre Probe bestehen müssen, da sie als feste Grundlage meiner späteren Un- 
tersuchungen dienen werden. 

Ihre Anwendung auf das von Birch S. 63 seiner Abhandlung aufgeführte Beispiel 
einer Inschrift von Naga, welche sich auf eine Darstellung des ägyptischen Nilgottes 
Häpi daneben bezieht, lehrt zvmächst, dafs seine Auflösung der äthiopischen Cxruppe 

^ n tH] -M o durch die Lautzeichen h-a-p-u von der unsrigen grundverschieden ist. 

i3ie betreffende Inschrift kehrt dreimal in derselben Fassung des Ganzen wieder 

(LD. V, 66, tZ. 69, a), wobei es zunächst möglich ist, dafs •^j ein besonderes Wort 
für sich ist, während sich der Nilname nach unserer Lesung in den schwankenden 

Schreibungen "^ß^ ö-i-r (1 mal), (] ß ^ ä-i-r (1 mal) und "^ (j (j p cd o-j-i-r 

(2 mal) in seiner meroitischen Form darstellt. Die Variante O [1 K CZl (LD. V, 67, d) 
beruht auf einem offenbaren Fehler des Bildhauers oder des Kopisten, der die Figur 
des stehenden Mannes ^ mit dem sonst nie in dem meroitischen Schriftsystem auf- 
tretende Zeichen x verwechselt hat. Es hält nicht schwer in den äthiopischen Wör- 
tern oiV, äiv und ojir die Spuren der ägyptischen Bezeichnung für den Nilstrom und 
seine Arme: äur, demotisch lär, är^ läl, ir (s. BW. 34 und 236), koptisch le^p-o, lÄ-p-to, 
icp-o, lop wiederzuerkennen. Die auf der Stele von Dongola (gegenwärtig im Berliner 
Museum, s. LD. V, 6) auf der Rückseite Lin. 8 vorkommende Stelle: 

PI [=) A^ [1 [I C^ tp-nht tat-nht 7?-i7-ni< 

(Sic) Ä ^ ^ 'VNAA 

„alle Himmel[szonen] , alle Welten, alle Ströme" citire ich ausführlich, weil schon aus 



1887.] von H. Brugsch. 9 

dem Zusammenhange hervorgeht, dals in der ägyptisch- äthiopischen Hieroglyphik das 
Wort ü oder ir (mit dem männlichen Artikel davor) zum allgemeinen Ausdruck für 
Flufs, Strom gedient hat. ^ 

4. Bevor ich zu einer Analyse der meroitischen Inschriften übergehe, um dieselben 
in ihre einzelnen Wortgruppen zu zerlegen und deren Umschreibung und Übertra- 
gung, so weit es möglich ist, festzustellen, erscheint mir die korrekte Wiedergabe der- 
selben, lediglich auf Grund der Lepsius 'sehen Publicationen in den Denkmälern, als eine 
nothwendige Voraussetzung. Die Zahl dieser Inschriften ist nicht bedeutend, dagegen 
ist der Vortheil nicht hoch genug anzuschlagen, dafs mehrere darunter denselben In- 
halt wiederholen, indem sie den gleichen Gegenstand behandeln. Ihre gegenseitige Ver- 
gleichung giebt allein das beste Mittel an die Hand, die richtige Schreibweise eines 
Grundtextes ein für allemal wieder herzustellen. Die bezüglichen Inschriften, wie ich 
nicht unerwähnt lassen will, gehören drei besonderen Klassen an, die ich der Reihe 
nach behandeln werde, denn sie enthalten 1. die Namen und Titel des Gottes Amon, 
2. die Namen und Titel äthiopischer Könige und Königinnen und 3. die Namen und 
Titel anderer Gottheiten als Amon, an ihrer Spitze den Nilgott. Ich kenne keine In- 
schrift, welche sich aulserhalb dieses Rahmens befände. 

5. Die Namen und Titel Amons. Die bezüglichen Texte pflegen die stehen- 
den oder auf einem Thron sitzenden Bilder des erwähnten Gottes nach seinem 
ägyptischen und äthiopischen Typus zu begleiten. Als Norm aller wähle ich die bei- 
den in LD. V, QQ^ h publicirten Inschriften, die ich mit den Buchstaben a und b der 
einfacheren Citation halber wegen bezeichne. 

Inschrift a. 
1. 2. 3. 4. 5. 6. 

Inschrift h. 

Beide Texte sind dem Tempel von Naga entnommen. Die Inschrift a 1 — 6 be- 
findet sich hinter dem Sitzbilde des widderköpfigen Amon mit der Sonnenscheibe 
und den Amonsfedern auf dem Kopfe. Eine kleiner ausgeführte Inschrift in einer 
Doppelkolumne vor dem Gotte wiederholt dieselben Worte, nur ist die Gruppe a, 2 in 
diesem Falle ausgeschlossen worden. Die Inschrift 6, 1 —7 steht hinter dem Sitzbilde 
des diesmal menschenköpfigen Gottes mit demselben Federschmucke auf seinem 
Haupte. Die Wiederholung derselben zeigt die kleinere Inschrift vor dem Gotte, doch 
ist es anzumerken, dafs darin das Wort 6, 7 durch ein anderes dieser Gestalt 
^^v^ '^ 44= vertreten ist. Der Unterschied zwischen beiden betrifft den Ersatz des 
Löwenzeichens in der einen durch die Wasserlinien in der andern Inschrift. 

Dieselbe Doppeldarstellung des Gottes kehrt auf demselben Denkmale wieder, nur 
dafs Amon in aufrechtstehender Gestalt vor einer Königin {Ämn-äri-i) und einem 
Könige abgebildet ist. Die begleitende Inschrift linker Hand ist zerstört, doch mufste 
sie dem Texte h entsprochen haben. Auf der rechten Seite läfst der Text die einzelnen 
Gruppen der Inschrift a erkennen, doch wiederum mit Übergehung des Wortes a, 2. 

Zeitschr. f. Acgypt. Spr. , J;ilirg. 1SS7. 2 



.Ä^ _^ ra Hl 



■^Q Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 



An einer anderen Wand desselben Tempels wiederholen sich die beschriebenen 
Darstellungen aufs neue (LD. V, 67, U). Die daneben befindlichen Inschriften sind roh 
und in barbarischem Style ausgeführt und nur mit Hülfe der beiden Texte a und b zu 
entziffern^). Die beiden Inschriften linker Hand, hinter dem Sitzbilde des widderköpfi- 
creii Ainon, enthalten die einzelnen Worte des Textes a, die beiden auf den menschen- 
köpfigen Gott bezüglichen Texte, auf der rechten Seite, zeigen trotz ihres verderbten 
Zustandes eine fast durchgehende Übereinstimmung mit b. In dem Texte vor dem 

Amonsbilde erscheint indessen Ö /\ als Variante von ^ [) /\ (^5 4), während beide 

Texte das Wort ^"^"^^ oder ^1;;;;; # i^,!) durch ^^ # wiederge- 

ben d. h. den Vokallaut piz=o auslassen und das Löwenbild durch die liegende Kuh 
ersetzen. 

Dieselben Darstellungen und Inschriften gewähren die in LD. V, 68, a veröffent- 
lichten Kopien aus Naga. Hinter dem widderköpfigen Amon auf seinem Sitze befindet 
sich der Text a, hinter dem menschenköpfigen Gotte die Inschrift b. Als Varianten 

treten wiederum Ö /\ an Stelle von ö, 4 und ^. ^ ^ =}=[= »^ Stelle von 6, 7 auf. 
Wir dürfen somit annehmen, dafs in b, 4 bis 7 die beliebtere Lesung 

öA 1^#i öA ^^:# 

gewesen sein mufs. 

6. Königstitel in Verbindung mit den Namen des Gottes Amon. Ein 
Theil der in den Inschriften a und b saxf Amon bezüglichen Namen und Eigenschaften 
kehrt aufserdem im Tempel von Naga häufig wieder in Verbindung mit Titeln, die 
hinter einander 1. einem Könige, 2. einer Königin und 3. wiederum einem Könige zu 
Theil werden und ihren bezüglichen Königsschildern folgen. Aus einem vergleichen- 
den Studium der betreffenden Texte (LD. V, 67, 69, 70) stellt sich folgendes allgemei- 
nes Schema heraus: 

1. 






[1- 


Königsname] 


^^Iz 








1. 


2«. 


2\ 


[2. 


Königin] 


11° 

1. 


ra \'-' 


_2^ 
000 

2. 



-9 -2^ 



e. [3. Königsname] ^ ß "^ ^ ß "^ o o o 
Die vorhandenen Varianten berühren die Schreibung des allen drei Inschriften ge- 
meinsamen Schlufswortes (3), für das sich die Lesart U^^U^^ "^ o o o — °^^* 
dem vorgesetzten Vokalzeichen für i — und die dem Laute nach grundverschiedene 
Variante ^.ll^o vorfindet (cf. LD. V, 70— 67, a). Im übrigen erscheinen in c 
und d dieselben Amonsnamen wieder, welche wir oben (a 1. 3. 4) bereits kennen ge- 
lernt haben. Es geht daraus mit mathematischer Gewifsheit hervor, dafs ^^^^ 

*) Ich mache besonders auf die Variante des Hegenden Widders an Stelle des Löwen- 
körpers aufmerksam. 



1887.] von II. Brugscli. 11 

und ^^CD n 4 i^ (über das Schlufszeicheu c/, 2'' werde ich mich später 

näher auslassen) zwei gewöhuliche Bezeichnungen des Gottes Atnon bei den 
Meroiten gewesen sein müssen. Die Vermuthung liegt aufserdem nahe in der Verbin- 
dung dieser Namen mit dem Worte c, d, e, 3 einen Titel zu erkennen, der dem 
Sinne nach etwa dem ägyptischen Amon-meri entsprach. 

7. Die beiden Formen des Gottes in Naga, welche ihn als einen menschenköpfi- 
gen und widderköpfigen Amon zeigen, hat Lepsius in einer lehrreichen, in dieser 
Zeitschrift (1877 S. 1 fl.) abgedruckten Abhandlung in ihrer lokalen Verschiedenheit 
richtig von einander gesondert. Die menschenköpfige Gestalt bezog sich auf den 
ägyptisch-thebanischen Amon, dessen gewöhnliche Bezeichnung sich in folgender For- 
mel darstellt: 

n r^ o ßfiß 4? n ü I 1 '^ 

1 AAAAAA I ' ' Ci I £i tu I © 

Ämn-rä nb ns-tau X^^^ 4P^ „Amon, die Sonne, der Herr von Nestau (alter Name 
seines Heihgthums in Karnak) von Theben." Es ist derselbe Gott, welchen die grie- 
chischen Inschriften aus Ptolemäerzeit mit dem Namen 'Aju£vujf|)t5 d. i. Amen- dpi oder 
-ophi belegen. Erst vom äthiopischen König Tharaka ward der Gott in einer widder- 
köpfigen Gestalt in Äthiopien eingeführt und trug als solcher eine landesübliche Be- 
zeichnung, die in ihrer vollständigsten Ausführung also lautete: 

U l"""""l AftA/WV AW^V\ ^^ ^ •()• /''^ '-\ ^ JTL AAAAAA Q ^^ 

Ämn npt hri-ab tu uäh ntr ä xnti ta-j(ntit „Amon von Napata im heiligen Berge 
(d. h. am Gebel Barkai), der grofse Gott im Lande Nubien" (vergl. MMD. I, 7. 10. 
LD. V, 16). 

Es ist dies derselbe Gott, welcher auf einer Stele vom Gebel Barkai (MMD. I, 9) 

unter dem Namen -^^ Jv Ttun^ Dudu-uon, ausdrücklich als | 3 ^ ^waa ^^ 

ntr pu n ks „Landesgott von Kusch" aufgeführt wird. 

Auf der Mehrzahl der äthiopischen Stelen wird die Trennung in der Darstellung und 
in den Namen und Titeln des Gottes festgehalten. Ich verweise vor allem auf die 
grofse Stele von Dongola (LD. V, 16) und auf die von Mariette veröffentlichten 
äthiopischen Stelen (MMD. I, 7. 8. 11). Diese Denkmäler können als Vorbilder der 
genau entsprechenden Darstellungen und Inschriften von Naga dienen und nach dieser 
Richtung hin erscheinen sie uns von ganz besonderem Werthe. 

8. Inschriften, welche sich auf andere Gottheiten als Amon beziehen. 
An die Spitze aller stelle ich die meroitischen Texte welche die einherschreitenden 
Nilgottheiten am unteren Rande der Tempelwände von Naga begleiten. Die bildlichen 
Darstellungen der Nilgötter sind klar und deutlich und entsprechen durchaus den 
ägyptischen Figuren, welche den heiligen Strom zu personifizieren bestimmt waren. 
Über den angegebenen Sinn derselben kann somit kein Zweifel bestehen. Über den 
Versuch von Birch die einleitenden "Worte der Niltexte zu entziffern, habe ich mich 
oben bereits ausgelassen. 

Die einzelnen Inschriften, welche der Leser in LD. V auf den Tafeln 6ß, 67 und 
69 vorfindet, weichen gruppenweis in Bezug auf die Anfangsworte von einander ab, 
während die schliefsende zweite Hälfte, mit zwei Ausnahmen, allen gemeinsam ist. 
Sie besteht übereinstimmend aus den Wortgruppen: 

2* 



12 



Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, 



[I. u. II. Heft 



1. 



3. 



/. ^ö.^ # o J2^ ^ 



ra 



Die ersten Worte bilden, wie ich bemerkte, verschiedene Gruppen, die folgenden 
Texten ansrehören: 






o o o 
3. 

O o o 



ra 
z. CJ ra -S^ 



sio o o o 



o o o 



/ '^ö'.232.#o.2^-^ 



ra 



Zwei leider ziemlich mitgenommene Texte lassen dagegen andere Zeichen erken- 
nen. Der eine, am besten erhaltene (V, 66, d, 6), erscheint in folgender Gestalt: 

Von den andern sind die nachstehenden Worte (V, 66, b) allein lesbar geblieben; 
1. 2. 3. 4. 

'•"äo^l "[™oi:?] —k^i =^[^?] 

9. Ein weiteres Material zu dem Corpus inscriptionum aethiopicarum liefert eine 
Keihe von Beischriften, welche die Bilder bekannter und unbekannter männlicher und 
weiblicher Gottheiten an den Wänden des Tempels von Naga begleiten. Leider sind 
die meisten und grade die wichtigsten Zeichen auf dem Gestein zerstört und unlesbar 
geworden, und der Rest ist in barbarischen Charakteren ausgeführt. Die 11 Beischrif- 
ten, welche in Betracht kommen, folgen alle einem gewissen aus drei TheUen beste- 
henden Schema. Die Einleitung, so weit sie sich aus acht, mehr oder minder gut er- 
kennbaren Fragmenten zusammenstellen läfst, ist zunächst in den nachfolgenden Grup- 
pen enthalten: 

-Ll^ PD(?)[Var.;^i] L ^<^ = i 

Hieran schliefsen sich, als zweiter Theil, die Wortgruppen, welche den eigentlichen 
Namen der Gottheiten angehören, worauf zuletzt der dritte Theil der kleinen Texte 
folgt, welcher die nachstehende Grundfassung enthält: 
1. 2. 3. 

^. rafjodz.l'^o .^ ^<=:=> = l 

Die Schlufsworte 2 und 3 sind, wie man sieht, mit den Gruppen 4 und 5 in m 
und 2 und 3 in / vollkommen identisch. Derjenige Theil der Inschriften, welcher das 
mittlere Stück einnimmt, bezog sich auf die Namen und die Titel von elf Gott- 



m 



1. 

ra 



I 



1887.] von H. Brugsch. 13 

Leiten, sechs männlichen und fünf weiblichen, deren Darstellungen trotz ihres fremdar- 
tigen Aussehens dennoch auf Grund ägj^ptischer Vorbilder wiedergegeben sind. Nur 
eine einzige darunter (LD. V, 59), ein Gott mit dreifachem Löwenkopfe xmd vier 
Armen, der dem Anschauenden seine ganze Brustseite zukehrt, erinnert unwillkürlich 
und seltsam genug an indische Vorbilder. Sein Name, im mittleren Streifen, gehört 
zu den am wenigsten zerstörten. Ich gebe ihn nach der a. a. O. befindlichen Abschrift 
wieder: 

(Sic) 

Das dritte und vierte Zeichen haben hier, wie sonst auch an zwei andern Stellen der 
Göttertexte, die Gestalt Ho, in der ich eine flüchtige oder mifslungene Darstellung der 

Gruppe (J D ir erkennen möchte. Das sechste Zeichen ist vielleicht ein s > . 

Die fünf zusammengehörigen Götter, welche auf den Tafeln 61 und 62 in gemein- 
samer Gesellschaft erscheinen, bestehen aus zwei widderköpfigen , also meroitischen 
Amonsfiguren (3 und 5 der Reihe), denen sich ein sperberköpfiger Horus (2), vrie er 
sich an den Wandseiten des Tempels von ApollinopoKs magna (Edfu) zeigt, ferner der 
thebanische (Mond-) Gott J^onsw (4) und ein löwenköpfiger Schu, Sonnensohn, (4) 
anschliefsen. Am vollständigsten ist in den zugehörigen Beischriften der Name des 
zweiten Amon (5) lesbar, der in den beiden Gruppen: 

enthalten ist, wovon die erste seine meroitische Schreibweise wiedergiebt. 

Von der Bezeichnung, welche sich auf die zweite Amonsform (3) bezog, ist über- 
haupt nur die Gruppe T "g" ( ° lesbar geblieben. Ich glaube, wenigstens theilweise, sie 
mit Hülfe der Beischrift ergänzen zu können, welche auf Taf. 56 (LD. V) sich zwei- 
mal wiederholt und deren korrekte Form sich folgendermafsen herstellen läfst: 

^- ■■■ii\ m T ^^T 

Ich mache noch besonders auf die Wiederkehr der Gruppe unter 4 aufmerksam, 
auf welche ich in meiner Bemerkung zu den Inschriften /, m und n hingewiesen habe. 

Dieselbe Legende q, mit der ich mich beschäftige, tritt aufs neue in dem fragmen- 
tarisch erhaltenen Texte auf, welcher den Namen des Gottes Horus (2) in sich schlofs. 
Man liest nämlich: 

1. 2. 3. 4. 5. 6. 

i ^ a^ ö^ Wi|f|1[T] ^[--T] 

Die schöne Hoffnung, welche die nachstehende Inschrift 

erweckt, da sie voraussichtUch die äthiopische Schreibung des daneben stehenden Got- 
tes Jl^ow5w (4), in seiner thebanischen Gestalt, enthalten müfste, bewährt sich leider 
nicht, denn sie besteht aus Titeln, die in erster Linie dem thebanischen Amon, also 
dem Vater des Gottes jfow«w, eigen sind. Die oben S. 5 mitgetheilte, auf diesen 
Gott bezügliche Inschrift kann meiner Behauptung als Bestätigung dienen. 



14 Entzifferung der Meroitisclien Scbriftdcnkmüler, [I. u. II. Heft 

Das erste Bild in der Fünfgötter-Reihe ist das des löweuköpfigen Su (Sos). Von 
seiner meroitischen Bezeichnung haben sich nur die folgenden Gruppen erhalten: 



.2^ 



Das erste Zeichen, der Sperber, erscheint nirgends sonst in den meroitischen In- 
schriften und ich glaube mit Recht vermuthen zu dürfen, dafs dieser Vogel durch das 
Bild der Nachteule ^^\. = m zu ersetzen oder eine Variante dafür ist. 

Ich komme nunmehr zu den Namen, welche den Darstellungen von fünf Göttinnen 
beigeschrieben sind, von denen vier in den gewöhnlicheren Gestalten der Göttin Hathor- 
Mut, die fünfte aber in der Form der Sati oder Siti, der Göttin der Nilschwelle, ab- 
gebildet erscheinen. Ich beginne mit der Inschrift, welche der letzteren angehört. 
Birch hat in seiner oben angeführten Abhandlung (s. S. 62) den auf sie bezüglichen 
Text, welcher aus drei Kolumnen besteht, einer näheren Prüfung unterzogen und in 

den Worten der ersten Kolumne: s=j^^ T o _2^^^<=:r> -i o, die er; negusha 
luharita umschreibt, eine Bezeichnung der Göttin Sati als negusha oder „Königin" er- 
kennen wollen. Ich habe dagegen S. 12 (m) bereits gezeigt, wie diese Worte nebst dem vor- 
angehenden den ursprünglich einleitenden Theil zu allen Götter-Namen und -Titeln 
bildeten. Der eigentliche Name der Göttin befand sich in der dritten Kolumne, von 
der leider nur das eine Wort ^^s,^ T o M-n-o d. i. Amon übrig geblieben ist. 

Von den Beischriften neben den Gestalten der übrigen vier Göttinnen, lassen sich 
nur die Bruchstücke von zwei Namen deutlich erkennen. Das eine läfst die Zeichen 
s==3 T A ^ (t) durchblicken, das andere, aulserdem noch fehlerhaft ge- 
schrieben oder kopiert, besteht aus den halb unleserlichen Zeichen: ll^^^fiH---« 

^ o (u) mit denen ich nichts habe anfangen können. Bemerkenswerth ist noch, 
dafs in dem dritten Theile der Inschrift, welcher die Legende u enthält, die oben S. 12 
angeführte Formel .^^ ^^ <=> r-, o durch eine Gruppe ersetzt wird, welche aus deu 

Zeichen 4t^ ^^ T "^ besteht und nach einer Lücke mit T j © («ic) (T-^j) schliefst. 
10. Die äthiopischen Königsnamen in ihrer meroitischen Schreibung. 
Die Liste aller, welche sich in LD. V vorfinden, ist bald erschöpft. Aufser den drei 
oben S. 5 fl. aufgeführten Namen finden sich noch folgende vor. 



V, 2. fkl^^^raklkP^ l (LD- V, 51, b) 

V, 2. (s=>p[Z]ß^^;^ -gssSf^A j (49), König mit dem offiziellen Namen (o^^\ 



V, 3. f ltTtT 'Z. ^ ^l)<i=3) rö] (68). In den Zeichen U <e=d liegt ein Fehler versteckt. 

(sicj (sie) 

Ich vermuthe die korrekte Schreibweise \\ □ . Die graphische Verwechselung des 
äthiopischen ]\ mit dem ägyptischen (1 ist auch sonst (cf. Ins. w) nachweisbar. 

V, 4. [ Htl35i^^i^^t^ ] (69) 

r, 5». ('^Y°""^^'=^=^^° = °='^^l (^^)- ^^^^ Variante (62) zeigt die 



Schreibung: 



(die) 



1887.] von H. Brugsch. 15 



(sie) (Sic; 



V, 6'. rfflZ\.°'='s=joc=._2^ö j (60) zweiter Name desselben Königs. Varianten: 

V, 6^. ( mAoi^^Jg^^^^^^-gabä] ! (59) und 

V, 6«. rH^°:=i^=^°^=^-^^ l (62) 

V, 7. (k^tlSAl] (56) 

Namen von Königinnen: 
V, 8. (^I^i ^IiHß^g="'i^^^AJ (40). ^ hierin Variante an Stelle von ^ und, 

(Sic) (sie) 

wie sicherlich anzunehmen ist, J} — » an Stelle des Löwenbildes .ga^ . 



", »• Cgl^^^P^l (56). 

Die vorgelegten Beispiele, insoweit sie variirende Schreibungen ein und desselben 
Namens bilden, zeigen das Schwankende und oft Fehlerhafte der meroitischen Ortho- 
graphie und bestätigen aufs neue meine oben S. 4 ausgesprochene Bemerkung darüber. 

11. Noch einmal komme ich aufserdem auf den Namen (w.) f ^^.^ — oder 
T^nDJ einer Königin zurück, den ich S. 7 einer näheren Prüfung unter- 
worfen und Mno-äir gelesen hatte. Varianten wie die beiden folgenden: 



AAM AAA (sie) 

und «'^J 



'"■I 



/o 



(sie) 



(LD. V, 57) (LD.V. 59)1) 

legen es nahe das Zeichen o i 1 als eine Schriftvariante an Stelle von CD , D , r aufzu- 
fassen, wobei zu bemerken ist, dafs das schliefsende f) = z an seiner richtigen Stelle 
steht. Der Name lautet: Mno-äri (s. auch weiter unten). 

Die Wiederkehr des Amonsnamens in den Beispielen unter u, 1. 7. 8. und w. er- 



*) Die Schreibart ^ an Stelle von c^ in diesem Beispiel wiederholt sich in den aus 

o 

Tempel von Naga in LD. V, 66 & mitgetheilten Namen der Königin, die in den Inschriften 
rechter und linker Hand C ^. ^ '^ o c=^ h CD J genannt wird. Es ist daraus ersichtlich, dafs 
^ oder oc=^ Varianten an Stelle von c=^ sind, ähnlich wie oCHZD für CZZU eintritt. Sollte 

O ' 

in dem kleinen Kreise o ein Vokal verborgen sein? 



16 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [L u. II. Heft 

innert an ähnliche Zusammensetzungen in den Namen äthiopischer Könige und Köni- 
ginnen auf Grund ihrer ägyptisch-hieroglyphischen Schreibung. Von Ämn-äri oder är 
hatte ich bereits früher gesprochen, andere Beispiele liegen vor in Ärq-ämn^ Alua-ämn, 
rh^J\i^^^ >i (^LD_v,36), mk-Ämn (s. oben S. 5), Xtam-Ämn, f A "=^ 

1 (LD. V, 51), Ämn-..äxa oder ..ära-Arnn, { U l™^!^ ] (LD. V, 

16), Ork[?]-Amn, i l\ j^ ^ ^'™'~j (^^- ^^ 54a), so dai's wir voraussetzen dür- 

fen, dai's die Wörter älua, ntk, jtasn^ ••«J^' orÄ;[?] der äthiopischen Sprache angehö- 
ren, zum mindestens aber nicht ägyptischen Ursprunges sind. Weitere Belege dazu 

liefern Königsnamen wie Aiaj(l-Amon, ( IJ | __^ U . . . . J (LD.V, 18), Senk-Amn- 

skn ( ^fej (I ^zzp^ ] (1. 1. 15 a) und der Name der Königin Amn-tu-kht, 

( [1 I (LD. V, 5) aus der Zeit des Äthiopen Tharaka. 

12. In der kleinen Liste königlicher Namen, welche ich unter v. 1 — 9 in ihren 
meroitischen Schriftcharakteren zusammengestellt habe, enthält der fünfte (a und b) 
einen deutlichen Hinweis auf das dem Amonsnamen vorgesetzte meroitische Wort 

ärq, ark (1 , (I in der ägyptischen Schreibung des Ergamenes Arq-Amn, 

Mit Rücksicht auf meine Bemerkung über den gleichen r-Werth der beiden Zeichen 

1 — I und n I 1 , wie z. B. in den Gruppen ^{JO ä-i-r und ^°i=zzi|) ä-r-i^ ägyptisch 

(J \\ , tritt in den unter v. 5 angezogenen Namen das Wort ^ T "czzii ^^ ä-o-r-k 
als eine Variante für die kürzere Form desselben: ^[^ ^^ ä-r-k (s. oben S. 6 § 3) 

ein, welcher der Ägypter sein [1 ärk gegenüber gestellt hat. Die sich daran knüpfen- 

I ^^^ — ->^ 

den Zeichen <rr> r-l in b und >< ^ m a, welche mit emem ägyptischen 

>/ für den sonst ägyptisch durch aawa ausgedrückten Buchstaben n schliefsen, so dafs 
die drei letzten Zeichen r-r-n zu umschreiben wären, erinnern in Zusammenhang mit 
dem Anfangsworte ä-o-r-k oder ä-r-k sofort an den oben S. 6 angeführten Namen eines 

äthiopischen Königs, der sich in meroitischer Schrift durch f ^ CD ^^ ^ ^ JA j 

oder f ^ ^ '^ ] , in ägyptischer dagegen durch ( [I /w^^^ _g^ J oder f (1 

<=> -2^ j ^j^j^ y^ ^2. 43. 66) wiedergegeben findet. 

Der also genannte König besafs in Begerauieh seine eigene Pyramide (Gruppe 
A. 16), worin die auf den Todtenkultus bezüglichen Darstellungen und Inschriften ihn 
neben seinem (ägypt.) Königsnamen Ark-n^rl^ und zwar noch vor demselben, als „zweiten 

Propheten des Gottes Osiris" bezeichnen. Sein offizieller Name ( O ■¥" U J Anj(^-ka-rä 
wird dabei nicht übergangen (s. LD. V, 42 fl.) In den äthiopischen Texten, welche 
die Wände des Tempels von Naga bedecken, wird er an letzter Stelle, doch gemeinsam 
mit einem Könige und einer Königin genannt^), wobei die Namen der drei in vierma- 
liger Wiederholung dicht an einander gerückt sind (s. LD. V, 67, a): 



*) Vergl. LD. V, 55 c woselbst nur die beiden Namen a und b auf Pfeilerknäufen in Ben- 
Naga vereinigt stehen. 



1887.] 



von H. Brugsch. 



17 



AAA 



1 



fZ^ 



4 




a. b. c. 

In seiner Eigenschaft als Priesterkönig neben dem legitimen Regentenpaare, 
deren Namen in a und b enthalten sind (zweimal mit der korrekteren Schreibung ä(?)-r-i 
y D p , an Stelle des gewöhnlicheren ä(?)-i-r, ebenso dreimal in den darunter stehenden 
Texten), zeichnet er sich vor allem durch seine eigenthümliche Tracht aus, in welcher 
er in Gesellschaft des Königs und der Königin, jedoch hinter denselben, in anbetender 
Stellung vor den oben erwähnten männlichen und weiblichen Gottheiten des Tempels 
von Naga erscheint (s. LD. V, 57 fl.). Jede der drei Personen trägt ihren einfachen 
Namen, der Priesterkönig dagegen zwei. 

Der Name des Königs lautet wie a, nur dafs der Amonsname darin ^^v ^ T 
M-n-o geschrieben ist, der der Königin so, wie ich ihn oben (w, S. 15) mitgetheilt habe, 
genau also wie die Schreibung b in der Dreinamen -Gruppe, während der Schreibweise 

c im Namen des Priesterkönigs die Form [ ^ T ° i — n ^^ <rr> ö" ° czzd o i i >/ ^\^ \ 
oder ihre Variante (s. v, 6 a — b) in den Tempelinschriften entspricht. Über die Identität 

derselben mit dem oben erwähnten f ^ □ "^^ ^ ^ ^ 1 ^^^^ somit nicht der 

leiseste Zweifel obwalten. Nehmen wir aufserdem die ägyptische Umschreibung der 
äthiopischen Laute des Namens zu Hilfe, so ergeben sich folgende Gleichstellungen: 

Meroitisch 



Ägyptisch 



c (oben) v, 5^ 



fehlt 

CD ■ 



fehlt 



1- 

fehlt 
fehlt 



I 



)ä 



fehlt 

V- 
A 

fehlt 



I 



ö- 



fehlt 

V- 
A 

D D 



\,ä 





fehlt, (o) 


2. 


<=>, r 


3. 


^^, k 


5. 


® ■>X 




fehlt 


6. 


<:>, »• 




..2^, l 




fehlt, (o) 


4. 


Aww\ . n 




fehlt 




fehlt 



Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 1837. 



18 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 

Eine gegenseitige Vergleichung dieser drei Reihen führt zu folgenden Schlüssen: 

1) Das äthiopische Zeiche s=o , dessen Lautwerth 3- oder t fest steht, ist fehler- 
haft unter den Händen des äthiopischen, oder, was wahrscheinlicher ist, nach den gut 
ausgeführten Darstellungen und Inschriften zu urtheilen, des ägyptischen Bildhauers ent- 
standen, indem er in allen vorkommenden Fällen das zweimal wiederholte r- Zeichen _ 

an der rechten Seite durch zwei gebogene Linien verband : s=3J , 

2) Die in a mangelnden, in v vorhandenen Zeichen T und ^ dienten offenbar 

zur schriftlichen Darstellung von Vokallauten. Von ^ = jT ist dies bereits erwie- 
sen, und ^ , wie ich weiter unten zeigen werde, hat den Werth des hebräischen n. 
Die Verbindung der beiden Zeichen pi , deren Umstellung ^ man häufig be- 
gegnet, gegenüber dem ägyptischen Zeichen W bezeugt den Ausfall des Vokales pi 
oder T , wie er auch sonst durch andere Beispiele erwiesen wird. 

3) Für das Zeichen -<2>- und seinen Vertreter <:rr> ergiebt sich mit gröfster 
Wahrscheinlichkeit der Lautwerth des ägyptischen ® d. h. ^. 

4) In gleicher Weise geht daraus unabweislich der Werth des Lautzeichens o i 1 

hervor, welchen die Ägypter durch ihr <r=> oder _2^ auszudrücken pflegten. 

5) A und Ad DD bildet eine selbstständige Wortgrnppe. 

Der Name des Priesterkönigs lautete demnach nach seiner vollsten 

äthiopischen Schreibung (y) Aork-^ärr-n 

in seiner kürzeren Gestalt (c) Ark-j(rr-on 

in seiner ägyptischen Umschreibung Ark-n-jrl. 

Ist, wie ich nicht zweifle, das ägyptische /wsa^a n in der Mitte zwischen Ark und 
j[rl das bekannte Genetivzeichen, so giebt uns die Stellung desselben (ow, n) in den 
meroitischen Schreibungen am Schlüsse von ärk-jrr einen Wink für die grammatische 
Verwendung desselben. 

Die meroitischen Säuleninschriften im Tempel von Amara, welche in den LD. V, 69 
(unter a und i) mitgetheilt worden sind, gleichen ihrer Anlage und ihren Worten nach 
durchaus den meroitisch abgefafsten Säulen-Texten im Tempel von Naga (s. 1. 1. 69 a). 
Die einzelnen Kolumnen lassen aufserdem je drei nach einander folgende Königsschil- 
der erkennen, von denen die darin eingeschlossenen Namen der beiden ersten mit den 
beiden ersten in Naga in ihrer Schreibweise übereinstimmen. Sie nennen den König 
N-t-k-m-o-n und die Königin M-n-o-ä(?)-r-i (s. oben S. 16), nur an dritter Stelle, 
woselbst man die eben besprochene Bezeichnung des Priesterkönigs A-o-r-k-ji[-ä-r-r 
oder -J(-r-r, welcher in Naga mit dem legitimen Regentenpaare gemeinsam auftritt, 
erwarten sollte, erscheint in Amara der folgende Name (s.v, 4): 

12 3 4 5 6 7 

Da die Gestalt des 5. und 7. Lautzeichens darin in den meroitischen Inschriften 
sonst nicht vorkommt, so liegt es nahe, darin eine schlechte Darstellung des 3. Zeichens 
i .=. i zu vermuthen, wobei der hohle Raum ■ in der Mitte in eine Linie ver- 

wandelt worden ist. Wir haben es daher in 3. 5. und 7 mit dem Lautzeichen für r 
zu thun. Zunächst darf vorausgesetzt werden, dafs sich der dritte Königsname sowohl 



1887.] 



von H. Bruffsch. 



19 



in Amara als in Naga wiederfinden müfste und hierzu berechtigt die folgende ver- 
gleichende Gegenüberstellung der einzelneu Buchstaben, nämlich: 



in Amara 



in Najja 



fc? ä . 



fehlt . 
fehlt . 
£^ r 



fehlt 



(Säulen) (Wände) 

. fehlt ... ^0 

. D r 



fehlt . 



fehlt 



^ ä [fehlt auch in t", 5*^] 

I 1 r 

fehlt 
r 



1:»--V 



In Amara findet sich also geschrieben "iärk-rär^ in Naga dagegen Ark-XTr-on 
und Aork--)(^ärr-n 

Die Ähnlichkeit ist zu auffallend, um sie von vorn herein zu übersehen, denn die 
Unterschiede betreffen eigentlich nur das Zeichen T?T»T , welches nach seiner Stellung dem 
^ entspricht, und die Auslassung des <=rr> = ^ in dem Namen zu Amara. Ich mache 
zunächst auf das Vorhandensein der Thatsache aufmerksam und behalte mir es vor, 
weiter unten darauf zurückzukommen. 

13. Ich bitte den nachsichtigen Leser um Geduld, weiteres über denselben Priester- 
könig zu hören, da die inschriftlichen Überlieferungen über ihn in seiner Pyramide zu 
Begerauieh (s. LD. V, 43 fl.) noch einige für meine weitere Untersuchungen werthvoUe 
Andeutungen bieten und defshalb nicht mit Stillschweigen übergangen werden dürfen. 

In den in schlechtem Ägyptisch abgefafsteu Texten tritt der Priesterkönig, mit Bezug 
auf die Abbildungen fuuerärer Gegenstände, unter dem königlichen (c ^) Namen eines 



I 



HS nj hn ntr sn-nu Usiri „zweiter Prophet des Osiris" auf, ähnlich wie sich in Äg)-p- 
ten die Priesterkönige nach dem Schlüsse der 20. Dynastie als „erste Propheten des 
(thebanischen) Canon" ( V _ ^c=5 1 zu bezeichnen pflegten. Seine Abstammung von 
einer priesterlichen Familie wird trotz mancher Lücken in der Folge der Inschriften 
durch drei Texte erwiesen, die bisher von niemand die verdiente Würdigung erfahren 

haben. Der Name seines Vaters erscheint darin in der Gestalt ^ Zu) , wobei 

das erste Zeichen B3 einmal durch die Variante ^ffl (Taf. 43, oberer Rand) ausgedrückt 
wird. An ein ägyptisches ^ , = jt» darf man wahrscheinlich nicht denken, da in den 
übrigen Inschriften der Pyramide dasselbe regelmäl'sig durch D wiedergegeben wird. 
Das Zeichen diente offenbar daz.u, um einen dem meroitischen Alphabete eigenthümli- 
chen Buchstaben graphisch darzustellen. Von dem Namen der Mutter des Priesterkö- 
uigs haben nur drei von einander getrennte Buchstaben, nämlich: ^^^ ^,,^>,vj ,^^ N..7i..n 
(Taf. 43, Oberrand) die Zerstörung desselben überlebt. Au der oben angeführten 

3* 



20 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 

Stelle läfst der Text mit aller Deutlichkeit den Zusammenhang der ersten Worte nicht 
verkennen. Man liest: „[desOsiris] zweiter Prophet ylr/:-w-j?'Z [Sohn] des Fm-[^-]r[-<-]Z 
[und der Hausherrin?] N..h..n...^ Auf derselben Tafel opfert eine Person im prie- 
sterlichen Ornat dem verstorbenen König unter seinem Baldachin. Eine siebenzeilige 
Inschrift enthält die gewöhnliche Opferformel des sutn tu-htp. „Osiris, der grofse Gott, 
der Herr des Abaton" (bei Philä) wird gegen den Schlufs der zweiten Zeile genannt. 
Die dritte Zeile enthält die Worte^): 

Hl I llö ^^Zr^.S3J^ ^'K^- AAA^q. kl I V<=> AWA^ I I J 

(sie) 

d. h. „des Osiris zweiter Prophet m-k-r-t-l^ der Vater der heiligen Person f | ,. « , , 1 
des (Königs) Ark-n-jcrl.^ 

Werfen wir einen Blick auf die äthiopisch abgefafsten Doppelnamen, welche z. B. 
im Tempel von Naga (LD. V, 62) über der Person des Priesterkönigs stehen und durch 
imausgefüllte mehrzeilige Textlinien mit einander verbunden sind, so begegnen wir links 
dem oben entzifferten Namen des Königs (s. S. 14 «, ö*"), rechts dagegen dem von 
einem Königsschilde umrahmten Namen: 

12 3 4 5 6 7 

an welchem am Anfang ein Buchstabe fehlt. Die folgenden Zeichen 2 bis 5 und das 7. 
lassen sich auf Grund meiner oben festgestellten Bestimmungen mit absoluter Sicher- 

12 3 4 5 6 7 

heit umschreiben : "i -k-r-t-r-l- [ein Vokal]. 

Wir erhalten somit den gröfsten Theil der Laute wieder, welche sich in dem ägyp- 
tisch wiedergegebenen Vatersnamen des Königs, des oben erwähnten ^_ r^ 

?_yfe_r-i-Z vorfinden und sind dadurch in den Stand gesetzt, zimächst den Beweis 
zu führen, dafs auch in dem meroitischen Schriftsystem das Löwenbild _2^ seinem 
Werthe nach dem Z- Laute entsprochen hat. Man müfste die Wahrheit nicht sehen 
wollen, um die Übereinstimmung des Namens in seiner ägyptischen und meroitischen 
Schreibart von der Hand zu weisen. 

14. An zwei anderen Stellen (Taf. 59 und 60) kommen zwei identische Namen zum 
Vorschein, welche in gleicher Weise, wie ich es vorher beschrieben habe, d. h. durch 
Querlinien mit dem eigentlichen Namen des Priesterkönigs verbunden sind. Es sind 
die unter ü, 6' u. v, 6*" (s. oben S. 14) abgedruckten Königsschilder, die nur in Bezug 
auf das zweite Zeichen in dem Eigennamen eine kleine Verschiedenheit erkennen lassen. 
Dafs beide dem Namen des Vaters des Priesterkönigs angehören, ist unzweifelhaft. Ich 
erwähne ferner, dafs derselbe Vater, der nach dem Tode seines Sohnes in dessen Py- 
ramide zu Begerauieh die üblichen Todtenopfer darbrachte (s. LD. V, 43), zugleich als 
Nachfolger seines verstorbenen Kindes in der priesterlichen Königswürde auf den Thron 
erhoben wurde und sich seine eigene Pyramide in Begerauieh aufbauen liefs. Die darin 



^) Dieselben wiederholen sich in dem Texte V, 44. Man liest dort: 



© I \ A 

Die Gruppe, welche ich durch Vater übertragen habe, ist hierin vollständig erhalten. Das 
sich daran schliefsende hat den Sinn von „König der Könige, — , [Sohn? des] B.ä Ark-n-Xrl.*' 



1887.] 



von H. Brugscb. 



21 



erhaltenen Darstellungen (s. LD. V, 54 c u. d) zeigen ihn in dem Kostüm, wie es sonst 
auch Privatpersonen eigen war, nur die UräusSchlange an der Vorderseite seiner Kappe 
und die Geifsel in der Hand weisen auf seine hohe Stellung hin. Nach den Texten 
in der Pyramide seines Sohnes bekleidete er vor seiner Thronbesteigung die Würde eines 
„zweiten Propheten des Osiris." (Auch in seiner eigenen Pyramide lassen die Inschriften, 
so weit sie erhalten sind, den Namen desselben Gottes in zweimaliger Wiederholung er- 
kennen cf. 1. 1. c). Sein offizieller Titel und Name lautete in ägyptischer Schreibweise: 

1 V Tu jg^ U \\ S| j „der König des Südens und des Nordens Ka-l-ka-ä.'^ 
und sein Familienname und der gewöhnliche Titel davor: 

"^r^^-^^ ^ \§t\\ »^^^ ^°^° ^^^ Sonne K(a)-l-t-l-ä.'' 
Der zweite Name entspricht, bis auf das fehlende Anfangszeichen (wie ich später nach- 
weisen werde, ein Spiritus asper), auf das genaueste den übrigen erhaltenen Schreibarten, 
sowohl den meroitischen als einer ägyptischen, so dafs wir uns in der glücklichen Lage be- 
finden, fünf Lesarten für denselben Namen nachweisen zu können, nämlich: 
Meroitisch. Ägyptisch. 

a h c de 

r\ r^ r^ n\ 

OS . . ffl3 . • [abgebrochen] . ^ und ffl . . [fehlt] 



A 



ts 



■A---¥ 



[fehlt] 



O l I 



[fehlt] 



LJ LJ LJ 



■ 5^ 

. [fehlt] 



C) 

k 
i 
t 

[r] 
l 



Aus dieser Zusammenstellung erhellt zunächst, dafs ^^ , wie ich oben gezeigt 

habe der Vertreter des ägyptischen ^cz;::^ oder ^^ ä, durch das Dreieck A zweimal 
ersetzt worden ist. Das letztere mufste demnach einem Kehllaute entsprechen. Da in 
den meroitischen Inschriften das Bild des Dreieckes sehr häufig diese Gestalt: a an- 
nimmt, welche bekanntlich in dem ägyptischen Schriftsystem zum Ausdruck des g-- Lautes 
dient, so liegt es in der That nahe, auch für das meroitische A einen ähnlichen Laut- 
werth vorauszusetzen. Die Variante A verhält sich demnach zum ^^ , wie im Ägyp- 
tischen q zu k in dem Worte (I ä-r-q und (1 ä-r-k (s. oben S. 6). 

Demnächst vertritt das Bild des Stierkopfes, am Schlüsse der drei meroitischen 
Schreibweisen des in Rede stehenden Namens, gerade wie in einem früheren Beispiele 
(s. S. 17) einen unbestimmten Vokal oder Halbvokal. Der Thierkopf, gelegentlich (feh- 
lerhaft?) durch ^ vertreten, erinnert unwillkührlich an die ältere semitische Gestalt des 
ersten Buchstabens im hebräischen Alphabete Alef (d. i. Rind, auch im griechischen 
Alpha A, A, hat sich das Wort und das Bild erhalten), der in seiner abgekürzten 
Form die Figur eines Stierkopfes darstellt. Im JVIeroitischen, wie man sieht, hat sich 
das Bild in seiner vollkommensten Zeichnung erhalten. In der ägyptischen Schreib- 



22 Entzifferung der Meroitischcn Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 

weise des Namens (s. oben d) tritt dem Buchstaben ^ der sitzende Mann ^') gegen- 
über, der nur als eine meroitisclie Form des korrekter: W^ geschriebenen ägypt. Zeichens 
auf'gefalst werden kann. Neben dem aufrecht stehenden Striche | ersetzt es im Ägyp- 
tischen in seiner Rolle als Pronominalaffix der 1. Person Singularis masc. gen. in Tau- 
senden und aber Tausenden von Inschriften den gleichwerthigen Buchstaben [l ä (kop- 
tisch zu 1 geworden) und dient aufserdem als Deutzeichen für die Namen männlicher 
Personen. Damit stimmt die Variante in e: (J QA ä auf das genaueste überein. Das 
nach dieser Richtung hin zwischen dem meroitischen Alef ö" und dem äthiopisch-ägyp- 
tischen ^ ' H w) ' ^^^ Zusammenhang besteht, scheint mir kaum bezweifelt werden 
zu könuen, denn die nahe Verwandtschaft wird auch durch andere Beispiele bewiesen. 
Um aber beide Zeichen in der Umschreibung von einander zu trennen, werde ich fortan 
den Stierkopf ö" durch ä oder ' mit einem Vokal dahinter, den sitzenden Mann durch a 
wiedergeben. 

Ich will bei dieser Gelegenheit es nicht unerwähnt lassen, dafs bekanntlich das 
semitische Alef, welchem ich dem meroitischen Stierkopf ö" an die Seite gestellt habe, 
ein hauchender Kehllaut ist, etwa mit dem griechischen Spiritus lenis zu vergleichen, 
zu dessen Aussprache ein begleitender Vokal nothwendig ist. In verschiedenen Wör- 
tern, in welchem das Alef (=') auftritt, kann dasselbe 'a, 'e, V, o, 'w, also ganz ver- 
schiedenartig, gelesen werden. Dafs etwas Ähnliches in Bezug auf das Meroitische ^ 
seine Geltung hatte, dafür bürgen Varianten wie z. B. 1) A i-q an Stelle von £f A H-q 

in zwei sonst identischen Texten (LD. V, 66 Z* — 68 «) oder wie jT ° i=3 ^^ o-r-k statt 

'ti CD "^^ 'o-r-k (s. oben S. 19) u. a. m. 

15. Ich habe oben S. 20, den Namen 'Kaltelä als den Familiennamen des Königs 
bezeichnet, wozu die vorangehenden Worte „Sohn des Rä^ oder der Sonne vollstän- 
dig berechtigen. Ramscs II heifst mit seinem offiziellen Namen User-mä-rä, darauf 
weist der vorangehende Titel: „König des Südens und des Nordens" hin, mit seinem 
Familiennamen dagegen: „der Sohn der Sonne, Rä-messu,^ mit dem Zusatz: Mi- 
ämun, „von Amon geliebt." Nur bei den ersten Priesterkönigen der XXI. Dynastie, deren 
Verbindung mit Meroe aus triftigen Gründen feststehen dürfte, findet sich der beson- 
dere offizielle Name durch den ihnen gemeinsamen eines „Ersten Propheten des Gottes 
Amon" ersetzt (s. S. 19, § 13). 

Es mufs aufialleu, dafs derselbe König 'Kaltelä einen inschriftlich beglaubigten, 
dem Anscheine nach zweiten Familiennamen führte, welchem gleichfalls die bezeich- 
nungsvolleu Worte ^^ , si-Rä „Sohn der Sonne" vorangehen. Derselbe lautet in 
aller Deutlichkeit der Schreibweise: 



u 



B 



d. i. K-1- (oder l)-7i-ä, Kernä oder Kelnä. 



Das Wort, äthiopischen Ursprunges, steht nicht einsam da, denn in den ägyptisch- 
demotischen Inschriften äthiopischer Priester und Tempelbeamte der Isis auf Philä 



1887.] von H. Brugscli. 23 

kehrt es häufig genug in der von mir hieroglyphisch umschriebenen demotischen Gestalt 

n n qrni wieder, (cf. LD. VI, 10. 35. 37), wofür ein hieroglyphischer Text 

einmal die Gruppe ^^ ^ 'J ^ '^'^^^ einsetzt^). In allen demotischen Weihinschrif- 



ten äthiopischen Datums spielt „der Kelni der Isis" (cf. z. B. LD. VI, 36, No. 10: 
D '''^ S S ^ "^'"'^ i^ o, vT ^ ^'°® hervorragende Rolle, die nach dem Deutzeichen für 

alles, was das Schriftwesen betrifft '^^ zu urtheilen, etwa der eines ägyptischen 
Hierogrammateus entsprach. In der langen, auf den äthiopischen König T-r-r-m-n 
{ c^5i ^v V J , bezüglichen 26 zeiligen Philenser Inschrift, welche in LD. VI, 39 

mitgetheilt ist und auf deren historische Bedeutung ich Gelegenheit finden werde zu- 
rückzukommen, befinden sich in der 6. Linie auch die Kelni in einer Reihe von prie- 
sterlichen Beamten des Isis -Tempels genannt. 

Über den Zusammenhang des demotischen Wortes klni mit dem vorher erwähnten 
hieroglyphischen Namen Krnä, dürfte kaum ein Zweifel aufkommen. Man wäre da- 
nach veranlafst, in dem Namensschilde Königs Kalkaä, welchem die Worte „Sohn 
der Sonne" vorangehen, nicht einen zweiten Familiennamen des äthiopischen Fürsten, 
sondern einen priesterlichen Titel herauszulesen, dessen allgemeine Bedeutung ich 
so eben erörtert habe. 



^) Die hieroglyphische Inschrift, in welcher dieser Titel erscheint, ist von Champol Hon 
in Dakkeh kopiert und in dem „Notes Descriptives" I, S. 128 veröffentlicht worden, leider mit 
Fehlern, welche jedoch nur die Übertragung gegen den Schlufs unmöglich machen. Die wortge- 
treue Übersetzung lautet: „Sein Name bleibe stets erhalten vor dem Gotte Thot von Pnubs, 
„dem grofsen Gotte und Herrn der Stadt Pselchis, vor der Göttin Tafnut, der Tochter des 
„i?ä und vor den grofsen Gottheiten des Tempels von Pselchis!" 

y,Hur-net'-dtef, der Sohn des Un-ä-i-k-i, dessen Mutter Qa-ise ist, der Klni der Isis, 
„der Oberaufseher (rd) der Isis in Philä und im Abaton, der Fürst der Landschaft von Ta- 
„komso (Dodekaschoinos), der Häuptling (hri-tp) des Königs von Kusch, der grofse Hiero- 

„grammateus in den Städten, der Grofse des Horus der Prophet des 

„Sothis- Gestirns, der Berechner (?) des Laufes des Mondes und der Läuterung (s. Thes. S. 458 fl.) 
„der fünf Planeten, welcher das, was am Sonnenauge fehlt des Sonnengottes iJä." 

Eine demotische Inschrift im Tempel von Philä (LD. YI,35 No. 7) wiederholt den Namen 
and die Titel desselben vornehmen äthiopischen Beamten vom Hofe des Königs von Kusch 
gemeinschaftlich mit dem Namen und den gleichen Titeln seines äthiopischen Kollegen in dem- 
selben Amte. Die Inschrift bat den Vorzug klarer und verständlicher zu sein, wie die nach- 
stehende Übertragung beweisen wird. 

„Ihr Name bleibe stets erhalten vor der Isis vom Abaton und von Philä, vor dem Gotte 
^Imhotp, welcher zu dem kommt, der ihn anruft, vor der Göttin Hathor, vor dem grofsen Gotte 
„Horus, dem Rächer seines Vaters, und vor den grofsen Göttern des Tempels vom Abaton und 
„von Philä!"* 

y,Mentu und Hur-net'-ätef, die Propheten der /s?s, die Klni und Oberaufseher der 7s2S, die 
„Oberaufseher des Königs vom Negerlande, die Fürsten der Landschaft von Takomso, die 
„Häuptlinge des Gebieters (?) der Westgegend, die Grammateus des Königs von Kusch, welche 

„den Lauf der fünf Planeten kennen und das Minus (us, *^ ) der Elevation ( ]) ^^. -fy "^^^ 

„ifab, kopt. 'xojio&e, elevare, extollere, transcendere) der Sonne und des Mondes zu bestimmen 
verstehen." — Ich übergehe den Schlufs, der das eigentliche Proskynema vor „-7s2S, der grofsen 
Herrin der ganzen Welt" in sich schliefst. 



24 Entzifferung der Mcroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 

Wie verhält sich dieser Titel nun zu dem von mir als ersten Familiennamen be- 
zeichneten Worte 'Kaltela, welcher den Ausgangspunkt meiner Erörterung bildete, für 
denselben Priesterkönig? 

Ich mul's zugestehen, dals sich auch für diesen vielleicht der Nachweis führen 
liefse, als habe er, wie das Wort Kniä, nur einen priesterlichen Titel angezeigt. Die 
Spuren dieses Nachweises liegen in den Doppelschildern, welche sich in der Pyramide 
des Priesterköuigs Ärk-7i-j(rl an der südlichen Wand über der abgebildeten Gestalt 
desselben befinden (s. LD. V, 44) und folgende, allein noch erhaltene Zeichen erken- 
nen lassen: 



n (Sic) u ffl j , , 

„A7'K-n-j[rL 



A. ^-^ ™ oder ergänzt: '^^^^ <=^ ^ Krtla."- 



(zu vergl. S. 20 und die Anmerkung) 



Auf der entgegengesetzten Seite derselben Wand zeigt sich von neuem das Bild 
desselben Königs, welcher in anbetender Stellung hinter dem Gotte Osiris „im Westen" 
seinen Platz eingenommen hat. Über seiner Gestalt befinden sich diesmal die Doppel- 
schilder : 

n \ 

-^ ' ' „ der zweite Prophet des Osiris , 

B. ^ ^ "^^^ 

I I © (Sic) 






Obgleich ich nicht in der Lage bin, dem vom Bildhauer oder vom Kopisten feh- 
lerhaft dargestellten Zeichen unmittelbar hinter dem Osirisnamen im ersten Schilde den 
richtigen Sinn unterzulegen, so lehrt dennoch selbst die oberflächliche Prüfung, dafs 
„der zweite Prophet des Osiris" dem '^a^teZa in dem Schilderpaare A entspricht. 

Ich bemerke ferner, dafs den Schildern A und B der südlichen Wandseite an der 
östlichen zwei andere (C) gegenüberstehen, welche sich zweimal wiederholen und die 
Person des verstorbenen Königs begleiten. Es sind die folgenden: 

I I 



n! 



( \ »n« »^^s Osiris zweiter Prophet, 

® 1 _ 

C. Q <=> „Anj-ka-rä, 

•y- "^ — ^ 

1 AAAAAA Arl'-n-YrJ^ 

Alle Zeichen in diesen Gruppen sind deutlich erkennbar und nur der verloren 
gegangene Osirisname ist nach der Sciteninschrift rechter Hand auf der Wand von mir 
ergänzt worden. Eine Vergleichung dieser vier Schilder führt zu dem Schlüsse: 



1887.] von H. Brugsch. 25 

1) der offizielle Name des Königs lautete An^-ka-rä^ 

2) sein Familienname ^y^-7i-jrZ, 

3) seine Titularbezeichnung in A: 'Krtla^ in B und C dagegen: „zweiter Pro- 
phet des Osiris," woraus sich als nächste Folgerung die gröfste Wahrscheinlichkeit 
ergiebt, in dem äthiopischen Woxie'Krtla, 'Kalielä, grade wie in iCrnä, eine priester- 
liche Bezeichnung zu erkennen, die sowohl der Priesterköuig -Vater Kalkaä, der 
nebenbei das Amt eines Krnä bekleidete, als auch der Priesterkönig -Sohn Ark-n-r7'l 
zu führen berechtigt war. 

Diese Auflösung hebt in genügendster Weise die Schwierigkeit in Bezug auf den 
gleichen Namen, welchen Vater und Sohn in dem Schilde hinter der Titulatur „Sohn 
der Sonne" führen, und gestattet vins die S. 19 abgedruckte Inschrift in folgender 
Weise durch ein eingeschobenes „und" zu berichtigen: „des Osiris zweiter Pro- 
phet UND 'K-r-t-l, der Vater der heiligen Person des (Königs) Ä)'k-n-j7^l.^ Im 
fibrigen ändert diese Berichtigung den Gang unserer vergleichenden Studien auf dem 
Gebiete des meroitischen Alphabetes nach keinei- Seite hin. 

16. Ich gehe nach diesen Bemerkungen zu einem neuen, noch unbestimmten 
Zeichen über, dessen lautlichen Werth ich auf Grund vergleichender Studien festzu- 
stellen in der Lage bin. Es handelt sich um das Bild des Stieres ^^ , wofür die 

Texte von Amara das Bild eines Widders, ^^, eintreten lassen. Im ägyptischen 

Schriftsystem ist der Stier mit dem Silbenwerthe ^ ka verknüpft, welchem zugleich 
die wurzelhafte Bedeutung von „männlich, mannbar. Mann, Gatte, Begatter sein" zu 
Grunde liegt. Im Grabe Ti's (Saqqara) fand ich einmal die Schreibung n n ^^ kää, ki 
für den Bullen. Im Koptischen scheint das alte Wort in seiner jüngsten Gestalt als 
RiH (B.), «"iH, (5'ie (T), aber im Sinne von Bock, Ziegenbock, weiter zu leben. Mit 
dem angeführten Lautwerthe tritt das Zeichen z. B. in der Schreibung des wohlbe- 
kannten Königsnamens ( ^'^'^^ ^f^ ^ J 5 auch ( TT^ y 1 Ne-ka-u geschrieben, auf, 
welchen die Griechen durch Nex«"^' oder Nexcog wiederzugeben pflegten. Die einzig 
richtige Schreibweise, unbeeinflufst durch den dialektisch begründeten Wechsel zwischen 
a und X5 würde NExacJ gewesen sein. Ich wäre rathlos und schhmmsten Falles auf diesen 
ägyptischen Werth ka oder k angewiesen, wenn nicht zwei meroitische Texte mir zu 
Hülfe gekommen wären, um dem Stierbilde vmd seiner gelegentlichen Variante, dem 
Widder, den verloren gegangenen Lautwerth innerhalb des meroitischen Alphabetes 
zurückzugeben. Unter den auf den äthiopischen Amon bezüglichen Inschriften aus 
Naga (s. LD. V, 66 bis 68), welche sechsmal den Namen und die Titel des Kuschiti- 
schen Schutzherrn in derselben Fassung herzählen, befindet sich ein Text (67 6) 
■welcher die Schlufsgruppe y _2^^^ ■_. "^ , mit dem Vogelzeichen an dritter 

Stelle, durch y .Ssr 5^ rri n wiedergiebt, d. h. den Vogel ^^ = k durch das 
Stierbild ersetzt (s. S. 9, a, 5 — 6). 

Ich habe schon früher die Veranlassung genommen auf die Vertauschung lautlich 
verwandter Bilder im Meroitischen aufmerksam zu machen, wobei vor allem derselbe 
Vogel in den Vordergrund tritt. Ein Schreiber schreibt () A i-q-l statt des richtigeren 

P ^^ i-k-l, oder ffl A '-q neben ffl *^^ '-k; er verwechselt die Konsonanten 

Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 18S7. 4 



26 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II, Heft 

l und w, wie in ^^^ '^ 4t- tn-o-n-ü an Stelle des üblichen ^^^ -Sa» i^ m-o-r-ü 
(Meroe, s. S. 28) oder die Vokalzeichen wie in ^ cn ^^ 'o-r-k neben T °cr:=D^^ 

o-r-k (s. S. 22) ^^ A 'a-'-q neben ^Ö" A a-'-Ä, ^ A '-q {'i-q) neben H A i-q uüd 
alles das in Texten, welche genau denselben Inhalt und dieselben Worte wiederholen. 
Aus den eben angeführten Beispielen geht zugleich hervor, dafs sogar die drei Zeichen 
^^ 1 A und ^^ mit einander vertauscht wurden, um verwandte Kehllaute auszudrücken. 
Habe ich die beiden ersten Zeichen durch k und q umschrieben, so bleibt mir für den 
Stier nur ein dem g entsprechender Laut übrig, wenn ich die Analogie des altägyptischen 
Alphabetes in Bezug auf die Kehllaute ä, q und g und ihre Bezeichnung "'d^ , A und 
J^ zu Grunde lege. 

Dafs die von mir gewählte Umschreibung g annähernd die richtige sein dürfte, 
geht vielleicht aus der ägyptischen Nebenbezeichnung des Rindes durch J^^^ gu hervor, 
welche in Inschriften bereits aus der Ramessidenzeit über dem Bilde eines wild dahin 
stürmenden Stieres erscheint, mit dem bemerkenswerthen Zusatz kmä d. h. „(das 
Kind, gu) der Südgegend," mit andern Worten aus der äthiopischen Landschaft. 
In einem der Korridore des Äe^i-Tempels zu Abydos (s. MA, I, 53) zeigt die Abbildung 
den König Rarases II welcher ein fliehendes Rind festzuhalten versucht. Links vor 
dem Thiere stehen die Worte gu ia kma „das männliche Rind der Südgegend, " über 
ihm : 6ph gu ia kmä an sutn „es fesselt der König das männliche Rind der Südgegend" 
und zum dritten Male wiederholen sich ähnliche Worte in der längeren Inschrift über 
dem Gesammtbilde. Man möchte annehmen, dafs die Äthiopen aus dem vorausgesetz- 
ten Worte ihrer Sprache gu für das Rind (in der IsTuba- Sprache heifst gor oder gur 
das Rind) das Bild desselben akrophonisch zur Bezeichnung des ^-Lautes verwerthet 
haben, ähnlich wie im hebräischen Alphabete der Name gamel für denselben Laut auf 
das Bild eines Kameeis hinweist. Noch will ich hinzufügen, dafs jenes Wort gu für 
Rind sehr selten in den ägyptischen Texten auftritt. Gewöhnlich sagte man dafür 
AM, äua^ wie z. B. in der Inschrift über einer ähnlichen Darstellung in demselben 
Tempel (1. 1. I, 48 6), woselbst die Handlung des Bindens durch die Worte ausge- 
drückt wird; sph äü „das Fesseln des Stieres." 

Der zweite meroitische Text, welchen ich oben S. 25 im Sinne gehabt habe, bie- 
tet die günstige Gelegenheit, in umgekehrter Weise an Stelle eines korrekten ^^ g 

das Lautzeichen ^^ für k nachzuweisen. In einem dreimal wiederkehrenden Text von 
gleichem Inhalt und gleicher Fassung, in welchem ein König und eine Königin, zu 
deren Fülsen überwundene Fremde sich gefesselt zeigen (LD. V, 40. 56), als Sieger 
über ihre Gegner in kurzen Worten gepriesen werden, ebenso aber auch in einer auf 
den Gl oii Horus, den Überwinder seiner Feinde, bezüglichen Inschrift (s. S. 13, g') wird 
die korrekte Gestalt der folgenden Buchstaben: 

XW'^^.o-j.f-g, 

einmal durch ^ !J (J -\ ^^ wiedergegeben (LD. V, 40), mit andern Worten das Stier- 
zeichen g durch die Gans k vertreten, und dadurch wiederum ein neuer Beweis für die 
Verwandtschaft der durch ^^ ^'^^ ^^ bezeichneten Laute geliefert. Ich bemerke 
dazu, dafs die Schreibart, welche den Stier g, erkennen läfst, den Texten an den Wänden 



1887.] von H. Brugsch. 27 

des Tempels von Naga entlehnt ist, während das Zeichen der Gans, Ä-, in einer der 
Pyramiden von Begerauieh als (dialektische?) Variante erscheint. 

Die Vertauschung der beiden Konsonanten k und g, welche mir die Gelegenheit 
bot, den Lautwerth des Stierbildes mit annähernder Sicherheit zu bestimmen, zeigt sich 
übrigens schon in den ägyptischen Umschreibungen meroitischer Königsnamen. Ich 

verweise auf die beiden Schreibweisen ( (J ] A/nn-7itk und ( [1 n 1 Amn-ntg,, 

von denen ich oben S. 5 bereits gesprochen hatte und worin sich ^:^z^ = k und J^ ^ g 
gegenüberstehen. Nach der meroitischen Bezeichnung des Königs : ( "^ s=3 ^^ ^v 
jT ^^ j N-t-k M-o-n hat nur die ägyptische Schreibweise Ämn-ntk Anspruch auf 
Korrektheit. 

17. Von den 23 Bilderzeichen, welche sich in den meroitischen Inschriften vorfin- 
den und von jedes einen besonderen Vokal oder Konsonanten des meroitischen Alpha- 
betes angehört, ist es mir gelungen auf dem Wege strengster Vergleichung 18 ihrem 
phonetischen Werthe nach zu bestimmen. Das letzte Viertel harrt noch seiner lautli- 
chen Auflösung. 

Ich mache den Anfang mit dem Zeichen 41- ? welches sich unter den zahlreichen 
Bildern des ägyptisch-hieroglyphischen Schriftsystems nicht vorfindet, dagegen mit der 
altsemitischen Gestalt des hebräischen n- Lautes, z. B. in der Mesa- Inschrift, eine 
merkwürdige Ähnlichkeit besitzt. In den meroitischen Texten zeigt es die Gestalt eines 
regelmäl'sigen Viereckes, dessen Linien sich an den vier Ecken ein wenig verlängern 
und kreuzen. In den wenigen Beispielen, in welchen dieses noch unbekannte x auf- 
tritt, ist zum Glück der Sinn der Wörter, an deren Schlüsse es erscheint (S. 5 u. 9, J), 
kaum einem ernsthaften Zweifel unterworfen. Das erste Wort, ein Eigenname, enthält 
mit aller Sicherheit die meroitische Schreibweise des wohlbekannten Stadtnamens 
Meroe (Mtporj), welche sich in den ägyptisch -hieroglyphischen Inschriften in folgenden 
Varianten darstellt: B-l-u{a)^ Ba-l-u(a), Ma-l-ä-u(a), M-r-u und im Demotischen 
als M-r-u-e wiedererscheint (s. BDG. 280). 

In einer Inschrift, welche auf dem Gebiete des südlichen Meroe selbst gefunden 
worden ist, habe ich aufserdem denselben Stadtnamen in der ägyptischen kürzeren 
Form <=:> M-r-u-(ä?) angetrofien. Der Text, leider nur fragmentarisch erhalten, 

in welchem der Name vorkommt, beginnt mit den Worten: ^'^■S(n ia"^ f\/x/i ••••*!? 

jm M-T-u-{a) — „diese Stadt (?) Meroe" — woran sich nach einigen Lücken die 

folgende stelle ansch.ierst:0,Tf'^(j=--p=i]a|=L5^iP;;') 
„der zweite Prophet des Gottes Amon N-h-h(odeTp)-7i-n-s-2r-p-3- das Ne- 
gerland" (s. LD. V, 52 a). Der Text befindet sich in der Pyramide des Königs 

^ j K-n-r-B^ in Begerauieh. Stellen wir die einzelnen Zeichen in den äthio- 
pischen (LD. V, 66, 6. 67 6. 68, a) und in den ägyptischen Schreibungen des Meroe- 
Namens nach einander gegenüber, so erhalten wir die Gleichstellungen: 



K 



^) In der Gruppe für das Negerland p-ta-nh-s ist in dem Original, wie sonst auch in 
einer andern Inschrift, welche denselben Namen enthält (s. MMD. I, 11, LL. 5. 12), der Vogel 
(= nh) durch das entsprechende hieratische Zeichen wiedergegeben, eine Eigenthümlichkeit, auf 
die bereits Herr Maspero in den Mel. 1876 S. 132 § 38 aufmerksam gemacht hat. 

4» 



28 EntziflFening der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 



Meroitisch. Ägyptisch. 



a 



m ^^ m ^= m y ma i^^ ba oder J b 



.Bas l ^ n .Ä5& l ^3j l <=> r _£s. Ulä la <=r> r 

Naga Naga Naga Naga 
LD.666 l.l.u.68a 67 6 1.1. 

Die meroitischen Texte bieten die Lesarten M-o-l-u, M-l-u und M-o-n-u, denen 
von den vier ägyptischen, M-r-u, M-r-ua, Ma-la-u(a) xnxdi Ba-l-u{a) die zuerst auf- 
geführte am meisten entspricht. 

Die nahe Verwandtschaft der Laute, welche durch die meroitisch- ägyptischen Zei- 
chen .^^ , ^^13!^ ^^^ "^—-^ wiedergegeben sind, d. h. l, n und r, macht sich in diesen 
Beispielen durch ihr Ineinanderlaufen auffallend bemerkbar. Auch in andern Fällen 
wiederholt sich dieselbe Erscheinung, wobei ich vor allem an die ägyptische Wieder- 
gabe (aus der Zeit des Kaisers Augustus) eines äthiopischen Göttemamens denke, 
den die Griechen mit dem Worte Mav^ovh, umschrieben (s. CIG. 5042, -3, -5). Der 
Sonnengott Alanduli gehört, wie der Gott Pursepmuiiis oder -monis und die Göttin 
Sruptichis (s. 1.1. 5006, -8, -14 und 4989. 5032, -33), zu den acht äthiopischen Gott- 
heiten und sein Name hat offenbar mit der ägyptischen Sprache nichts zu thun. Die 
verschiedenen Schreibungen desselben (LD. 72 c-g. 84 b) an den Wänden des Tempels 
von Kalabsche, dem alten Talmis, lassen sich auf folgende Hauptformen zurückfüh- 
ren, wobei die mit einem Sternchen bezeichneten Namen auf meinen eigenen Abschrif- 
ten an Ort und Stelle beruhen. 

1. 2.* 3. 4. 6.* 



11 



I I 
I 



> 1 


i_-l 


1. 


Mr-u-l 


f AAAAAA 


AVSAA^ 


2. 


M-r-i-l 


S 


£=> 


3. 


M(i)-u-t-l 


w 


(2 


4. 


Mnr-u-i-l 


_2^ 


_2^ 


5. 


Mnr-t-u-l 



Der letzten Form Mnr-t-u-l, deren äthiopische Schreibweise ich weiter unten 
vorlegen werde, entspricht am durchsichtigsten das griechische MavdouXi, in welchem 
das äthiopische w, auf Grund der griechischen Umschreibung, von dem Ägypter durch 
die Doppelzeichen , ^— -:> wiedergegeben ist. Auf das Vorkommen dieses Doppelkonso- 
nanten (auch durch und ersetzt) innerhalb des Ägyptischen, besonders einem 
AMAAA gegenüber, habe ich in der Zeitschrift 1882 S. 65 durch passende Beispiele hin- 
gewiesen. Selbst im Meroitischen zeigen sich Spuren davon, wie z. B. in der Schrei- 



1887.] von H. Brugsch. 29 

bung des Königsnamen Tra A o c=] ^=J i^ Ö" J ?-q-r-t-l-ä durch (S. 2], b) fffl A 
o czzn s=» o cznD Sä Ö" I ?-q-r-t-rl-ä (1. 1. a). 

Es scheint mir kein Grund vorzuliegen an der Richtigkeit meiner Behauptung zu 
zweifeln, dafs 41= thatsächlich einem ägyptischen -^ | = (2 I entsprochen habe und dafs 
somit dem Zeichen der Werth eines u oder selbst eines w eigen gewesen sei. Der 
aufrecht stehende kleine Strich hinter dem ägyptischen (g ist nicht zufallig. Nach den 



verschiedenen Varianten des Verbalaffixes ^*^ i ^ N§^ ' ^ ^ ^ o ku-ä, ku-i hatte er 
den Werth des ägyptischen ä oder i (s. oben S. 22). Die Verbindung der beiden 
Zeichen kehrt in einem äthiopischen Worte il/-i/a(oder m)-r-^-/:-ä (oder i) für einen 
Königsnamen wieder, welcher in ägyptischer Schreibung durch ( 1 aus- 

gedrückt wird (LD. V, 39). Ein anderes Mal finde ich dieselbe Zusammenstellung der 
beiden Zeichen in der ägyptischen Umschreibung des Namens eines Äthiopen -Königs 
( [1 (1 j. Ä-l-u-ä Ä-m-n (LD. V, 36), der in den Inschriften seiner Py- 

ramide zu Begerauieh dem Gedächtnifs überliefert worden ist. Wie man sieht, ist 
auch in der griechischen Bezeichnung Meporj jenes ua berücksichtigt worden. 

18. Nachdem ich die meroitische Schreibweise des Namens der Stadt Meroe fest- 
gestellt und damit das Mittel gefunden zu haben glaube das noch unbekannte Zeichen 
4f^ seiner phonetischen Bedeutung nach näher zu bestimmen, lenke ich die Aufmerk- 
samkeit auf den Amonstitel in der Inschrift 



ö- l\ ^"^ ^^ # '*■- ^ i/-o - Z(oder r) - u 



den ich vorläufig durch „(der), welcher in Meroe ist" übertrage. Die unmittelbar 
vorangehenden Worte derselben Inschrift: 



ö- 



A1^#v.,o.P. 



müssen etwas ähnliches bedeuten, d. h. voraussetzlich einen Stadtnamen enthalten, wozu 
dieselbe Anfangsgruppe 'i-q vollständig berechtigt. 

Der Titel bezieht sich auf den thebanischen Amon, welcher in den ägyptisch- 
äthiopischen Inschriften fast durchweg den Beinamen des „thebanischen" rowii-^^M, 
(s. S. 10) führt, wobei in einzelnen Beispielen das Wort j(^onti durch das gleichbedeu- 
tende hn-äb ersetzt wird. Der Name der berühmtesten unter den ägyptischen Amons- 
ßtädten, Theben, lautete im Ägyptischen Aput oder Äpu (bis auf den heutigen Tag er- 
halten in der arabischen Bezeichnung Medinet Abu) , wozu ich bemerken will, dafs die 
Endung ut oder u die Pluralform des Singulars U '-' J| äpt, äpe darstellt. Die Singu- 
larform Api im Hieroglyphischen wie im Demotischen gehört der jüngsten Epoche des 
ägyptischen Schriftthums an. Daher die bei den Griechen beliebte Umschreibung der- 
selben: w^ic,^ besonders in der Verbindung 'Ajuevcüc^is als Transcription des älteren Ämn- 
m-Apu d. h. „Amon in Theben" und des jüngeren Ämn-n-Äpi d. h. „Amon von 
Theben." Die Wiedergabe des Anlautenden (1 durch w hat nichts auffalliges, denn 
sie entspricht dem mit dem hebräischen Alef und dem meroitischen ö" verwandten 
Charakter des ägyptischen || , das zu seiner Aussprache eines Vokales als Beihülfe be- 
durfte. Dafs man es daher a, V, V, o, m lesen konnte, beweisen nicht allein grie- 



30 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [I. u. II. Heft 

chische Umschreibungen, sondern auch die koptischen Wörter, in welchen sich das alte 
(1 nur in seinem begleitenden Vokale erhalten hat. 

Der thebanische Stadtname Apu ist es offenbar, welcher nach seiner späteren Aus- 
sprache Opu in dem meroitischen ^ ^^ ^ 0-p-u vorliegt, wofür sich einmal, und 

jJ ^"~"^ 

zwar in derselben Verbindung mit 'i-q, die Schreibart ^^ T ::|^ P-o-u zeigt (s. 
Inschr. r S. 3). Derartige Versatzungen der Vokalzeichen sind nichts auffallendes 
innerhalb des meroitischen Schriftsystems. Der Amonsname: M-o-n und M-n-o (s. 

S. 4) bietet eines der bekanntesten Beispiele. Ein anderes liefert das Wort j-. T 

ih-o-l oder j-, -2^ T ° th-l-o. Wir erkennen somit in dem meroitischen 



und in den Varianten: 



ß A "J ^ '^ ^-2 O-p-u (LD. V, 66, 6) und 

P A ^T # i-i P-o-u (s. vorher) 
eine genaue Übersetzung der hieroglyphischen Gruppen [I n\ j(onti-Apu(-{) „der 
in Theben ist, der Thebanische," mit Bezug auf den Lokalgott Amon gesagt. 

Die Eroberung des Lautwerthes p für das Auge ^^ in dem meroitischen Alpha- 
bete ist von weittragender Bedeutung, die sich bis auf grammatische Bestandtheile 
der äthiopischen Sprache erstreckt, wie genauer nachgewiesen werden soll. Vorläufig 
giebt sie uns das Mittel an die Hand, den Schlufs der Inschrift b (S. 9) entziffern und 
verstehen zu können. Ä- m-o-n heifst darin: 'i-q 0-p-u 'i-q M-o-l-u „der in 
Theben (und) in Meroe ist." 

19. Wenn irgend eine grammatische Erscheinung den Zusammenhang der Sprache 
der Meroiten mit der gegenwärtig noch gesprochenen Kubischen Sprache zu erweisen 
im Stande sein dürfte, so ist sie sicherlich in dem meroitischen Worte ^^,^ i; ^^ i^ , 

m-i-p-u-l enthalten, dessen Zusammensetzung mit dem Amonsnamen: ^ ^k, R 
^P^#oTo ^-rn-o-n-m-i-p-u-l oder seltener "g) ^ f Z ß ^ [5 # ^„ 
-4 -w-o-w-t-w-i-p-M-Z dem allbekannten Titel (1 'wvwa mr-Ämn^ [1 \^'\ '^''^- oder 

mi-Amn der ägyptischen Könige entspricht (s. S. 11). Dafs auch die Äthiopen den- 
selben führten und sogar innerhalb der Königsschilder ihren eigenen Familiennamen 
hinzufügten, dafür können die Namen der Könige Sahaka und Sabataka als älteste 
Zeugnisse gelten. Beiden findet sich ein Avm-mr vorangesetzt (cf. LD. V, 1, b. 3, a, b. 
4, b, c). 

Wie zuerst Reinisch in seiner Grammatik der Nuba-Sprache (§ 280) nachgewie- 
sen hat, wird die Participialform eines Verbs im KD durch ein angehängtes -l, -ü oder 
-el gebildet, dem im FM. ein i gegenübersteht. Lepsius vermuthet (S. 499 NG.) aus 
der Form -ikkä des Obj. Sg. und -ikkü des PI. im M., dafs das charakteristische Merk- 
mal des Particips ursprünglich -ir gewesen wäre, das ohne Zweifel mit der adjektivi- 
schen Endung in -r, wie in gortir, dauwir, gokir, gukir, identisch sei. Ich stelle die- 
sen Beispielen im Meroitischen das häufig wiederkehrende Adjektiv I) ^^ i-k-l oder 

-k-r und das oben angeführte ■— , T th-o-l, th-o-r, an die Seite. 



1887.] von H. Brugsch. 31 

Vom Verb tog^ schlagen, bildet man daher im KD. ein tög-il^ PL tog-ü-l, im FM. 
ein tög-i, PI. tög-ik-kü (nach Reinisch: tög-i-gu) zur Bezeichnung des Participium 
Präsentis, und ebenso vom Verb bü (KD),/< (FM.) «sein, bleiben, verweilen" die ent- 
sprechenden Formen bu-l und fl-7. Der Gebrauch dieses Zeitwortes pw, /?, dem, wie 
ich gleich zeigen werde, im Meroitischen ^^ 4^ pu imd im Ägyptischen genau der- 
selbe Stamm G V> pw, koptisch ne, gegenübersteht, hat in der Kubischen Sprache eine 
eigenthttmliche Verwendung. Es bildet mit dem vorausgehenden Verb (im FM. in der 
Participialform auf -a) „eine Art von Compositum," wie Lepsius sich ausdrückt, das 
nach Reinisch's Auffassung das Stativ oder die Zustandsform eines Verbs ausdrückt 
(§ 185). Von tog, „schlagen," lautet dieselbe je nach den Dialekten tog-bü (KD.) und 
tog-a-fl (FM.) mit dem Sinne von: „sich im Zustande des Schiagens befinden," daher 
„in bedrängter Lage sein," wie sam-bü „betrunken sein" vom sam^ sich betrinken, und 
nog-hü'.nog-a-fl „sich auf der Reise befinden," von nog^ gehen, schreiten, gure-bü: 
gur-a-fl „lustig sein" von gur „sich freuen." 

Die Participialform dieses Compositum ist folgerichtig -bü-l und -a-fl-i in den 
verschiedenen Dialekten. Tog-bü-l oder tog-a-fl-i bedeutet so viel als „sich in be- 
drängter Lage befindend," wie ai-bü-l: an- a-fl-i „lebend, lebendig," dl-bü-l: dl- a-fl-i 
„todt seiend, Todter," ber-bü-l „satt," /:o«-a-/i-i. „satt," säfar-e-bü-l-.säfar- a-fl-i 
„reisend, ein Reisender," mä-bü-l „schwach," aro- äm-bü-l-.mdlu-ng -a- fl-i „weifs wer- 
dend" (vom zunehmenden Monde gesagt), mer-takkä-lü-limer-dang-a-fl-i „beschnit- 
ten" u. 6. w. 

Die angeführten Beispiele, deren Zahl ich nicht unnöthig vermehren will, liefern 
zugleich den Beweis, dafs die besprochene Bildung des Participium sich nicht blos auf 
acht Nubische Zeitwörter, sondern selbst auf arabische erstreckt. Das Wort säfar- 
e-bü-l z. B. stellt die Stativ-Participialform des arabischen Verbs JL«, säfay\ reisen, 
dar. Ein ähnliches Verhältnifs mufste in Bezug auf die Sprache der alten Meroiten 
bestehen, auf welche die altägyptische Kultursprache einen Einflufs ausübte, der sich 
noch in der heutigen Nubischen Sprache mit ihren überreichen Vorrath ägyptischer 
Wörter in seinen letzten Spuren erhalten hat^). Ein so beliebter und häufiger Kö- 
nigstititel wie AmrirmH oder -wu', den die äthiopischen Könige nach dem Muster ihrer 
ägyptischen Nachbarfürsten zu führen pflegten (s. LD. V. 1 fl.), mufste selbstredend auf 



*) Ich rechne hierzu auch diejenigen ägyptischen Bezeichnungen, welche im griechischen 
Gewände einst von den Athiopen in ihre Sprache eingeführt wurden. Als lehrreiche Beispiele 
mögen die folgenden dienen. Missor, wodurch in der Nuba- Sprache die Überschwemmungszeit 
angedeutet wird, verdankt seinen Ursprung dem griechisch -ägyptischen Monatsnamen Mesori, 
Mesöre (koptisch Mesöre), welcher nach dem alex. Kalender unserem Juli entspricht und von 
den Alten als der Überschwemmungs- Monat ausdrücklich genannt wird. Das Nubische Wort 
Adir bedeutet so viel als den Winter. Es ist entstanden aus dem griechisch -ägyptischen Mo- 
natsnamen ^Myr (koptisch ^^Ädr), unserem November entsprechend, in welchem der Winters- 
anfang eintrat. Ein drittes Wort Bagon (KD.) oder Fagon (FD.) für den Sommer enthält 
die Nubische Form des griechisch -ägyptischen Monatsnamens Pachön (koptisch Paschöns, vom 
26. April bis 25. Mai jul.), der den Anfang der sommerlichen Jahreszeit bezeichnet. Auch das 
Wort damira, temlra(K) ist ägyptischen Ursprungs. Im Koptischen wird '^«.MHipi auf den (vollen) 
Nil bezogen, im Nubischen das Wort von der Überschwemmungszeit, aber auch vom Sommer 
verstanden, in welchem bekanntlich die Fluth beginnt. 



32 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, von H. Brugsch. [I. u. IL Heft 

den äthiopischen Denkmälern seinen Ausdruck finden, wobei dem ägyptischen Verb mi^ mit 
der Bedeutung des Passivs, also „geliebt werden," die meroitische Stativ- Participialform 
gegeben wurde. Die neun Buchstaben: 

lauten nunmehr in ihrer Zusammengehörigkeit Amon mi-pü-l und erhalten ihren eigent- 
lichen Sinn durch die Übertragung: „von Amon geliebter^). 

20. Ich beschäftige mich hiernach mit dem Buchstabenzeichen ra , das in der 
meroitischen Schrift aufser dieser Form in den Varianten 



erscheint, je nachdem es dem kenntnifslosen Bildhauer gefallen hat die ursprüngliche, 
mathematisch ausgeführte Vorzeichnung des Quadratnetzes EB , aus welchem die 
korrekte Form PD hervorgehen sollte, nach seinem Dafürhalten zu behandeln. Ganz 
ähnlich hat er auch sonst verfahren, wie wenn er an Stelle des korrekten awwv die ganze 
Vorzeichnung f^^;^ mit Hülfe des Meifsels ausgeführt oder an Stelle von ^^^^ m irgend 
einen andern stehenden Vogel eingesetzt hat. Aber unter welcher Gestalt sich dieser 
Buchstabe auch zeigen mag, in jedem Falle mufs ihm der Werth eines Spiritus asper 
eio^en gewesen sein, dessen leiser Hauch dem ägyptischen Ohre bisweilen entging (vergl. 
oben S. 21 die ägyptische Schreibweise K~l-t-l-ä für den vaexoiiisch.' k-r-t-rl-a ge- 
schriebenen Königsnamen), während andrerseits der Fall eintreten konnte, dafs rö von 
einem unaufmerksamen meroitischen Schreiber mit dem verwandten <:z::> d. h. h und ^' 
(von den Ägyptern durch ® wiedergegeben) verwechselt wurde. In der Inschrift n auf 
S. 12, wird in drei Beispielen das Anfangswort ra je oczm T [— . 'ü-r-o-th^ in zwei 
anderen ffl -j!^ ] o czizi T ''^^ 'w-»*-o-^A oder ffl T-^|oi=rD _, 'o-ö-r-<Ä geschrieben, 

einmal dagegen die Schreibweise <=> je ) o i 1 T p-, h-u-r-o-th fehlerhaft gebraucht 

(s. LD. V, 58). Aber für den Forscher hat selbst dieser Irrthum seine gute Seite, denn 
er giebt ihm einen lehrreichen Wink in Bezug auf die Klasse der Lautzeichen, zu 
welcher das meroitische rö neben <:zr> , h, gehörte und liefert einen neuen Beitrag zu 
der bei den Äthiopen beliebte Vertauschung verwandter Lautzeichen. Ich rufe noch 
einmal die Anwendung der Buchstaben A , 5', und ^^ , ^, neben '^^ , k, ^ , w, neben 
S^, l, ^, a, [) , i, pl , 0, neben ^, ', in den früher bereits besprochenen Beispie- 
len ins Gedächtnifs zurück. In den meroitisch- demotischen Inschriften wiederholt* sich 
zum Überflufs dieselbe Erscheinung, wie ich in der zweiten Abtheilung meiner Unter- 
suchungen es ausführlicher nachweisen werde. 



1) Die Participialenduiig -pu-l, in der' heutigen Nuba- Sprache -bu-l, welche auch in den 
demotisch -meroitischen Inschriften häufigst auftritt, erinnert unwillkührlich an die spät ägypti- 
sche Verbalform -pu-iri oder -pu-ili ( — t^.<o>-— ), von welcher ich §143 meiner hierogly- 
phischen Grammatik gesprochen habe. Es sei noch bemerkt, dafs fortan die Buchstaben K, M, 
D, F, die vier Dialekte von Kenus, Mahas, Dongola und das Fadidscha der Nuba-Sprache 

andeuten sollen. 

(Fortsetzung im nächsten Hefte.) 



1887.] Varia, par K. Piehl. 33 



Var i a. Par Karl Piehl 

(Suite). 



V. 



§ XXXII. :^ , ^ ^ . Cette forme du groupe S^' ö (2 '), |\ ^ ^ 
ne se voit pas au dictionnaire de M. Brugsch, et ä ce que je fais, eile n'a pas ete rele- 
vee comme teile par aucun autre savant. 

Ayant ramasse quelques specimens de cette Variante interessante, je me permets de 
les communiquer ici. Sans etre nombreux, ils sont neanmoins, je crois, parfaitement clairs 
et convaincants ; par lä ils doivent nous servir ä eclaircir quelque peu un point, reste 
obscur, d'une inscription des plus importantes que nous ait conservees l'ancienne Egypte. 
Voici les exemples que nous pouvons citer comme renfermant la nouvelle Variante du 

groupe Mg^VÄ^B 



5 



1) ßii^^aii^^T^kP^q^ri^ 



ö 

AA/VAA/V 

AAAV^ 

I 



c^3§^ I = »j'ioscris pour toi les richesses de ton temple, plus vastes^) 
que le ciel, oü Ra demeure, je reunis pour toi les provisions qui y sont 
(litt: ä son interieio') en toutes herbes de la terre". 3) 
2) = No. 1.4) 

A^AAAA («=i=Q) 1^^^^ „Qu'une offrande soit accordee par Osiris, seigneur de l'eter- 
nite, roi des dieux, qu'il accorde que ma statue soit etablie, reposant dans 
l'interieur de la vallee funeraire, que ses offrandes soient etablies devant 
eile". 5) 

homme de qualites, qui fit le convenable. Ma bonte etait dans le coeur 
de mon pere et de ma mere, mon affection etait en eux''.^) 



i) Cfr. Mariette, Abydos II, 3: (j W ^ H "^^ 3^5? H . 

2) La valeur de la preposition «cz>, en cet endroit, est difficile ä fixer. Peut-etre Celle 
de „semblable, pareil a", en est-elle preferable a d'autres. Alors «cz:> equivaut a peu pres ä 
'^'^ <cir> d'autres textes. 



^) Mariette, Abydos, II, pl. \\b. 

*) Id. ibid. pl. IIa. 

^) Statuette accroupie, conservee au musee de Bologne. Voir Piehl, Inscriptions hiero- 
glyphiques, pl. 35, 1. 8. 

^) Stele de Turin, publice par Chabas (Transact. of the Soc. of Bibl. Archaeology, V, 
vol. 2), republiee par M. Maspero (Rec. Vieweg IV, 131). Cette derniere copie renferme 
quelques corrections de Chabas. 

Zeitschr. f. Acgypt. Spr., Jahrg. 1887. 5 



34 Varia, [I. u. 11. Heft 

Heliopolis, dans le temple de la deesse Saosis". ^) 
Gräce ä la nettete d'exprossiou de ces exemples, on comprend dorenavant le sens 
du groupe %C^ des exemples suivants, tous empruntes ä la grande inscription de y k 
de Beni-Hassan.2) 

des monuraents dans ma ville, je construisis la salle ä colonnes que j'avais 
trouvee ä terre". 3) 

tants de porte de sept condees pour de la chambre auguste qui 

est dans l'interieur de ce tombeau".*) 

« t « « ■ n 1 1 1 m 1 1 1 1 ^^ |[ f\ ^^ I I I 

®0} A/v>^AA ^ I D \> „Donnant des faveurs^) a cause 

de ce grand de monuments, ä (litt: en Vinterieur de) cette 

ville et aux (?) peres .... de cette ville ; plus parfaits sont ses monuments 
funeraires que ceux des anciens". ^) 



8) AA4:3tK'r"|^io^^=<r=^='r^^ ~^ 

Ui lii T JI Jl _a^ iÜ ^ A/vUv\ <::Z> l l l aaaaaa /www AVVAAA 1"^ III ll i 



9) ^if^^lhJi^)^^'''^^ — 



TT Q A^^AAA -fV Q (] | ' l """" | 



AA/W\A Af^/v^ <:; ^ /l U ^ W AAAAAA 



vra AWAAA ^^37 Je suis un noble par ses fondations, i ai chätie tous les 

^) dans cette ville, afin que mon nom soit etabli sur chaque 

monument" 8). 



^) M. Maspero (Recueil Vieweg I, 168, n. 2): „Je vais chaque jour dans On, dans la 
salle ä libations de la deesse löusaosit". 

2) M. Maspero, qui a donne une traduction complete de cette inscription, propose pour le 
groupe Z^ le sens de „salle ä libations". Voici ce qu'il en dit: „Le sens salle ä libations 

AAA/V\A 

est assure ä ce mot par le fait, que dans le Temple d'Edfou il sert de nom ä une salle [_i_i ö U _1 

qui a pour pendant | ' | jL ' ' 1^ salle du feu'\ On a bien de quoi douter sur l'efficacite de 

cette demonstration. 

3) Reinisch, Chrestomathie IV ft. 1. 3. 

■*) M. Maspero (1. 1. p. 168): „Deux battants de porte de sept coudees pour l'aire de la 
chambre venerable ä libations de la syringe". — Cf. Brugsch, Dict. hier. V, p. 187. 

•^) Comparez mon memoire „Inscription de l'epoque saite" (Extr. du Journal Asiatique 
1881) p. 7, note 2. 

^) M. Maspero (1. 1. p. 169): „donnant (ainsi) de l'air ä la muraille de l'hypogee pour 
la salle a libations de cette residence, pour les peres et pour les enfants de cette residence, 
construisant les monuments destines aux ancetres sur sa montagne" — Cfr. la siele de 

n r\ I < ; ^ AAAAAA O 

Pianchi, 1. 82: ^ y^ y 

AAA/vAA ^ A/VW^^ a 

^) Je crois que le groupe «^ "^^^ se derive de ., comme „ de ^ (Zeitschrift 

AAAAAA 

1880 p. 133, note 4). Le mot g qui se voit p. ex. dans la pyramide de Pepi I (Recueil- 

Vieweg, V. p. 166), est sans deute ä, expliquer de la meme maniere. 

8) M. Maspero (1. 1.). „Je suis un illustre par ses fondations, j'ai dirige, pendant des 






1887.] par K. Piehl. 35 

Une preuve materielle qui parle en faveur de l'acceptiou que je viens de proposer 
pour le groupe ^:!^;;c^ de Tinscription de Chnumhotep, c'est que le dit groupe se rencontre 



^w^v^ 



quatre fois vers la fin de cette iuscription dans des phrases, oü l'analogie avec d'autres 
textes ne nous permet point d'introduire l'idee de „salle ä libations". II faut du reste 

faire remarquer que la preposition '^ ä^ , qui se voit si souvent daus des tex- 

tes posterieurs, ne se rencontre nulle part dans l'inscription de Chnumhotep — 
excepte aux quatres passages sus-mentionnes, oü eile a la forme de ^^CCS^ , ^^^^"^ . 

Je me sers de cette occasion pour indiquer quelques autres points, oü je crois 
devoir m'ecarter de l'avis de M. Maspero par rapport ä l'inscription de Chnumhotep. 

a) 1^ ^ (Rec. de Tr. I. p. 161) a, dans la copie de Reinisch, la forme de 
X ^ "^ I ^^®^"- ehrest. I, a. 1. 12). Ce groupe est probablement ä lire ? ^v. 

vÄ I , et dans ce cas, il est identique au mot R ^v m"^ (Champollion, 
Notices I, 829). Comp. Album Leemans, page 38: 1 X\ X (1 (1 X 

b) L'expression = ^ f ^ i P, [1 i_ ^ ! I ; :^ ^ P ?t ■« signifie 
pas „separant chaque ville de sa voisine, faisant connaitre (ä) chaque ville ses 
frontieres d'avec (l'autre) ville", (Rec. I. p. 162) mais plutot ^lorsqu'une ville 
empietait sur sa voisine, il fit connaitre ä Tune sa frontiere d'avec l'autre". 
Le sujet de ^ est , non pas un „moi" sous-entendu, comme le veut 



I 

M. Maspero. Ce passage est tres-important pour l'intelligence d'une expression 

qui se voit vers la fin de notre texte. M. Maspero^), en ce dernier endroit, 
a cru retrouver un mot nouveau ^ (1. 1. p. 166 n. 1). Ce mot nouveau 

resulte sans doute d'une erreur de la part du fjpi ^ a ou du copiste mo- 

derne. C'est cela que nous fait voir une comparaison soigneuse, faite entre 
1. 13 et suiv. de la page 3 de l'ouvrage de Reinisch, oü se voit le pretendu 
mot -^ ^,^_^i et le passage sus-mentionne. Le signe ® du groupe ^ 

est assurement ä lire ® . — II est fort ä regretter que M. Brugsch n'ait public 
qu'en partie les textes du tombeau de Chnumhotep. Sachant mieux que per- 
sonne enlever aux scribes egyptiens leurs secrets, il nous aurait, dans le cas 
present, sans doute epargne beaucoup d'embarras. 

d r> lllllllll f\y\/^ 

c) Le titre ^ ^^ ne signifie guere, comme le veut M. Maspero, „le pas- 

sage du defile des montagnes" (1. 1. p. 166). II est plutot ä regarder comme une 
Variante de ^^.^^^^^^^ d'autres textes^) (Brugsch, Dict. Geogr. p. 1288). 



annees de degoüt, (l'erection) de la salle ä libations de cette residence, afin d'edifier mon nom 
par toutes les fondations". 

^) Le savant fran^ais a saute une partie du texte original, ce qui a entraine une traduc- 
tion un peu ecourtee. (Voir p. 166 1. 2 des liieroglyphes). 

Cfr. Lepsius, Denkm. II. 150a: ^ ^9 1 ^ ^. 

5* 



36 Varia, [I. u. II. Heft 



L'echange de ^^^. , ^^s,^ <=r:> avec comme premier element de certains 

titres, nous est du reste connu de bien des textes de differentes epoques (Zeit- 
schrift 1883, page 128) et ne saurait etre revoque en doute. 
d) Je me demande si la fin de l'inscription de Chnumhotep qui a ete lue et traduite 
par M. Maspero de la maniere suivante: 

'^ ^v A ^ ^ "^ ^^ y fl "^ „je suis descendu dans la barque ka- 

ankh-aten moi le prince" etc. 

ne serait pas plutot ä lire Hl '^^ ^ 1 ^ ^ ^^ «Je -^ (1 '^ Q . On 
serait alors peut-etre autorise ä traduire: „Je suis descendu dans la barque 
du seigneur de vie, trone de (mon?) pere, moi, le prince" etc. 

Mais cette conjecture demande ä etre prouvee, avant qu'elle puisse aspirer ä 
l'approbation des savants. 

§ XXXIII. M. Brugsch (Wörterbuch, VII. p. 1117) donne un mot ^^^, -^ , 

qui Sans doute doit se lire —**^ , — •»— . En effet, le signe r»s=i a, dans beaucoup de 
textes, une forme qui ressemble de tres-pres ä la forme reguliere du signe —*— . Les deux 
exemples oü le groupe nouveau a ete releve, temoignent tres-clair en faveur de la lec- 
ture que nous voudrions substituer ä cette du grand savant allemand. L'un (provenant 

du temple d'Apet ä Karnak) est celui-ci: ■<s>- ^^ —»— <=z=> >/ [ i ^^qui cree la terre, 

et qui fait paraitre les grains pour les dieux" (Wörterbuch IV. p. 1305) — oü — "— 

pouvait fort bien prendre la place de ""*"" , sans necessiter la moindre modification de 
la traduction. 

De meme, pour la seconde preuve que M. Brugsch a citee comme appui de sa 
these. Cette preuve est empruntee ä la stele de Se-hotep-äb-rä de Boulaq, oü comme 
l'atteste ma propre copie du meme monument, M. Brugsch a fort exactement lu: 

Pm^ H ^^ ^ <f?i fS ^^^' "^^ tout doit se traduire: „A qui on dit des paroles 

secretes, qui trouve l'arrangement sage dans des conditions difficiles, qui fait offrande 
de bonne grace". 

La comparaison faite ä d'autres textes de la meme epoque, nous montre que l'expression 

/^^^ ^^ ", ^^ notre monument equivaut ä peu pres ä LS^n^ ^- Ce dernier mot 



a precisement le sens de „aufheben, auflösen" etc. que M. Brugsch attribue ä ~^ 



Je n'hesite donc point ä lire z**^ ^^ ~~!^ i lecture qu'a adoptee M. Maspero 2) dans 
sa traduction magistrale de la stele de Boulaq. 



1) Louvre, Stele Cl 70. — Comp. Leide, stele V, 4 : H ^^ ^Si ^ (3 ^^ 1 1 1 -vÄ ^k . 

2) Atti del IV Congresso degli Orientalisti, Vol. I, page 44. Le mot qui suit immedia- 

tement le groupe — h M. Maspero l'a lu H X fY\ ' "^^ prefererais lire H « j^ > la petite la- 

cune du texte n'offrant pas assez d'espace pour qu'on puisse introduire le signe | 1 1 • — 
Cfr. aussi de Rouge, Inscriptions 24: y ü ^ ^^ni.^^'^/l § ^ etc. — Ayant copie, moi-meme, la 



1887.] par K. Piehl. 37 



Le mot copte ccjci inaipeiv, dont M. Brugsch a voulu rapprocher le groupe 



n'a ete releve selon Peyron, que dans un seul texte. Je le regarde donc comme dou- 
teux, et je serais dispose ä le remplacer par ö'ioci, «s'oci, qui a tout-ä-fait le meme sens. 
En d'autres mots, la forme codci resulte selon moi d'une fausse lecture de c, au Heu de 
ö". Si le c du copte ccoci est correete, il serait sans doute ä regarder comme derivant 
de 'S, et le mot entier de celui de soce, -xice, qui est une Variante dialectale de (3'oci. 
Mais cette derniere supposition me parait moins vraisemblable^). 

§ XXXIV. Le tombeau de Rames restant toujours inedit, j'agis sans doute dans 
l'interet de notre science, en ajoutant aux extraits que j'en ai donnes dans une annee 
anterieure de la Zeitschrift^), les suivants. 

a) Rames et sa femme sont debout devant une divinite, dont l'image et les le- 
gendes ont disparu. Voici Tinscription qui a ete tracee en lignes verticales 
au-dessus et derriere le possesseur du tombeau: 

i 30 




„Action de de la part de .... superieur du pays en son entier, gouver- 

neur Rames 3). Je suis arrive en paix au bout de la vie par les faveurs du 

Stele de Hä-shotep-db, je prendrai la liberte de corriger ce qui dans la publication de Ma- 
riette — partant dans le memoire de M. Maspero — m'a paru moins correct: Mariette 

Abydos, Vol. II. pl. 24, 1. 4: FS=^ ß doit etre corrige en f^ g . Ib. 1. 3 

A r\ 000 l[ X 000 

(vertic.) doit se Lire j^^ ^ ^; ligue 9 (vert.): lire ?* '=^ ; pl. 25 1. 2 lisez: i^ ; 

., e ^ .-. 7i t — ** — J 1 oc ^ Do 00 _ , . 00 00 

u taut reconstituer W ; 1. zo: est a corriger en , L article de M. 



Maspero renferme beaucoup de fautes d'impressions, parmi lesquelles j'indiquerai, comme les 



plus saillantes, celles-ci: '^-^ ^xZc^ , page 40, oü le signe du pluriel doit etre efface. Page 43: 
-^, qui doit se lire JL . Page 46: ß J doit etre remplace par ß J . (Le deter- 

minatif n'est pas ici une Variante de a=r> , mais nous fait voir la forme qu'a tres-souvent le 
signe ^2^7, aux textes de la XII^ dynastie). 

1) Je me demande, si le mot copte com, T, domare (Peyron, page 200) n'est pas une 
erreur au lieu de <5'oai vis, vires, erreur qui devrait son origine a la meme cause, que ccoci au 
lieu de cs'toci. A la rigueur, on pourrait peut-etre aussi regarder le s de ces deux expressions 
paralleles, comme une degeneration phonetique de -s. 

2) Zeitschrift 1883, pp. 127—30. 

^) La tenacite que l'on observe a maintenir la transcription Ramses du nom de notre 

hemme, est unique dans son espece. Quand meme la forme (TJ I i^ourrait preter ä la lecture 

Ramses, cette derniere est absolument inadmissible pour la forme \\\, ä moins que l'on ne 
"veuille nier l'evidence des faits. 



38 



Varia , 



[I. u.U. Heft 



pharaon. J'ai ete l'aini des hommes et la joie des dieux. J'ai ete en faveur .... 
Jamals je n'ai rien ote ä ses ordres. Je u'ai rien fait de mal envers les hom- 
mes. J'ai ete juste sur terre; je sais que tu honores le droit de coeur qui ne fwt 
aucune action mauvaise"^_). 

Au-dessus de l'image de la femme, il y a la legende suivante: 



k 



t I I 



•"=2?^ 

il 






9 I 3 



; 



:o| 



4Ö 



„Adoration ä Osiris, prosternation devant Unennefer, juste de voix. Salut ä toi, 

seigneur d'eternite, fils de Nut de la part de la pallakide d'Amon, 

madame Mei'it-ptaK'\ 

b) La meme paroi du tombeau, oü se voient les textes sus-mentionnes nous fait 

voir d'un coU la deesse Hathor, coiffee de 5^ et appelee |^| ^ ^Sp:^^°*^X^ ' 



de Vautre cote et en face d'elle deux registres superposes, Tun sur l'autre. Celui d'en 

haut donne une espece de porte qui a la legende ' Vc j| (j ^^^^^ U ^^^^— - X r- — i ' ^^'^"^ 
re la porte, se voient differents individus, ä savoir l"- une femme ayant des castagnet- 
tes aux mains et nommee <r:=>^, dont la legende brisee nous laisse encore entrevoir 



les mots: 5^5§^ Ä^'~>r'*lin 

$$JSM SäSi^ /VWWV A/^,^ 



^=^ 



o 



I Ö I 



C'est evidemment une des 



pleureuses officielles. 2°- Un homme debout, portant des offrandes, qui s'appelle Ht 

et dont la legende mutilee est celle-ci ^<=> ^=^ (C^ . ,\\\- 3°- Un homme dans la 
° ^%^=üFf -<s>- li^ii' I I tu 

meme pose et surnomme J g a la legende que voici A q ^\ |f J cD I | ^^ ^^ 

[n . 4"- Un homme dont la legende est presque eflfacee (voici ce qu'il en reste : 

AI /l ^^^^ ) et qui ressemble aux deux precedents. 
Le registre d'en bas nous fait voir le devant d''une porte laquelle est intitulee 
(1 M [liniD 1] H^ tf • Deux momies, une male et une femelle, sont adossees contre 

la porte qui evidemment represente le tombeau. Des bouquets de fleurs de differentes 
especes s'appuient contre les momies. Un monceau d'offrandes est empile devant les 
momies. Un homme, nomme [' ^^ ^ accomplit une libation. Voici la legende de cet 
individu : 



AW\AA 



© 
INI 

=0=1111 



AAAWA 
A^^V^AA 






o 



^ 



UM^ 



K\^ 



^) Comparez ^^/S» Tk i ^ «que je ne sois pas trouve mechant" (Stele 2549 de 

Florence, publice dans le Recueil-Vieweg II, page 122. 123). 



1887.] par K. Piehl. 39 

Apres le ' ^\ 5 vient un homme, appele ff J , qui ticnt a lamain un papyrus, en 

partie deroule. Voici la legende du ß J : 



^ I I 

c) Au-dessus de la porte qui mene a la chambre sepulcrale ou lit, a droite de 
l'entree, en lignes verticales: 






J'ai cru opportun de communiquer ces textes, ledition des textes et des peintures 
du tombeau de Rames etant toujours un desideratum de la science. Au cas, oü M. 
U. Bouriant n'a pas abandonne le projet de les publier, mes extraits pourront proba- 
blement eclaircir cet egyptologue sur tel point de ses copies. En effet, les paraphra- 
ses et traductions, qu'il a donnes d' apres le monument de Rames, indiquent que les 
copies de M. U. Bouriant sont en quelques endroits legerement incorrectes. Esperons 
au moins, que le monument en question, qui — selon M. U. Bouriant — a ete deblaye 
par M. Maspero, obtienne une description plus complete que les quelques lignes — 
designees par l'auteur franpais comme descnption complete du monument — que ren- 
fermc le Recueil-Vieweg (vol. VI, p. 55. 56). 

§ XXXV. La lecture du groupc >^^^K^ «roi de la basse Egypte", est au nombre 
de Celles qui particulierement ont pique la sagacite des hicrogrammates modernes. 
Beaueoup de valeurs diflferentes ont aussi ete assignees a ce groupe par les dififerents 

interpretes, qui s'en sont occupe. On a propose ® Jp ' ' ■. w , et dernierement, 
M. Brugsch, au Supplement de son Dictionnaire hieroglypbique (VII, page 1232) s'est 
rendu partisan de la valeur, jusque lä inconnue, de kat, kaut^ kauti. 

Cette derniere lecture m'a paru des l'abord suspecte. A present, je suis dans la 
mesure de prouverj que la lecture kat^ kaut, kauti, proposee pour le groupe \^c\ % ■> 
est inadmissible. 

M. Brugsch, partant du fait incoutestable, qu'a l'cpoque ptolema'ique, le signe |^^ 
se rencontre comme Variante du signe U , employe dans le sens de „travait, travailler", 
et renvoyant a la meme fois a la forme (plus ancienne!) U ^ r n tlu mot egyptien 

pour „travail, travailler", emet Topinion que l'expression ^ S^ W n (et varr.) 

de certains textes soit ä lire kmit, kiuti et que cette expression, qui selon lui signific 
„die unteragyptischen Könige", donne la valeur phonetiquc du groupe \l^ %, J"| • Ces 
suppositions renferment plusieurs points douteux. D'abord la valeur ptolemaique pour 
un Hieroglyphe, ne tire pas ä conclusion quaut aux autres epoques, oü il a ete em- 

ploye. Ensuite iA ka et U v^ r n ^^^^^ ^^ ^^^^ P^s identiques pour prononciation, 



40 Varia, [I. u. IL Heft 

quand meme l'une forme se derive de l'autre, et de ce que U = \l^^ •, ä un moment donne, 

on ne peut conclure que U ^^, r. equivaut ä ce meme signe \1^ • Ce serait la 

meme chose que de pretendre que \\ {mer) equivalant ä \ (mer')^ et \\ {in) equi- 

valant ä ^^-^ ( {mer) equivaut ä ^^. (w). 

Les exemples oü M. Brugsch a releve l'expression p iS^ >/ 21 et varr. 

sout les suivants: 

9? ö ^ AW^A^ W Ja. ^ 's O O O ' 

^°' ^^l^^*^ i ^^^^^^/wLs ^^^^e*^®' Deir-el-Bahari 6, Abth. 3. 

3°- T-^E^EPl^-kli Ibid. Abth.n. 

M. Brugsch fait observer: „dafs hierbei kaum an das Wort ^Vjri' "^ ..Vir 

J) I , v\ ^1^ welches stets substantivisch, nicht aber adject. , wie etwa n n, 

gebraucht wird — zu denken ist, mufs um so mehr einleuchten, als ''k \\ , ^ 

jedenfalls ein Determ. führen würde, was mir in dieser Verbindung aus Beispielen nicht 
bekannt ist". 

Le passage suivant, emprunte ä un texte, appartenant ä la meme epoque que les 
3 exemples sus-mentionnes, montre que l'observation de M. Brugsch, teile perspicace 
qu'elle soit, n'est pourtant pas decisive. Voici le passage en question: 

8ic 

„J'ai surpasse ce qu'ont fait d'autres rois qui ont existe avant moi"*). 

Dans cet exemple, l'expression V ^ ' ¥ ^ H w^ v\ ' °^^"^® d'etre parti- 

culierement notee. Elle occupe la place qu'a, dans les 3 exemples sus-mentionnes, 
Texpression v^ V^s ^ V ^ ®*' ^arr. , et tant que l'une signifie „d'autres rois 

(de la Haute -Egypte)", l'autre signifie necessairement" d'autres rois (de la Basse 
Egypte)". Mais alors ^ n'entre pas comme element dans la prononciation du 

groupe \I^L f^ S Gt aucune autre preuve ayant ete invoquee en faveur d'une lecture 

^ , kiui^ (jkiutV) de ce groupe, il faut abandonner la nouvelle transcription pro- 
posee par M. Brugsch pour le groupe, qui communement se traduit par „rois de la 
Basse Egypte". 

L'emploi du groupe \lssh'^v\° ^^^ exemples 1 — 3 peut etre explique de deux 
manieres differeutes. Ou il faut traduire „rois de la Basse Egypte" ou bien unique- 
ment „rois". Dans le premier cas, le groupe doit indiquer que les rois de la Haute 
Egypte sont exclus de la comparaison, ce qui necessite la supposition d'une Opposition 

^) De Rouge, Inscriptions Hieroglyphiques pl. XXII, I. 19, le meme texte dans Mariette 
Abydos II, pl. 31. 



1887.] par K. Piehl. 41 

hostile entre Ics deux parties principales de l'Egypte, Opposition qui n'est connue par 
d'autres textcs de cette epoque. C'est pour cela que j'ai traduit ici notre groupe uni- 
quement par rois. II ine semble douc qu'ä l'epoque de la XVIII* dynastie on a pu se 

servir du groupe 1^^"^ i^ ' pour designer les rois de l'Egypte unie^), tout comme alors 
et ä d'autres epoques, on trouve le groupe 1 ^ S yr* tl^ ' ^^°^ ^® meme emploi. 

De ce qui precede 11 resulte, j'espere, que la lecture kat^ kaut^ kauti qu'a propo- 
see M. Brugsch pour le groupe \J^ W\ ^ ■> ^^t inadmisible. Parmi les autres valeurs, 
qui ont ete affectees a ce groupe, celle de net proposee par M. Le Page Renouf 

me parait pour le moment la plus vraisemblable. 

§ XXXVI. Le passage curieux^), oü Osiris est dit avoir ete engendre par le 
flanc de sa mere Seb^), m'a toujours paru suspecte et rien n'est venu m'enlever cette 
idee que je nourris depuis longtemps. Une remarque enoncee dans un article de M. 
vou Bergmann, paru dans Tun des derniers numeros du Recueü-Vieweg^), article qui 
abonde en donnees interessantes et sagaces, m'a porte ä examiner de nouveau le pas- 
sage sus-mentionne. De cet examen il me semble ressortir avec necessite que le dit 
passage est fautif. Voici le passage en question: „Hommage ä toi, Osiris, roi de 
I'eternite," 

Je soutiens qu'il y a ici une erreur : entre "^^N *^-=— et ^^ J Jf ^ ete saute un 

mot signifiant fils — "^^ ou C) , le plus probablement ^^ , ä cause du ^^ suivant 
du mot Seh. 

Les hymnes, adresses au dieu Osiris, donnent tres-souvent la filiation de ce dieu. 
Alors, c'est toujours ä ma connaissance une divinite feminine — en general Nut — 
qui joue le role de mere, le role de pere est invariablement confere ä Seb. Je vais 
donner quelques preuves en faveur de cette these. 

Dans la stele de la bibliotheque nationale franpaise, publice pour la premiere fois 
par Chabas et republiee par M. Ledrain^), il est dit qu'Osiris y Q -^^ ^^ N^^^=> 
"^Jm „est le favori de son pere Seb et l'ami de sa mere Nut" (ligne 9). Le meme 

texte dit de meme (ligne 25) | _V ^§ J ^^ "^^ J Jj »t'a ordonne (6 Osiris!) ton 
pere Seb". 

Dans le tombeau de I^_^ VVS ' ^® Scheikh-abd-el-Gurna^), Osiris est nomme: 

1) La Stele de Pianchi designe le pharaon par le groupe 1^ seul (1. 33). 

2) Dümichen, Histor. Inschriften II, pl. 44 e. 

') Traduction de Pierret, Melanges d'arch. I, page 152, oü i'interet de notre passage de 
texte a ete releve une premiere fois. 

*) Vol. VI, page 135 d'un memoire sur le Sarcophage de Nesschutafnut. 

5) Les monuments egyptiens de la bibliotheque nationale, pll. XX — XXVIII. 

6) Piehl, Inscriptions hieroglyphiques , pl. CXX, 1. 4. Le nom J I <cr> o existe en 

transcription grecque sous la forme de tisdiioTui'/^üts. Le nom T <^^:^> ^ qu'a invente 

M. Maspero (Zeitschrift 1883 p. 118) pour faire pendant du mot grec, doit etre ecarte. 

Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 1887. 6 



42 "Varia, [L u.U. Heft 



I 



"^J 3 4k-=^ inmrp=>^5 «le supreme en ciel et sur terre, ßls de 
Seb, pere des dieux, ne de Nut, la grande". 

Sur un .monument, conserve au musee de Miramar^), dont le texte se retrouve 
avec des variations sur une stele de Boulaq^), le defunt dit ä Osiris qu'il est [ zjT 
^'i^^^ <=> ^^ y \\ ^^ ^ ^__^ „prince, parfait d'amour, grand en amabilite, (sorti) de 
Testoinac de Nut". Le duplicata de Boulaq en renferme la Variante que voici: 

1^1 <c:> <^ 4 S W ^S J <r=> ^^ ö I S^ P=j ''P"^^®' parfait d'amour, grand en 
amabilite, (sorti) de l'estomac de sa mere Nut." 

La Stele C 218 du Louvre qui porte une longue allocutiön, adressee ä Osiris, dit 

que ce die« est ? P ^ P ^ I^^i^'^ J |!f H ^ »«'^ ^'"''''' '"^""''^ 
par Seb, premier de Vestomac de Nut" 3). 

La paternite de Seb est mentionnee sur une stele du musee de Leipzig*), monu- 

ö ^ ,, . . 

ment, ou est designee comme mere. 



Ces preuves reunies indiquent tres-nettement l'exactitude de la correction que nous 
avons proposee pour le passage sus-mentionne du texte, public dane les Historische 
Inschriften. Je n'hesite donc pas ä lire le passage en question de la maniere suivante: 

Par le temoignage des auteurs classiques, qui sont d'accord avec les textes egyp- 
tiens, nous savons egalement que Seb etait considere comme dieu-pere, et specialement 
comme pere d'Osiris. Rien ne nous autorise alors ä changer l'acception, communement 
adoptee, de Seb comme mari de la mere du dieu-soleil. 

Cette remarque, tant modeste qu'elle soit, doit au moins contribuer ä confirmer 
l'idee fondamentale que les mythologues modernes ont soutenue au sujet du dieu Seb 
des egyptiens. 

§ XXXVIL Dans son memoire, insere dans le Zeitschrift 1880, page 1 — 15, sur 
le signe 2, M. Brugsch donne d'apres la stele de Ra-se-hotep-ab de Boulaq, une forme 

3 , qui n'a ete releve par lui sur aucun autre monument (Cfr. Wörterbuch, page 
1205). La copie de M. Mariette (^AbydosU, 25'), etant quelque peu indecise en cet 
endroit, M. Maspero, qui le premier a publie une traduction suivie de la sus-dite stele, 

s'est cru necessite de lire I J le groupe en question. Voici suivant lui la teneur 

du passage oü se rencontre notre groupe hieroglyphique : 

„Je vous fais savoir le moyen d'etre eternel, le moyen de revivre" (Atti del IV 
Congresso etc. p. 53). 

^) V. Bergmann, Hieroglyphische Inschriften VII. 

2) Piehl, Inscriptions, pl. LX. 1. 2. 

^) Pierret, Eecueil (T inscriptions du Louvre II, 136. — Le meme texte reproduit et tra- 
duit par M. E. Budge, Transactions of the Soc. of bibl. Arch. VIII, p. 340 et suiv. 

*) Ebers dans la Zeitschrift 1880, page 54. — D'autres textes qui peuvent etre consultes 
concernant la question qui nous occupe, ce sont la stele C 218 du Louvre (Pierret, Becueilll 
page 136), Todtb. Chap. 31, 1. 4, 5j 69, 1. 2, 4; etc. 



P 



1 



1887.] 



par K. Piehl. 



43 



II est incontestable, que la repetition du mot 1 dans deux expressions, aussi 

rapprochees l'une de l'autre que le sont Celles de secher en neheh et secher en anch en 
n\aä de notre passage, doit paraitre etrange aux yeux de quiconque counait un peu 
les particularites du style lapidaire egyptien oü, si grande que soit la monotonie des 
idees exprimees, on a toujours l'habitude de varier la forme des expressions. Dejä par 
lä, on est amene ä douter de l'exactitude de la lecture I 3 du second membre de 

phrase. Le doute devient certitude par une inspection de l'original lui-meme. En eflfet, 
la copie que nous avons prise ä Boulaq sur la stele de Ra-sehotep-ab porte, comme 
Celle de M. Brugsch et independamment d'elle, au second membre de phrase, la forme 

Le mot 1 se voit du reste sur un autre monument de la meme epoque, ä 

savoir la stele de Neferhotep. La ligne 10 de ce monument interessant donne: 

ia: . "^ . I I I 1 AwsAA n L . w , j I <:2r> Ji 



III 



III 



expression qui ressemble, de tres-pres, ä celle que nous venons de citer, d' apres la 
stele de Ra-se-hotep-ah. — Pour un troisieme exemple de notre mot, voir LD. II, 115, h. 
II y a donc reellement un mot ' ) , synonyme du groupe I a . / 

§ XXX VIII. ftjn^S. Cette Variante du groupe ^V ^'^ que j'ai relevee sur 
la stele C 35 du Louvre, merite d'etre connue. Voici le passage renfermant la dite 
Variante : 

ffl 



$!SM^ ^^AAA^ 



Dill 



kyffli?ic^t'j.'-M 



passage qui doit etre compare ä l'extrait suivant, emprunle ä la stele C 3 du Louvre^): 



k®;':i-iz:^pi 



I A^WWA 



La parfaite conformite qu'il y a entre ces deux morceaux de texte, necessite in- 
failliblement l'equation ; 



Gräce ä la nouvelle Variante, nous sommes en mesure de fixer definitivement la 
valeur du signe ~7S~. Elle n'est pas seb, comme le pense M. Brugsch 3), mais se, si, 
d'accord avec la lecture qu'ont proposee M. M. Le Page Renouf (dans un article, 
paru dans les Proceedings of the Soc. qf biblical Archaeology) et Maspero*). 

§ XXXIX. Le signe hieroglyphique \m est regarde par E. de Rouge (Chresto- 
matie I, p. 93) comme representant „une sorte de noeud qui parait quelquefois com- 
pose de fleurs". M. Brugsch {Hierogl. Gram.j page 128) a place notre signe sous 
le paragraphe qui est consacre aux „Bäume, Pflanzen, Blumen". 



^) Faut-il regarder I 1^*' A comme des variations dialectales du meme mot? 

En eiFet ® et i \\ i s'echangent Tun contra l'autre, dans des textes egyptiens de tres-bonne 
epoque, comme l'a fait observer M. E. de Rouge, (Chrestomatie I. 46). 

2) Piehl, Inscriptions hieroglyphiques pl. II. 1. 9. 

3) Hierogl. Gram, page 122, no. 122; Wörterbuch IV, p. 1185, VII, p. 1025. 

4) Zeitschriß 1885, page 7. 

6* 



44 Varia, [I. u. IL Heft 

Ni l'une ni l'autre des deux acceptions ne peut pretendre ä etre consideree comme 
exacte. C'est ce que nous fait voir le passage suivant, tire d'un sarcophage qui a ete 
decouvert ä la cachette de Deir-el-Baheri, et se trouve actuellement au musee de 
Boulaq. Voici la teneur du dit passage: 



SIC 



„Le pretre Neb-sen-i, engendre par le jurisconsulte Pa-hri-äb, ne de la dame Tame8^\ 
Je n'ai sans doute pas besoin d'expliquer ce que represente la forme insolite du 

signe [m que nous fournit le cercueil de Boulaq. Tout le monde acceptera probable- 
ment l'avis que je formule, que J^ nous donne la forme originaire du dit signe^ 
forme qui par abbreviation est devenue m . A ce propos, il faut du reste faire remar- 
quer que dans les filiations que nous ont conservees les monuments, le mot mes, ä 
ma connaissance toujours, renvoie ä une femme, comme point de depart de l'action. 

J'ajoute que le signe se rencontre dans le meme emploi que celui que nous venons 
d'indiquer, dans Mariette, Abi/dos III, p. 88, quoique le savant franpais en ait mal com- 
pris la valeur. 

§ XL. ^^c^:3 l| J R ö I "^ . Sous cette forme, M. Pierret^), d'accord avec 
M. Lepsius^), reproduit un groupe hieroglyphique qui, releve au decret de Canope, 
est traduit par wdodLdaaxaXo;, dans la version grecque de ce document historique. Ce 
mot, jusqu'ici uniquement connu par le sus-dit texte, merite de rencontrer de la mefi- 
ance de la part des savants qui fönt de la lexicographie leur specialite; c'est que le 
mot sous cette forme ne se prete ä aucun rapprochement etymologique de racines, 
reellement existantes. Pour ecarter cette difficulte, M. C. Ceugney^) a cru devoir 

modifier la forme de notre groupe en celle de 1^ | l| J X I ^ . 

Ni l'une ni l'autre de ces deux lectures n'est exacte. C'est cela que nous 
prouve un examen du double du decret de Canope, decouvert ä Tell-el-Hisn en 1881 
et actuellement conserve au musee de Boulaq, oü il porte le no. 5401*). Ce dernier 
texte, qui ne difiere que tres-peu de celui trouve ä Tanis, remplace le groupe sus- 

mentionne par *^? '*J R i ^^ ^"^ ^^ donne la vraie lecture^). L'exemplaire 

de TeU-el-Hisn Temportant en fait d'execution sur celui de Tanis, nul doute ne peut 
regner au sujet de l'exactitude de la nouvelle lecture, qui, du reste, est fortement ap- 
puyee par la facilite avec laquelle le nouveau groupe peut s'expliquer, au point de vue 
etymologique. 

Eliminons donc du dictionnaire le groupe ^^vc::^^ 1|J ßO I ^ et remplapons-le 

par le mot *=^^ '^ J ö Y ' ^ „maitres ä chanter". 

^) Etudes Egyptologiques I, page 117, et Vocahulaire hieroglyphique page 246. 

2) Das bilingue Dekret von Kanopus (p. 35) ligne 34. 

') Becueil Vieweg II, page 3. 

*) Maspero, Guide äu Musee de Boulaq, page 354. 

5) La combinaison de signes <Rp' se rencontre ailleurs au decret de Canope. Cfr. 1. 2 

d^ Texemplaire de Tanis (Lepsius, page 25). 



I 

I 
l 



1887.] par K. Piehl. 45 

A cette occasiou, je crois devoir effacer du dictionnaire im autrc groupe rd eVi- 

o-yjjua, qu'a extrait M. Pierret (Etudes Egyptologiques I, page 117) d' apres le decret 

do Cauope- Le groupe en question, suivant l'exemplaire de Tell-el-JIisn, doit se lire 

^a I 
j. I lecture qu'a proposee il y a lougtemps M. Brugsch (Wörterbuch IV, p. 1527) 

pour ce passage du texte de Tauis. 

De meme, le groupe A^ o anöpo;, extrait par M. Pierret (1. 1. p. 123) du 

decret de Canope, doit etre efface du dictionnaire. II faut lire J\^^ , comme 

l'avait dejä fait M. Brugsch (Wörterbuch III, p. 878). 

Les diflferences qu'il y a entrc la redaction de Tanis et celle de Tell-el-Hisn ne 
sont gueres notables. En voici les plus saillantes: 

1) 1. 19 de la stele de Tanis: ^j^,, , = £=z\ de Tcxemplaire 

de Tell-el-Hisn. 

2) 1. 26 de la stele de Tanis: Qj^f) ^^J^"^ correspond ä Jlcsio ^ J^ 

'^^-^ de la pierre de Tell-el-Hisn. 

Cette derniere concordance est tres- interessante. Elle nous montre une fois de 
plus, combien sont penetrantes les remarques de M. Brugsch, le vrai fondateur de la 
geographie pharaonique (Cfr. Dict. Geogr.^ page 49). 

3) 1. 26 de la stele de Tanis : ^ Q ^nn^ ="] Q c^^ ^^ ^^ P^^^^« ^^ Tell-el-Hisn. 

4) 1. 1. 26 et 29 de la stele de Tanis donne un mot ' |s, "iJl, „Trauer" qui s'ecrit 

I 1^1^ ^ ^^^^ ^^ pierre de Tell-el-Hisn. 

5) 1. 30 de la stele de Tanis: 1 a= jl de l'autre exemplaire. 

6) 1. 30 de la stele de Tanis: 1^ | ö^iS ^^^ = 1^ | |)^j|l etc. 

7) 1. 31 de la stele de Tanis: n]fP|'^=np/wwwn|'^ etc. 

8) 1. 34 de la stele de Tanis: J^^ ^ ^ = ""^^J?^ I etc. 

9) 1. 37 de la stele de Tanis: %^\^ ^h"^ j = ^= ^\^ j \ etc. 

II est evident que de pareilles diflferences que celle de x d'avec , celle de 

f J d'avec ^ , celle de "^y^* ^^ d'avec ^^y^ ä^ , ne meritent qu'une mediocre atten- 
tion quand il s'agit de textes ptolemaiques. J'ai donc cru inutile d'insister sur les diflfe- 
rences de cette espece qu'il y a entre les deux redactions hieroglyphiques du decret 
de Canope. 

Upsal, Octobre 1886. 



46 Über die demotischen Namen des Nomos Hathribis, von Max Müller. [I. u. II. Heft 

Über den demotischen Namen des Nomos Hathribis, 

Brief an Herrn Professor Brugsch. 



Sehr geehrter Herr! In Ihrem inhaltsreichen Aufsatz über den Apiskreis finde 
ich ÄZ. 1886 S. 23 die" Erwähnung eines sonst ganz unbekannten Nomos, des von 
U ^ 5^F{ 1 Q hatahonofer , den Sie, allerdings zweifelnd, mit dem Gnuphites ver- 
glichen haben. 

Da ich diesen Namen demotisch geschrieben D. G. 520 finde, gestatte ich mir 
folgende Bemerkung. Abgesehen davon, ob hier ho oder tonlos ha zu lesen wäre, 
ist das letzte Zeichen vor dem Stadtdeterminativ T , da das unvermeidliche Determina- 
tiv \ (ursprünglich qA ) fehlt, sondern ein i oder ein undeutliches b. 

Wir haben hier die regelmäfsige Schreibung für die zusammengesetzte Präposition 
hr-äb, hrtb, welche, obwohl in der Volkssprache der Ptolemäerzeit längst verges- 
sen, in archaistischen demotischen Texten häufig vorkommt. Vergleichen Sie die halb- 
hieratische Schreibung Pap. Rhind 17, 9. 

die zwischen der hieroglyphischen und der gewöhnlichen demotischen Form vermittelt. 
Brugsch, Samml. Dem. Urk. Tf- IV H, 17. 

(über die schwankende Schreibung des ersten geographischen Namens vgl. DG. 75) 
„Prophet des Amon von p-i-mr (s/*?) in hat . . . .^ Substantiviert steht dieses Com- 
positum im Gedicht des Moschion, Z. 1 

illl<)4?1tl<*-M 

„das Innere des Schachbrettes" griechisch jueVrj r) TrXivS-ts (also nicht l'extremite, wie 
Revillout übersetzt). /jL_ ist natürlich nicht als b aufzufassen, sondern als Abkürzung 
für "ö" I , vgl. die demotischen Schreibungen für -^^ , <3> etc. 
Diese Beispiele werden Sie wohl überzeugen, dafs mit 

nichts gemeint sein kann, als der Nomos von fj "^ '""•' DG. 527, Hathribis. Die 

mcrz39 o © 
abgekürzte Schreibung des Zeichens ^^^ ohne Determinativ ist keineswegs selten und 

hier, wo das Wort to in der Aussprache ganz verschluckt ist (so schon in der assyri- 
schen Schreibung hathinbi ÄZ. 83, 86), vielleicht absichtlich gewählt. 



1887.] Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, par E. Amelineau. 47 

In der Hoffnung, dafs Sie diese Bemerkung bei Ihren geographischen Studien ver- 
werthen können, Max Müller. 

München, Dec. 1886. 



Fragments thebains inedits du Nouveau Testament. 

Par 

E. Amelineau. 

(Suite.) 



EPITRE AUX ROMAINS. 
Chapitre vi. 

20 AineiToeiuj UÄ.p €T€Tno ngM^evA. MnnoTTe iteTeTno npMge ne tiT'xiKd^io- 
cTTitH 2ii^uj öre ne nne^pnoc eneoTrit thttii MneoToeiig nd<\ eTeTn-xi igine e-stoo-y 
T€noT ^*^H i?Ä.p itneTMM&.ir ne rmott 22 TeitOT -^e tiToq €ä.T€t«p pMge e£io?V.^M 
nnofee Ä-TCTitp gM^d^A. -^e AtntiOTTe ottiithth MM^s.'!^ MneTnK&>pnoc eTTfefeo n- 
ocioK -^e Mntoiig^ itujÄ. citcg^ 23 nox^ruiiiion «7Ä.p Mniiofie ne hmott ne^Ä^picjUÄ. 
^€ nnnoTTTe (sie) ne ncoitg^ itujd. eiieg^ gM ne^^ ic nen-soeic 

Chapitre Vn. 

1 H eTeTiio iiivTcooTii it€c«HT ciigd.'xe I7&-P Mti iieTcooirii MnttOMOC «e n- 
ttOMOC o ifxoeic enpwMe iioiroeiui ihm eqoug^ 2 t€c^im€ c»Ä,p eTgMOoc jun gd.i 
CAiHp enecgevi eToiig^ gM nnoMOc epu}d<tt n€cgÄ>i mott ewc(fiu)A e^oAgju) nnoMOc 
Mng^d.1 3 ^pj)^ t^c. epe ngÄ.i ong^ cewÄ-MOTTe epoc -ase ttociK ecü[j*.ugMOOc mu r€- 
g&.i epige^n ng2vi «xe mott oirpMg^H Te efioAgM nttOMOC eTMTpeTMOTTe epoc «xe 
no€iK ecujd».ngjw.ooc mm KegÄ.i * guiCTe ndwCiiHTr ä-tctumot g^wTTHTTit MnnoMOC 
£iTM ncoiMÄ. nie ne^^ eTpeTeTnujoone JiKeoTdw neiiTe>iqTtooTn efcoT^gn iieT- 
MOOTTT -se eite"^ Kd^pnoc MniioTTe ^ negoo^r cd^p engit (sie) TCd^pa CAini^e^oc 
nntto&e ne efioXgM iinoMOc neTenepuei ne git nenMeXoc eTpenn K&.pnoc Mn- 

MOT ^Tenoir «ye ed^nMo-y ewn(feu)\) ejfcoXgM nnoMOc en €TrdLMÄ,§i(Te M)Mo(n 

M)g(^HTq g^wcTe nTn)p gMgevA. gii OTTAinTifeppe Mnnd^ gii OTMnTÄLC &.n Mnecg*»,! 
7 OTT (^e neTenndw-xocq nnoAioc ne nnofce nnecujuine ä.Wä. Mnicooirn nnofee 
T€iAiH (sie) efioAgiTM nnoMoc ncicooTrn c*d.p MnenTeTne^TTMid», (sie) cd^finA «xe ä. 
nnoMOC -sooc «se nneRcnie^TMei ^ &. nnofee -^e «i noTd^t^opAiH efeoAgiTn Ten- 
toXh &.qp g^üife ^P*'^ ngHT eenieTTAiiÄ. niM Äw-sn nnoMOc ^'^^.p nnofie moott 
^ 2inoK "^e neiong^ evxn nojuoc noToeiuj nTepecei "^e n<5l TenToAn ä. nnofee tong^ 
10 A.noK -^e &.IMOT ».Tge eTenToXn eTUjoon ne eiroong^ eTMOT m^i n e&. nnofee 
c^d^p «si noTÄ^t^opAiH efeoAgiTooTc nTenTo?V.H diqeaÄ.nÄ.T&. mmoi Ä.Tru) efeoAg^i- 

TOOTC *.qMOOTT ^2 g^^^jcTC &£ nnOMOC OT&.d.fe d^TTOO TenToA-H OT&.Ä.fe OT'^IRÄ.IOn 

T€ &.7rto OTr*..iTive^on Te i3 nr^ ^^ neviPÄ^oon «ye lycone n*.! eTMOT nnecujtone &.A.A&. 
nnofee ne 'z&eK&.c eqeoTtong^ efeoTV. -xe o-ynofee ne giTM nA.u&.eon eqp g^wfe n&.i 



43 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [I. u. IL Heft 

eiiMOTT -seKÄ^c epe niiofee p ^OTre peqp noüie £itii Tei\ToA.H i^ TeiicooTii c^es^p 
<Äe niioMOc OTnu€7rMJvTiKOC ne d^iiOK •Ji.e Js-ur" oirc*.pKiRioc (sie) cito efioA gÄ. 
niiofee 1^ ne'^eipe c»*.p MMOtj u'^coottu jvu MMoq Mne'^OTd.ujcLj uivp j>wiv ne- 
"«^^eipe MMoq dwAAd. ne^MOCTe aimocj nis.i nc^eipe MMoq i'^euj'xe Mne-^OTd^iyq 
(3'e Ä.I1 ndwi nc'^Ä.ipe .UAvoq "^-xu) maioc eniiOMOC r&€. iid^iioTq i'^ tchott «xe ii*.- 
iiOK eK.it (3'e ncTp g^oifi epoq d^Wev nitofie ne eTOTTHg^ u^ht 18 -»^cooTrii c»&.p «xe 

AlMU Ad^J^TT UevC«*<eOU OTHg ll^HT €Te n*.! ne ^II TÄ.CJS.p^ nOTTOJUJ Ud^p qRH I1&.I 

eopd^i np g^üjfi -xe enneTiiÄ-iioTq mmow ^^ Aind^i f^d^p e^n €"^oTr&>ujq ne^f eipe 
MMoq ö^XTV-co nneeooTT €Te u'^OTJvujq Ä.n nevi ne"^e!pe MMoq 20 euj-^e Mne- 
^oTTd^ujq i>.u nevi ne'^eipe MMoq eie «&.i\ok evii &€. neTeipe MMoq Ä.Wd. nitofie 
ne €TOTH£ 2?*-* itgHT 21 -^^HT uTooTTii eniiOMOc eiiqujoon ii&,t (sie) Ä.11 ne- 
Toveiy p nneTu*>.iioTq -xe nneeooTT kh u&.i egpjvi*) 

Chapitre VIII. 

15 iiTÄ-TeTiiÄi c»Ä.p Ä.II noirnnd^ MMriTgMg&.A eoir^OTe oit ä.A.Aä. iiTd^TeTii-si 

noTTiii^ MMiiTUjHpe n&.i eTitwig eiioK KgHTq «xe js>£t£id< neiwT I6 iiToq neiTiiäT 

qp MHTpe M\\. neuniiÄ. 'xe *>.noti iiiijiipe MnuoTTTe i'^ euj-xe d^iioit nujnpe eie 

dwitoit ueR^HpoiiOMOC iieKAnpoHOMOc Men MniiOTTe niyftp KAnpoiiOMoc «^e m- 

ne^^ euj-se Titujn gice nMMÄ.q «xe eiie-xi eooTT 011 UMMd^q ^^ "^Meeire ird^p -äc 

noice MneiOTToeiuj Teitoir Mnuj&. &.u MneooT eTiid^.s'ooXn epoit ^^ n<5'üiUjT e£io\ 

iiT€ ncüiiiT qs'wujT efeoA gHTq Mn<3'u)\n efeoTV. nntynpe MnitoTTe 20 iiTÄ.Tre^&- 

£►!€ ncujUT cTÄ^p AineTiyoTeeT egn*.q d.11 dwXXis. ee^fec neuTÄ.qoMioq e.'s.w OTgeA.- 

nic 21 .2^£ iiToq g^üowq ncwiiT cend<iid.&.q npMge e^oXgit TMitTgMgd^X AinTAwKO 

eTMiiTpMoe MneooTT imujnpe MniiOTTTe 22 tiicoottu c»d.p -xe nctowT Tnpq ä.uj 

Ä.00M iiMMÄwU d^TTU) q"^ ud^JvRe UJ&. gp»^i eTeiiOTT 23 jiToq «xe M«k.TÄ.d^q d^it d^TvAiw 

dviton otocon ee^it-xi UTd.njvp^H MneniiÄ. thä^uj d^goM gp^^i «gHTii eiKytoujT efeoA 

oHTC itTMnTUjHpe ncuiTe AineiicwM«». 24 uTevitoT'xeki c»j)^p gii ee\nic OTgeAnic 

•^e eirndwir egoc iiOTgeXmc ä^ii tc neTepe ottä. pjvp iiä^t epoq Ä.gpoq on qgirno- 

Aieme epoq 25 eiy^e neTeitTiinÄ.Tr «^e epoq d.« eiigeXni7e epoq eie eus'oiiyT 

efeoX OHTq giTii oTrg^TnoMO«H 26 nenn*», -^e on "^ MTooTit gn TeuMnTO^cofi T&>pn- 

ujAhX U2s.p cse OT RÄ>.Td. ee eTeiyuje uTncooTrn *.« ev\Ad>. uToq nenn^- qcMAie 

eopa^i oe^pon gn gen Ä.iy d^g^OM eTgnn 27 neTMOTiyT *^e nngHT qcooTrn «xe ot 

ne nMeeire nTe nenn*^ «xe eqcMMe egp&>i Rd>.TJv. nnoTTe gd. neTOTrevÄ^fe 28 r^n« 

cooTTn «^e «xe weTMe MnnoTTe ig&.pe nnoTTe("^ e)TooTO"y gn g^to& niM enÄ.c»»>.- 

^on \\b.\ eTTei^gM Rö^Tev nToouj (sie) 29 ^e nenxewqiypn coirtoitOT d^qujpn nop-atoir 

efeoTv. uiyfep eine neeiRion .unequinpe nujpn MA*ice iig*>.g^ ncon ^^ nenTa».q|^pn 

nop*xoTr -xe efeoX njvi on neiiTd.q'^ eooTT njvT -^i ot <5'e ne Tenn&.*xooq nnd^gpAi 

MÄ.I eujote nnoTTe neTMiuje e-xcon niM neTnd.ig'^ oTfenn 32 j^^j £T-e Mq"^co e- 

neqiynpe .uMin MMoq d.XA*. ivqTivei.q ge..pon Tnpn n*iUi nToq ng^e qui^^ei^pi-^c 

nivn niiRd^ niM nMMd^q ^^ nm^ neTiid.ujTcyiweio (sie) ne^Ö5 nenTÄ.qMOTr ngOTO 

•xe nenTÄ.qTüiOTrn efeoAg^n neTMOOTTT nd^i on eTgi oTrnÄ,M MnnoTTTe Ä.Tto eTCAiMe 



*) A partir de ce verset jusqu'au verset 15 du chapitre suivant, cf. Woide op. cit. 



1887.] par E. Amelineau. 49 

€£P&.I £2^pOtt 34 1^1^ pi£ €TIteik.CA4M€ Oirfie llCtuTR MnilOTTC HltOTTe neTTM&.€IO 

35 n\M neTitJvnop'xii €TÄ.c<Ä.nH AinnoTTTe otto^ix^ic tc h oTr\cii'2sg^ ne h ot-^hujit- 

MOC H OTg^RO H OTKtO Kd>.gHTr H OTKIH-^IIIOC (sic) H OTTCHqC ^6 KÄ.TÄ. e^€ CTCHO 

37 ä.^\ä. £tt iti^i THpoT Tifxp*.eiT it^oTTo £iTM n€rtT&.qMepiTU ^8 ncie^e («c) c«&.p 

rse OTTC MMtt MOT OTTe MM« UJItg^ *) 

Chapitre IX. 

"^ (*k.£ipdw)g&.M «e ^en ujHpe THpoT ne A.X?Vis. ^n ic2i».&.k ceita^MOTTe 

n&.K €öTcncpM<v 8 €T€ RA.! HC "xe nu|Hpe &.«: nTCÄ.p^ n».i n€U|Hpe MnnoTTTC 
Ä.?V.?V.es. itujHpc MnepHT ueTOTiiÄ.onoir enecnepM^. ^ nciigiv'xe c»&.p nepHT ne 
-xe '^HHTT KevT2w neioTToeiuj (n)Te OTUjHpe ujcane ncd^p^w lo ott Monon e».?V.?V.A. t- 
K€gpe£IeKK^v e&.cxi e£io?VgM tiaiä. imROTR hottä. neneitoT icd^d«.R n eAinÄ.TOTr- 
«nooT oTTTe AinÄ.Toirp ^txtSi lt^^^T&.e^oll h Mnee^ooT 'xeR&.c epe nTwuj UTe nttoTTe 
iy(one rjs^tä. oTTMttTCüiTn mottk eAoX 12 efeo^gjw. neg£iH7re äw1\ Ä.\^iv efeoAgM 
neTTU)£M diTT'xooc itÄ.c 'se nito«? «i^p ^m£«^\ mkroti i^ KÄ.T*k. ^e eTCHo -xe iä.- 
Rujfi iviMepiTq HCis.-y «a^e eviMecTcaq 1* oir «ye neTiiriÄ.'xooq mh otm -xi «s'onc 
itttd^^pM nnoTTTe enecigoine i^ ujes.q'sooc c*&.p mmiotchc «xe '^iia.k*^ Mne'^njvitÄ. 
n».q Td^ign gTHi £*. ne-^na^ign £thi £&>poq I6 d^p«». (ye Mn&. neTOTrwuj d<n ne 
OTTTe (sie) Mnd< neTnHT Ä>.Wi< ihk. nitoTTe ne CTtid< i^ u|2k.pe Teöpa^t^H c»^vp 
•xooc M(^&,pdwco 'xe eTjfee nÄ.i ä^itotthocr «se eieoTrng^ t&.&om e6o?V. itoHTR ä^ttco 
♦xe eTe-xcii Mnd<pd<n gM nR&.g^ THpq i^ Ä.pe)^ s'e neTqoTdiigq ne ujd«.qttdw n^K^ 
&.Tto neTqoTTdwigq &.11 igÄ.q"^ nujOT nevq ^^ Ritevxooc (Je 11&.1 «xe Ä.£poq q<3'tiÄ.- 
piR€ n\M iTd^p nenTÄ.qdw^ep«^Tq OTJ&e neqoTcouj 20 ^^ nptOMe utr kim g^iouiq 
eoTü)iy& OTTÄe nnoTTTe mh nenXi^cMÄ. ndw-xcoc MneitTÄ^qnA.ivCce MMoq "se a^o- 
poR e«.RTÄ.Mioi WTeige 21 j^ MHTe nRep&.jw.eTrc Te^OTCiÄ. MnoMe eTd^Mio e^oAgM 
noTTCofgM itoTTooT noTr£iievÄ.ir eoTTTÄkeio rcotä. «xe eTcwuj 22 eu|^£ nitoTTe eq- 
oTtoug eoTTuing^ e£io\ iiTeqopc*H jvTroi eT».Mon eTeqs'OM jvqeiMe gn oirnos' m- 
MnT£Ä.pig gHT Mgen cReTH nopirn eTcfiToiT enT&.Ro 23 ^£ eqeoTrtowg^ efcoX 
itTMiiTpMMÄ.o e-xn g^eit ReTH (sie) nii&. hä.! iiTÄ.qcfeTa)TOT «xin nigopn eneooir 

2* n&.i OK nTÄ.qT*^gMOTr**) 

Chapitre XI. 

31 TÄ.I Te ee nn&.i güiOT Tenoir ee^irp Ä.Tn&.gTe eneTnuÄ- 'seR&.c g^woT e-reiiÄw 
n^ip 32 jvvKitcoiic d^ nnoiTTe eTn OTon ihm eg^OTn eo7rjimTd^TitJv.gTe 'xeRd^c eqend^ 
KÄ-T THpoTT 33 ^j^j nujiR€ nTMnTpMMes.o M« Tcot^iÄ. Ä.'Tüi ncooiTii MnitoTTTe ne^e 
CTe wneTeigMeigT neqgivn d>.7rüi CTe «iieTreigeit pÄ^TOT nneqgiooTe 34 ^^^ jr^p 
n€iiTÄ.qeiMe en^HT Mn-xoeic m^i eTnÄ-CÄ.£ie ei&.Tq e£io\ h «im n€nT»>quj(one itd^q 
iipeq'xi igo'xne 35 j^ ^j^ neitTJvqeipe «e.q nigopn T*».peqTOTeio itÄ.q ^6 «se n- 
THpq gen e6o7v. MMoq ne ä."tci) e£ioA.giTooTq d^Tio eTrnÄ.ROTOT epoq ntoq ne 
neooT ujd. nieneg §&.MHn 



*) II y a lacune jusqu'au verset 7 du chapitre suivant. 
**) Lacune jusqu'au eh. X v. 14j du v. 14 jusqu'au eh. XI v. 11 cf. Woi'de. 

ZeiUcbr. f. Aegypt. Spr., Jabrg. 18S7. 



50 



Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [I. u. IL Heft 



Chapitre XII. 
oicT*. iiiieTiiccoAie. iioTeTcid. econg^ €COT*.d.fc ecpd.itd.q MnitOTT€ neTitiyMUje 

ItDAl HÖHT '^ IlTeTIfSI gpfe Mit RCIdilWIt i^Wd. IlTeTIfSI MngMOT ItTMttTfippe 

Mn£TiioHT eTpeTii'XOKiMd.'^e AiMtoTit «xe OTT ne noTcouj MnitOTTTe eTiid^itOTq €t- 
Di^itevq eT-xHK efeoTV. ^ ^^-sto c'i.p aiaioc giTit Te;)(;^d.pic itTd.TrTd.d.c itd.i iiOTon 
niM eTiioHTTHTTit cTAicsice II ^HT nd^p^. ee eTeujuje cMecTre ^.Wd. cMceTe itToq 
ep pM itOHT noTi. noTTd. itee nTd< niioTT€ Ttouj iti.q itoTfUji mrictoc ^ kä^tä. 
e^e c«e>wp CTe oTTitTi^it gd.§^ mmcXoc ^it otcwmjv itOTroiT eMnig^oifi uotwt ».it ne- 

TCOTTItTe MMCAOC THpOTT ^ TJVI (t€) TCH^e THpil (e*.no)lt OTCCOM». ItOTTOiT £M 

nexc noTd. -a^e noTTi. *<itoit mmcXoc eiteitepHTr ^ eoTTitTd^n Ok^e mmä^tt «gen 
OMOT cTTigofee Kd^Tdw Te;)Q^d.pic ttTd.7rTÄ.d.c iti^i eiT€ oTnpot^HTic». KÄ^Td. nuji ItT- 
nicTic ^ eiTfi oT'a.iÄ.KOUid. ^\ T-a.iÄ.Kotti*. eiTc neT^ cfeco £it Tecfito ^ €it€ ncT- 
ni.pÄ.Kd.'Xci gM nconc neT-^ git oTrMitTgd.n\oTc ncTnpogicT*. git oTcnoTJ-xH 
neTitev ott oTroirpoT ^ Td^ud^nH d.«»« girnoRpiite cTeTitAiocTe MnneeooTT eTCTit- 
Ttos'e MMtoTit enneTit{!v(iioTrq) *) 



jKRE EPITRE AÜX CORINTHIENS. 
Chapiter I. 

1 2 nMAVÄwIt 3 Te^Ä^piC ItHTlt Mit "^pHItH €&o\ 

£^iTM nitoTTe neiteiWT Mit n-xoeic ic ne^ ^ ^ujen gMOT itTM n*.iiOTT€ itoTTO- 
eiuj itiM 2^ft.pcoTii €gpd.i e-sii T€X*^P*t MnitoTTC Td.1 €UTd.TrTekd.c ItHTlt gM ne^c 

i^ ä ^e Olt g^wfe ItlAl Ä^TeTItp pMMevO Ilg^HTq g^lt UJd.'Xe ItIM Mit COOTIt ItIM 6 Kd.- 
Ta. ee MTÖ. TMIlTMItTpe MneX^ TiVSpO ng^HTTHTTIt ^ ^u)cT€ eTMTpeTItUJCOÜJT 

tt\ö.d.T itgMOOT €TeTit(?coujT gHTq AiHfS'oXn efcoA Mneifxoeic ic nc^t ^ nd.i 
cTitd.Td.'spe THTTTit ujjvfeoX €Mit itofec «xi cg^oTit cptoTit gM neooTT Mneifxoeic ic 

jT^£^ 9 OTTHICTOC HC nilOTTTC Hd.! IlTÄ^TTCgM THTTIt efeoXg^lTOOTq CTROIlttOltlÄ. 

MneqajHpe ic ne^Q^ neifsoeic ^^ '^nd.pd.Kd.Xei «xe mmcdt« itecnmr g^iTM npÄ.it 
Mneit-xoeic ic ne^ •seKd.c cTCTite-xw Mnujd.'xe itoTa>T TnpTit itTeTMncop« 

UJCOne ItgHTTHTTIt ItTeTItigCOne -^e CTCTItcfeTlOT gM ngHT ItOTrWT Mit ^ClttOMH 
nOTüJT 11 d^TTTÄ^MOI C^*.p GT^IC THTTIt Itd^CttHT cfloAglTOOTOT Wlt». y^KoH «XC 
Oiril Oeit ^TWIt ItOHTTHTTIt 12 '^^(o '^^C Mnd.1 «Se nOTÄ. nOTTd. MMtOTIt -XIO MMOC 

-se d.itoR M€it d.itt' nd. nd.TrXoc d^itou xe a.nc ms. i^noWbi e.itoK -xc Äwitc» n*. 
KHt:^*. i^itoR •a.e d.itc« nd. nex^ ^^ -wh itTd.Trnü)uj Mnex^ -hh itTd.TrcTd.TpoT m- 

nd.TX0C g^».pa)TIl H ItTd.TCTIt'XI fed^HTICMd. enpd.lt Mnd.TA0C l^ ^-Ujn gMOT ItTM 

nitoTTC «xe Ainifed.HTi'^e it?Vd.d.T mmüitk itcd. Rpicnoc Mit t»d.ioc i^ 'xcRd.c it- 
ite OTd. «sooc «xe d.TGTitfid.uTi'^e end.pd.it i6 d.eifed.nTi-^e -a-e MHReni itcTet^d.ii&. 

•) Lacune jusqu'au eh. XIII v. 7; pour les autres fragments cf. Woide. 



1887.] par E. Amelineau, 52 



Miiitcioc &€. ii'^cooTii Ä.n «se d^ifed^nTi-^e \\(S€. (sie) i7 j^^^^ ne^^ i^d^p tmuoottt 
jwn efeö.nTi'^e Ä.<V?Vd. eeTdiUireAi'^e g^n OTCoc^ie. *<« i\ujd.<2£e cscKd.c nnequjuine eq- 
ujoTTciT n&\ necT&.Tpoc Aine^Qc ^^nuji.'xe c«Ä<p junecTd^Tpoc OTMitTcocs' mcii ne 
niieTi\d.^€ €.^o\ nA.it -^e weTitJs.oT'Sivi ottc^om iit€ nitOTTe ne i^ acHo i?*.p -se 

^^^vT^.Ko HTCot^id. tmcot^oc Ti».i<T€e€i utmut*) 23^1^011 -^e itT&.iy€oei^ 

Mne^Qc eÄ.TrcTA.TrpoT MMoq nioTT'^iÄ.i mix. oTrcK&.n*2kex?Vott nd.ir ne CTAittTcos' (sie) 
•2k>€ «ngeenoc 24 nioT*^Ä.i «^e exTd^^M Mn ngX?^Hti (sie) ne^^ otts^om iitc nitoT- 
Tc n*.Tr ne ä.tco 07rcot^i&. iiTe nnoTTe ne 25 -jj^^ tmutcos' itTe nnoTTe ottmut- 
cdi£ie «xe itg^oTo npcoMe ikS-üi TMiiTarajfi nxe nnoTTe ce'2&oop nooTo itpwMe 
26 Tetis'wujT eneTttTwgM itecimT «xe Men g^a^g^ ncot^oc «gHTq kä^tä. c^^pa mh 
ng&.g^ (sie) n'^TTitd.Toc .un gd.^ neTc^ennc 27 28 ^^y^Xd. neos- uTe nKOCMOc ntiT&> 
nnoTTTC coTnoT "sckä.c eqc^ ujine nncevfeeeTr evirco nxe nnocMOC (sie) nitTÄ. nnoTT- 
Te coTnoTT MH ncTiiceuioon i^n «xeKd^c eqeKevTd^pc^ei nneTojoon**) 29 ^e^j^c 
n«e Ad.js-T «ces.p^ ujOTrijgoT MMoq MneMTO efeoX MntioirTe ^o utiotii «^e itTCTit 
£^en e£ioXngHTq ^m. ne^Q^ ic n*.! itTd<qtig[oine nd.n ncot^i*^ efjoX^iTM nnoTTTe 
nxiRiviocirnH eviru) htMo ä^ttw ncwTe ^i kä.tjv ee eTcng^ «xe neTujoTrujoir m- 
Moq Me^pequjoTTUjOT MMoq £m not***) 

Chapitre XII. 
9 ueoTTd. '^e itoirnicTic gM ninti*^ itoTcoT KtOT*. •i.e ng^en £mot htä.Xs'o 
Kdk.T&. ninndi; noTTOiT 10 KeoTTd. -^e ngeit enepc^HAiew ns'OM neoTTd». noirnpot^HTiaw 
ReoTÄ. noiT'^iÄ.Kpicic Mnnd^ ReoTiv wg^en c«enoc ii^cne rcottö. n^en g^epMHitid. (sie) 
Hd^cne 11 «Ä.I «^e THpoir MnnK noTcoT neTeitepc»ei mmoot eqnwuj e^M noT*. 
noTTdw RÄ.TÄ. ee eTqoTd.ujc 12 ^^g ^^^p ^q-^^ x^e ncü)M^w eoTtiTq g^A^g^ MJueTVoc 
AiMeXoc '^e THpoT MncüiMd. e£ivg^ ne otcwmä. noircoT ne tä.i t€ e^e Mne^rcf) 
13 Rjvi «Td>.p gn OTnn^ noTToiT d^^non Tnpn nTd>.nfeÄ.nTiTe eTctoMÄ. (stc) noirüiT eiTe 
lOT'Xdwi eiT€ OTeeienin eiTe gMgdw\ eiTe pM^e e^Tü) nT&.TTcon Twpn gn oTnnÄ^ 
noTTcoT 1* RÄ.I i7dwp nctoMÄ. noTTMeXoc noTToiT ivn ne JS.AX&. gÄ.g^ ne i^ epu|d«.n 
TOTrepHTe «xooc -xe nevnc« Teyl's d.n nÄ.nt? OTefioX d.n gM nccoM*. ott n&.p2s. tott- 
Tow OTcfioX i^n (^M. ncuiMÄ^ ne i^ deest i"^ euj-xe nca>M*^ Tnpq ne n£»di?V. eqTton 
nMdt.di.'xe e[g<2se ncwMa». Tnpq ne nMd.^.'xe eqTtxjn niyd». i^ TenoTr '^e *> nnoTTe 
CAin MMeXoc noT&. noTÄ. mmoot gM nctoMd». kä^ta. e^e eTeqoTÄ,igc i^ eiyse 
oTMeXoc noTTtoT THpoTT ne eqTwn ncu)JVl^l>. 20 Tenoir -xe £ä.o M£n ne MMeTVoc 
OTTÄ. «^e ne ncooAiÄ. 21 ^^n uj(3'om -^e eMnfeÄ.?V. e-atooc nTtyi-s «xe «'txP***^ (**0 
AiMO ivn H on TÄ.ne nnoTepHTe «xe n^J-^x^^pi*. MM(OTn Ä.n 22 ä>W2>. ngOTO nToq 
AiAieAoc nxe ncioM*. eTnAieeire epoov «se gen ö'cofe ne gen JvnÄ.cR&.ion ne 23 t^-^pi^ 
neTnMeeTe epooT nxe nccoMÄ. -xe cecHU} TnoTroing noirgOTre timh en&.i d^-yu) 
neniyme oTnTd^.-y AiMevT noTTgoire eTTc^HMOcTnn (sie) 24 ^-y(j^) neTnecwoT ncep 

*) II y a une lacune de trois versets et demi. 

**) Ces deux versets ont ete maladroitement melanges par le copiste. 

***) La Suite jusqu'au v. 11 du eh. II se trouve dans Woide. Depuis le eh. IX v. 1 jusqu'au 
eh. XII V. 9 cf. WoYde. 

t) Les versets 9 et 12 se trouvent dans Woide. 

7* 



52 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [I. u. II. Heft 

•Y»pidi (sie) evtl evA^ÄN. ev nnoTTTC cT^^Kep*. (sie) M^caiM^»^ €C)<q'^ tioTgoTo AineT- 
igis.Ä.T 25 -xeRevc nne. nuip-x ujtone £m rccomä. d<\A&. epe mmcXoc qi pooTTUj 
OÄ. neTepHTT ^6 e^-yoi) eujtone oirii OTMeXoc igcoitc uj&.pe MMe7V.oc THpoT ujcoiie 

KMMÄ.q €lTe OTTIt OTM€^OC 'S! eOOT UJd^pe MMCAOC THpOTT p*wUJ€ IlMM&.tJ 27 j^_ 

TüiTn -^e UTeTii ncoiM*. Mne^Qc ivTO) iieqMc'Xoc en MepoTc 28 £oin€ Men a^ 
n«OTT€ K&.Ä.TT £n TeuK^Hcid,. ujopn «dwnocToAoc HMCg^ cnes^T ne iienpot^HTHc 
nM€o ujOMitT ncdwg^ Mitncoic gen &om. Miincuic gen ^ivpiCAiis. tiTdwX«?© ot"^ too- 
TOT 0€i\ pgjwMfi gen creiioc ^^^.c^e 29 ^^ eTne^p ^^^ocToAoc THpoT mh CTmi^p 

npOt^HTHC THpOTT MH eTUd^p Cdwg^ THpOTT MH eTHÄ-p &OM THpOT ^0 ^jj OTTH- 

TÄ-TT THpoT ngen £mot nT&.?V<3'o MH eirnd.uj&.'se THpoT gn n&.cn€ mh eTnÄ.g€p- 
MHiteire THpoir ^^ Kwg^ ^^e eIle^Ä.pICM^v «0(5" (sie) A.irü) cti enegoTo ^iiä.tc&,- 

ficOTH CTeglH 

Chapitre XrV. 

4 neTigd^'xe gn TÄ.cn€ eqKtoT MMoq OTd^e^q neTnpot^HTcre -^e eqRtoT n- 
TeKK^Hcii^ ^ ^OTTOiig -xe eTp€Ti\u|d».'2s;€ THpT« g^n js.cne ngoTO -^e eTeTunpo- 
«^HTCTe n^. en€Tnpor^HT€Te «xe egoTe neTuj&.'ste ummhtii h gn o'ir<3'wXn efioA. 
H g^n oTcooTH H £n OTnpot^HTiÄ. h gn OTcfeco 7 eigtone pu) nÄ-vJ/T^on €-5"^ 
enTeTTCMH eiTe OTcnqe n-sco eiTe oTTKieÄ.p*. eTrujevtiTM"^ noTrncop'x niteirgpooTr 
ndwUi noe ceitd^eiMe en-xco eTovxco MMoq h neTOTTKie^e^pi'^e MMoq ^ Kd^i c»&,p 
epujd^n oTc*<Aniu^ (sie) ^ noirgpooT enqoTong^ efioX &.n niM neTii&.cfcTa)Tq 
eninoXeMoc *) (sie) ^^ utor mch iTi^p Kd».Xcoc Ktgn gMOT Ä.A.A.Ä. Mne KeoTrd^ 
KcoT Ä.II 1^ "^lön gMOT HTM HdwitOTTe "xe '^aji^'se egoTepuiTn THpTit g^n *.cne 
19 i>.\Aev gii TeRR?V.HciÄ. '^OTeuj -^ott nigdw'xe e-sooT gM nÄ.£HT -xe eieR2veHRet 
ngen Rootre egoTe oTTfi&. nujdi'xe gn Td.cne 20 ne^cnn-y Mnpp roti gn iteTitgHT 
e)».\?V.Ä. &.pi ROTTi gn TRevRiÄ. itTeTitp Te\eioc -xe g^n neTngHT 21 qcHg gti («c) 
nitOMOC "xe gp^*«^* gei^ R€&.cne ) 

Chapitre XV. 

3 Ä.!"^ i7*^p «HTH nujopn MHeHTdii'siTq «se ne^Q^ ä^^mot gd^ nettnofie rä.tä, 
n€c»pÄ.t^H * Ä^TO) «xe &.TTOMcq Äk-trco -xe d^qTcxioTii gM nMeg «jOMitT negooir 
KdiTdw nerpdwt^H ^ evTOi "xe d^qo^roing eSioX nuHt^ö. eiTa^ MnMWTcnooTc ^ Mit- 
iicüic e»wqoiraiitg^ efeoX ngoTO e-^OT nuje itcon noTcon hotcot ite^i epe neTgOTO 
ujoon ojik TenoT g^oine «xe mmoot e^TrnROTR ^Mimcwc evqoTtong e6oA nid^Rca- 
fioc eiT*w n^k^ocTO?V.oc THpoT ^ nge^e «xe eoTOii him nee itOTg^oirge d^qoTuiwg 
g^co i\&.i efeoA 9 ÄwMOR iTd^p ne neXi^^icTOc ttn&.nocToAoc eu"^Mnig*w &.ti mmot- 
TC epoi -xe es,nocTO?V.oc -xe d^i-xioiRe ence». TeRRAnciis. MnitOTTe 10 ee «xe e"^o 
MMOC gM negMOT MHiioTTe ÄwTco Tcq^evpic eitTd^cncog^ lyevpoi Mncujtone ec- 
ujOTeiT ä.'A.^Vä. Ä.iujen gice eg^oTii epooT THpoT nÄ.itoR -xe Ä.it d^XAd». T€^dk.pic 
eMHiioTTe €TIlMAV^l».I i^eiTe (?e ä.iior eiTe hh Td<i Te ee eiiTÄ.iijeoeiig mmoc «^to) 
TÄ.\ Te e^e eiiTevTCTiiniCTeTe 12 euj^e ne^Qc «xe ceT&,ujeo€iuj MMoq -xe d.qTüi- 



*) La suite se trouve dans Woide. 
*) Lacune jusqu'au eh. XV v. 4. 



1887.] par E. Amelineau. 53 

OTT« efeo^^ll iieTMOOTT IIÄ.UJ H£e OT« gome «Sü) MMOC Itg^HTTHTTTU "Xe UtTMOOTT 

nÄ.TcooTn Ä.it 1"^ eig-se neTMOoiTT ud^TcooTit es.ti- eie Mne ne^^ tcootii i"* euj'^ie 
Mue ne^Ö5 TtooTii eie nenTd^iyeoeiuj lyoTeiT dwirui cujottcit iks'i TCTiinicTic i^ cc- 
n&.^£ «xe epon eito MJuriTpe eitnoTT's enwoTTe -xe Ä.np MitTpe MnitOTTe «xe &.q- 
TOTnec ne^^ n*^i €T€ MnqTOTitocq euj*xe «eTMOOTT nd^TcooTrn &.ri i6 euj*se 
neTMOOTT ud^p ne>^TU)OTit ävH eie Mne ne^^ twoth ^^ euj-xe Aine ne^^ TCAiOTit 
€i€ cujoTeiT n.&\ TeTunicTic ö^tüj €ti TeTitugoon ^n iteTimofee ^^ eie ä. nRootre 
€nTÄ.THKOTR gM n€^^ ^e efioX ^^ ejg^e gp*^! gM neicong^ AiMd^Te enn^^gre gjw. 
ne^^ eie ä.« g^eii efiiiHit egoire pcoMe him ^o TenoT «^e ä. ne^Ö5 twotk efeoX^ii 
itcTMOOTT Td>.n&.p^H imenTÄ.TTiiKOTK 21 enei-xH c»ivp nTd< nMOTT ujüine efeoTV.- 
giT« OTrpujMe e£io?V.£iTn oirpwMe on ne nTtooTii efio\£n weTMOTOTT 22 ^^^ 

l«Ä.p eTOTTMOT THpOTT £^tl d^'^d^M T*wl TC ee £M ne^QC^ CeKd^Oing^ THpOTT ^3 nOT&. 

Ok.e noTd^ £M neqT&.iTMÄ. Td».nÄ.p^H ne ne^Qc Mmtccoc hä. ne^^ £« TeqnivpoT- 
CI&. 24 £n^j^ e»>H equj&.it'^ HTMiiTepo MnnoTTe neiooT eqigd».noTra)cq itd^p^H 
niM g^i e^oircidw him £i s'om «im 25 ^^nc «7Ä.p ne eTpeqp ppo ig&.iiTqRüi rnieq- 
-xe^'xe THpoT gjv neqoTepHTe 26 ngd^e n-s&.'xe qnivoirüicq eTe hmot ne &>qKÄ. 
MKÄ. fTi^p niM gÄ. neqoTepHTe 27 goT&,n «^e equjdwwsooc hrä. kim &,TgTrnoTÄ>c- 
c€ Kdwq eie nfeoA MnenT&,qTpe «käw him girnoTevcce itÄ.q 28 g^oTd^n epujd^n ettKd«. 
niM girnoTÄ-cce «Ä.q TOTe iiToq nignpe qnÄ.£irnoT*.cce AinenTd.qTpe enKÄ. kim 
grnoTÄwCce n&.q «xeR&.c epe nnoTTe igtone enTHpq ne eqg^M nTHpq 29 €mmoii 
neTn&.p ot n&i neTfiÄ.nTi'ze ^e^ neTMOOTT eu)'2&e neTMOOTT pto iiÄ.TCA)oyri &>ii 
ÄkgpooTT cefeÄ.nTi7e £Ä,pooTr ^^ e^^pon gcoom TitKin-xTrne-ye inievr mim ^i -^mott 
AiMHne ige neTitigoTrujoT €T€ OTnT2viq kä-cuht gM ne^Qc ^ neifxoeic 32 eig^e 
KJ>^TÄ. pujMe nTiwiMiige Aiit neoTpion (sie) git et^ecoc ot ne ndwgHTr eiyz&e iteT- 
MOOTT nÄ.Tüioirii d^n MÄ.p«07ra)M ^l.-3■a) tiTitcto tihiä^mot (np&.c)Te 33 jw.np- 
n(X&.iii<) igd^pe ne(ig*.'2£e) *) 



IP EPITRE AUX CORINTHIENS. 

ClIAPITRE X. 

'^ n&.i n£HTq -xe kä.t&. e^e riTq n*. ne^Ö5 ^^i^o"^ ncoq gojoin ^ eiujd^n- 

ujoTigoTr u&.p MAioi ene^oTo eTfee Tene^oirciÄ. «tä- n-soeic Td.Ä.c eneTtiKüiT d>.-!ru) 
cneTitujopujp dwit n^ndw-xi u|ine d^n ne ^ 'xckä.c «xe nncKg^e epoc etyzse eie^pujo 
AtMOJTn g^iTu nenicToAn ^^ ^£ nenicToAn Meti ne-XÄ^q gopuj Ä.Tto cg.&m&om. 
TndwpoTcte». "^e MneqccoM*. <3'oo& ä-tu) neqjg&.'se coigp i^ M&.pe nÄ.i «ye MeeTe 
eniswi "se itee eno mmoc gM nenujiv'se giTn nenenicToAH utu £&.Te thtth ä.«: 
^^^gen TeiMine on en£Ä.Te thtt« gtofi (sie) 12 nTnTo?V.AA.dw cTd<p äwH eupine m- 
Aion H eujd^ujn m« goine nj>.i eTCTit^icTÄ. jumoot oTTÄwivTOTr &.A\is. «toot §pj><i 
ngHTOTT eirwn mmoott ttMMÄ.ir nce«oi e^n. ^^ ^,,1x0« «^^^e nenujoTTUjoTr mmoh e<tt 
Mn£io?V. Mnuji d.'Wd^ R&.Td. nuji junRÄ^itcon ütäw nnoTTe Toujq nevn eTpennwg 

*) La fin de l'Epitre manque. 



54 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [I. u. IL Heft 

UJ&. oTUji ujd^ptoTii ^wTTH-TTit ^^ itTÄ^Hp e^e c»Äwp d^tt ii«€Tenc€nHg^ ^)<n uje^poiTH 
Ä.iinopujii eSi6\ Ä^iinco^ iri^p ujd^pioTii gM ^eT^vuc'eXIOll Mne^Q^ i^ iiiteituiOTr- 
lyoT AiMOU Ä^ii AinfeoX Mnuji gii ^eii £ice uiiottu ä.ii ive €otutä.ii »^e MMdkir noir- 
oeAnic €cujd.iii>^Trn;.Js.ue \\<^\ TeTiinicTic €Tpeiiis.i&.i u^htthtttu kjs^tä. neiiKd«.ii(x)it 
eirooTo 1'^ €Tp€neTÄ.ui7eAi7e imeTnicd«. MAtwTii ^n oTrKd.u(oii &.u CMnuiit «^it ne. 
€Tp€iiujOTUjoT MMOU gii iieTcfiTtoT ^^ neTUjOTTUjOTT «^e MMoq Mi^pequjou-ujOT 
MMoq £M n-asioeic i^ AineTiievCTiig^icTÄ^ c*.p MMoq evii MÄ.Tr«^Ä.q ne ncwTn Ä.A?V.«i 
ncTepe ii-soeic iiÄ-CTUgicTÄ. MMoq ne 

ClIAPITRE XI. 

1 n&.uoTrc eneTeTHdwJvue^e mmoi noTKOTi MMiiTd^enT i».XA.&. TeTU&.tie^€ 

MMOI 2 ^KCOg^ C7Ä.p epOJTIl UOTTKCOg^ ItTe ntlOTTTe Ä.IcfcTÜiT ^^d^p enÄ.pg^icT&. M- 

MüiTii noT^^>>.peenoc eco7rdiis.fi iioTgis.! noTrooT ne^^ ^"^p g^OTe «xe MHnoTe nee 
iiTis. t]^oq (sie) e^ivnevTdw iieT^ev £n T€qnd>,noTpciÄ. nceTd>.KO its"! ueTiigHT efioAgti 
TMitTdin^oirc MW nT^ifio ct-si e^oTn ene^Ö5 * eiyse neTiiHT c^i^p ud^Td^ujeoeiu) 
iiHTU iiReic CMnuTdiiyeoeiiy MMoq h TCTitis.'xi nKeniiiv MneTii'xiTq h n.e.e.^^^KUU£- 
Aion CMneTMiyonq epooT« eie rä.A.odc TeTUdwiie^e ^"^Meeire c^d^p -xe CMnigcowT 
«XdidiT nÄ.pÄ. itnos' uis.nocTo\oc ^euj-xe d^m? oT^i-^ioiTHc «xe gM nuj&.'se ä^Wä, 
OM ncooTTu iwn ä.A?V.ä< g_ii oToeiiy niM. *.ti07rougn epioTii gn g^wfe niM ' mh ot- 
no&e neiiT&.ii».iiq e*.ie^Mioi -xeuÄ.c htwtii eTeTiie-xice -xe &.ieTrÄ.t»"c»eA.\7e «hth 
MncTdiC^i'etVion AtniiOTTTe wsiii-sh ^d^icTrAdw iigeii KeeRK^HciÄ. ä.!«»! Mn*.OTrx^o)- 
nioit (sie) ei-xievKOiiei iihth ^ ^-yoi) iiTepiujtowT €i£dk.T€ thttth Mnioireg^ gice 
eXdi&.'y niwUjojcoT ud^p iv neciimr -sonq e£»o\ nTepoirei efioX £n TM&.ue'^oiiiÄ. 
d^Tco ng^Lofe niM i)iigis.pe£^ epoi cTMgpoui epoiTii &.Trto oii -^UÄ^gispej ^^ q^h o-y« 
M€ «Te ne^^ k^ht «e nitujoTrujoT itÄ.w'xn d>.n e^oTn epoi gn neKXiM*^ llT^w 
^Ä.ioc (sie) 1^ eT£ie ot «xe «"^mc maiwtu Ä.n nnoTTe neTcooTii 12 ne'^eipe «^e 
MMoq '^ucxd.d.q on •seRis.c eie^ywco'se efco\ iiTd^t^opMH niieTOTeuj dwt^opA^H -xe 
eTeg^e epooT gAi neTujoTigoT mmoott ng^HTq «Teng^e gwcon i^ n^, i^^p itTei- 
A\i«e ^eu Ä.nocTo\oc miOT'x iie gen epires^THc nRpoq ue eTfxi gpfi g^ioc Js.no- 
cToXoc Mne^ö^ 1* ivTrio noTrujnnpe &.n Te nToq i^is^p ncÄ.TÄ.n&.c ujjvq'xi §p& 
g^wc esuceAoc nTe noToent i^ nornos' is.n (^e. ne euj-se neqRC'^k.iÄ.Ronoc -xi 
gpfe gu)c '^idwRouoc «Te T'Ä.iRiiioc'ynH njs.i eTepe TeTgivH igcone Ris.TÄ. neTg^mre 
16 ^ne^-sooc on MnpTpe otris. Meere epoi -se i».np oTisenT eui'xe MMon RÄ.n ugonT 
epoiTn gü)c Ä.eHT «seRdiC eieujoTujOTr mmoi noirigHM ^"^ ne^^-xco MMoq nnei-sto 
MMoq Jvn RisTdi n*2£oeic ä.X?V.ä. g^ioc g^ti OTTMiiTe^e^HT gM nTdwOtpo MnigoTrujOT 
18 efcoTV-xe oTrn gÄ.g^ ijyoTrujoT mmoot RÄ.Td>. c&.p^ "^iiÄ^iyoTriyoT g^u) mmoi 1^ Te- 
TttAwiie^e «Ti^p eg^iiHTn nnievOHT nxeTn g^en c^vfieeT 20 TeTiiÄ.ne^e c»Ä.p MneT- 
e^*.ndwTÄ. MneTRTo efioX MneTeipe MMcoTn ngMgÄ.X MneTOirwM MneT^i MneT- 
«ice MMoq MncTgiOTe eg^OTrn eneTngo -i ei-^co mmoc rä.tä. otciouj g^coc g^OTi 
-se d.non d.ncT'fifee gM neTcpe ottä. «^e nö^ToXMÄ. ngHTq gn OTMnTJs.eHT ei-xco 
MMOC "^iies.TO?V.AVd>. g^to 22 ^£n oe£ipÄ.ioc ne d^nc» ottä^ g^w gen icpdwH?V.iTHc ne Ä.nt' 
OTÄ. g^co necnepMd. nd.£ipd<gJs.M ne eviioR g^w 23 ^£|^ «xid^Ronoc Mne^^^ ne ei'su> 
MMOC gn oTMnT*.eHT Ä.niT oitö. eg^oTre pooT gn gen gice egOTe pooT ^n gen 



1887.] par E. Amelineau. 55 

ujTCKüiOTr nooTO epooT ^« ^en CHqe enÄ.tycooT ^\ £^en mott W£*kg iicon 24 efcoA.- 
oiTooTOTT nmoTT-Ä-dwi iK\'s.\ gM€ ticd^ig ujd^Tn OT*^ ii'^OT iicon 25 Ä^TT^ioTre epoi 
nn^cpoofe nujMT c(oa>n (sie) Ä.-ygi u>«€ epoi noTcon d^ n'soi äcor £&.poi iiujait 
coxon diip OTT^^ooTT Mii oTOTiyH £Ai nnoTii 26 g^n ggi^ gjjj MMooige ii£dw£^ ncon 
^it HKiif^Tiioc imeicpoiOT gn uKin'a.Tritoc imcoonc £ii i\Rin*:;i.Tr«oc efcoAgAi nes.- 
«renoc £ii nKiitowrnoc efioX^n n^^eeitoc £ii i\Kiif:i.7rnoc ^ TnoXic ^n nKiifXT- 
noc gjM. n-xivie g^ii nKm-xirnoc ^n e^&.?V.diCCd>. (sie) £i\ nKiii-XTiioc ^n ^eii cuhtt 

nnOTT-X 27 gi^ OT£IC€ MH OTTMKÄ.^ £U ^Ctl OTUJH «pOeiC n£d<£ KCOn £11 OTTgKO 

Am OTTeiJfee ^ gen hhctciä. ettdwUjcooTT gn oTr-sd^q At« otkw käw^htt 28 «^i^pic 

n€T£lfeo\ neTIlHTT e-SOOI MMHIie npOOTTUJ ItneKKAHCIA- THpOT 29 jtjj^^ nGTUJWIie 

cit-^ujwiie itMAi&.q H niM ne ujÄ.qcK&.ifXÄ.?V.i7e ä^tül) d^noK CMei-sepo ^^ euj-xe 
tyige eujOTTUjoTr eiitd^ujoTujoT mmoi £n «d.Ä.ceeii€i&. ^i nrtoTTe is-TO) neicoT ai- 
neii-soeic ic cootw n€TCM&.MÄ,ÄwT ig^. nieiteg^ -se n'^'si «3'o\ Ä.n ^2 ^g gpivi gn 
•^d^MdiCKoc dw t^ee^MÄ^p^Hc itTe d<p€T&. nppo g^^peg CTnoXic ll'x^,Al^^.cKoc C(5'onT 
33 Ä.Ta) efeoX^iTii 07ru|0TU}T £n OTCd.ptr&.iiH ö^tr^dwAev mmoi nfeoX MncofiT *.ip 
SioK citeqGri« 

Chapitre XII. 

1 euj-xe wjuje eujoTrujo-y «cp noqpe mh (s?c) Ä,it -^tiHTr Ok.e e^en oirtoit^ efcoX 
mh £611 s'coTV.n efeoTV. «Te n-soeic 2 ^cooTit noirpwMe £m ne^^^ £*^ö^h mmh- 
Td^qTc «poMne eiTe cq^M nccoMd^ «"«^cooTm d^n eiTe eqMnfio\ MnccoMa< it'^co- 
OTit &.II nnoTTe neTcooirit eesvTTTOjpn mtiö^i «TeiMine ^is. tm€£ ujomt€ Mne ^^^-y^j 
•^cootth Mneipa)M€ WTeiMine €it€ £m nc(OM&. eiTe nfeoX MncoiMA. nnoiTTe ncT- 
cooTTii 4 -xe Ä.-yTopnq ennÄ.pd.'xeicoc 2vtoo Ä.qccoTM e^en ujew-se eTr^Hn n&.i eT€ 
ncTO Ä.« e-sooTT cptoMe ^ emÄ.tgoTujoT mmoi £ä. n*<i itTeiMitie £&.poi ':^€ ««ä.- 

UJOTigOTT MMOI €IMHT1 £11 MMnT<3'Ui6 ^ eitgjvnUJOTTUJOTT lT&.p MMOI ll'^«dwUJ(On€ 
Äkit U&.eHT OTTMe CJvp T€ '^'ÄCO MMOC "^"^ CO "Xe MnpTpe OS-iK MCCTe €poi egOTTe 

0€ €Tq«d.Tr epoi h eqccoTM cäoA^itoot "^ d^TOi «steuÄ.c nndwosice «£ht £ii TMn- 
Tnos" nn&-noK?V.T\5/ic (sie) ä^tt^ uo-trcoirpe eTivcö^p^ nd^iri^eAoc Mnc&.Td<ud.c «se 
cqe"^ KAvy* e'xooi «xe niiÄ.'xice mmoi ^ ^icenc n-soeic «ujmt ccocon eT^e nd>,i «xe 
€q€c&.£^u>q €£io\ AiMOi 9 e».Tto ncxö^q iievi «se £^ai epoK eTÄ.^is.pic €U}&.pc T(5'om 

C5Ä.p 'Xü)K e6oX gn TMtlT<5'üife £^n OTMTOW <5'€ n£HT HgOTTO '^tti^UJO'yUJOtr MMOI 

£it nd^JN.ceeii€id«. oseRdwC eceoTODg^ €£p2s.i €*xcoi us'i t<3'om Mne^Ö5*) 

Chapitre XIII. 

1 nM€£^ ujOMT ne nd.i "^iiHTr tgÄ^pooTn £itii TT&.npo MMiiTpe cnÄ.Tr h ujomt 
cpe ig2v<xe him &.£^epÄ.T 2 «^i^sooc iTÄ.p -xitt nujopn evTw on 'Vigpn -xw mmoc 
£ü)C €i£Ä.T€ thtth MRMeg^ cen cnd».-T Ä.Tra) on n^£Ä>T€ thttü ivn TenoT €ic£d.f 
itneiiTÄ-Tp no£te «xin nujopn öw-too nneceene THpq "xe eiujd^nei nnecon n^niv'^ 
CO Ä.n 3 efco^'xe Ternigme ncd». t-ä^okimh Mne^^^ CT^d^-xe ng^HT nd^i ctc nqo 

ÄK WA.TOrOM C£OTrn epOJTn d.\^Ä. d^UJS'M^OM ngHTTHTTn ^Revl Cevp nT&.TCTÄ.T- 

poT MMoq efeoA^n o"TÄ.ce^eni&. (sie) bJWis. qong^ efeoA^n tj^om MnnoTTC rä.i i7&.p 

*) La Suite se trouve dans Woide. 



56 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [I. u. II. Heft 

».itou £^uiu)u Tn<5'oo£i it£HTq Äw^\*«. Tmid^coiig^ iiMMdwq efioXg^ii TeyoM MnitOTTe 

COOTit epOiTll ^ «SUT THTTTlt «Xe CttTeTU gll TniCTIC •:^OKIMd>.7e MAKOTIt H llTeTIl- 
€IM€ epOiTll Jvll «Se ne^^ iC llgHTTHTTIl eiMHTI «Xe M€y9öwK HTeTH geti «soott 

6 "^itÄ-gTe •:^e -se TeTiid^eiMC c&c Js^noii d^n (sie) geit -soott i<u "^ thujXhA «^e en- 
noTTe €TAVTpeTitp \&.Ä.Tr AineoooT -xeKdkC ä.ii üvtiou eiieoTtoitg^ efeoA. ncwTn 
A.A\d^ 'xeK&.c iiTooTit €T€Tnep nneTU&>noTq eviioit «xe itTitujwne g^wc ctoTn ä.ii 

8 MMIl &OM 17ivp MMOn C^ OT^e TMfi iv W&. e-ÄIl TM€ ^ Tl«ldip2vig€ ITivp gOT&.tl 

d^non eiiujÄ.iKS'Me htwtii «^e eTeTii-soop newi pto ne tiiuj?V.h?V. epoq ncTiico^Te 
10 £Tfc€ nd.1 €ll"^g^vT€ THTTTit d^ii cic^^Ä^i imd^i "xcKJ^c nttd^ei Td>.^pOi) gn OTigtOCüT 
efeo'X K^vT^v Teaoirciis. mtä. n-xoeic Tjve^c n*.! eTRUiT (sie) d^TOj eircgopujp (sfc) Ä.ti 
iiTeiioT s'e HÄ-citHTT pÄ.uje c£i(Te) thttm. co(\c\ Ä.pi)o'!r€ eniMeeire noTioT &.pi 
€ipHUH dwTOi nnoTTe n'^pHUH Mti TÄ.c«ÄinH it&.uju)n€ nMMHTK i2^cne^7e imeTit- 
epHT 0«. oTni ecoTri»^*.^ ceigine epaiTn it«?! n€TOTÄ.&.fe THpoT i3 Te^ivpic m- 
(n€)ii'2£oeic ic ne^^ Ä.Trco tä^^^ä^wh MntioTTe mu TROincoiii&. Mneniii^ eTOTrÄ.&.& 

ItMMHTH THpT«. 



EPITRE AÜX GALATES. 
Chapitre I. 

ic n€^Ö5 •'^"^ nitoTTTe neioiT njvi itT&.qTO-irnocq efioA^n kctmoottt 2 ä^-tu) iiec- 

IIHTT THpOT tt€TnAiMÄ.I CltC^dwI ItneKK?V.HCI&. llTC«Ä.\d<TI&. ^ T€^ii.piC ItHTIt Aill 

^pHiiH e£io\giTM niiOTTe neioiT mw newsceic ic ne^Ö5 ^ neiiT&.qTÄ.&.q g&. 
iieimoßie «ate eqeTOTT'xoii eneiÄ^ioim MnoiiHpoit kä.T2v noTwuj MnnoTTc neneiuiT 
^ n&.i €T€ nuiq ne neooTT ujä. «leneg^ neneg^ gd^MHii ^ 'f p ujnHpe «e tiTeige ^it 
or-yenH TCTunuicone htm neiiTÄ.qTegM thtth gM negMOT Mne^Q^ ic €ReeTr&.«T- 
ueXioit "^ €MMii KCOTTÄ. igoon eiMHTi «sc oTH gome eTujTopTp mmcotk eTroTüiijg 
cneiie ncTiwcrr'e'X.ioii CMne^Q^ ^ e^^A^^v KÄ.n d^non h oTrÄ>i?f7e\oc efioX^tt Tne 
iiqTdwiyeoeiig uhtm nfioX MneiiT&.nT*N.u|€oeiiy MMoq itHTit AVi^peqigcone eq^tHT 
9 ite^e euTÄ.nuipn c&ooc TcitoTr on ^«atui mmoc -se neTiiA-Tivigeoeiig iihth n£io\ 
MnenTd^TCTn'xiTq Möwpequjwne eqfiHT lo tchot i^i^p eineiee impwMC «An cm- 
niiOTTc H ciujiite wc*^ &.pecKe iipcoMC eneid^pecKe &e oit npcoMC ne Ä.np n^M- 
^d.?V. Ä.II eMne^Ö5 ^^ "^tä^mo <?Ä>p acuuith itecnHT eneTei>.i7ce?V.ioit iiTÄ.TT&.ujeo- 
eiuj MMoq e£io\£iTooT «xe iiOTKdwTi^ pwMe Ä.n ne i^ otttc i7&.p jviiok itT&.i'SiTq 
jvii UTK pwAte OTTTe nTA.TTCd.fioi 2vn epoq jvWiv ^iTn oTr<5'u>?V.n efioA. enTe ic 
ne^^ 13 i^TCTncüiTM cevp enÄ.^fcH7re MnoToiuj (sie) ei^n TMnTioT'^Ä.i -xe iiei- 
•xitoRC enegoTTO ne ncÄ. tcrr^hciä. MnnoirTe jvTroi neiujcoq mmoc i* einpoRon- 
Te ^n TMnTioT'^d».! egOTe ge^g^ nn*. Td.^yoT gM nevi^enoc eio npeqRwg^ ngOTO eM- 
n^.p^^.'xoclc nnÄ.eioT€ i^ nTepeqp gn&.q "^e \\&\ nnoTTe ne^i nT&.qnop-xT e£io\ 
•Äin eingHTC nTi^Md^Ä-T Äw-yco öwqTi>.gMeT efeoAgiTn neqgMOT i^ €<y7V.n nequjHpe 
efeoX ngHT «xe €ieTd.igeoeiuj MMoq gii ngeenoc enTe-ynoT MnioT&.gT ec&.p^ gi 



1887.] par E. Amelineau. 57 

CMoq i'^oTTe AinifecoK eeiepoco^TMÄ. tyis, iiJvnocToAoc eTg^jv TÄ.g^H Ä.?V.?V.i>. evificoK 

€TÄ.pÄ.Äl&. d>.TtO Olt d^IKTOI e'^iS.MÄ.CKOC 1^ Am«C^s. UJOMT€ «Xe lipOJUne dwl£tOL)K eg- 

P&.I eeiepocoAiTMÄ. eiidN.T eKHJi^iv ev-yto d.i<yu) gd.THq aimiith ngooir i^ Mnmis.Tr 
«^e ctJe (sie) £11 n&.nocTo7V.oc eiMH"^ (s/c) iÄ.Kcxi£»oc ncoit Mn-xoeic 20 ne^^cgdwi «^e 
jUMOOT hhth eic^HHTe MncMTo efeoA. MnitoTTe «xe ti'^'xi «yoX iMi 21 Mnticüic 
«kiei e^tiÄ.1 eneuXiMÄ. i\Tcirpi&. mk tkiXikiä. 22 KeTrcooirn «^e mmoi jvh ne ngo 
KS'i n€KK?V.Hciis. n-^OT'^&.ii^ eT£^tt ne^ö^ 23 mojioh *^e neTcoiTM -xe neT'i>.io3R€ 
MMOtf junioTTOiuj TeitoTT qTivujeoeiuj HTnicTic enequjcoq mmoc nniTe 24 i^-g-ij^ 

MCT'^ eOOT MnnOTTTe I1£HT 

Chapitre II. 

1 MuncÄ. MnTd>.qTe ow. ewpoMne dwS&coK €gpd.i eeiepocoA-TMiw juit fiÄ.pttJv- 

fiÄ.c ed>,i'2&i MneTiToc itcMAiJs.! 2 itTivifccoK «xe e£pd.i KÄ.Td». OTTcycoAn eSioX jvmio 

ms.T e£pdwi MneTrev«?c«eXioJi €"^TdkUjeoeiuj MMoq g^n ngee^noc «cd^ oTCd>. «^e iiiieT- 

«u> AiMOc «xe jvnon ne MHnoic einHT enneTujoTciT h nT&.intoT 3 ö.XXä. nKCTi- 

Toc cTUMMdii eTgeWnii (sie) ne MnoT&.riÄ.tTKJvTe MMoq ecMiHTq * c.T£ie itecnnT 

itno-ys KÄ.! «TÄ.-!rou|o-y egoTn enevr eTWMtiTpM^e CTe oirnT&.nc gjw. ne^Q^^ Tc -xe 

€Tr€Ä.js.it ngMgÄ.^ 5 n&.i eTe Mnnujwne noToirnoTr noTtoT £ä. TeTrgrnoTd^i^H «xe 

epe TMe MneTrÄ.c«c«eAion motu efeo\ gd^Te thttk ^ e^o'X's.e. gw. neT-sto mmoc 

2se d^non ne nee eTOTO mmoc nce^xi epoi d^n nnotrTe Mcq'xi £o nptoMC kct'xw 

CÄ.p MMOC -xe dwiion ne MnoiroTreg^ Xi<d».-y epoi "^ ^s.\X^. nTepoTHÄ.'y nToq -se 

Ä^TTT&.ngO'y eneTd^c»cte?V.ioii enTMnTii.TcMe kä.tä. oe Mnexpoc ecfefee ^ nenTd^q- 

enepeei i«Äip MneTpoc eTMUTd^nocToXoc Mncfcfie «^qeiiepcTei gw tievi eitg^e^- 

noc*) 

Chapitre VI. 

16 &.Tr(jo neTiiLÄ,d».g^e eneiKd».nüin. "^pnnH cxuioir Mit nn&. ivTrw e'SM ninA m- 
nnoTTe i'^ Muncooc <5'€ MnpTpe XÄ.d.T oTreg gice epoi d^tid^K (sie) cd^p MMd^ein 
Mnen-soeic ic ne^^ g^M n^cu>MÄ. '^qi gÄ.pooTr ^^ Te^evpic Mnen-soeic ic ne^^ 

Mtl neTHrniÄ. (sie). (Sera continue.) 



Novum auctarium lexici sahidico-coptici. 

Auetore 

Agapio Bsciai. 



n. 

Oeiig (n) Spien, SttXvjv, Hepatis lobus. ücoeiui Tk^ot 'O Xoßo^ aür^ tov 'qnaroc,, Lev. 

m, 4. Peyronus e cod. Paris. 44 habet noeiuj et M. muiig. 
Oeiu{ (ot) — Te.ujeoeim (n) Promulgatio, Proclamatio, 'ErriKsXsuo-ig, Deuter. XV, 2. 
O-yoeigj (it) Saeculum, Aetas, Tempus, Stadium, Vitae tempus, AtcoV, Ps. LXXXIX, 8. 
Mneio-yeiig, Mnioiroeiig 'Orf, Cum; Hori, Aliquando; Tore, Tunc, loh. XVI, 12. 



*) J'ai public le reste de l'Epitre jusqu'au eh. VI v. 16 dans le Rec. de trav. rel. ä Varch. 
egypt. et assyr. — Cf. eh. IV v. 19, v. 21 — V v. 1, V v. 22 — VI v. 16 dans Woide. 

Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 18S7. 8 



58 Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [I. u. II. Heft 

Oirtoig (n) Desiderium, 'En-t3-ujui7jua, Is. XXXII, 12. 

pnoTtouj Complacere, Eudoxstv. Ä,pind.oTioig nr-xi nn&CMor nTAkinTOT n«.K Gen. XXXIII, 11. 
OTTüittje, oTODüJiye Consumere, Hebt. XII, 29. Ottkoj^^t eqoirioige Deuter. IX, 3; cod. Pa- 
ris. 43 f. 48 r. Hanc primam formam Peyronus habuit ex epist. ad Hebt, in Z. 638 
allatam; sed cod. Borg, eiusdem epist. habet loco illo o-vwioiye. 
OiriyH (t) Nox, cf. arab. 5Li.c — 6pe nergooire gHuj mH neg^ooT, lcr*jjbiEpia, Aequinoctium, 

Can. Apost. 2. 
Orojigfe Loqui, ^^iyyeaB-ai, Ps. XCIII, 4. — Oirwujq (n) Loquentis vox, ^Sriyiia, lob VI, 26. 
OTosfe cc. suff. Conterere (pro oiroigq), lob IX, 17. Cf. Peyr. 
O-ycoigM (n) Massa, ^pctixa, Rom. IX, 21. 

oirogM cc. suff. Subigere farinam, ^vpasiv. Ä.csi ÄinigcDTe &coTou]Mq II. Reg. XIU, 8. 
OTOigM forma pass. Oroem eqoroogM gi neg Lev. VIII, 25. 
Ovcotgc (ot) Flagellum, Maart^. *4iiö.gonK eTOTTCotyc hAa^c lob V, 21. 
O-yegc eioA seq. acc: Dilatare, Ps. XVI, 37. Cf. arab. ;c*»^. 
OToq (n) Pulmo, Uvsvfxwvy äj^ cod. Paris. 43 f. 41 r. Peyronus habet origq e cod. Paris. 44 

f. 70. 
O-ytüg^ seq. e: Addere, Augere, HpoaTi^ivat., Act. V, 14. ILun -»e e oTiog e otH H^htot 
Ecc. m, 14. 
oTew£ cc. suff. recipr. : II4.p0Ta.g0T (contract. pro mä^pototä^ot) cpoK Num. XVIII, 6. 
oTe^ cc. it pers. et m rei: Quiescere, Deponere. T*>.oTeg nö.i Äin*.(?'u)nT lob XIII, 13. 
cc. n, quod suff. recipr. verbi adsciscit: Castra metari. Ä-qoTeg n*.q Gen. XXXIII, 18. 
atTOTcg^ nA.T Exod. XV, 27 (Peyronus in addit. oTcgnö^T componi dicit e verbo oTcg 
et gnÄ^T; quae derivatio exemplo e Genesi allato non comprobatur). 
oTA.^ efcoA cc. suff.: Desilire, KaS-aXXEaS-at, Num. I, 51. 

oTHg^swjwe (ot) Anagnosticus pluteus (ital. Leggio), äjJj (pro oTeg-xojMe), cod. Pa- 
ris. 43 f. 29 V. 
OT*.i.ge (n) Scorpiones, cod. Borg. 115. 
OTooge (n) Oves, Ps. LXXVII, 52. 

OTOjge (ot) — IIHTOTODge (t) Venatio (piscium), cod. Borg. 115. 
Orog^M (n) Responsum. UctS R^a.^ itig«.-se uj4.qceTXi ncTog^U lob XI, 2. 

oTCügM (n) Contradictio , 'AvriXoyia, Ps. XXX, 21. — Hotoj^.ü In contradictione , 'iwg 
dvTiXoyLOLv , Ps. LXXIX, 7. — Ultra, En, Zach. XIII, 3. — Ita inter orogXt et 
oTcog^M distinguendum est. Hinc nomina derivata ore^g^Me et ot«.m£c (t) Contigna- 
tio, *0/50(J)o$, Gen. VI, 14, 15. 
Otcü-s. (n) Salus, Sanitas, Phil. I, 27. Hinc oto'x pass. forma et oTxa.1 etc., vide Peyr. 

sie 

Otu)«*" (pro OTo«) Integer esse. Ä-qcwTM nÄ.q n'^or ncone eToruxS' cTcegccog Ä.qT4.*.T e 
neq xiAAec I. Reg. XVII, 40. 

Otoxs* (n) Vestibulum, Porticus, Uapaa-Tctg, Tlpovrac, etc. In compositis ore«'; inde 
Otcä'po et oTcis'pu) Pestis, Limen, Exod. XII, 7. Prov. VIII, 34. Significat columnam 
in hac sententia: IIeiiT*.qTpe TOTca'pu) Mn*.Hi -xenoTne tkoK cod. Borg. 150. Cui 
respondent M. codicis verba (cuius copia penes Amelineau): ^h eT^Kq^pe hicttAAgc 
HTe n&Hi ujennoTni e&oA. 

Ovcaä'n — vide Peyronum — Oro^'n Destrui, Confringi. eT&e ot TCTitgiRe nHTn ngenigHs 
cTOToö'n ler. II, 13. 

Otoö'c vide wä'c. 



1887.] auctore Agapio Bsciai. 59 

Ot(o5'c (n) CoUecta, KoyCa. GrcoTeit hctmok^, lice'f n*.q efcoAg^Jü no-ycoä'c tov 3-Xtßo- 

IjLtvov £x T^$ A.o)/i.as ou napaTri^ipovrai, Can. Apost. 
05't vide u)5't. 

sie 

0'!Fo«'o'!re<*' et oTo3'oirH(^ Maudere, Vorare, lob XXX, 4 (Redupi. rad. oiruxs^. 
oTc<s'oiru)3' cc. suff. Id., lob XX, 18. 

IIc (t) — noir*.n iiTne Caeruleus, cod. Paris. 43 f. 35 v. Ex hac voce illustratur hebraica 
vox 0Epa(J)a£iv, c'snti, juxta S. Hieron. ab antiquata voce T4.p (Deus) et c^e M. 
vel ne T. De TA.p [seil, ntr noTTe] vide Peyr. p. 250. Item vox riNS, id est, 
plaga coeli. 

Hol (n) Scamnum, Sedes, Äxla^w. Praeminens area (lapidibus et lateribus) strata, luto- 
que vel alio illita, ad sedendum vel dormiendum disposita; arabice dicitur iULua^, 
quae est graeca vox parum corrupta Mso-oroTros , quatenus saepe cubiculi vel loci 
medietatem tenet vel ante domorum januas aedificata est, ut equitantes se super illam 
(ad ascendendum asinum vel equum) conferant. 

IXROT^fiÄ^Tr Vicus in regione Panopolitana. nROTAfeÄL-r «.nox^pjon tgjuin n&noc cod. Borg. 
151, in fine Martyr. S. Georgii. 

IIiüAk, vide itcjAS'. 

IIoA£ Vulnerari, Frangi, ^Js^. Cpe ««TiwnH-yc noAg^ THpoT cod. Paris. 43 f. 155 v. Vide 
Peyronum. 

UoA^ vide nwAS". 

UcKsf vide seq. 

IIa)<V5', ikdAk Mutare, Permutare, Reconciliare, Eximere, Separare, Dividere, Evellere, 
TikXuv. 6iieirn(üA5' cod. Paris. 43 f. 72 r. Ilne neK^HT moXäf ckoK MneKccoMö. lob 
XXXVI, 28. ei^qg^toit e^^o-yn e iiujAä' ekoK Jünfiuoc cod. Borg. 121. Vide Peyr. 
noA-x efeoA et noAä' etoA Id. CC. suff. Gmü ncTnew£iü)K g^n TCTMHTe e noA-xoT efioA 

II. Reg. XIV, 6. 
hcoAk, nu)A5' (n) Separatio, Divisio, Reconciliatio, cod. Paris. 43 f. 69 r. Il4.Teq (alio 

cod. M&,Tq) -ee XincoAS' nJÜM&.K Luc. IX, 58. 
ncAä'e, SAcS'e — peqjuiuje ÄineAs'e '0;rXojuaj(og, Bellicosus. 8e-&noc npeqMiijye MneAö'e ci 
ciioA g« OTK&.2^ eqoiTHir -xin &."ypH*s.c nTciiTe nxne n-soeic Mn npeqMiiye MÜAö'e t&kc 
ToiKoiTMenH Is. XIU, 4, 5. Erman eodem in textu Isaiae ex alio cod. habet peq- 
Miige Mn<^A, mendosum omnino. Vox coptica decisivum pugnatorem seu belligeran- 
tem designat. Peyronus in add. vocem deducit e seq. nomine, scilicet veteranus miles; 
at in Lex. p. 405 habet <^Ä e Sirach. Item offert Is. XIII in addit. 
nAö'e, neAcs'e (t) Vestis trita, Luc. V, 36. Ottocic MÜAcS'e jcJLi iü3-, cod. Paris. 44 
f. 10 r. HeTMHp csR ner'^ne gM ««"oA ttojiih €to XinAc^e eTnek.ca)Aii X[nnÄ.T mumot 
E quadam monastica regula penes E. Amelineau (cf. M. c^eA^i). 
pnA(*'e, pneAa'e Veterascere, Inveterascere. TeTiipneA<s'e n-»e iiiii^oiTe Is. L, 9. 
noAö'c (t) Gleba, BwKog. "I^IkdA Tk.e cfioA ng^ennoA5'c nK«>.£ eig^toioKC nT&.ei&.&Ae lob VII, 5. 
SeitnoAä'c ÄvnKAwg^ cod. Paris. 43 f. 121 r. Peyronus habet noö'c e cod. Paris. 44, sed 
est errata lectio. 

üeAcS'e et noAö'c, vide nooA«'. 

HR tfioA seq. acc: Effundere. Iliicitoq etoA Effundere sanguinem, Prov. I, 16. 

Iltuüjne — forma passiva: 6pe ncq^o nooite h ktht e ni^goT Contortus vultus ejus vel retro 
conversus, Z. 491 n. 46. 

8» 



60 Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [I. u. IL Heft 

CTnH« Exterior (si proba est lectio). 8ot&.jx eTeTniye>>««a>ip e nujHn XineTnHn nerpi 

'OTttv r^yjTE divdpUi bttI Svpwv ea-TLVi Quando videritis arbojes, ad fores est, Z. 318. 

Ipse quoque Zoega innuit abesse aliquid. Attamen vide (si veram attigi lectionem) 

vocem. nÜH etc. 
ntonc Circumferre. SoViie -^e on liwojite iinecfcooire nneioTe €Toir&.*.A. egoim eTCTJunT^- 

ce^c Mem. du Caire p. 37 1. 13. 
•sincanc Circumferri, TIspL(l)ipsir3-ai. -eKnekir e Rr*. ihm e 'siTiwnc g^e^poK e cod. Paris. 44,. 

f. 122 r. Eadem M. habemus bis verbis: 6Rni.ip e nx*>i ni&en ^ic^on^c äo^poK UcivTa 

70L mpicpipea-Srai. do^n, cod. Vatic. 58 h. S. Bas. Magni. — Maluerim -smonc pro 

rsinojnc. 
ÜHh, iriinH, nenne, neitnH (t) Postis, Limen, Janua, Aditus, Vestibulum, ^Xict, Qvpa, 

np6^pov, Lev. Vm, 35. Ezech. XL VI, 2. cod. Paris. 43 f. 100 r. et 44 f. 109 r. 

8oTe.li eTeTiiujÄ.nn*wTr e üiyHn gii THHnne linpi. Sic lego et restituo, Z. 318. 
Mi^Äinenne (n) Litus, Ft], JjLü, cod. Paris. 43 f. 40 v. Hxepe grooire -i^e igione, hm*. 

mR Mnenne eqcoirU)nc| OTKoAnoc "^.e nenTeswTeiopgq e OTTMe.ÄLuoone R^HTq Ibid. ex 

Act. XXVII, 39. 
Ilon^ Exantlare, _ ij. ünecMOT Rot*. eqoira)U| e igine Rc«. ottmoott eqoig cqnonö RoTnifK 

cod. Borg. 120. 
Ilnne, nnnn, nenne vide nnH. 
Hone, nconc vide nojojne. 

Ild^nc Altera urbis Ermont appellatio, u>.ix.l, cod. Paris. 43 f. 51 v. 

]Id.ne (n) Laterum eflformatio. IlneoToeiuj eTepe RujHpe mhihA. gR KTMe CToAirfiie ävmoo-v 
2M. noojue jwR nnA^neTcocofee RTepe c^a.p«.co -s.! THne Rnujnpe mhihA mR thhc RnTWOjAe 
K&T«. nwn MnA&.oc HeirR OTpwMe g^R tcc^itAh RAeipei e neqpö.n ne €AeÄ.7&,p eirRTq ot- 
cgiMe e neqpewn ne pe.5(;^HA €MRT*.ir (ynpe MMi.Tr uj*. TCTrMRrg'XAo IlRRca. oirno«?' -^e 
RoTToeiuj 6. TecgiMe oTCoRg e c«.ppA. mR ö.£ipd.g&M gR TecMRTgAAo, necgd.i ':^e «.qujcone 
e neqoTrepHTe Xineqeiypgoofi e TMRTn*.neT(DOi)£ie «.Tto thhc RTwfce eTeui*.irMnui4. Rt&c 
etc. E quodam scripto penes E. Amelineau. Cf. M. c5*.c5e. 
MRTna.neTCücoAe (t) Opus lateritium. Ibid. 
nenpe (n) Piper, nemptv (corr. U.inspic,'), J^, cod. Paris. 44 f. 66 r. 
Dp*. Vanus. GTne.gTe e gennp*. Is. LIX, 4. Inde enpe., quod vide apud Peyronum. 
ÜODtope Narrare, Micb. III, 7. eTnmwpe Ro-yp^cov Is. XXIX, 7. 

noop cc. suff. Id. 3LqncüT ^^e R^e Rneig*.irnoopoir RTeiriyH lob XX, 8. 

nipe, nipe etoA Florere, Florescere, Oriri, Splendere, Lev. XIII, 20, 22. P4.tge tRt*.c- 

nipe nö.n Uü oö-üi er» ^ (C**-*^ ^°^" -P^^S. 44 f. 100 v. 
njp». Splendere, Dealbare, Marc. TX, 2. — mp*. (n) Flos, Splendor, Lev. XUI, 12. 

Ming. 134. 
cTnoppe Splendidus, Lev. XIII, 25. — ecnope Florens, Lev. XIII, 19. 
peqneepepd.coT (ot) Somniator vel Enarrator somniorum, Deuter, XIII, 1. 6ic npeqneepe- 
P4.C01P cod. Paris. 43 f. 8€ v. cf. Genes. Peyronus habet peqnepepi.coip. Hinc 
npo) (t) Hiems. [?] 
IIiopK, ncopS egpd.1 Evellere, lob IV, 7. HcupR egp&i mü Tnorne Radicitus evellere, cod. 
Borg. 100. 
nopK efeoA cc. suff., Num. XVI, 14. Matth. VII, 29. TeKnoirne «.qnopKc efcoA gM nK«.^ 
RneTong cod. Borg. 160. — üiopR RgHT (n) Cordis evulsio, Animi dolor, Fr. Rossi 
fasc. 3 p. 74. 



1887.] auctore Agapio Bsciai. 61 

TtopK Mulus — IliwcnopK, MccnopK et M*>cMnopK (n, t) Mulus, a, II. Reg. XVIII, 9. 
n«>pM^e»T Septimus Aegyptiorum mensis, cod. Borg. 117 = n6.pÄi^oTH Id., Fr. Rossi in 
Nicod. Evang. p. 9 et 11, quibus locis pro mense Aprili interpretatur ; graecus 
textus tarnen, quem ipse adducit, probat mensem illum Martio convenire. [Edidit 
quidem Rossius 1. 1. no^pÄi^oTH, sed suspicor legendum esse nÄ^pM^oiS, idque prop- 
ter lineam literae h superscriptam. Etenim e versione evangelii Nicodemi, in Ti- 
schendorfii apocryphis p. 213, Upparet, Peyronum hoc loco na^pÄi^oTK legisse; tum 
ipse formam n*.pcuM^«.Tn ex inscriptione quadam attuli, gram. p. 136, et pro n^p- 
M^ÄwT in epistula St. Athanasii manuscripta n*.peMg^oT inveni. S.] 
üpig, ncp^ etc. vide Peyr. 

emopcg ckoK Dispersus, Stratus. H iitotphc cTnop^ cäm hk«.^ lob XXXVIII, 24. 

eqnop^ efeoA Id., AuaTrapixivog, II. Reg. XVIII, 8. 

nnpcg Sterni. GirnHp^ itwne Lapidibus strati, ^^^^^yucoA, Q_^*/flyi, Ezech. XLI, 17. 

Ai&Xinopui (n) Lectus. Ä-cnopigo-y e'xXv nKe>£ wnecjwoT lio-yMÄiiKOTK h o-yM&Mnopui cod. 
Borg.. 120 

np&u) (ne) Canalis. Vide Peyr. 
Htüpi seq. e: 'ATraXXaTTsiv, Diducere. H-ee Xin^Hfiie jwn n«wU}Kd.K itoirM&&tr e-sXi necMcpiT 
nT*.qniopi epoc Amos VIII, 10. Vide Peyr. 

niup^ c&oA Tuxeiv, Exsiccare (expanden^o). SLitcd e.cTiu)p^ e&oA e-xwq noTe)>pes.(:^a)T eq- 
HHC n. Reg. XVn, 19 e cod. Paris. 43 f. 103 v. 

n&p^ CC. Suff. (pro nopi). IlÄ.p'so-y e neirepHir "Apare avTovg aV aXXrfXcov, Fr. Rossi 
Evang. Nicod. p. 59 = nopi cÄoA cc. suff.: Praedestinare, Tlpoopil^eiv, Ephes. I, 5. 

nep-^t eÄoA seq. acc. vel cc. suff. recipr. : IlepiTHTrrii efeoX Separamini, Num. XVI, 26. 

cq, ec, eirnopÄ Divisus, a. ecnopi e qTooT itciepo cod. Borg. Neap. adserv. h. Chrys. 

TiopS efcoA Separari. 6pe -nxe nop5 ne.q e&oA ii^e Soithi Exeg. Ps. XXXII, cod. Borg. 
IIhc, itHce Congelari, Madidus esse. Xttoo &cnu)p'& efioA e^wq novÄ.pÄ>c5a)T eqnnc H. Reg. 

XVII, 19 e cod. Paris. 43 f. 103 v. UJ*.pe nneo mR hmoott ücecoä'p g^n nee. eTMMe.ir 

n-»e noTrr&.gT^ «.A^Vä. iiKCHpn on neujd.qnHce £m nujoigoir li^e noTccoite. E quodam 
scripto penes E. Amelineau. Pro graeco TrrjVo-Eiv? Item Sir. XIV, 25 legitur nncce. 
Ilice et cc. suff. hä^ct Pinsere, Elixare, '^ExpsLv, Probare, Aoxtjua^Etv, Igne explorare, IIvpovv, 
Zach. XIII, 9. Exod. XVI, 23. 3Lcn*.cTOT II. Reg. XIII, 8. Hice üni^q Coquere 
cames, Lev. VIII, 31» Vide Peyr. 
itec, in compos. üeccoö'n I. Reg. VIII, 13. 

nice (n) Coctio — Mnice Coctus, a, g^ü orooTe Jünice Olera cocta, Z. 355, 
Tioce Igne probari, IIvpomB-ai, Ps. XVII, 31. 
qfcpMooT, ^fpjMooT (oTp) Hydrops ? Z. 629. 

sie 

Vic Novem — e-irnÄp m&&& <[r\c niyee nicTivioir v^itc Xi\^r!r5(^H Erunt 3999 animae, cod. 

Borg. 152. 
IliDT vide Peyr. 

ncDT cgpjKi Recurrere, 'ArroTpixstv, Num. XXTV, 14. 
ntüT ep4.T Festinare, lob XXIII, 14. 
A*a.Äina>T cfioX (n) Exitus, AisxßoXyf, Abd. 14. 

peqncüT (ot) Cursor, Apojueu'g, Fugitivus, Profugus, ^vydi, cod. Paris. 44 f. 68 r. 11«.*.^« 
P4.p Ä.cu)OT e-ypeqncoT J^ q, c -^| JLä» ^^'^, lob IX, 25. 



62 Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [I. u. II. Heft 



ÜHiTe (n) Cucumeraria, oUail . Ita cod. Paris. 43 f. 57 v. 

IIotRt Concidere, Lacerare, Z. 447 n. 31. Redupi. rad. ntuTg^ (cf. M. «^otc^ct). 

IIökTce vide nuxs'e. 

IIcT^ pro neg^T Effundere. IleT^Mooir Lev. XI, 38, 

Ilioig, ncDtouj et c. suff. nouj ; seq. acc. ncuj — Separare, Dividere, Frangere, etc. Vide 

Peyr. Gen. XI, 32. Matth. XXVI, 26. Marc. VI, 41. XV, 24. 
n*.ig (n) Laqueus, Captio, Praeda, Qtjpa, Ps. XXXIV, 8 (M. c^e»ig cf. ^). Vide Peyr. 
nivu}q (n) Fragmentum, -6.m*S, cod. Paris. 44 f. 7r. ; lege iioigq. Hinc ÄwTnogjq. Vide 

Peyr. 
^&Mnu)iy (n) Divisio, Jutfia.^, v^-ä/«. Gq-sojTe iga. M.uö.Mnu)ig iiTev|/irx« •»*" nA.ATR*.c Per- 

veniens usque ad divisionem animae et medullarum, cod. Paris. 43 f. 80 r. 
n&uje (t) Dimidium. Vide Peyr. 
n«.i[ge (t) Morbi genus alligans membra. Ita Z. 627 et 628; cod. Paris. 43 f. 51 r. 

habet v-a^&I, iw^5, quae juxta dialectuin superioris Aegypti significant: Veneream 

luem, luem gallicam. Corr. Peyronum et Zoegam. 
n^ et neuj in compos. — Itaque corrige impressa nomine meo in hunc moduni: 
n^AcüM — o MTi^AojM Languidus esse, Semidebilis esse. SLn-xicfiKo ene^ ncsne e-ro 

AinujAoiM, H nMoAo5(^H (lege tmoAox") ^Tg^oS'fe g^M nK&.-!rAid. Didicisti unquam semi- 
debilem malvam (ne-xne) seu moAox« malvam languidam in aestu. Ex bis vides 

ne-^iite cto wn^AioM eandem vim habere ac moAox« cT^oö'fi illo loco. Corr. etiam 

Z. et Peyronum sub voce ujAojm, qui in errorem me induxerunt. 
Ilcoujil et seq. acc. neigü et cc. suflP. noigne Fr. Rossi fasc. 3 p. 15, 17, 21. Hinc 

nd.u]rte (t) — vide Peyr. M. c^*.igiti. 
IIioujc 'ExTpiTTeiv, lob V, 13. Hebr. XII, 13. Cc. suff. recipr.: 'A(l>iffTa(r^ai, Recedere. 

A&irei'^ &qnou|cq iica> ottca. ^e. ng^o üc&.otTV. I. Reg. XIX, 10. Alius codex habet «>^q- 

noujcq giö^H ücA.oirA Ibid. Vide Peyr. 
neujc seq. acc: Avertere, Terrere, Turbare. *>vneigc iteTiigHT Deuter. I, 28. 
ncjujc (n) Extasis, ^Exo-Tcto-t;, Ps. XXX, 1. 
nA^ujc ü^HT (n) Mentis reces&io, ' A^aXBo-xta, Ps. LIV, 3. 
eqntoigc Pervertens, AiaaTpEc^wv, Mich. III, 9. 
ncojac eWA. Percellere, 'ExTrXrjVrei»/, Ecc. VII, 17. 

nojgc efioA cc. suff. recipr. : Recedere. IIoujck cfcoA XLuoi 11. Reg. II, 22. 
eqnotgc Mente laborans, Hebes, Mwpög. 3LpHir eqnoiyc h n*.nTtx)C oTMCüpoc ne cod. 

Borg. 159. 
cTnoujc H^HT 'ETTiXrj/TTc;, Epilepsia laborans, I. Reg. XXI, 14. 
Ilto^ Pervenire, Pertingere, Maturescere, IljpxaC«"', Gen. XXXIII, 3. lob XX, 6. Dan. 

IX, 2. IleAooAe n&.noj2^ mhcht mti-xo Amos IX, 13.. Cc. uia> idem, loh. X, 35. 

I. Cor. X, 10. n. Cor. X, 14. 
nü)^ egpewi Assequi, Attingere, ^S-avEiv, I. Thess. 11, 16. 
HHg 'E(ptKveier3-ai, Assequi, II. Cor. X, 14. 
ng in compos. Prae. — Sic ng üTiooirn Praesurgere, 'Eyei'pnv, Luc. XIII, "25. li^. "^^ 

Praecipitari, Gal. VI, 1. 
IlA^gpc (n) Veneficium, Pigmentum, Pharmacum. 3LqTeg gÜKeii*.gpe epoq cod. Borg. 152. 

genn&(^e üuje mü g^enne^gpe Tabulae ligneae et pigmenta, VitaAphu in cod. Taurin. 

Xo/3T05, Gramen, Foenum, Herba. Ä,TnA.ope cTOTeTovwT Xöprog x^^P°9i cod. Paris. 43 

f. 111 V. cod. Paris. 44 f. 112 v. Is. XV, 6. 



1887.] auctore Agapio Bsciai, (53 

pejucjuiiie Mnei^gpe (n) Pharmacopola, ^apixay.cnwXrfi, .l.h.w!! ^jL*», Cod. Paris. 43 f. 47 v. 
Ili^^c — epTiÄg^c Putrescere. Gtjmoott e.T(i> e&.TcpnÄ.g^c THpoT cod. Paris. 68 h. Schenutii 

f. 38 r. 
IIcü^c Lacerare, (metaphorice) Errare, ^^laXElr. Htc nequjo'sne nco^c lob XVIII, 7. Vide 

Peyr. sub n^^g Scindere. 
Iltü^T Denudare (gladium), Evaginare, 'E;«<£verv, Ezech. V, 12. 
nc^T seq. acc. Gieneg^r «wi nTÄ.a.ig*LgoM lob IX, 27. 
iia.2? efcoA Effundi, Xvhv, lob XXXVIII, 38. 

no^T Sculpi (pro noxg^). Hepe hkocmoc re^p THpq nog^T £i Tno-i.HpH ÜTeqg^etcco ... eq- 
ogeTigojT gii gentüne Sap. XVIII, 24. M. c^ot^. 
n*.« (n) Solutio (genuum). ^^^k'soTepHTe üapaK^Kriyniva yovara, Arabs habet ^;;OL>Ji ^^\. 
cod. Paris. 43 f. 152 v. cf. Hebr. XII, 12, 13. Estne recta lectio? puto pro nwa'e. 

sie 

II-so, n-soi (ne) Crocodilus. ÜRd^Ae mü nnm mü nen-soj MHKd.^ Lev. XII, 29. in cod. 
Paris. 44 f. 90. At cod. Borg, illo loco habet ne-sno jünu*.^ (Terrigenus), Peyro- 
nus e cod. Paris. 44 f. 105 ncM-xo. Cuius admittenda lectio? Videant ahi. 
Equidem puto adoptandam cod. Paris. 43 lectionem, quatenus illud animal est 
durae carnis. Cf. nen-^toj a-rpi'^jvcc, lob. XX, 18. Attamen non est spemenda lectio 
cod. Borg., quatenus illud animal est 'Aju(f)t'j8iov, lacertae simile, durae carnis, arab. 

Ilto-sK, niosä' (n) Latitudo, EXaVog, Eu/:cs, Gen. XXXTT, 23, 32. lob XI, 9. Apoc. XX, 8. 

Ünio-SK MnK&g lob XXXVIII, 18. Vide nw^ti' in Peyron. 
n*.«?' Agglutinare, KoXXav, lob XXXVIII, 38. 
Hca^e Scindere. 3L Xii\eTp*w ncoö'e a.irto neM^Äd.-r ä^toto)!! nKa.Tö.ncT&CM&. iiTe npne ncjp 

cod. Borg. 99. Off. S. Hebd. Majoris die VI. Cf. Matth. XXVH, 51. 
ncjö'e, noo^'e, nots'e (n) Scissura, Fragmentum, Tabula, Caput (libri). 6qTH(5' gü ^en- 

Tio(*'e iitge Ligneis tabuhs junctus, cod. Borg. 152. Urtoo^'e iiige Ibid. (O-s-xcüCojue) 

_ Sic 

iinc OTon JUMOOT e^ocyq . . . Ä.i^e e •i.e.irei'a. e&qciy e OTnotS'e MAie^Te it^HTq Nemo 
illorum eum (librum) legere poterit . . . Inveni David, qui in eo fragmentum (vel caput) 
magnum legerat. Cod. bibl. S. Marci Venetiis. Dixi caput, quia paulo post dicitur 
Ezechiel legisse caput; fortasse potius sectionem significat. 

na.ö'e (t) Tabula, __^'. Tnö.ts'e üige Asser, Sav^, Ezech. XXVI, 5. Tn*.<s'e Hige epe 
nAiJUHn . . , cHg^ epoc Z. 612. 

ii&.Tce (m) Ligneum in ima nave tabulatum, ^J*^/^5J»J!J cod. Paris. 44 f. 54 v. Hanc vo- 
cem habet Peyronus sub n*^<3'ce, diverso tarnen sensu. 
IIää'c, n*.3'ce (t) Sputum, Is. IV, 6; Saliva, HrveXos, lobVII, 19. Cf. arab. ^Laaj. 

Yik. (n) Pars, Portio. ÖJ*. npe». Ävn&t Z. 281. Sü OTp&.qTOOT ütgi iineg^ ... et TTpek.qTOOT 
iipcjiurr Num. XXVIII, 5 et 7. Corr. Peyr. et Z. Cf. pe, pn etc. 
pe (n) Id. PcMHTcnd.T Auo dixara, ^Li^, Num. XXVIII, 9. ^omüt üpeMHT Ibid. 12. 
P«.Te Vicinia, pÄipewre (ot) Vicinus, Tsltwv, lob XIX, 15. PJüpÄOTH Id., Luc. I, 58 apud 

Bouriant. 
Po (n) = M&npo, M&Mnpo (n) Vestibulum, Atrium, cod. Borg. 112, 121. 

£ei.itpo (n) Id., Upc^pcv. ÖÄÜpcüOT c*.£ioA Vestibula, IlpoS-upa. In Ezech. cap, citato 

una cum voce graeco-hebraea AtXaju. 
epo* — H epe oTg^tufe epoi h epe oTg^wi epoK Vel a me, vel a te (operis) impedimentum, 



54 Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [I. u. IL Heft 

Z. 323. Cepon Debitores, '0(J)£t\£rat, Rom. VIII, 12. [Pnce epon a>it ea nobis non in- 
cumbunt. S.] 
Päk — pÄ>KT eii.o\ cc. suff. recipr. : 'ExxXivEo-S'at, lipoaxa.ixTrreaS-ui, lob XXIX, 11. 3L neT- 
npoTOMH MiKTö.*.-«" pewKTov cfcoA A-TOTTWigT n.&.q Tag 7:poro\xa.c, iaurais 6xajU(|)3Tjcrav xai npoa- 
eKvvrjaav, Fr. Rossi fasc. 1 p. 16. Hinc 
p*.KTc (t) Declivium, cod. Paris. 43 f. 73 r. et 44 f. 106 v. 
PeK^ seq. acc, Hebr. XIII, 11. 

pox cc. sujff.: iineqpoxo'"' g.^ nequj*.^ Sir. XX VIII, 26. Pro poRj; ut mo^c pro 
juoKg^c etc. 
PoMire (t) — -xm pojune poAine Omni anno, Deuter. XV, 20. 

Pi^Miiei (ot) Anulus, AaxTuXtog, Exod. XXVI, 29. npa^Mnei iiiioirfc Exod. XXXVI, 16. 
Pm^c, pÄigH Liber, libera, Rom. VI, 22. VII, 3. O HpÄi^e Liber esse, Deuter. XV, 12. 
I. Cor. IX, 19. 
MHTpM^e (t) Libertas, Absolutio (in libris liturg.), cod. Borg. 100. 
P*.n (n) Nomen — np*wn Insignis, OvofxaaToc,. Gt^c hi^oott np&n I. Reg. IX, 12. Ot^^oot 
npö.n Dies onomasticus, Marc. VI, 21. 
püT cc. suff. HiM püTK Gen. XXXII, 27. 
p^KT cc. suff., Prov. XXI, 24. 
Td.ire pine 'OvofjLCL^w, Nominare, Is. XIX, 17. 
'i'pn cc. suff.: Id., Luc. VI, 14. 
Poeic — o npoeic. 6ko üotujh itpoeic 11. Reg. XII, 21. 6to üoTigH itpoeic Prov. VIII, 36. 
P*.coT (t) Spectrum, «Sao-jua, Is. XXVIII, 7. 
Pä^ctc — jwnpA^cTe Crastino, Lev. XXHI, 11. — c*.pö.cTe Perendie, Merauptov, cod. Paris. 44 

f. 136 r. 
Pä.t (ot) Unguis. Po^Tq ■^.e noTc e>n Lev. XI, 4, 5, 6 etc. 
— «.TÜp^Tq (ot) Inaccessibilis, Fr. Rossi f. 65, conc. Nie. 
p4.T0j(3'e Membrum, MiXo;, JoaLo jjöc, cod. Paris. 43 f. 41 v. et cod. Paiäs. 44 f. 71 r. 

(cf. M. p*.T(jaMi). 
PooTTT Alacer, Promptus, Hilaris esse, Matth. XXVI, 41. Oirg^o eqpooirr Tlpoawnov iKapov, 
lob XXXni, 26. 6pe Tieq^o poonrT ejuo^Te cod. Borg. 153. 6pe neirg^o poo-rr n«e 
HoTHpT g^Jü nefioT n&.pMOTTe cod. Borg. 159. 6pe neq^HT pooTT epoq cod. Borg. 167. 
Vide Peyr. 
eqpooTT Densus, Aacro's, MoUis, Recens, Sir. XIV, 18. IIoeiK ... eqgfui eqpoo-rr Pa- 

nis . . . calidus ac moUis, I. Reg. XXI, 6. 
cirpooirT Laetantes, EuB-rj^owTEg, Ps. LXVII, 8. 
eTpooTT Abundans, EuS-t^vcuv, Ps. LXXII, 12. 
PcoT Inserere, Xv{jL(^ve<r3-at, Arnos IX, 13. 

p*^T in compos. OirptoMe ne iip&.Tqto Ming. 325. 

eTpKT egp^i Germinans, Hebr. XII, 15. Hinc nomen fem. (quasi insitus, conjunctus): 

pa.iTc (t) Cognatio, Su/ysyeta, Num. I, 42. '4'^ ceiiTe nTp*.iTe ünge^noc cod. Paris. 43 

f. 83 r. et 44 f. 95 v. 
c&ip&iTe — ncT'Sjpa.iTe gri •^«.irei'a. >3j^^»3 ^y L**jc> ...^Äj>! , cod. Paris. 43 f. 84 r. et 44 
f. 96 r. 
P&.Tto(*'e vide p*^t. 
PooTig (R) Gurgites, Fluctus, MsTewpiafxoij Ps. XLI, 8. M. pa)OTrig. 



1887.]. auctore Agapio Bsciai. (55 

Flöge seq. c. — Hiki pcoigc epon His contenti sumus, I. Tim. VI, 8. HeTpcjige &.n ne c 

TODMc nncTMooTT Sap. XVIII, 12. — (n) 'AvTupxsia, Sufficientia, I. Tim. VI, 6. 
Pqr (ot) — jgTCKnpqT (ot) Galea, Lorica, iupJt, cod. Paris. 44 f. 57 v. A iijTdm, in 

compos. igTen. 
PoT^e — iwTpoT^e (oir) Qui est absque vespere. 

Pto^e Lavare (praesertim vestes). GTpeTpoj^e Hneir^o'iTe Exod. XIX, 10. Cf. arab. ijas>. . 
Hinc 
cMpcü^e (oTp) Iloia, Borith ad lavandum, i3_^j»*<.c . 

pa^g^e Lavari, Lotus esse. Gpe ne-ygo pa^ge Z. 320. Gcpe^^e Munda, Matth. XXVII, 59. 
pa^g^re (ott) Fullo, Tvac/jEus, ,1*^5, Marc. IX, 2. 
PwgT — pu)gT e nujione Infirmitate percutere, II. Reg. XII, 15. 

p*>2T et pegT seq. acc. P&.2T toot e-sn toot Ezech. XXI, 17. Alius cod. habet peg^r. 
p&gT (oTp) Satelles, Percussor. He-s-n oTpö^g? epe nequje iiioqe «TooTq d>q'^ ÄvneqoTo'i c 

Sic 

I«^Kü)fiioc ... Ä.qpek£Tq exii Teq&.ne cod. Borg. 127. Sitch oTTpöwgT mutcothc äJ^i^! ÄJ-*aj, 
percussione clavae. Ita interpres arab. in cod. Paris. 44 f. 1 22 r. 
p«.gTc (t) Caedes, cod. Paris. 43 f. 73 r. — H*.iije Tpö^g^fc üTö^cigcüne Arnos VIII, 3 in 
cod. Borg. 

Pjwtpe-s efioA (ot) Fricatio, quae lavando fit. Redupi. rad. pwgT; saepe enim t cum 's. 
et <*" (et vice versa) permutatur. SenpoTipe-s. efeoA «tteiroTrepHTe mm. nergo €iroTro)U| 
erpe neir^o c*. Z. 505. Vide Peyr. in Lex. p. 363 col. 2 in fine. 

P*w<5'pc«', pe«'pe(^ Crepare, Fragorem emittere (ut viridia ligna in igne), .i- ^pts. na.- 
cttHT Äine n*.necc*.g^oirn ujTopTp ecäLg^epe^Tc e-xXi nKCüg? Äinccu|Hpc «otiot eccwTM c ne- 

ppooT HneqKcec juii neqcek.p5 eTrpik(^pe(3' etoAgiTAi nuojgT ctottcüm Rcioot. H-»e rd>p n- 

_ _ _ ^'"^ 

g^enge eirAHK Mn*.TOTujooTe iiujÄ.-yno'so'y egOTrit c HKiog^T nujÄ.irpeö'pe<3' •s.e. cc'Ahk. Tai 

on Tc -ee Mnca>Mdw Äinpiojue eujö.qpö.tS'pefS' g*. ta^^Acc Rtca^p^. E quodam martyrio penes 

E. Amelineau. 

C, ce euphonicum seu potius pleonasticum in fine vocum. Ä-neico-y c hcima. Luc. 

sie _ _ 

XIX, 27. In*.'^ n<k.Kce Acnooir, nqTOKce np6.CTe Sir. XX, 14. Cene^qi iiTOOTq e 
URC CTeTnTA.qcq Luc. XIX, 26. IIpwMe itgMOT o-!rnTÄ.qce Mnecni.Tr Sir. XVIII, 16. 
3l ngAAo -^e tguxDT nne^c^pi*. THpoTT mR ngiüt n(3'i'SL eTeoTnTö.qcoif gn Teqpi Z. 294. 
[ce est, ni fallor, antiqua pronominis 3. pl. forma, pro qua saepius coir legitur. Ita- 
que habetur pro Tnnooircoir, gramm. § 342, etiam MiteiTnnoTPce oüx dnicTiiKa avTovc,', 
lerem. 14, 14. 15. At vere insolitus est pronominis ce usus loco laudato Siracidis, 
20, 14: a-^\xtpov davEiEL xal avpiov dTrairrfaei, si quidem lectio Sana est. S.] 
C«. pulcher esse vel evadere — (n) Pulchritudo, Decus, Nigella, Vitta, 'AvS'ejuiov, Ecc. 
XII, 6. öen nc*. ne Rhot^ v_.aPl>J! ry*^^ v5, Cod. Paris. 43 f. 88 r. Gienc*., ienc&. 
Ezech. XLI, 22, Ornatus. TetgTHii exo itienca. II. Reg. XIII, 19. 
C«. (n) Pars — e i"ca> Ultra, "Etl. Üh '^nd.ujKToq e nicö. ■xm e nme.ir IL Reg. XII, 23. 

enc*. encek. A tergo, 'Ex rov oTnaS'ev, II. Reg. X, 9. 

nc*w . . . iic*.. ÜMit g^&.n nccw Ad.d.T Tia». Oüdajuou xpifxa, lob XIX, 7. 

o üKec*. — eco ÜKecd. Menstruata (scilicet, quae ab aliis separata). Sic M. ecoi nKeMdk 
Alio loco est (posita), id est, menstruata. 

c6.g^o-irn (n) Intestinum, ^Eyxara, lob XXI, 24. Est in Peyrono sub go-sn. 
Ca., CA.T, cer Bibere. In compos.: Cä^mooit Bibere (aquam), cod. Borg. 117. Gäw-s-hpS (ot) 
Vini potator, Prov. XXIII, 21. Gtcct ■xmt^'oiic nee wnMooT lob XV, 16. 

Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 1887. 9 



QQ Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [I. a. IL Heft 

— cu) — OTg^ooip ncu) IIoTog, Convivium, II. Reg. III, 20. 
peqce g*.^ ÜHpn (ot) Immodius vini potator, I. Tim. III, 8. 
C«.T, ce-y vide ca.. — Ce vide c et c*.t post ca.. 
Cot in compositis: Corn^iop (n) Orion, 'üpiwv, lob XXXVIII, 31. Is. XIII, 10. 

ncoTCioT Stellatus. 8it&.Tei*.ird.n jwn g^en&,ir&.n iiKpAiec üco-ycioir Gen. XXX, 39. 
CoTo (n) — n*.TP«.n ncoTo Nuceus color, f^-^" q>5, cod. Paris. 43 f. 35 v. 

äVcoito Sumere triticum. üeT-sicoTo c mhcc gM ticagc Prov. XX, 4. 
CAio (tc) Monitio, NouS-ETr^jua, lob V, 16. 

pMnc&b) (ot) Sapiens, 2o<f)os, Sciens, Peritus, 'Ettio-ttjjucüv, Deuter. 1, 15. Ecc. VII, 17. 
A.Tctw (ot) Stultus, "Avovg, Ps. XLVin, 11. 
ctoTi (ot) Discipulus, MaS-rjTTjg, Matth. X, 24. Luc. VI, 40. 

enecßiooto cc. suff.: Sciens, Peritus, Edoctus, 'EmaTT^fxwvj Deuter. IV, 6. [necÄCDto* est 
e numero formarum ncce, n*.ne cet. , quas verba nominalia dixi in grammatica 
§ 308. S.] 
cTnecfcojwc Edocta, Perita, Sap. XIV, 2. 
CT&e (t) pro cHfee, cnqe II. Reg. VII, 14. Graecus textus habet d<^i]. 
Ciüfte — ÜJoTctufee MMoq (ot) Ridiculus, Ludricus, Jocosus, liaiyviog, Sap. XV, 12. 
CMe — cMhtt et cfitHHirr Circumcidi, Gal. V, 3. VI, 13. 

cqo ii*.TcMe Praeputiatus, ' AxpoßvaTog, Fr. Rossi fasc. 1 p. 46. 
CfcRo Minuere. ^I'ni^cfeRooT Ezech. XXI, 15. ereTnccfiiKO na^T Num. XXXIII, 54. 
OlK et c£ihA nCnTEiv. 3Ctu) *.qc^A -s^e gmccHT «.qn*. htht lud. III, 25. cod. Paris. 4$ 
f. 97 V. Item cod. Paris. 44 f. 103 r. habet *.qc&^ etc. UsnTrjHwg em ti)v yij» teS'vi]- 
xcü'g, vel potius lud. V, 27: "ETrsaev s^cdivSrsig, Cecidit exspirans. 
CIt et ci&T (t) Collis, Bouvos, Ps. LXXVII, 58. Ezech. VI, 3, 13. 

CofeTe (n) Vas, Utensile quodvis, Skeuos, äA*Jt, cod. Paris. 44 f. 54 v. Xmeg ncofiiTe ä.t- 
K&«.n cAoA Submisso vase sie ferebantur, Act. XXVII, 17. Instauratio rei collap- 
sae, KctTapueng, II. Cor. XIII, 9. Directio, KaröpS-waLg, Ps. XCVI, 2. IIcgooT mhcoAtc 
Uapaa>iivrj, jüt^! *^ ^*, J\^^JÜJJ^\ l^j cod. Paris. 44 f. 99 r. 
•sicofiiTe Praeparare, Prov. XXII, 2. 
cqTe pro c&Te Matth. XXVI, 17. 
cqrojT pro cAtcot Apte componere, npoEToi/ia^Eiv, KoTapri^av, KaTapn^saäai, Matth. XX, 

34. Rom. IX, 23. I. Cor. I, 10. 
cc. suff. recipr. seq. e: TJapajKBvdl^saB-aL Ei'g, I. Cor. XIV, 8. 
€Tc£iTU)T Stabilis, Paratus, '^Eroi/iog, EuS-sTog. 8m neoToeiig ctc&tojt 'Ev xaipw suS'etjj», 

Ps. XXXIII, 14. 
igpnc£iTU)T Instaurare, Praeparare, 'Avaxe^JaXaiowS'at, Eph. 1, 10. 
Co&g cc. suff. recipr. Hq-sawgjueq, h nqcofegq Lev. XIII, 3. 
Ceep (ot) — SCto) ^tci*. niM eTOTn«.TO<3^ geit oTc«ep Lev. VII, 9 in cod. Pans. 44 f. 90 v. 

At in cod. Paris. 44 f. 105 v. est gn oTTpip. 
C*.K (n) M. et S. Typus, Forma, TuVog; Modus, Formae dignitas et gratia, ^rj; Facetia, 
Sagacitas, Ev^viu', Secessus, Locus remotus, 'Avaxtü'pijffig. ITiceoK neju niTeiiTiuit (corr. 
Ten-acon), JUCi;"^!^ ij^^ i ^^- '^^' I^^que vox ^^^ est externa forma et quaHtas (viri). 
Sic Freytag in Lex. arabico. Etenim formam, typum vox arabica illo in capite, 
quo scalae auctor aetates describit, revera denotat. Hinc diversus eins usus. 
Unectgine nc«. genc«.K n-»e nnegioMc Sicut mulieres ostentationes non quaerit, cod. 



1887.] auctore Agapio Bsciai. (37 

Borg. 117; Peyr. in gramm. p. 183. Heek «J-coimi ujioni ecMHn epoq ne ^en ncq- 

Aifei ujÄT£cepcp*>^ n*>qoTU)Uj e <^a>T iitotc iie OTOg^ n*.q'xiMi .ünic&K e.n ne . . . S-j'Xoov 

TE ai}r>j5 V7ravax<^priaui. ovh l'axv^v, Cumque vellet ab ea recedere, uou poterat — Cop- 

tus: modum non invenit, cod. Vat. 64, Evagr. C\, ni^eAAo cwk c'scoq s5en ot-scok 

ncAK OTrc4>K «Te oTTMeTpeMpew-vig cod. Vat. 64, de leraca. Giycon otou otmcti equjHK i£ 

eq^oci «Ten ot*.i MJWioTen Mi!>.peq5(;^Ä>pcoq ujö^tc hichhot cp*.nö>5(^copiit ntooir otoo iiTeq- 

igiiti s5en otc&k (xar' idiav) c&. nc&. OTTwq neMHi cod. Vat. 64, Evagr. 
'^Ci^K seq. epo cc. suff. recipr. verbi. Otto^ nö.ipH'^ nei.-5"fcö>K' epiuov ne otoc -^e utot- 

ujTejux.*'^ nTOTTeMi epcüoir -se g^o^n'^.eMOjn ne ToaovTCv dl sixpvH^ ovrec,, cJj ixöXic, avrcv 

yvwvai OTL daifxovig et(ri, cod. Vat. 64. Evagr. 
'I' junicd^K Formare, Informare, Vestigium imprimere, Tvnovv. Gt&. msSe'AAo ')• AinicewK 

Mnicon «..quien^q e ncTcc^cüq iiiy&qc TvTrwaag 6 yspwv tov ddsXc^cv e^vjXS-ev £('5 ry)',' idiav 

iprjfxov, cod. Vat. 64, Mac. Mag. Thebaeus apud Z. 318 habet: üg^A'Ao -ikc ei.q'^cfico m- 

ncon etc. 
'J'cäwk seq. M. quae suff. verbi sumit: Sapientiam ostentare, Socfjt^eiv. Ilnp'J'CA.K maiok 

e pncKocüt M/j ao(pi!^cv TTciyjaai to spyov acv, Sir. X, 29. Vide Sir. XXXVII, 23, juxta 

Lagarde v. 26. 
ö'icä.r Removeri, Secedere (cf, ea quae supra dixi). Oiroo cTd^q-fMe..'^ e '^-.sSeAujA.ipe ^en 

oTAtcüiT eq(3'ic&K A.qoei neAid.c Etenim cum per viam seorsim positam puellam invenisset, 

cum illa cecidit, cod. Vat. 58, v. Theod. Diaconi. 
Ca)R Fluere, Effundere, Xstv, lob XXIX, 6. IIeT*.ircu)K ÄiAioq g^iTcn otmoot Situla (qua 

hauritur aqua) vel Cadus, Is. XXXII, 2. 
c*>K seq. acc: G*.irc*.K e>oTö>n et e. TFA.it Colorati, ae (qui vel quae traxerunt colorem), 

cod. Paris. 43 f. 82 r. et 44 f. 105 r. 
COR cc. suff. recipr.: Se subtrahere, II. Reg. III, 27. iXqcoRq -i^e epoc Ad illam se 

adduxit, IL Reg. XIII, 11. 
CWR c&oA (n) Provectio, TJapdXrj^pi.g. IlnpA-ynei cs.m hciok e£ioA ÜT4>Ai&.ö.-y cod. Borg. 273. 
cu)R cgpÄi Ducere, Ecc. I, 5. 
CHR Duci, Trabi. Gcchr (in cod. ccchr) e nc*. iinioirjkivV nÄiAVHTü Ducta ad partem 

ludaeorum vobiscum, 'lovdail^sL aw u/utv. Fr. Rossi Evang. Nicod. cap. II. 
Cea.Ri (ov) Piscis rotunda, ä.^Jw« iüC^. Ita arabica interpretatio, cod. Paris. 44 f. 54 r. 
Crä.1 Arare. — Cme ücKd.! nomen aratri. CenÄ.OTcoTg^ ilne-ycHqe e g^tncine ücr&i Mich, 

IV, 3. 
Criju — 2l g^iicRiM ptoT cpoii «Liion -Ske MneneiAie Hom. Schenutii, cod. Paris. 68 f. 29 r. 

Cf. Osea IX, 7. 
C&.RP& (ot) Funda? SCuTÜnooT hä^r no'!rce>.Rp&. avü neqReA'<\.HC (pro ÄeAAMc) üe^e il-aköwTei"^ 

cod. Paris. 44 f. 120r. ^»^^IlX.^' [?] ÄJ!i^3 ioLLj y5Ü UL«,?. Vox arabica potestatem iudicat. 
CRopRp Volutare, cod. Borg. 152. U*. eqcRpRcop (n) Volutabrum, Ibid. ücTCRopRp ü- 

oircone qnö>£e C's.it)^ Prov. XXVI, 27. 
cRpRCDp forma passiva. Vide Peyr. 
CRepekRip (o-y) Declivitas. H-»e iioTg'AAo eqooAe egpd.i g^ü OTCKA.peKR!p (corr. CRep«.Kip) 

ntycu A.Tto cquÄ^g^Mooc ünö^g^pe« n&ciiu niM cod. Paris. 43 f. 126 r., item cod. Paris. 44 

f. 119r. Sicut senex areugum dcclivium ascendens et sedebit apud omuem paxil- 

lum. Cf. Sir. XXV, 15. M. M*>ncRepa.Rip. — Sed in duobus cod. Paris, est ckaw- 

pe»Rip Declivium. 

9* 



ßg Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [I. u. II. Heft 

CooKcc — eqcooKec 'ExTeS-Xt/a/aevog, Contritus, Lev. XXTT, 24 in cod. Paris. 44 f. 106 r. 

Coptus: Contractus, Arabs. habet j_j.*ajw Compressus. Sic lego pro corc. 
CeKccK Comprimere trahendo. XirceKceK n«.M&aw-:£e iio-irnawM cod. Borg. 121. 
CoA — Hinc MÄ.Ü'tcoA (n) M. et T. Zach. IV, 12. 

C(o'A. Solvere. ^LccojAq cod. Paris. 44 f. 122 r. Arabs habet »sLls> Immiscuit illum; 
sed lege gJiis-. 
cwA eSio\ Solvere, Dissolvere. Gno-ycooi e n&.T e g^eriKeec g^M neiTo^t^oc nT«.TCU)A eiioX 

•se jg*.irTCo^e e ncTepHir ha^ui ng^e ncig&.-se gM neiMe cod. Borg. 111. 
chA efcoA Dissolutus, Perversus esse. Vide Peyr. 
coAq (n) Cribrum (nom. instrum. quo grana solvuntur) in Peyr. 
CotAojA Involvere, 'EvtvXittslv, cod. Borg, 99. Off. pasch, hymn. Parasc. Vide Peyr. 
coT?VoT(oA Id. cc. suff., Nicod. Evang. pr. 38, p. ver. 52 Ä.R(3'AÄiAcoMq, p. 54. 

ÄRCovAoircoAq 'EvedTjo-aj. 
coTeAoTtoTv Id. Vita Gesii et Isid. in cod. Borg. 
CcAAm (ot) Milvus? Arabs habet -öTj^j», cod. Paris. 43 f. 23 r. 
CcoAm seq. Hcä. Deficere, 'Ek^e/tteiv, Ps. LX XXIII, 3. Cf. ctoA. 
CeAc'Ä. seq. acc. : Consolare, 11. Reg. XII, 24. 

peqcoAceA (ot) Consolator, M. et T. lob XVI, 1 . 
CAooTe Supplantari, Prov. XXVI, 18. 
Cu)A5' — et cum suff. coAS*. atqcoAa'ou" Homc Sap. XIII, 14. Hinc redupl. rad. 

cAo(S^5' (n) Levigatio. IIcoTfieq ncAots^ö' Levigatorium instrumentum, Lima, Z. 637. 

Item nenRii. ncAo(3'Ae(*'. Vide Peyr. 
cAS^cüc et cAecs^cü«' Complanari, Levigari; cui opp. (S'oomc Prov. 11, 2. Is. XL, 4. 

Z. 645. 
cq, ec, eTcAä^a)(*' et eircAea^c«)«' Levis, Planus, Prov. II, 2. Ezech. XXIV, 7. Luc. 111,5. 

COTM. pro COTTli. 

Caiot Hymnö celebrare, Gratias agere, 'TfxveTv, Beatificare, Maxapt'^etv, Num. XXIV, 17. 
Matth. XXVI, 30. Marc. XIV, 26. Vide Peyr. 
cjwoT (n) ''Tixvog, Bona fama, Laus, Celebratio, Euc^yjjw«, Ps. XL, 1. Philip. IV, 8. 
Cmmc seq. e, eT&e, n, oirte Accusare, Rom. VIII, 33. iX.TrcÄJMe epoq n*.i Act. XXV, 15. 
Ht*. njuHHuje iinioir^*.V cmmc n&.i cTfiHHTq Act. XXV, 24. CecMMe n&.R cod. Paris. 44 
f. 89 v. e5Ü \^^,. 
seq. c^pe»! g^ö' Intercedere, Rom. VIII, 26. eqcXiMe egp&i Postulans, Intercedens, 

Rom. Vm, 27. Vide Peyr. 
«.ncMMe (n) Statutum, ©fcrjuos, No'juijuov, 'EvroXif, Lex, Praeceptum, Prov. I, 8. lU, 1. 

Gen. XXV, 5. cod. Paris. 44 f. 102 v. Exod. XU, 14. 
(3'mcMAie (t) Accusatio, cod. Paris. 44 f. 57 v. 
CJÜMe (ot) Coturnix, cod. Paris. 44 f. 14 v. Cf. cMoirne — Arabs habet (^_jJLw. 
CMine Ordine procedere, Xtoixem'j Ecc. XII, 6; Collocare, Gen. XII, 8; In pace esse, 
'Eipy]V£miv. 6qiy*.nMeeipe se *.qcMine totc qitevTewKo uj*>fcoA lob XV, 21. CMine noirgdkn 
ludicium exponere, Kpijua IxTiS-svat, lob XXXVI, 15. 
seq. ii pers. et ü rei: Restituere in integrum, ' AnoxaS'urTa.vai. ^n^cMine -^e n«.R Hot- 

M&nujionc lob VIII, 6. 
cMttei«^T cc. suff. recipr. seq. e-xH Prospicere, Prov. XXIII, 5. 

cmR toot cc. suff. recipr. seq. mh Participare. HneKCMii tootk mH o-s-mmhujc e piRe 
efiioA cTpcRTö^Ro no-ygd^n Z. 281 ex Exod. XXIII, 2. Est in Peyr. 



1887.] auctore Agapio Bsciai. 69 

CmioHt, cjwoiiTq vide ccomt. 

Cjwotc (ot) Lorum. Cjmotc iiTooTe Rev. egypt. I, 102. Alibi Uotc et MOTccp. 
Cmot (nc) Facies, Aspectus, UpoawTrov, I. Reg. XXI, 13; Visio, ''Opaaic,^ Tobit XII, 19. 
HtiutH cT€Tnni.T ctcmot Ibid., Genus, Tivoc,. Tcrticic t'ö>p THpc gM neCCMOT &C^£tT 
necctüHT Sap. XIX, 6. üecAioT ÜTKiwice KEfcrac^ioy, I. Reg. XIX, 13, 16. Otcmot 
noTiüT Solitarius, Unicus, MovorpoTros, MovoysvTj's, Ps. LXVII, 6. Sap. VII, 22. 
ncooTit JüncAiOT Physiologia, SCaa^I jJLc, cod. Paris. 44 f. 89 v., ubi male scribit ütcmot, 
tum pessime arabice interpretatur per \J^\ JLc; est rev^ra ä*a^I JLc, quod ara- 
bice definitur vi>sA5> ^J^ '>-^.^^^^ äIxo«-.JI (•'^^'^5 J[^l q£ &as c>~:sNj |*Lc_^^ "'^^^ (^ 
L^ pJL» Lj UJ K^^^ *^j^'i ^j^^i i^^M'^ ^v^^. 
CiüMT et cum suff. com? Constringere, Intendere, 'Lvai^CyyHv, Ps. XL, 5. SLqMopq nei^T«. 
njuonK itTcnoMic «.qcoMTc eg^oTn epoq Lev. VLLl, 8. Alio in cod. comüt. X-rcojuTq 
»jjuo 8^, cod. Paris. 43 f. 155 v. 
cu)MT wns^oö' Sternere lectum, Prov. VII, 16. Vide Peyr. 

ccjmHt Id. Ä-TCtoMÜT n^emioT^ Ps. CXXXIX, 5. Ä-tccümüt nTerniTe Ps. X, 3. Hinc 
coMTq, cjMomq (n) Extensio, IlXaros, Jw«, cod. Paris. 44 f. 59 r. Ibi nconTq. O-ynepi- 
n«.Toc cMonTq nei.ep mht Äcu«.^e Ezech. XLII, 4. cod. Paris. 43 f. 116 v. et 44 f. 115r. 

sie 

C«>ju&£Hp (ot) Spinachium, Fo/yjTioi', ^U*«l — Foeniculum, Fct/Ji, »U-i, Aloe, 'AXc'rj (in 
cod. AXAorj), -oaJI, cod. Paris. 43 f. 34 r. Z. 628. Vide Peyr. — A cim Herba et 
^Hp (M. ^op) scilicet silvestris. 

Ccjit^u)OT-r (corr. ce-wg^ooTr) Nom. urbis arabice dictae ■3^^.?*, cod. Paris. 43 f. 51 v. Vide 
Peyr. sub cen. 

C&ein — MÜTca^em (t) Medicina. Martyr. Sergii et Olympii penes E. Amelineau. HcoTÄeq 
nTeqMÜTCÄ^ein x«J3 o'i'S, cod. Paris. 44 f. 93 v. 

Con — nge Jüneqcon Filius fratris illius, 'O e^ad£X<J)os, Tobit. XI, 18. 

ctune ücgneicaT, h HujÜM«.i.T (t) Soror ex patre vel matre; Amita vel Matertera, ^\ x»j: 
iüL>, Lev. XVIII, 9. 

C<ry*.n Nom. urbis in extrema Aegypto sitae, Ezech. XXVII, 10. 

CoTH et ante voces a i^ inchoantes, cotm seq. acc. Ä-Teio cotm noTtoMq Jüneq-soeic 
Is. I, 3. 
cooTn et cc. suff. corcDit Decemere, Deliberare, AtaytvuiVxEiv. Cne.gcone kät*. -e^e eT&i- 

coTionc eA.d.T JMJuoc Num. XXXm, 56. 
pÄiücoo-s-n (ot) Notus, Tvwzlixo;^ II. Reg. HI, 8. 

Cn*.-y — Nomini praepositum significat: Par, Zeit/o^; ex. gr. Ic cni.T (E) Mt^cap^ Mn&iM«^ 
cä. otjvi enoT eqnHor e nicnnoT cod. Vat. 69, v. Pach. SC oir*.t^£Aoc mi Kothi ntüiK 
giTOK ÄiMoq . . . en«^ii.^T enecHT: k otc-»oi Ktc g^Ä.ncjoiK eir^H.w i nein; oTog ctäitcuht 
d.i'scM. £> nojiR CT^HM ^iTg^H Mjuoi cod. Vat. 64, de Evagrio. HipioMi g^cüor (^^q^otgoT) 
n'^cnoT'^ nnHCTik cod. Vat. 69, v. Pach. fe ne^oo-y ne n&.i icsen eTÄ.qigioni (K-xe m- 
con) Ibid. HiMcooT e-»nHOT etoAsSen 1 mmoti III. Rejr. VII, 24. 

Cn*.T postpositum est duo, duae. 3l g^oofe S ctouiot A.q*.iTo-y ler. U, 13. Otoh o-s-kAo-s- 1 . . . 
ÄÄ.TOT cod. Vat. 60, Martyr. Pirou et Athom. HeoTon o-vcon 1 Ibid. [Male pro ei^Ao-y 
l, con I. S.] 
Uterque, utraque, 'Aj^c^jctsco:. SCtoci cticcht AiTucnÄ.T ler. XXVI, 12. 
Alteruter, 'Oncrzpc^. Giyiun co-ytoig *.n e epoT«.! 55en ti*.i1, kpiCMi -se ecujojni ^en oirXiiii 
El' oTTCTzpov jXYj ßcu'Xrjrai, fiaviav voasl cod. Vat. 64, laus Epist. 



70 Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [I. u. II.>Heft 

Coone — üivitcoone (n) Tentamen, Tentatio, Sedes latronum, Ilet/jaTjj/Jiov, lob XIX, 12. 

Ps. XVn, 30. 
Cu)n? et cc. suff. con? Ebibere, Sugere (lac), 'ExTriniv, lob VI, 2. 

5'mconK (t) Lactatio, '^cL^, cod. Paris. 44 f. 121 v. 
Ccjht Creare, Formare, Facere, passim. 

u)&ilc(onT (n) Prima creatio, Procreatio, KaTußoXrj, Matth. XIII, 35. Derivatum a u|«.i 

(novus). Hinc 
cnTe (t) Fundamentum. — Vide compos. sub ca*ü. 
•secnTe efeoA Fundare, Coloss. I, 23. 
C&no7ru| cc. suff. recipr. : Oblectare se, KaTUTpvcpaa^ai, Ps. XXXVI, 4. 
ca.&n^ Delectari, Ibid. 11. 

ju«.ncd.2vn^ (n) Nutritionis locus, ^w«, Fr. Rossi, fasc. 3 p. 52. 
cd^n&ujT Enutritus esse. 6KCö.nd.u}T Enutritus es, I. Tim. IV, 6. 
eircd.nekigT Enutriti, Ilt'ovEs, Ps. XXI, 12. 
Cin Nom. vici in prov. Garbieh, arabice dicti oj^!. 3LqniwT e niepc^ei Ktc ein eqceAccüA 
efioA cod. Vat. 59 , Martyr. 3 Macarii Antioch. Corrige Champ. et Peyronum, qui 
habent ncenpn pro nein vel cm. 
Con — Roipcon ä^to) citA.-!? Semel et iterum, IL Reg. XIV, 32. Hcncn*.T 2} «"»"con Bis 

in id ipsum. Nah. I, 10. HKecon Adhuc, *Ert, Ps. LIX, 1. 
Cmm et emne (n) Linum, qU^, cod. Paris. 43 f. 15r. et 91 r. Cf. M. Cenni, cmnen 

et einnon. [Difficile est, gossipion non reminisci. S.] 
Cenc seq. acc: Placare, 'E^iksovcrS-ai, Gen. XXXII, 20. 
eonc (n) Petitio, Indigentia, Preces, Aeri<rig, lob VIII, 6. 
ciiewn et cencwn cc. suff. : Orare, Rogare, 'EpwTav, Luc. XI, 37. 
Cp, eep et covp, in compos. vide co-ype. 
Cp vide ccop. 

CikCip — noeiK üci»ip Casus, Tpv(paXi;, cf^ v^^j Forma coagulati casei, I. Reg. XVII, 18. 
Est in Peyrono. , 
ca^ipe (n) Butyrum, ^^^, lob XX, 17. Vide Peyr. 
Coop — noToem üTcpqctop Elucescente (die) luce, I. Reg. IX, 26. 

cop cc. suff. : UBpißdWnv, Expandere, Circumjicere, Cingere, Prov. XXIX, 5. 

ctop efcoA. Extendere, Delineare. Heirccüp efeoA iiTcüTe XinRODT c^wJI ^J*U«5 !jJ*«»j. !^j1^, 

cod. Paris. 44 f. 96 v. 
cp ujÄ^-xe efcoA, etup Mnuj&'x.e e&oX Sermonem evolvere, Z. 446, 558. 
peqcojp efcoA (ott) Ventilator, Distributor. Hom. inedita bibl. S. Marci, Venetiis. 
C&ipe vide cüLcip. 
Coirpe (t) Stimulus, 2xo\oi^, II. Cor. XII, 7. ÜTeo-ype Xiju«.TOT Spina venenifera. 

ep, cep, co-yp in compos. cepd.pooTre, cpfeüne, coirpa'A.MO'yA TpißoXog, Tribulus, II. Reg. 
XII, 31. 
C&p«.Ka)Te (it) HapoiinTog, ^^U>.. Sunt illi qui pervagantur, gyrovagi, et tres voces, sci- 
licet coptica, graeca et arabica, hunc sensum optime indicant. A voce e*.p«. in 
compos. pro ctop et kcotc, ut c*>p*.^Hoir a ca)j> etc. Item cod. Paris. 44 f. 89 v. 
habet ISoxXcri (erratum pro 'EvoxXri<nc,), Molestia, quatenus gyrovagi aliis molestiam 
afferunt, Arabs autem interpretatus est i^;Jb>J!. Vide Peyronum, qui diversimode 
opinatur. 



1887.] auctore Agapio Bsciai. 71 

CupM (n) Seductio, UXcivTiaic, — iiciopXi Seductor. OTnü«. nciopÄi Is. XIX, 14. 

copM Seduci — cTcopÄi Seductus, nXavtü/xEvog, Ezech. XXXIV, 4. G-ycopÄv Seducti, 

n. Tim. 3, 13. 
Redupi. rad. CpoMp.ü Vagari. CpoAipXi g^ü üTonoc ^U'i? j O-'^"'' ^^^' ^*'"'^* ^^ ^- ^^ ^* 
cpoMpjü (ne) Pervagatio, Erraticum, *jjJ! , cod. Paris. 44 f. 89 v. 
C&pin (ot) Anser parva. Lege XrivLov pro x""*P'^? AJu^ Jaj, cod. Paris. 44 f. 55 v. 
Cpng (ot) Supercilium — Tjumtc ünecpüg^ MBJccppvov (pro fisao^pivov') , Intercilium , ^J^ 

^,^0-1^1 , cod. Paris. 44 f. 68 v. 
C&.pa.(3'Ck>oT(g (ot) Mus agrestis, XcLpoypvWog, Prov. XXX, 26. M. (non Lepus, ut est in 

Peyrono). 
Chc Dirutus esse, — eqcHc Dirutus, Eversus, Pap. I Bulaq. Cf. M. cwc 
C&.&,T cc. suff.: Redimere, Avrpcvv. ä.ic&.&.tot Arnos VII, 13. 

'tcojTe Redimere, Lev. XX VU, 15, 19. 
Cht Neri — eqcHT Tortus, Netus, NevTjj-jLievos. OTtgiic eqcHT itccj^e Exod. XXVI, 31. 
cod. Paris. 43 f. 88 r. Est sub c«.'^ apud Peyron p. 216. 
coTe Id. — Otkö^r eqcoTc Filus tortus, RXcUcrpa, Num. XV, 38. cod. Paris. 43 f. 95 r. 
et 44 f. 107 r. Est sub cöw"^ in Peyrono p. 216. 
Cot cc. suflF. recipr.: Reverti (ut rot), ut vidimus. 

COT cc. suff. recipr. seq. e, Subjici vel Subjicere se. Hqna^coTq «.n e hmot Morti se 

non subjiciet, Rom. VI, 9. 
CTO cc. suff.: Reverti. 3LqoTeine n<^i n-so «wtoj nqna.CToq e^it eei Is. XXXII, 10. 
CTO e&oA cc. suff.: Rejicere, Reprobare, Aberrare, Luc. XX, 17. Hs'wfe •a.e XP**' "'•** 
eT«.£e n&.T mitcictoot elioA jÜjuoi lob XXXI, 16. IlnqoTtyig ncToc e£ioA Marc. VI, 26. 
Vide Peyrum. 
CTO efeoA (ne) Reprobatio, Ezech. XXVI, 19. 
C&To, C4.TU) (t) Flabellum, 'Pim^ (pmiTi), cod. Paris. 44 f. 62 r. Can. Apost. 276. Cf. 

M. c«.TU). Peyronus uti copticum admittit nomen pmi'^, e Scala p. 217 sumptum. 
CoTc Sagittare, Fr. Rossi fasc. 2, exeg. Theoph. p. 65. 

coTc, cooTc (t) laculum, Sagitta, Num. XXXIII, 55. I. Reg. XX, 20, 22, 38. Ps. X, 3. 

ne£n«.&T ii'J-coTe Pharetra, Ibid. — Peyronus habet artic. masc. (n). — ^na^^v Hk&cotc 

(ne) Id., Ezech. XXVII, 11. 

CoeiT (n) Fama, 'Axotj. 3CncoeiT TA^g^e •:id:^ 11. Reg. XIII, 30. Otcocit eqgooT Ps. CXI, 7. 

OTpa^n ncoeiT Insigne nomen, II. Reg. VII, 13. Vide Peyr. 

o ncoeiT Illustris vel Famosus esse, 'Ovofxaarog elvai, Ezech. XXIV, 14. 6qo ncoeiT 

'Em<pavrig^ Habac. I, 7. 
pÄincoeiT (ot) Celebris, Ezech. XXTII, 23. 
CiwTe — o ncewie Splendere, Splendidus esse, cod. Borg. Neapl. adserv., h. 3. Chrys. 

TcHqe ncevTe Gladius rutihis, cod. Borg. 273. Cf. ce^gre. Est in Peyrono. 
Ctüwi (ne) Odor. CT«.inoTqe Is. HI, 24. Pro ctoi, in compos. c^. 

c^KÄtJue (ne) Nigella, Melanthium, MsXdv2-icv, cod. Paris. 44 f. 83 r. Cf. M. cTT^e^* 

Is. XXVIII, 25. Corr. Peyronum et ibi lege c^-rmmc H^^oott MeXav^id-ypiov. 
c-fnoT&e (n) Odor suavitatis, Lev. VIII, 20. 
CiTe (ot) Basiliscus, Bao-tXtcrxo's, Is. LIX, 5. Peyronus habet cit, uti in Ps. XC, 13. 
Cü)Te (ot) Ignis, Soph. I., 18. Pro ca^tc, Cö^g^re etc. 
CatI Ruminare. eqc*.T6 Fr. Rossi fasc. 3 p. 71. 



72 Novum auctarium lexici sahidico-coptici, auetore Agapio Bsciai. [I. u. II. Heft 

CoTfiieq et coTqeq (n) Aa^Eurrfptov , Ascia. Ä,ift*.toc egp&i gii OTKeAeiun mH OTCOTqeq g^ioT- 
con Ps. LXXin, 6. Cod. Paris. 44 f. 83 r. habet ^JJiA (Instrumentum amputa- 
torium, Falx), ö^Lo (?), jj^ (Magnus lanionis culter) et |,^l)ö (Ascia), Con- 
feramus haec cum iis, quae e Z. adducit Peyronus in lex.: SLirnoT-xe ekoK nner- 
coTfieq MMiuje Projecerunt enses bellicas, Z. 374. ä. g^oeine Twoirn noTOToeiig erg^wKc 
iineirna.'s^e gR g^encoTfeeq jünenme cT-^np Quidam surrexerunt olim acuentes dentes 
suos in falcibus ferreis acutis, Z. p. 589. CItc ^encoTfieq n*.K> eTte neei^ojfi Prae- 
parate illis falces ad hoc opus, Z. 591. Gig*.Trqi *.« mmö.t iin€K?y.*.Toc h üig&ir cTp^oTo 
g^n nnujHti ÄincoTlieq RcAoa^eö' Non amputantur rami seu trunci superflui arborum 
falce levigata etc., Z. 637. 
coTq (n) Ascia, Falx. 6pe npojMe npwjue ■^ üiieqoToei e neqgujfc epe ncqcoTq 2} TcqnÄ.glk 
d.T(D ^n neq<*'i'x Z. 490. Usque adhuc haec consuetudo viget inter agricolas, quod 
ferunt asciam humeris pensam, falcem vero per zonam. 

CcoTM seq. n Audire, i. e. Pacem colere, Etpr^vEuetv. He^vpion Pd.p Ü6.cpion eTn*.c(uTM n*.K 
lob V, 23. KrtÄ^eiJue -xe ncKHi ne^ccoTM häk lob V, 24. Obedire, seq. n. Gpe tmHt- 
püng^HT cwTM ttÄ.K Prov. VIII, 1. 
MÄ.ncoi)TJü (n) Auditorium, 'AKpo'ajua, Sir. XXXII, 6, juxta Lagarde XXXV, 4. 
cMHT Obediens esse. IQioiie Rcmht Phil. II, 8 in uno Borg, codice, Prov. XXV, 11. 
IIpcoMe iicuHT Prov. XXI, 28. [cf. ctmht.] 

Cthm (ne) Stibium, J.:^^. UJi.pe'xoKMe it*.T ättu) neuj&pe '^ koitcthm c noT£i*.A. Ezech. 
XXIII, 40. 

Coirrton Prosperari, KaTeuo^ou(r3"ai, Ps. XXXVI, 7. 

CüiTH (n) Inculpabilis, IrreprehensibUis, "ApjuTrrog, lob XII, 4. XXII, 19; Probus, Aoxt- 
JU05, II. Cor. XIII, 7. rX-qujüjne HccotS Fuit probatus, lac. I, 12. 
cotR Irreprehensibilis vel Probus esse, lob XI, 4. GkcotR c him Quo melior es 
Ezech. XlXXn, 20. IIä^i <^e corn c n*.! Tovru) vnsp toZtov, Huic pro illo, Ecc. VI, 5. 
Vide lob XLII, 15. 

Ctwt Tremere, Hebr. XII, 21; Vacillare, Trepidare, SaXE^ecrS-at, Ps. XXXII, 8; Turbare, 
Tapda-a-eiv, Dan. VII, 15. 

CoTq vide coTfieq. 

CcüTq Splendescere. Ä. i*.Tq ccoTq Marc. VIII, 25. 

ige RcüjTq (ix) Arbor aromatica (balsami), Sir. 31XIV, 2. 

Cd.uj (n) Noxa, BXdßri, Sap. XI, 20; Dolor, "AXyijjwa , Ps. XXXVIII, 2; McJXwi//, Vibex 
(plagae). 8m Tleqc^KU| ^n-r^'K^o Is. LIII, 5 in h. Chrys., cod. Borg. Neap. adserv. 
ceige, cHuje (t) Tormentum, Ulcus. Ä^KCipe RTi^CHUje R&ppe epoi lob X, 17. 

Cociig (oir) Par, Luc. II, 24. Coeiuj Rege Luc. XIV, 19. 

Cwig (n) Contemptus, Irrisio. GT^ie nctuta RneitcnoTOT Is. XXVIII, 11. Est in Peyr. 

(Reliqua v. infra.) 



Nachschrift. Der Verfasser dieser lexicalischen Arbeit hat schon die Ausgabe 
des ersten Theils im vorigen Hefte der Zeitschrift nicht mehr erlebt. Bischof Bsciai 
ist bald nach seiner Ankunft in Ägypten, wohin er im letzten Winter aus Rom zurück- 
gekehrt war, gestorben. Mit ihm hat die Coptologie einen ihrer berufensten Pfleger 



1887.] Erschienene Schriften. 73 

verloren, von dessen rastlosem Fleifse noch viel Dankenswerthes zu erho£Fen war; seine 
ungemeine Belesenheit in den koptischen Handschriften wog reichlich die kritische 
Strenge auf, welche er mitunter vielleicht vermissen läfst. Er war mit einer lautern 
Begeisterung für die Sprache seiner Vorfahren erfüllt und hat durch seine Gelehrsam- 
keit in seinem Kreise und über denselben hinaus freundwillig und vielfach anregend 
gewirkt. Seine 1878 erschienene arabische Grammatik der koptischen Sprache ist ein 
schönes Denkmal des edlen Eifers, mit dem er die Liebe zu der fast vergessenen unter 
seinen Landsleuten wieder zu beleben suchte. S. 



» 



Erschienene Schriften. 

Em. Brugsch-Bey et Urb. Bouriant, Le livre des rois contenant la liste chronologique des rois, reines, 

princes, princesses et personnages importants de l'Egypte depuis Menes jusqu'ä Nectanebo II. Le Caire 1887. 

134 pp. 8°. 
E. A. Wallis Budge, Description of the Tombs. of Mechu, Ben and Se-renpu, discovered by Major-Gen. 

Sir F. Gren^l. (Proceedings of the Soc. Bibl. Archaeol. XVII. 1887, p. 78—82), — Gräber des alten und 

mittlem Reiches bei Aswän. 

— The Martyrdom of Isaac of Tiphre. (Transactions Soc. Bibl. Archaeol. Vol. IX. Part 1, p. 74 — 111. 
London 1887). 8°. — Text und Übersetzung nach einer Handschrift des Lord Zouche vom Jahre 1199 n. Chn 

— and R. K. Douglas, Memoir of Samuel Birch. (TSBA. IX. 1, p. 1—43. London 1887). 8°. — Mit 
einem Catalog sämmtlicher Schriften des am 27. December 1885 verstorbenen hochverdienten Ägyptologen 
und Sinologen, dem auch diese Zeitschrift eine Anzahl werthvoller Beiträge verdankt. 

G. Ebers, Ein deutsches Institut für Orientalisten zu Kairo. (Separat - Abdruck aus den Beilagen zur „Allge- 
meinen Zeitung" Nr. 143. 144). München 1887. 17 pp. 8°. 

A. Erman, Diminutivformen bei ägyptischen Eigennamen. 3 pp. fol. [Aus den Etudes archeologiques dediees 
a Mr. Leemans. Leide 1885]. 

— Die Herkunft der Faijumpapyrus. [Sonder -Abdruck aus Hermes, Zeitschrift für classische Philologie, Bd. XXI. 
585 — 589]. 

Ign. Guidi, Frammenti copti, nota. Roma 1887. 8°. (Rendiconti della R. Accademia dei Lincei. Classe 
di Scienze morali, storiche e filologiche. Seduta del 16 gennaio 1887, pag. 47 — 63). — Auszüge aus den 
borgianischen Codices, No. CXXII — CXXVII, vsrelche der gelehrte Herausgeber hoffentlich bald fortsetzt. 

G. Hubo, Originalwerke in der archäologischen Abtheilung des archäologisch -numismatischen Institutes der 
Georg- Augusts -Universität. Göttingen 1887. S. 1 — 23: Ägyptische Alterthümer. 8°. 

Alfr. H. Kellogg, Abraham, Joseph, and Moses in Egypt: being a course of lectures delivered before the 
theological seminary, Princeton, Nevr-Jersey. New-York, Anson D. F. Randolph and Co. London, Trübner & 
Co. 1887. X, & 160 pp. 8°. — Mit Benutzung der neuesten Forschungen; Abrahams Pharao war ein Hirten- 
könig, der Pharao der Exodus entweder Mineptah Seti II oder Mineptah Siptah. 

E. Lefebure, Le Cham et l'Adam egyptiens. (TSBA. IX. 1, p. 167—181. London 1887). 8°. — Der 
ithyphallische Chem entspreche dem obscönen Ham, der Gott Tum sei Adam, der Vater der Menschheit. 

Sim. Levi, ^^^^ y\ .^^> ^""^ 1 ^Tl Si ' Vocabolario geroglifico copto-ebraico. Opera the vinse il grande 
premio reale di linguistica conferito nell anno 1886 dalla R. Accademia dei Lincei, e pubblicata dopo inco- 
raggiamento della giunta del consiglio superiore della istruzione pubblica. Torino 1887. Autographiert. Vol. I. 
CHI. & 232 pp. Vol. II. 300 pp. gr. 4°. — Die beiden vorliegenden Bände dieses umfangreichen Werkes 
umfassen die Vocale und die Labialen, a bis m. Der Fleifs, mit dem die hieroglyphische Literatur bis auf 
die Gegenwart durchforscht und verwerthet ist, verdient alle Anerkennung. Indefs wird das Wörterbuch 
von H. Brugsch, auf dem dieses reichhaltige Vocabular in der Hauptsache beruht, keineswegs überflüssig, 
sondern behält schon durch die Fülle seiner ausführlichen und lehrreichen Beispiele seinen eigenthümlichen 
Werth. Manches zu erinnern wäre in dem italienischen Vocabular in philologischer Beziehung, namentlich ist 
es im Koptischen schwach. Doch wird das denen, welchen das Werk durch seine sonstigen Vorzüge nütz- 
lich werden kann, die Freude an demselben nicht verleiden. 
Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 1887. 10 



74 Erschienene Schriften. [I. u. IL Heft 1887.] 

J. Lieblein, Handel und Schi£fahrt auf dem rothen Meere in alten Zeiten. Nach ägyptischen Quellen. Kristiania, 

Jac. Dybwad 1886. 150 pp. 8°. — Den Lesern der Zeitschrift zum Theil schon bekannt, Tgl. 1885 p. 127 ff. 
G. Maspero, L'archeologie egyptienne. (Bibliotheque de l'enseignement des' beaux-arts publice sous la direc- 

tion de M. Jules Comte). Paris, Maison Quantin. 318 pp. 8°. — Ein vortreffliches Handbuch der gesammten 

ägyptischen Kunst mit schönen Illustrationen. 
F. G. Hilton Price, Notes on the antiquities from Bubastis in my collection. (TSBA. IX. 1, p. 44 — 73. 

London 1887). 8°. 
P. Le Page Renouf, The Name of the Egyptian God Seb. (Proceedings Soc. Bibl. Ärchaeol. XVII. 1887, 

p. 83—97). — Gegen die Lesung Keb des Gottes ^^ J S[ . vgl. ÄZ. 1886 p. Iff.; der scharfsinnige Verfasser hält 

die Variante JJ J ^y ^b für einen Namen der Gans. 
A. H. Sayce, The Karian Language and Inscriptions. (TSBA. IX. 1, p. 112— 154. London 1887), 8°. — 

Eine reichhaltige Sammlung der über Ägypten zerstreuten karischen graffiti mit einem alphabetischen Schlüssel. 
U. Wilcken, Actenstücke aus der Königlichen Bank zu Theben in den Museen von Berlin, London, Paris. 

Aus den Abhandlungen der Konigl. Preufsischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin vom Jahre 1886. 

Berlin 1886. 68 pp. 4°. — Zum Theil eine neue 'Ausgabe der 1866 von Parthey edierten Fragmente des 

Berliner Museums. 



Leipxig, J. C. Hinrichs'Bche Bachhandlung.- Verantwortl. Redactenr in Vertretung Prof. Dr. L. Stern, Berlin, W., Potsdaraerstr. 66. 
Bachdrockerei der KönigL Akademie der Wiasenschaften in Berlin (Q. Vogt). 



75 



ZEITSCHRIFT 



FÜR 



ÄGYPTISCHE SPRACHE 

UND 

ALTERTHUMSKUNDE 

GEGRÜNDET VON H. BRÜGSCH, WEITERGEFÜHRT VON R. LEPSIUS, 
FORTGESETZT VON H. BRUGSCH UND L. STERN. 

XXT. JAHEGANG. 1887^ m. HEFT. 

Inhalt: 

Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler (Fortsetzung), von Heinrich Brugsch. — 
Das Herakleion an der Kanalmündung, von Heinrich Brugsch. — Fragments thebains inedits 
du Nouveau Testament (Suite), par E. Amelineau. — Luigi Vassalli-Bey f — Erschienene 
Schriften. 

Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler. 

Von 

Heinrich Brugsch. 

(Fortsetzung.) 



Sowohl das Zeichen ra wie der dadurch ausgedrückte Spiritus asper waren, wie 
man sieht, von den meroitischen Schülern den ägyptischen Lehrmeistern abgelernt wor- 
den. Denn seit der Stiftung ihres alphabetischen Schriftsystems, in der Ptolemäischen 
Epoche, bis zu den Römern hin, den Zeitgenossen der letzten meroitischen Fürsten, diente 
der Buchstabe FD bei den Ägyptern dazu, in der Umschreibung griechischer und ausländi- 
scher Eigennamen und Wörter die der altägyptischen Schriftsprache fehlenden Aspiraten 
X, 4> und S'j ja selbst das griechische p durch die Doppelbuchstaben j— . kh (seltener 

kK). ph. , r-i tk und hr zu ersetzen, während umgekehrt die Grie- 

pg . y? p-| /- 5 P^ ru <=>.. . . 

chen oder die griechisch schreibenden Ägypter in allen sonstigen Fällen das ägypti- 
sche in durch ihren Spiritus asper, ', wiedergaben oder es überhaupt gar nicht 
bezeichneten. Der sogenannte gnostische Papyrus von Leiden (A, No. 65) enthält 
massenhaft Beispiele von Eigennamen und Wörtern, die der Herausgeber Dr. Lee- 
manns mit grofser Gewissenhaftigkeit ausgezogen und zusammengestellt hat und unter 

ZeiUchr. f. Aegypt Spr., Jahrg. 1887. 1 1 



76 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III. Heft 

welchen das ägyptisch -griechische PD und ' in einer nicht geringen Zahl von Wörtern 
sich gegenüberstehen (vergl. meinen Aufsatz „Eine demotische Ehrenrettung" in der äg. 
Zeitschrift 1884 S. 15). Ich führe als Beispiele für die griechische Umschrifts- 
Methode des ägyptischen m folgende "Wörter aus der übersichtlichen Zusammenstellung 
an: 3-a. für das ägyptische thä (16, 26), 'au für ^(J(j hat (20, 5. 6), V für 



ra ra hak (16,28), Law für tjq |— I iähä (6,27), aber daneben auch blofs laco 

(Rev. 12, 7) lavu) (20, 9); kp für m Q^'^^^ ^awr (12, 17) u. a. m. 

Trotzdem in einer grofsen Reihe in ägyptischen Umschreibungen überlieferter Eigen- 
namen äthiopischer Gottheiten (cf. Todt. K. 162 — 165), Könige und Königinnen, Län- 
der, Städte und Völker und äthiopischer Zaubersprüche das rn- Zeichen im Überflufs 
nachzuweisen ist, lassen die übrig gebliebenen meroitischen Inschriften eine auffallende 
Sparsamkeit im Gebrauche desselben erkennen. Das Anfangswort ^^ in der Inschrift 
m (S. 12), das zuletzt besprochene Wort ro-^ ) oi ^ T r-i ° '-u-r-o-th in dem Texte 

n (S. 12), der Nilname (Jröf^ (i, S. 12) und der oft erwähnte Eigenname '-k-r-t-rl-'a 
bilden die einzigen Beispiele seines Vorkommens auf den Denkmälern meroitischen Ur- 
sprungs. Freilich mag auch der Zufall dabei sein Spiel gehabt haben. 

21. Wie der ägyptische Grammateus in den späteren Epochen seiner Schrift den 
griechischen Buchstaben 3" regelmäfsig durch das Doppelzeichen ^q th oder ^^1 t^ yfie- 
dergab, so wählte der unbekannte Stifter des meroitischen Alphabetes die Verbindung 
der beiden acht ägyptischen Zeichen pg > ^^^ einen der äthiopischen Sprache eigen- 
thümlichen Zungenlaut, den ich vorläufig durch th oder f umschreiben will, in der Schrift 
darzustellen. An die Erdlage ■==' (im Ägyptischen häufiger : ===== , 5=55=^ , '^TfZ 5 ^^ 
dem determinirenden Zeichen darunter, die in der meroitischen Schrift durchweg fehlen) 
knüpfte sich die Aussprache tu, to imd nur t in der römischen Epoche. Es diente 
das Zeichen als gewöhnliche Schrift-Variante für (d tu., c^ t und selbst do, d, wie z.B. 
bei der Schreibung der fremden Titel und Eigennamen Au-to-kra-to-7', T-rajanos, 
An-to-ninos, Do-mitianos u. a. m. (s. CND. 679, 683 — 686). 

Dafs thatsächlich im Meroitischen die Verbindung 'pg^, f, einen Zungenlaut aus- 
gedrückt hat, das bezeugt die gelegentliche Vertretung des Doppelzeichens durch das 
meroitische s — ^ t. Den Nachweis dafür ist nicht schwer zu führen, da in einer In- 
schrift an den Wänden des Tempels von Naga (LD. V, 67, b) die in der Inschrift b 
(s. oben S. 9) vorkommende Gruppe: 

AAA ' • D I - I ' 

"Ö _, rn 5 '-n-f-f durch . , ^ s=ö o-n-f-t^) 

vertreten erscheint, d.h. das auslautende zweite [-^1 , f, durch ein einfaches s=3j , t^ 
fehlerhaft oder dialektisch ersetzt worden ist. Auch in der heutigen Nuba- Sprache 
macht sich ein ähnlicher dialektischer Wechsel der Zungenlaute bemerkbar, wie in delew 
(KD.): telew (FM.) „schmelzen," duUe (KD.): tulli (FM.) „Rauch," golffada (K.): goglaH 



^) Die Zeichen U, 0, an Stelle von Toder^, und [ ' , _, n statt treten in den 

in kleinen Charakteren ausgeführten meroitischen Inschriften auf. Ihre Linear -Gestalten führen 
direkt auf die entsprechenden meroitisch- demotischen Buchstaben -Formen, wie ich es genauer 
in der demotischen Abtheilung meiner Arbeit nachweisen werde. 



1887.] von H. Brugsch. 77 

(D.) „Frosch" (s. RNS. I, 3, a), auch in der Flexion, wie in naut PI. naudi, net-nedi, 
nibit-nibdl, dirhät-dirhädi u. s. w. (1. 1.). 

In den ägyptischen Umschreibungen meroitischer Königsnamen erscheint der Dop- 
pelbuchstabe ""p^ wieder in dem Namen des bekannten Äthiopenkönigs ( I 
T'-l-k, T'-7'-k, der selbst in meroitischer Schrift nur durch dieselben Zeichen aus- 
gedrückt werden konnte. Die griechischen Formen dieses Namens: Tapxos, Tapaxo'g und 
Tapa'xrjs lassen das aspirirte t nicht erkennen, nur die LXX rufen durch die Umschrei- 
bung QapaKci, wohl nach der ebräischen Gestalt desselben: npmn, die Anwesenheit des 
meroitischen f (= n) in das Gedächtnifs zurück. 

Das Doppelzeichen pg ^ erscheint in den meroitischen Inschriften sowohl im An- 
laut wie im Auslaut in einer ganzen Reihe von Wörtern. Ich führe als Beispiele die 
folgenden an: 

1. _ o f-f (Ins. a, 6), 



*-^J~^ m M-o.n.t (Ins.. ,2), 

5. ra ■jt' I o i=i::rD T o 'u-r-o-f (Ins. n), 

6. ^'^'='^i a-o-r-f (Ins. d), 

7. ^<=> = o ^-A-f (Ins./, m, n, q, LD. V, 56), 

^•lll^i 0-j-fihis.q). 

"Von diesen Beispielen sind es die Nummern 2. 4. und 5., welche schon an dieser 
Stelle einer besonderen Prüfung werth sind. 

Zunächst das vierte, mit der Aussprache M-o-n-f. Es erscheint a. a. O. als 
das Anfangswort eines königlichen Eigennamens und stellt die meroitische Schreibweise 

des ägyptischen Gottesnamens aw>aa | M-n-S- dar, welchen die in Ägypten lebenden 
Griechen durch MwvS- zu umschreiben pflegten. So z. B. in den bekannten Stadtna- 
men 'Epjuü5v3-t$ und in den zusammengesetzten Eigennamen f evjucJvS-i^s und IlajucüvS-rj?. Die 
Wiedergabe des ägyptischen s==3 durch den Buchstaben 3- des griechischen Alphabetes 
wirft auch ein gewisses Licht auf die meroitische Aussprache des Doppelzeichens 'T^? 
die ich durch f angedeutet habe. 

In dem zweiten Beispiel für das auslautende f: pl f-o-l, f-u-l erkennt 

man mit leichter Mühe sofort die ältere Form eines Adjektivs der Nuba- Sprache, das 
sich dialektisch in den Gestalten dül (KD.) und dauwir, dauwur (M.), beide mit der 
Bedeutung von „grofs," darstellt. Lepsius führt als „kürzere Form" desselben ein 
M. dauw, damvi auf, jedoch liegt hier der Fall vor, dafs das am Schlüsse vieler me- 
roitischer Wörter stehende l, r, jener alten Participialendung angehört, von der 

ich oben S. 30 ausführlicher gesprochen hatte. Sie zeigt sich im modernen Nubischen 

11* 



78 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [lU. Heft 

in ihrem Verbal -Charakter als Endung -l, -ü, -el, i, die in den davon abgeleiteten 
Wortbildungen nicht selten die Gestalt -r, ir angenommen hat^) und in vielen Fällen 
abgestofsen werden kann. Sie ist also durchaus nicht immer eine blofse Stammes- 
erweiterung, hat auch nicht, nach Lepsius Meinung (NG. 27), „wohl überhaupt kei- 
nen andern Zweck, als der Wortbedeutung einen verstärkten Sinn zu geben." Der 
Abfall des l und r im Auslaut, nicht nur bei Adjektiven, sondern auch bei Substan- 
tiva und Pronomina zeigt sich in vielen Wörtern der heutigen Nuba- Sprache. Ala 
Beispiele führe ich die folgenden Substantiva an: enga neben engar M. „Bruder," ag 
M. neben agil MKD. „Mund," dib M. neben dibir D. „Abend," gu K. neben gur M. 
^Erde," kaba neben kabar M. „Brot," nigi M. neben nigil KD. „Schneider," koi neben 
koir M. „Holz," masa M. neben masü K. „Sonne," nü neben nur MK. „Schatten;" 
die Adjektiva u. s. w. egge D. neben iggir M. „ein anderer," we neben wer, wel MKD. 
„einer, ein," dii neben dür M. digri K. „viel," dolli neben dollir MDK. „tief," dungi 
neben dungir M. dungur KD. „blind," kine neben kiner KD. „wenig," -kö M. neben 
-köll^. „allein," auwö M. neben auwer K. „drinnen," nosso KD. neben nassir M. „grofs, 
lang," und dazu am Schlüsse das oben aufgeführte dül (KD.): dauwir, dauwi^ dauw (M.), 
dem ich das äthiopische r-, ^ f-w-Z „grofs" d. h. eigentlich „grofs seiend" eben 

gegenübergestellt habe. 

Ich bin auf das vollkommenste davon überzeugt, das dieses Wort den zweiten 
Theil in dem äthiopischen Namen des Sonnengottes bildet, welchen die Griechen durch 
MavdouXi umschrieben und die Ägypter, nach den Beispielen im Tempel von Kalabsche 
(s. oben S. 28, 1 — 5) in der unbeholfensten Weise durch ihre Hieroglyphen wiederzu- 
geben versucht haben. Dem griechischen -douX.i, so viel ist klar, steht das meroitische 

' r-i ^ t'-u-l gegenüber. Den angeführten Beispielen der ägyptischen Schreibung 

füge ich noch die folgende hinzu : 

f2|=](LD.IV,85,.) 

welche sich an einer Thürseite des Tempels von Talmis befindet und den Namen des 
Gottes mit Hülfe der Geheimschrift wiedergiebt. Die drei ersten Zeichen lauten ihrer 
Aussprache nach Mn-tu-l d. i. Mantul, das griechische Mavdovki. Die beiden folgenden 
gehören der Klasse der ägyptischen Determinativ- Zeichen an. Dem Gotte, welcher in 
seiner jugendlichen Gestalt die im Osten aufsteigende Sonne personifizierte (CND. 144, 
sex.), war der Löwe geheiligt, der als solcher denselben Namen wie der Gott trug, 
nämlich "^.S^y^^ Man{iu)U, *^ ^^ (1 (1 Mantuli (s. BDG. S. 954), auch 



AA/VW\ 



-2^ 



^) Vertauschung von l und r findet sich, dialektisch, auch im heutigen Nuba. Man vergl. 
Beispiele wie kul M. und kur K. „die Lende," mare MK. und male D. „Durra, Brot," 
ormossi K. und olmissi D. „Thräne," wer und wel MKD. „einer, ein," nrre M, und ulle K, 
„brennen," ere D. und ele M. „finden," kure KD. und kulle M. „lernen," donar K. und donal D. 
„Tausend," die Präposition ro KD. und la M. „in, nach" u. s. w. Wie ich oben S. 28 gezeigt 
habe, tritt in den Schreibungen des Namens für die Stadt Meroe, nach den meroitischen In- 
schriften: M-o-l-u (Moru) und M-o-n-u, ebenso der Wechsel zwischen l (oder r) und n ein. 
Eine ähnliche Bewandtnifs hat es mit den nubischen Wörtern golisse M. und gonisse KD. „Gummi," 
gorbar K. und gorban (D.) „Hode," käle KD. und käne M. „Brautgeschenk," sir F. und sen KD. 
„Nabel" u. a., wie Reinisch in seiner „Nuba -Sprache" I, S. 5, 24 nachgewiesen hat. Auch 
in den Verbalsuffixen -el M. und -en F., -ran KD. und nan MF. kehrt dieselbe Erscheinung 
wieder (1. J. 5, Anm. 1. und 2). 



1887.] von H. Brugsch. 79 

mit dem Zusatz: „der grofse Gott," „der Löwe im Süden" oder „des Südens" (CND. 
144 quinq.). 

Ich bin sogar der Meinung, dafs das von den Ägyptern Mantul oder Mantuli 
umschriebene Wort in zwei Theile zu zerspalten sein dürfte: ma-ntul, von denen der 
erste ma, ein mit dem Ägyptischen ähnhch lautendes äthiopisches Wort für den Löwen 
ma, mau, koptisch Move. (wohl auch in cmov, B. felis, nachweisbar) enthielt, während 
der zweite Theil tul oder vielmehr ntul, rtul, dem eben behandelten Worte t'ul, „grofs," 
angehört. Die griechische Umschreibung des äthiopischen j— . t' durch d, die ägyp- 
tische durch nt, rt, weist auf die besondere, dem ägyptischen Organe fremde 
Eigenthümlichkeit desselben hin und erinnert an die ägyptische Umschreibung des per- 
sischen und griechischen d durch _ nt, "^^^^ nt, |\ || nS- neben ==?=• to, t und cs^i t, 
wie z. B. in dem Namen des Königs Darius (s. ÄZ. 1884, S. 15, und Le livre des rois 
p. E. Brugsch und Bouriant No. 718). Das Wort Mantul, Mantuli nach dem Ägyp- 
ter, oder Manduli nach dem Griechen, würde somit den Sinn von „grofser Löwe" ge- 
habt haben. Ich glaube es in einem äthiopischen, von den Ägyptern einfach 

f ^^ ip \ 1 Am-^l geschriebenen Königsnamen (LD. V, 15, p aus Meraueh) 

wieder zu erkennen, andererseits auch in einem Beinamen des Amon, der sich im 
Tempel von Amara (1. 1. 69. 70) in der meroitischen Gestalt: 

P^^'J^ /-.^i-f-w-Z, „Leo magnus," 
in häufiger Wiederholung vorfindet. Er bildet neben den vorangehenden Zeichen 
pppP *^ . . . i-p den Schlufs einer längeren Legende, welche dem Umfang und dem 
Inhalte nach der Inschr. a S. 9 entspricht. 

Auch auf die Könige wurde sinngemäfs das Wort t'-u-l, dül im Kubischen, be- 
zogen. Am Pylon des Tempels von Naga (LD. V, 56) zeigt eine Doppeldarstellung 

den König ( |||i "^ ^=^ ^ P -^^ J [A-m-o-n?]-k-t-k-i-l (s. v, 9) und die 
Königin ( ü^'^'^ T o Ö A o o o ] [A-m]-n-o-'a-k (s. v, 7), welche beide nach 
ägyptischen Mustern als Überwinder fremder Völker dargestellt sind. Drei Text- 
Kolumnen, deren Anfangsworte leider zerstört sind, bieten mit Ausnahme der bezügli- 
chen Namen denselben Inhalt dar. Die erste Zeile läfst die folgenden Buchstaben 
bis zum Schlüsse hin erkennen: 

. . u- -u - j - t' g - h - t' 

Die zweite Kolumne schliefst die königlichen Namen in sich, und von der dritten 
und letzten sind nur die Zeichen übrig geblieben: 

. . . t' (?) t' - l - . . ? t' - l - d. i. . . „magtius." 

Wie die Darstellungen, so müssen anch die begleitenden Inschriften ägyptischen 
Mustern aus derselben geschichtlichen Epoche entlehnt sein, wobei man zunächst ge- 
neigt sein würde an die im Süden Ägyptens, nach der äthiopischen Grenze zu, gele- 
genen Heiligthümer mit ihren Siegesbildern zu denken. Als Beispiel kann die von 



gQ Entziflferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III. Heft 

ChauipoUion in den CND. I, S. 207 beschriebene Abbildung aus Philä dienen, welche 
einen der späteren Ptolemäer als Sieger darstellt. Die kurze, seinen Namen begleitende 

Inschrift beginnt mit den Titel JOk Ik H tnau ur-pkuti „der starke Löwe." Eine 
solche Anspielung auf die Kraft des königlichen Siegers wiederholt sich fast in allen 
ähnlichen Bildwerken. Auf der beschriebenen Darstellung von Amara erblickt man zu 
den FiU'sen des Königs und der Königin wirklich das Bild je eines Löwen, welcher 
in voller "VVuth dahinstürzt oder einen gefallenen Feind mit scharfem Zahne zermalmt. 
Die bekannten Darstellungen auf den Wänden der ägyptischen Tempel aus den Zeiten 
Ramses IL und lU. zeigen gleichfalls den Löwen, welcher den König in die Schlacht 
begleitet. Und für die äthiopischen Könige war der Vergleich mit dem König der 
Thiere ebenso schmeichelhaft als nahe liegend, da ihr Land recht eigentlich als die 
Heimat desselben bezeichnet werden konnte. Auf der Stele von Dongola (LD. V, 16, a 
Lin. 1 fl.) heilst der Äthiopenkönig Nästasen: „der Löwe, welcher seine Feinde unter 
seinen Fufssohlen niedertritt, der sie verschlingende grofse Löwe" (/^^ ^^—-1x5^ 



p. ma ät [sie] cf. 1. 1. Lin. 8). Dies entspricht genau dem vorher erwähnten meroitischen 
ü ^V 1—1 pl *-^ t'-u-l und überhebt uns jeder weiteren Bemerkung. 

Leider sind die ersten Worte der Inschrift x zu zerstört, um schon hier eine Vermu- 
thuug über ihren Inhalt auszusprechen, doch scheint es nahe zu liegen bei dem deutlich 
lesbaren -i _2^ ¥ o {-l-o, t'-l-u einen Titel vorauszusetzen, welcher sich auf die 
Gröfse des äthiopischen Helden bezog. Was ich festzustellen zunächst bemüht war, be- 
traf die gegenseitisren Beziehungen zwischen dem ägyptischen ^ , _ .23^ , .Sas , 

11 , dem griechischen douXt, dem meroitischen -i _2^ T o t'-l-u, -i pl i-u-l 

und dem modernen Nubischen dül, dauwir, dauwur, dauwi, dauw. 

Die weiteren Spuren, welche sich von ägyptischen Umschreibungen des meroiti- 
schen Buchstabens p, nachweisen lassen, wenn auch auf einem Umwege, führen mich 
zunächst auf den S. 14 unter v, 3 abgedruckten Königsnamen, ein Compositum, dessen 
zweiter Theil ^^ I) □ (— , p-i-r-t' oder p-i-l-t' sich in ägyptischer Gestalt als G _ 

p-l-tu, p-l-t in dem Königsnamen ( (| ' D J Ä-s-p-l-t (LD. V, 16, b Lin. 35, 39) 

wiederzufinden scheint. 

Ein anderes Beispiel liefert das Wort HD ■^ j oi n T r-, o Ä-w-r-o-i' auf dessen 

ägyptische Umschrift: CTI '^ li U ha-r-^ä ich weiter unten in meinen Bemerkun- 

gen § 22 darüber verweise. 

Aufialleud ist in den vorhandenen Beispielen die Verdoppelung des Zeichens in 

dem Worte _ ^ o i-t\ das in der Inschrift a, nach einer Variante im Tempel 

. ■ _2as 
von Naga (LD. V, G7, a), in der Form |— , t— i o o o ^"*"^ ^' ^* ^^^ Particip auftritt 

(s. S. 30 fl.) und daher eine verbale Bedeutung besessen haben mufs. Um den be- 
schränkten Raum nicht ungebührlich zu überschreiten, will ich als Ergebnils meiner 
weitlüuftigen Untersuchungen darüber die Thatsachc feststellen, dals jenes Verb nach 
Form und Inhalt dem ägyptischen t-t entspricht, das gewöhnlich als Simplex 

A — D erscheint und als Vorgänger des koptischen Verbs "t „geben" auftritt (s. BW. 
IV, 1G09 fl.). Die Varianten, bereits aus den ältesten Zeiten des ägyptischen Schrift- 



1887.] von H. Brugsch. gl 

Systems, setzen fiir das einfache A d , auch nur o geschrieben, die Lesart <r-=^ ^ 

tu, du (1. 1. 1582) und für die reduplicirte Form , , die Lesart \> t-t-u 

d£?M ein, die sich z. B. in der Schreibung der Mendesstadt 5a-w-.«w (BDG. 977) vorfindet, 
welche in den assyrischen Keilinschriften ganz richtig durch Bindidi wiedergegeben 
worden ist. Erst im Demotischen und im Koptischen (i-, t) verschwindet der alte 
Konsonant d, um einem jüngeren tu, ti, t Platz zu machen. 

In der heutigen Nuba- Sprache tritt das alte Verb „ „ o t'-t' in der erweiter- 
ten Form emes Simplex ti-r mit derselben Bedeutung von „geben" auf, wobei es in 
vereinzeltem Falle (s. RNS. I, 114) im M. zu der alten Gestalt ti zurückkehrt aber 
nur bei folgendem j, g. In seiner sprachlichen Verwendung, u. a. in Verbindung mit 
einem Substantiv, dient es nicht selten zur Umschreibung einer verbalen Handlung. 
Man sagt hekyd-tir „eine Erzählung geben" d. h. „erzählen," ebenso hdHga-tir „auf- 
hetzen," heddi-tir „segnen," we-tir „antworten," habärki-tir „ankündigen," ddwil-tir 
„begegnen," agäzagi-tir „erlauben" und ähnlich in vielen andern Beispielen, wie man 
sich aus dem Wörterbuche der Nuba-Sprache von Reinisch leicht wird überzeugen 
können. Hinweisen will ich hierbei noch, in Bezug auf die Wortstellung in der heu- 
tigen Nuba-Sprache, auf die allgemeine Regel, dafs das rectum vor dem regens und 
das direkte oder indirekte Objekt vor dem Verb seinen Platz erhält (LNG. 183). 

Was zunächst das Verb und die Stellung des Objektes anbetrifft, so mufs in der 
Sprache der Meroiten eine ähnliche Regel befolgt worden sein. In den Inschriften 
von Naga (s. LD. V, 67 a), Titel des Gottes Amon enthaltend, heifst derselbe u. a. 

y _2a. "^ ^^^3" t^-l-k t'-t'-l 

V rr^ I I o o o 



ra ra 

d. h. „Luft (Nub. türuk. Wind) gebend," wobei die Mehrzahl anderer Texte (s. die 
Inschr. a) die Participial-Endung aufser Acht gelassen hat. 

In einem zweiten Amonstitel (s. Inschr. i) ist in gleicher Weise von demselben 
Verb Gebrauch gemacht. Er lautet: 

£? r-i r-^ ° 0-n t-t 

AW lU lU O 

„Erzeugung gebend," also: „Urheber der Erzeugung." 

Über die vokalische Aussprache des Zeitwortes oder Substantivs ow, 'un habe ich 
S. 34 den Nachweis durch das Vorhandensein einer Variante geliefert. Dem Worte 
«w steht im M. der Nuba-Sprache ein entsprechendes Verb unn (Imp. uri) gegenüber, 
dessen Bedeutungen: „gebären, zeugen, Früchte tragen," von der Grundbedeutung: 
„zum Vorschein bringen, in die Erscheinung treten lassen" ausgehen (RNS. II, 172). 
Mit Bezug auf die Wortstellung hätte ein Ägypter genau entsprechend nur 



. n "^^ ^^^"^ .-..r~. ^ ^^ tt-un, ddu-un „Geber dessen, was da ist" safjen und 
schreiben können, und dals er es wirklich gethan, beweist die ägyptische Schrei- 
^^^^ _=^ "^^ dd-un des oben erwähnten meroitischen Amonstitels ö '^ ' ' ', 

cSja /www AAA ( u ILJ 

die man in dieser Gestalt auf den ägyptischen Denkmälern in Äthiopien in mehrfacher 
Wiederholung antrifft. Die sprachliche Verwandtschaft der äthiopischen Wörter t't' und 
un mit entsprechenden ägyptischen war zu deutlich, um sie zu übersehen. Der Ägyp- 
ter wies ihnen nur die richtige Stellung in seinem Satzbau an, um ihr Verständnifs in 
das Ägyptische hineinzutragen. 



32 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III. Heft 

Bereits oben S. 11 machte ich darauf aufmerksam, wie auf Grund einer Inschrift 
äthiopischen Ursprungs die widderköpfige , also acht äthiopische Gestalt des Gottes 
Araon als „Landesgott von Kusch" unter dem Namen eines älteren Gottes: -^^ 3 

Dd-un sich allgemeiner Verehrung erfreute. Der Ursprung des also genannten, und 
unter der Gestalt eines Menschen abgebildeten Gottes geht nachweislich bis in die 
erste Hälfte der XVIII. Dynastie zurück. Im Tempel von Semneh, in der Nähe von 
Wadi Haifa, errichtete Thotmosis III. dem fremden Gotte ^^ fW] ^"^ ) "^ 

Dd-un X^^^ ta-jnt „Dedu-un von Nubien" einen besonderen Kultus neben den ande- 
ren ägyptischen Gottheiten (LD. III, 48. 50. 52. 53. 54. 55), und der königliche Stifter 
desselben betitelt sich selber: Dd-un jnti ta-jnt mri „geliebt vom Nubischen Gotte 
Dedu'un'^ oder Dudu-un, Didi-un, je nachdem man die fehlenden Vokalzeichen hinter 
dem d- Zeichen ergänzen wUl (1. 1. 50,6. 54, c). Noch in den Zeiten des Königs Tha- 
raka findet er sich vor. In einer Seiten- Cella des grofsen Felsentempels vom Berge 
Barkai zeigt eine Darstellung den König, welcher dem alten Landesgotte -^^ 

^ \ "^ „Dedu-un von Nubien" ein Brot als Opfer darreicht (LD. V, 12, a). 

Jener so wichtige Stamm ■— . j— > t'-t' kehrt, wenn ich mich nicht täuschen sollte, 
in dem Eigennamen einer afrikanischen Göttin wieder, deren Kenntnifs wir nur einem 
zufällig überlieferten Namen einer männhchen Person aus den Zeiten der XXVI. Dy- 
nastie verdanken (s. Stern in ÄZ. 1873, S. 25). Er lautet ziemUch barbarisch: 

d. h „das Geschenk der Göttin ^ah-didi.'^ Ich kenne im Nubischen nur ein einziges 
Wort, welches dem ersten Theile s'-A, sah^ im Namen der Göttin entsprechen könnte. 
Es ist das Wort ßa im K. für die Lanze oder den Speer. Die „den Speer {Sah) 
gebende (didi)^ Göttin wäre hiernach eine Art äthiopischer Minerva gewesen, deren 
Bezeichnung an den sehr gewöhnlichen Nebennamen neb j(omt „Herr des Speeres" des 
ägyptischen Gottes Onuris {An -hur) oder des ägyptischen Mars erinnert. Was der 
Ägypter durch sein ■^37 nb, neb „Herr" in diesem Falle und in andern ähnlichen aus- 
zudrücken gewohnt war, dafür wählte der Athiope sein j-, ^ ^ ^ ^ t'-^-l oder 
—. r-, o t'-i d. i. -Geber." Und thatsächlich drängt die Nuba-Sprache selbst zu 

lu ru o " 

einer solchen Auffassung hin. 

Nach dem herrschenden Bildungsprozefs leitet nämlich der Nubier von seinem 
Zeitwort tir die Participien tir-el im KD., tir-i im M. „der gebende, der Geber" ab, 
andererseits aber auch ein Substantiv: tirti (KD.) mit der Bedeutung von „Herr, 
Meister." Wie Reinisch nachgewiesen hat (NS. I, S. 99, § 292) dient das Suffix 
<i, welches sich auch in tir-ti zeigt, im Nubischen dazu, einen Verbalstamm, dem es 
angehängt wird, die Bedeutung eines Concretum zu geben. Er führt als Beispiele an: 
ar-ti (KD.) Gott, von ar, wissen, kennen, 
mur-ti (KD.) Strick, von mw?-, binden, 
nor-ti (KD.) Mehl, von nor^ mahlen, 
sil-ti (KD.) Stroh, von stV, das Getreide winden, 
ban-ti (KD.) der Tanz, von ban, tanzen u. s. w. 
Ich habe die feste Überzeugung, dafs in diesen imd ähnlichen Bildungen das mo- 



1887.] von H. Brugsch. 83 

derne Suffix fi, welches auch in der erweiterten Gestalt -ar-ti, -er-ti, (s. 1. 1. § 294) 
zum Vorschein kommt, einem älteren p-, t' entspricht. Als Fingerzeig hierfür dient 



mir das Wort pi i i j— , o o-r-£ auch, mit einem Pronominal -Zeichen m davor: 

rn X I Ol 1 T ^~~' o '.s.r-o-t\ selbst ffl T -g- / or^ — i r-, '-o-ö-r-S-' geschrieben (s. 

S. 32), dessen jüngste d. h. nubische Gestalt arti^ mit der angegebenen Bedeutung von 
^Gott," den Zusammenhang zwischen _ und dem Suffix -ti klar legt. Nach der 
S. 38 von mir nachgewiesenen ägyptischen Umschreibung dieses Wortes entspricht jenes 
P_. t' der ägyptischen Endung ll (I S-a, wofür die Varianten in demselben Worte auch 
t — ' 3- und mit dem Vokal u: tu einsetzen. Die konsonantische Alef-Substanz 
des ägyptischen [1 , nach dem Beispiel des meroitischen Ö , erhält hierdurch ihren vo- 
kalischen Beitrag, so dafs die volle Aussprache des Wortes ort'u gewesen sein dürfte. 

Auch durch den Namen Sah-didi erhält der Zusammenhang des ägypt. h d = «z^s 

^^ tu^ du, mit dem meroitischen j— , ein neues Licht, so dafs man sich fast versucht 
fühlt; dieses Zeichen des meroitischen Alphabetes durch d zu umschreiben. 

Zum Schlüsse meiner Bemerkungen über das besprochene Zeichen sei noch angeführt, 
dafs der Nebenname des äthiopischen Amon ö o 'ü-n-t'-t' mit der Be- 

deutung „Urheber der Zeugung" sich in einem Worte der heutigen Nuba-Sprache 
erhalten zu haben scheint, welches zur Bezeichnung des Mondes dient. Es lautet in 
allen Dialekten dieser Sprache unatti oder onatti. Wer sich erinnert, welche beson- 
dere Eigenschaften die Alten und an ihrer Spitze die Ägypter (s. BMyth. S. 460) der 
zeugenden Kraft des Mondlichtes beilegten, wird den Ursprung einer derartigen Be- 
nennung nichts weniger als seltsam oder unwahrscheinlich finden. Doch hiermit schliefse 
ich meine Besprechung des Buchstabens |— , ab, über dessen Lautwerth kein Zweifel 
mehr bestehen dürfte, nachdem sich aber auch alles zu seiner Feststellung vereinigt hat. 

22. Ich hatte bereits die Gelegenheit ergriffen (S. 83, § 21) daraufhinzuweisen, dafs 
in dem Compositum [— , die obere Doppellinie, eine Erdlage darstellend, in dem 
ägyptischen Schriftsystem aus den spätesten Zeichen der Geschichte (Griechen- und 
Römer -Epoche) häufig dazu diente in den Umschreibungen ausländischer Wörter und 
Eigennamen die Silbe ^ tu, to, seltener du, do, oder den einfachen Buchstaben t in 
sichtbarer Weise wiederzugeben. Ich hatte hinzugefügt, dafs bei dem Gebrauch dieses 
Zeichens die ägyptischen Schreiber auch die doppelte Erdlage mit den zugehörigen 
Determinativ-Zeichen anzuwenden gelegentlich nicht unterliefsen. Von den vielen Bei- 
spielen führe ich hier das folgende au: f [l ^ ^= ^ . . . . J Äu-to-k-r-t-r, 

Autokrator, (CND. I, 689), in welchem die Dualform von . ■ tu, to, den beiden 

griechischen Buchstaben to entspricht. 

Auch in der Wiedergabe äthiopischer Namen und Wörter, und zwar bereits mehrere 
Jahrhunderte vor der griechischen Herrschaft, hatten die Ägypter in gleicher Weise 
dem Zeichen ==> , und später seiner Verdoppelung, denselben lautlichen Werth an- 
gewiesen, d. h. der Silbe tu, to oder des Buchstabens t. Als Zeugnisse führe ich die 
nachstehenden Eigennamen äthiopischer Könige und königlicher Personen an: 

Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 18S7. 12 



34 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III. Heft 

1. fu^^j Ka-s-tu, 

4. r()'^^^= ® ^="1 ^-m-n-j-<M-l-n (LD.V, 51c), 

^' ll P „ \\] N-ä-8-tU-S-7l (1.1. 16), 

6. ((]pa^] Ä-s-p-l-tu (1.1.). 
Und mit der Doppel -Erdlage: 

7. r (1 "^^^^^ ^''^ "$^ -S^ ^ £=1 J[-m-w-«w-Ä;a-Z-ta-^ (LK. 942), 

8. r(l'^^^= (] (j^] ^-?n-w-«M-r-i-(0 (s.S. 7), 

9. (j ^^ ^ J[-<M (Mus. in Bulaq). 

Den zuletzt aufgeführten Namen trug eine Prinzessin aus dem Hause des Prie- 
sterkönigs Pinoiem III von der XXI. Dynastie ägyptischer Könige, deren enge Verbin- 
dung mit den Äthiopen von Meroe am Berge Barkai mir unabweisbar erscheint. Auch 

der häufig wiederkehrende Familienname J^^^y ^D ^ (1^1^ Ma-sa-ha-r-^ä, 

welchen Prinzen dieses Hauses zu führen pflegten (s. Livre des Rois NNo. 571. 578. 
589), erinnert an die alte Sprache der Meroiten. Der erste Theil des Wortes ma-say 
stammverwandt mit dem ägyptischen lu l ms, koptisch Avei.c (infans, pullus), erscheint im 

Meroitischen in der Gestalt ^.1 1 wt-* wieder (s. unten), während der zweite Theil: 

™^ T ]1 ^""-'-^^ 

dem meroitischen rD -^ ] q i " ■ T r-i 'u-ro-{ in der Inschrift n entspricht. 

Die Bedeutung der ganzen Zusammensetzung giebt die Übertragung: „Kind des 
Gottes." Noch im KD. der Nuba-Sprache hat sich der alte Gottesname in der Ge- 
stalt arti durchsichtig erhalten. Auch in einem andern Eigennamen, wie ich bei dieser 
Gelegenheit nicht unbemerkt lassen will, kehrt dieselbe Komposition wieder. Ein Prinz 

desselben Hauses (LdR. No. 572) hiefs: ^ '^'V^ ^ ^ ^lI ^^l 1 ^lasa-qa- 
ha-r-^ä^ Masa-qa-har^ä. Er führte also denselben Namen, nur mit der Erweiterung 
eines eingeschobenen qa zwischen den beiden Hauptbestandtheilen, aus welchen der 
vorher erwähnte Name gebildet war. Die Bedeutung dieses Einschubes A ^^ qo- in 
dem äthiopischen Worte entlehne ich vorläufig der Nuba-Sprache, in welcher -kö^ 
-köi im M., -köl im KD. so viel als unser deutsches „allein" bedeutet (LNG. 346. 
UNS. I, § 148 S. 44). Die Zusammensetzung des Namens Masa-qa-har^ä hätte dem 
zu Folge die Bedeutung von: „einziger Sohn des Gottes" gehabt d.h. mit Bezug auf 
den König von seinem Sohne gesagt. 

Nach den Beispielen 7. 8. und 9. hatte somit das Zeichen '. '. neben ==.^ seine 



1887.] von H. Brugsch. 85 

vollste Berechtigung und ich sehe keinen Grund mehr, die Genauigkeit der Um- 
schreibung A-m-n-tu-ri zu bezweifeln, wie ich es bei Besprechung des Namens 

f [1 "^""^ ^ 1 c^ J °^^^ ^' ^ ^* ^^^^^^ meroitischen Schreibung { ^v "^ ^ ^y K i — i 1 

oder i ^. ,^ X "^ '~~' K J ^^'^~^ tu-i-r, M-n-o tu-r-i gegenüber gethan hatte. 
Wir haben in dem Zeichen des Hernes ^ , auch in dieser Richtung \ geschrieben 
(LD. V, 70, a) und in seinen Varianten t=^, y, t^, oc=^ in keiner Weise einem dem 

ägyptischen a , ä (das semitische 'Ajin) entsprechenden Laut zu erkennen, sondern 

müssen darin einen Vertreter des ägyptischen ^ tu, to, t herauslesen. 

Die Umschreibung des Wortes ^\\{U tu-i-r oder t-i-r, und in seiner Neben- 
gestalt y \ir\^ tu-r-i, t-r-i, ägyptisch "=" [I (1 , wobei der von uns durch r umschrie- 
bene Buchstabe ebensogut einem l gegenüberstehen kann, erinnert sofort an das in 
der Nubischen Sprache sehr geläufige Stammwort dol, dessen Participialform dol-i (M.) 
oder nach heutiger Aussprache dol-li „liebend" der Zusammensetzung mit dem Araons- 
namen M-o-n tul-i „Amon liebend" einen durchaus annehmbaren Sinn verleiht. Der 
Name bedeutet dasselbe, was mit einem andern Ausdrucke der ägyptisch umschriebene 
Name f (I ^ H Oi j -^-m-n ä-r-i einer äthiopischen Candace (s. S. 7) sagen 

will. Auch äri nämlich findet seine vollständige Auflösung in der Nuba- Sprache, in 
welcher sich das alte Wort als Substantiv amV, auri, awir, mit der Bedeutuno- von 
Freund, Genosse, Liebhaber, bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Ob das da- 
neben bestehende Substantiv tauer nach Lepsius, tauwer, dauwer, tiwri nach Reinisch, 
mit derselben gleichen Bedeutung, nicht auf das vorher genannte meroitische Wort 
y' p □ , tu-i-r, oder ^ CJn, tu-r-i, zu beziehen sei, mufs ich geschulten Sprachfor- 
schern überlassen zu beurtheilen. 

Zum Unterschiede von g=3 = t und ^^ t' werde ich in Zukunft dem meroiti- 
schen Buchstaben <^ durch «" umschrieben, nicht etwa um dadurch seinen wirklichen 
Lautwerth wiederzugeben, sondern um dem Winke seines ägyptischen Gegenwerthes 
,. .' = tu, to in rein äufserlicher Weise Folge zu leisten. Das Vorkommen des Buch- 
stabens <° ist in den erhaltenen meroitischen Texten auf wenige Fälle beschränkt. Ich 
führe davon an: 

y .^^ ^^ t^-l-k Var. ^.S^^^ t'^-l-g (Inschr. a. 5) Nubisch im KD. turuk, „der 

Wind, die Luft" (s. oben S. 38 das Beispiel), 
^ y a-t° (Inschr. k u. l), im Ägyptischen entspricht genau (1 QA ^^ in dem oben 

aufgeführten Eigennamen (S. 41 No. 9), 
y n CJ , t°-i-r, y nun t°-r-i, ägypt. ^= [1 [1 , wie ich so eben nachgewiesen habe. 
23. Eine Vergleichung derjenigen äthiopischen Wörter, einschliefslich der Eigen- 
namen, welche sich in ägyptischen Umschreibungen vorfinden und deren Zahl nicht 
gering ist (vor allen auf den sogenannten äthiopischen Stelen von Bulaq, auf der Stele 
von Dongola, in den Völkerlisten der Südwelt, im Todtenbuch und in den magischen 

Texten), liefert das Ergebnifs, dafs die beiden ägyptischen Laute o, ä, und 

j i nur in äufserst seltenen Fällen, fi k und Kc=^, f, niemals zum Vorschein 
kommen. Das nachstehende Verzeichnifs wird einen allgemeinen Überblick des ägyp- 
tisch-äthiopischen Alphabetes gleichsam als Auszug liefern. 

12* 



86 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III. Hefk 



Das äthiopische Alphabet auf Grund von ägyptischen Umschreibungen. 

1. Selbstlaute. 

(ja, (j() i, (w), ^ «, -fj u(a) [selten]. 

2. Kehllaute. 



ra Ä, ® ^ (^). 



3. Gaumenlaute. 



4. Zungenlaute. 

= t (o), s= ^ (]), c^ t. 

5. Zahnlaute. 

fl 8 (tQ]|), TtTtT s [sehr selten i — n]. 

6. Lippenlaute. 

^ m (^=:, ^, -^), "fe? 6 (^, seltener J), D p. 

In den vorhandenen Inschriften wird gelegentlich von den Schreibern das äthio- 
pische Ö , ', durch das ägyptische ^0' (sonst jnt zu lesen) ersetzt. Man vergl. z. B. 

LD. V, 16, die Männernamen (] "^ (] (] ^G? U I ^ ] Ä-i-'-k (6, 21) ^ (] (j ^ U | 

1 M-i-'-k (6, 31), U QA jlfv, A-b-8-' (6, 27). Die in einzelnen meroiti- 

sehen Texten vorkommende Schreibung des ö Zeichens durch ^f? {s. S. 15, v, 8) scheint 
darum einen Irrthum auszuschliefsen. Ein anderes meroitisches Zeichen , -<2=>- , <:3> , 



(Ä,;^), findet sich in der ägyptisch -äthiopischen Gestalt -^^ wieder, so vor allem 
in dem häufigen Worte '^«5/0 = ägyptisch (s. MMD. I, 11, 1. 2. — 13, 

146. 147. 150. 151. 153 und fll. — LD. V, 16, a, 1. 16. 25 u.a.). Von drei andern 

Zeichen, welche die meroitischen Bilder (j , 4i- ^^^ U betreffen, kann derselbe Nach- 
weis geführt werden, wie ich es weiter unten durch Zeugnisse belegen werde. Doch 
gehören diese Beispiele bereits einer Epoche an, welche weit vor der des Königs Er- 
gamenes, nach Lepsius des Stifters der meroitischen Buchstabenschrift, gelegen ist und 
auf ein frühes Vorkommen der Zeichen des äthiopischen Alphabetes schliefsen läfst. 

24. Stellen wir den einzelnen Zeichen des ägyptisch -äthiopischen Alphabetes die 
von mir bereits nachgewiesenen meroitischen Buchstaben der Reihe nach gegenüber, 
so entsprechen sich, vorbehaltlich der Lautnüancirungen : 

Ägyptisch. Meroitisch. 



1- ^a- • • y oder ^ u, 
2. (] a- • • ^ a [ö] 



ägyptisch. 


Meroitisch 


4. ^... 


. >^ w, 


5. flua. . 


• # w 


6. fü h. . 


. ra • 



1887.] 



von H. Brugscb. 



87 



Ägyptisch. 


Meroitisch. 


7. ® ;i: . . 


. -<s>- oder <-~> A, ^ 


8. ^ipsÄ. . 


■¥^ 


9. A k. . 


• A ^, ? 


10. mg.. 


• ^ ^ 


11. /w^A/^A n . . 




12. <—> r . . 


.1-1 odttr 0) °' ' 


13. .2a. r . 


. .S^ l 


U, ^ t. . 


. y oder </ <° 

^ o 



Ag 


yptisch. 


Meroitisch. 


15. 


• — >^. . 


. S=B t 


16. 


.^t. . 


• ra °^'' a ' 


17. 


P ,.. 


. ? 


18. 


II^-. 


. ? 


19. 


I^--- 


•^- 


20. 


'^^■■ 


. ? 


21. 


ü p . . 


•^i> 



f 



Dagegen fehlen im meroitischen Alphabete oder, was sehr wenig wahrscheinlich 
sein dürfte, würden erst noch nachzuweisen sein die entsprechenden Bezeichnungen für 
die ägyptischen Lautzeichen 

22 ä (/) 24. K_ / 

23. ^ A 25. "^ i 

Die letzten ihrer Aussprache nach von uns noch nicht näher bestimmten Buchsta- 
ben sind TtTtT , 11 und y. Es ist einleuchtend, dafs sie ihre Gegenwerthe in den 
drei ägyptischen Zeichen 1, TtT<T und "^^ finden müssen, welchen ich oben in dem 
Verzeichnisse ein ? gegenübergestellt habe. 

25. Ich beginne mit dem TtTtT , das im ägyptischen Schriftsystem sehr wohl be- 
kannt ist und den Lautwerth eines s in sich schlofs. Kein Zweifel, dafs die Äthiopen 
den Ägyptern das Zeichen entlehnt hatten. Über das Vorkommen dieses Lautes in 
der äthiopischen Sprache und in Folge dessen über die Nothwendigkeit eines alphabe- 
tischen Stellvertreters können ebenso wenig Zweifel bestehen, da das «-Zeichen in 
einer Menge ägyptisch umschriebener äthiopischer Eigennamen nachweisbar ist. Ich 
erinnere des Beispiels halber an die bekannten Königsnamen Sa-ba-ka und Sa-ba-tu-ka. 
Schon die äufsere gezähnte Gestalt des Buchstabens, auch in der äthiopisch -demotischen 
Schrift in der abgekürzten Form W und W erhalten, stimmt mit der den alten phönizisch- 
semitischen Alphabeten, bis zum ebräischen uj und griechischen W hin, eigenthümlichen 
Figur überein. Höchstens könnte die Frage entstehen, ob das JtLJ - Zeichen nicht s, 
sondern s oder s und s zugleich wie, dialektisch wenigstens, das ebräische lü, auszu- 
sprechen sei. 

Beispiele direkter Umschriften des meroitischen TtTtT durch ein entsprechendes 
Lautzeichen des ägyptischen Schriftsystems kenne ich nicht. Nur annähernd finde ich 
möglicherweise eine Spur in dem meroitisch geschriebenen Königsnamen: 

(^imi^^^[)rz=] ^ J S-n-k-p-i-r-t' (v, 3), 
der aus zwei verschiedenen Worten zusammengesetzt ist (wegen p-t-r-t' vergl. oben 
S. 37), von denen das erste in dem ägyptisch ( ^^ (1 ^z:::^ ] S-n-k A-m-rt 



88 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III. Heft 

s-k-n (LD. V, 15, a) umschriebenen Eigennamen eines Athiopen -Königs wiederkehrt. 
Die richtige Worttrennung, wie ich sie in meiner Umschrift angedeutet habe, läfst kei- 
nen Zweifel übrig. Für das Wort s-k-n am Schlüsse verweise ich auf den Eigenna- 
men eines Kuschitischen Generals, welcher nach den ägyptischen Schriftzeichen 

n L-ä-m s-k-n-i hiefs (LLD. I, 1, Lin. 8). Ist die Gleichstellung zwischen 



begründet, wie ich nicht bezweifeln möchte, so würde dadurch nur erwiesen sein, dals 
die Ägypter das äthiopische Zeichen T?TtT durch ihr — »— d. i, 8 in diesem Falle aus- 
gedrückt haben. 

Ich mufs an dieser Stelle leider meinem Vorsatze ungetreu werden und weitere Be- 
weise aus der meroitisch- demotischen Schrift herholen, die ich umgehen zu können 
hoffte, um nicht als Voraussetzung zu betrachten, was mir als eine Folgerung erschei- 
nen sollte. In einer kleinen demotischen Inschrift, welcher sich in einer Pyramide von 
Barkai befindet (LD. V, 19,6; VI, 7 No. 27), begegnet man einem Eigennamen, den 
ich mit meroitischen Priesterschriftzeichen folgendermafsen umschreibe: 

XLH-^ N-8.f-S-l 



o o o 



Er erinnert sofort an den Namen des Äthiopenkönigs: 

welcher sich in ägyptischer Schrift auf der bekannten Stele von Dongola vorfindet. Es 
liegt hierin ein neues Beispiel vor, wonach die Ägypter das äthiopische Zeichen TtTt^ 
durch ihr — «— 5 (sogar an zwei Stellen a. a. O.) wiedergegeben haben^). 

Auch in der Nuba- Sprache, in welcher die beiden Laute s und s vorhanden sind, 
ersteser in überwiegender Mehrzahl, tritt in einem sehr durchsichtigen Worte dem älteren 
TiLT -Zeichen ein s gegenüber. In den meroitisch -demotischen Inschriften findet sich 
ein sehr häufiger und seiner allgemeinen Bedeutung nach nicht mifszuverstehender 
Ausdruck : 

"" Hil I' Hä l' n-^s-o-s-o (s. LD.VI, l,fll. No. 12, 15, 16 u. a.), 

welcher eine Würde bezeichnet. Im Nubischen entspricht ihm noso, nösao (KD.), 
ndsi^ nässi (M.) mit dem Sinne von „grofs, hoch" mit augenscheinlichster Klarheit. 

Der (äthiopische) Name des Königs f TtTtT ^^ U 1 S-ba-ka, welcher an der Spitze 
der XXV. äthiopischen Dynastie stand, wird in der Bibel in abgekürzter Form durch 
N1Ö mit ebräischen Buchstaben umschrieben. Dem 6^- Zeichen steht wiederum ein deut- 
liches s in seiner ebräischen Gestalt o gegenüber, das sonst das ägyptische — h — aus- 
drückt (man vergl. ccis-i ägypt. Rämss, ros ""5 ägypt. Pi-bst). 

Ein anderer Königsname lautet meroitisch [ T^T^T ö e^^ ^n^ ^^^ ö j^=3 I (v, 4 a), 
das wäre /S- oder S-ä-r-k-r-ä-r. Es ist also derselbe, welcher in der Gruppe der 
drei Königsnamen im Tempel von Amara am gehörigen Orte die Stelle des Namens 
des Priesterkönigs A-r-k-j-r-r-n oder A-o-7^-k-j(-ä-r-r-n im Tempel von Naga 

*) In Bezug auf den Wechsel von n und / s. oben S. 35, Anm. 1. 



1887.] von H. Brugsch. gf) 

vertritt (s. oben S. 18 fl.). Es ist kaum anzunehmen, dafs mit diesen beiden Namen 
zwei verschiedene Personen bezeichnet worden wären und ich finde nur ein Mittel um 
die Schwierigkeiten zu lösen, welche eigentlich allein die Verschiedenheit und den 
Platz der beiden Buchstaben T^T^T und ■<s>- betreffen. Es ist eine bekannte Erscheinung, 
dafs in der jüngsten wie in der ältesten Periode des ägyptischen Schriftsystems ein 
merkwürdiger Wechsel zwischen dem s- und dem ^-liaute nachweisbar ist, allerdings 
nur für den ersteren in seiner Gestalt cszi . Setzen wir in dem Namen von Amara 
an Stelle des TtTtT das dialektisch begründete Zeichen •<:^>- oder <rr> (= ^|f, /') von 
Naga ein, so würde eine fehlerhafte Versetzung des ersteren anzunehmen sein, um die 
Identität beider Namen zu erzwingen. Doch ziemlich problematisch bleibt immerhin 
dieser Ausweg und Umweg. 

Würde man andererseits den Namen S- oder S-ä-r-k-r-ä-7' als einen von Arfc^rrn 
verschiedenen ansehen, also seine korrekte Form nicht in Zweifel ziehen, so würde 
demselben möglicherweise der ebräische Name r.-iT, Serach, entsprechen, welchen nach 
der historischen Überlieferung der Bibel (2. Chron. 14, 9. fll.) jener Kuschit führte, 
der gegen den König Assa von Juda ins Feld zog. Die Zusammenstellung von Säik-rär 
mit dem ebräischen Serach scheint mir entsprechender als die auf historischen Grün- 
den beruhende Vergleichung des letzteren mit dem ägyptischen Königsnamen Uasrkan 
(fisorchön). 

Wenn ich bei dieser Unsicherheit zwischen der Wahl des Lautes s oder s in meiner 
Umschreibung dem s den Vorzug gebe, um dem meroitischen J^TtT -Werthe seinen Platz 
im Alphabete anzuweisen, so bewegt mich dazu nicht blofs die ägyptische Gewohnheit, 
sondern vor allem die Erwägung, dafs wir von der eigentlichen Aussprache des s- und 
«-Lautes bei den alten Athiopen eben nichts zuverlässiges wissen. Selbst im heutigen 
Nuba bestehen Zweifel darüber, wenigstens nimmt Reinisch (NS. 1 fl.) vier verschie- 
dene Laute dafür an, die er durch s, z, s und f wiedergiebt, Lepsius (NG. 5) dagegen 
nur zwei, s und s, indem er z (das weiche s) als unnubisch zurückweist und z als fehler- 
hafte Auffassung des s erklärt (1. 1. 453 fl.). Es lag mir indefs daran, meine eigenen 
Muthmafsungen nicht zu imterdrücken und den Anschein zu vermeiden, als habe ich 
die aufgeführten Beispiele übersehen^). 



1) Selbst in Betreff der beiden Zeichen r-vr-\ und T^TjT innerhalb des ägyptisch -bierogly- 
phischen Alphabetes, welche unterschiedslos durch s (koptisch uj) umschrieben zu werden pfle- 
gen, ist sicherlich ein Unterschied festzustellen. Bereits im Jahre 1868 (BW. IV, 1360) be- 
merkte ich darüber: „Wie je nach dialektischer Aussprache im Koptischen ein Lautwechsel 
zwischen x ""^ ö nachweisbar ist (man vergl. na^x^nc : iTd.igonc, «.p^m : «^Pm«"), so tritt 
in vielen Füllen, besonders aber in den späteren Epochen des Altägyptischen, einem ursprüng- 
lichen ®, ^, ein dialektisches i w i , s, gegenüber, dessen Dasein andererseits bereits in der 
ältesten Schriftepoche durch einzelne Beispiele bezeugt wird. Ein Varianten- Austausch zwischen 
OCH und dem verwandten Juil, ist so selten, dafs man geneigt sein dürfte, eine wenn auch ge- 
ringe Laut-Nüancirung zwischen der Aussprache der beiden von uns gleichmäfsig durch s um- 
schriebenen Zeichen C30 und TmH anzunehmen." Ich füge hinzu, dafs dieser Austausch zwi- 
schen ®, ^, und C30, 6^ nur in hieroglyphischen Wörtern aus der Epoche dos Alten 
Reiches und der jüngsten Epoche, der Ptolemäer- und Römerzeit, bemerkbar ist. Die de- 
motische Schrift, auch darin offenbart sich ihre werthvoUe Bedeutung für das Studium des Alt- 
ägyptischen, verhält sich vollständig korrekt, denn sie wendet durchweg das Zeichen für den 



90 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III, Heft 

26. Das Zeichen 1 1 und seine Variante J. J» im meroitischen Alphabete sind 
dem ägyptischen Hieroglyphen- Schatze entlehnt, aber nur ihre äufsere Form, nicht ihr 
lautücher Werth. In dem altägyptischen Schriftsystem bezeichneten beide bald ein dop- 
peltes nn C^XXl^ bald ein einfaches n, wie z. B. in dem Pluralartikel nan und na. An 
diese Werthe ist im Meroitischen nicht zu denken, da in dem Alphabete desselben der 
w-Laut unter dem Zeichen ^ bereits seinen Vertreter gefunden hat. Man könnte 
versucht sein, mit Rücksicht auf das einfache Zeichen J. , dessen Verdoppelung 11 
im Meroitischen sich nach Analogie von a^ und ^ erklären dürfte und dessen 
Lautwerth su, s im Ägyptischen unzweifelhaft fest steht, an den Konsonanten » zu 
denken. Thatsächlich würden die wenigen Worte, in welchem es als « auftritt, sich 
mit Hülfe der Nuba- Sprache auf das Beste erklären lassen. 

Zunächst wird in den Niltexten (S. 12,^ bis »') der grofse Strom durch drei ver- 
schiedene Ausdrücke bezeichnet, von denen ich bereits den ersten: 



^ (1 (1 f) CD, 0-j-i-r, mit den Varianten [1 (j CD, a-i-r, oder pl K 



CD , o-i-r^ 



seinem Ursprung und seiner Bedeutung nach erklärt habe (1. 1.). Seine Verbindung 
mit dem Worte •5' | 5 ö, „grofs," ^) wie in [1 () CD -^ ) a-i-r ö (s. Inschr. g) führt direkt 
auf das Wort üru oder w9*m, unter welchen in der heutigen Nuba -Sprache nach den 
übereinstimmenden Angaben bei Lepsius und Reinisch der Nil verstanden wird. 
Das ist der (1 [1 [1 ^^^ A äun-ä oder 'uir-ö „der grofse Strom" der Ägypter. 

Das zweite Wort für den Nil zeigt sich in der Gestalt j— . 1 1 t'-s. In der 
Nuba- Sprache steht demselben mit auffallendster Übereinstimmung das Wort tossi im 
KD. mit gleicher Bedeutung gegenüber. Der Verbindung p-. 1 1 [j ^^ ^ ^ t'-s i-k-l 
oder i-g-r „der süfse Nil" entspricht nach Form und Inhalt in der Nuba-Sprache ein 
tossi inge (dialektisch ingri, s. RNS. II, 72). 

Ein drittes, nicht seltenes Wort für denselben Strom lautet im KDM. der Nuba- 
Sprache hdher. Das ist ohne Zweifel das arabische j^ bahr, welches Wort im ara- 
bischen Sprachgebrauch ebenso wohl den Nil als das Meer bedeutet. Seine meroitische 



Laut r an. Im Koptischen dagegen, und auch das dürfte zu beachten sein, tritt in den Wörtern, 
in welchem das Zeichen ®, j, erscheint, demselben entweder, wie im Hieroglyphischen, ein 
allen Dialekten gemeinsames uj, oder je nach den Dialekten A : 2_ gegenüber, so z.B. in jj^m, 
var. sm, demotisch ^m, koptisch ujom, tgHM „klein," J(fti, var. s/ti, demotisch j(fti, koptisch 
iy<iq-e : uj&qT „Gegner, Frevler," ^ms, var. sms, demotisch j^ms, koptisch sSejuc : g^MC „Ähre" 
und ähnlich in vielen anderen Beispielen. Das Lautzeichen JtuT dient niemals, wie 1 v\ 1 , 
als hieroglyphische Variante für ein ® und im Demotischen wie im Koptischen bedient man 
sich nur des s, uj, gleichmäfsig zu seiner Wiedergabe. Auf das Vorkommen des Lautzeichens 
TtuT innerhalb des äthiopisch -meroitischen Alphabetes wirft diese Selbstständigkeit in seiner 
Verwendung ein gewisses Licht. 

^) Über den ägyptischen Ursprung dieses Wortes, das auch in dem nubischen Ausdruck 

urü (M.), orü (KD.) für „Oberhaupt, Melik, König, Fürst" (altägyptisch 1^ [) 1 ^^* (1 w'"'^» 

ur-ö, Koptisch orpo, König) wiederkehrt, verweise ich auf die ausführliche Bemerkung bei der 
Besprechung des Buchs tabenzeichens -^^ ü, ö, weiter unten. 



1887.] von H. Brugsch. 91 

Gestalt zeigt sich in dem Worte O rü h-h-l oder b-h-r (s. Ihschr. O, von wel- 

o o o o ^ -^ ' 

chem weiter unten die Rede sein wird. In den auf die Nilgötter bezüglichen meroiti- 
schen Inschriften nimmt es die dritte Stelle ein. Ich bemerke jedoch ausdrücklich, 
dafs die Lesung des ersten Buchstabens b in der meroitischen Inschrift auf der Vor- 
aussetzung des Wortes bahr selber beruht. 

In dem Satze ^ ^ cizd r-, 11° a-o-r-t'-s (s. Inschr. a, 3 — 4), welcher in 
die drei Bestandtheile rft) ^ czz2 ""ZT Ilo, a o-r-t' s zerfällt, erscheint ein neues 
Wort, welches mit Hülfe des einzigen Buchstabenzeichens 11° geschrieben ist. Dafs 
die ganze Zusammensetzung einen Araonsnamen oder -Titel darstellt, hatte ich oben 
S. 10 §6 erwähnt. Hier sei noch wiederholt, dafs in der Gruppe pi rm ' p-, o-r-t 
das Gerüst des modern -nubischen Wortes arti^ „Gott," enthalten ist. Für das schlie- 
fsende 1 1 o bliebe die Rolle eines Adjektives übrig. Die in der Inschrift d enthaltene 
Variante desselben Satzes: 

mit einem hinzugefügten l (oder r) am Ende, läfst in «, sa oder welcher Vokal auch 
immer dazu gehört haben mag, sofort einen Verbalstamm erkennen, welchem die An- 
fügung jenes S. 30 besprochenen Buchstabens .ä^, l (r), die Bedeutung eines Particips 

o o o 

_s^i ■ L 

— ' — ^ ' .c ,c 7 ^^== ■= 

T — T — I rrit Q 

_ra ra o 

^-t' oder wie in der heutigen Nuba- Sprache köl (K.) :kö (M.) „allein," nigil (KD.) 
:nigi (M.) „der Schneider," eigentlich „der Schneidende" dollirxdolli (MKD.) „tief" 
u. s. w. 

Dafs in der Verbindung o-r-t' s-l oder o-r-t' sa das altägyptische ] T ntr n/r 

„der gute Gott" steckt, ist mir nicht im mindesten zweifelhaft, ll s-l, 11° sa 

entspricht dem Sinne nach dem ägyptischen T n/r, „gut, schön," und scheint in dem 
heutigen Nubischen sere KD. mit derselben Bedeutung von „gut, schön" oder in asri, 
asir MKD. „schön, rein" seine späteste Gestalt erhalten zu haben. Auch in der cha- 
mitisch- ägyptischen Sprache knüpft sich an die Wurzel «a, as und an die Erweiterung 
«r, sl, sri, die Vorstellung des Schönen (man vergl. BW. IV, 1156 fl., 1259. VH, 1082 
und dazu die koptisclien Wörter cä. „schön, geschmückt sein," woher c*.i, ci.ie, c*.iijoot 

— coTiti „ausgezeichnet hervorragend" u. a. m.). Dem meroitischen I 1 s-l steht 

aufserdem im Altägyptischen ein genau entsprechendes w^ sr, in der Ptolemäischen 
Epoche auch ^^^ sl geschrieben (BW. VII, 1082), gegenüber, das in einer reichen 
Zahl von Beispielen, gerade vne. im Meroitischen, besonders auf die „schönen" Götter- 
gestalten seine Anwendung findet. 

Ein drittes Beispiel, in welchem sich der Lautwerth s für das Buchstabenzeichen 

i 1 in der Variante J, J. bewährt, bietet das Wort ^^ J, J. , dafs ich folge- 

recht durch m-s-l umschreibe. 

Zeittchr. f. Aegypt 8pr., Jahrg. 1887. ^^ 



verleihen mufste, meist in adjektivischer Auffassung. Es verhält sich dabei 1 1 

o 5, se, wie r-, [— • t'-t'-l zu 



92 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III. Heft 

Der Priesterkönig führt in elf Fällen den Titel: 



m-i-k-p i-k-l m-i-p-u-l (s. S. 10, Inschr. <i) 

„von dem süfsen Gott Mikep^) geliebt," wofür ein zwölftes Mal (LD. 
V, 67, a in Naga) die Lesart eintritt: 

m-i-k-p i-k-l m-s-l 

welche jeden Irrthum ausschliefst, da das eine Zeichen J. J. nicht als eine fehlerhafte 
Schreibart von drei Zeichen (nämlich ü ^^ -i-j- ) angesehen werden kann. Das aus- 
lautende _2^ weist wiederum auf die Participialform eines Verbs ^^^ J. J. m-s hin, 
in welchem sich, besonders mit Bezug auf den ganzen Zusammenhang der Stelle, die 
meroitische Gestalt des wohl bekannten ägyptischen Zeitwortes [T] I ms, mas, mit dem 
ursprünglichen Sinn von „bilden, gestalten," dann aber auch „gebären, erzeugen" 
im Aktiv und Passiv bedeutend, unschwer wieder erkennen läfst. Wie im Ägyptischen 
die Eigennamen: Thuti-mas (griechisch ©ouS-jucoo-ti;) „vom Gott Thot erzeugt," Amon- 
mas „vom Gott Araon erzeugt, Kind des Amon," Aäh-mas ("A/uoüats, 'Apcu's) „vom Mond 
erzeugt, Mondkind," Rä-mas-su ('Pajueö-a>]$) „Sonnenkind" u. s. w. zu übersetzen sind, 

so kann im Ägyptischen das nicht seltene | []] I ntr-mas nur durch „Gotteskind" über- 
tragen werden. Damit ist aber der Weg zu dem Verständnifs des meroitischen Ehren- 
titels o-r-t' 8-1 m-s-l „Kind des schönen Gottes" d. h. Amons gebahnt, welcher für 
einen König oder eine Königin nur angemessen erscheinen kann. Hieran knüpft sich 
als nächste Folgerung, dafs das Verb ms, mas, ebenso wie z. B. ww' (s. S. 31), der äthio- 
pischen und ägyptischen Sprache gemeinsam war, aufser einer Menge anderer, die sich 
in ihrer jüngsten äthiopischen Gestalt noch in der heutigen Tages gesprochenen Nuba- 
Sprache nachweisen lassen. 

Denn dafs wir nur in dieser und nicht, wie Lepsius annimmt, in der Bega-Sprache 
den Schlüssel zum Verständnifs der altäthiopischen Sprache zu suchen haben, dafür 
spricht jede Zeile der meroitischen Inschriften, mit deren Entziflferung ich mich zwei 
Dezennien hindurch beschäftigt habe. Was ich bereits in den Fünfziger Jahren in 
einer besonderen Arbeit, „Aethiopica^ betitelt und in dem XVII. Bande der Berliner 
Zeitschrift für Allgemeine Erdkunde (Neue Folge) erschienen, im voraus ankündigte, 
dafs nämlich nur mit Hülfe der heutigen Nuba- Sprache die meroitischen Texte dereinst 
ihre Auslegung und Erklärung finden würden, ist heute eine unbestrittene Thatsache 
geworden. Ich freue mich aus brieflichen Mittheilungen, die mir in diesen Tagen zu- 
gekommen sind, zu ersehen, dafs auch Reinisch und Dümichen diese Meinung voll- 
ständig theilen. „Ich habe in den Jahren 1874 und 1875, so schreibt mir der Wiener 
„Professor und Akademiker, längere Zeit mich mit den Meroitischen Inschriften be- 



^) Über diesen Namen des ithyphallischen Amon bei den Äthiopen verweise ich auf eine 
spätere Auslassung darüber. Hier sei nur angeführt, dafs sich der zweite Theil des zusammen- 
gesetzten Wortes: ^v ^^ ) ^-Pj i" der heutigen Nuba -Sprache slIs ku/fi, ko/fi (MKD.) mit der 
Bedeutung des griechischen Wortes Phallus treu erhalten hat (s. LNG. 349. RNS. II, 224). 



1887.] von H. Brugsch. 93 

„schäftigt und bin damals zur Überzeugung gekommen, dafs die diesen Inschriften zu 
„Grunde liegende Sprache das Nubische sein müsse. Besonders nennenswerth im ein- 
„zelnen waren allerdings meine Resultate nicht, doch hatte ich, Avie ich jetzt aus Ihrer 
„Schrift nun ersehe, richtig 

„errathen. Die umfangreichen linguistischen Materialien zu den verschiedenen chami- 
„tischen Sprachen Nordost -Afrikas, die ich auf meinen zwei Reisen dorthin gesam- 
„melt hatte, nahmen aber meine ganze Thätigkeit in Anspruch und so verzichtete ich 
„lieber wieder auf ein weiteres Studium der Meroitischen Inschriften." 

In ähnlicher Weise spricht sich Dümichen in einem am 13. Juni d. J. an mich 
gerichteten Schreiben aus. Nachdem er auf seine Reisen und Studien auf dem Ge- 
biete des alten meroitischen Reiches, in den Jahren 1862 bis 1865, im Angesicht der 
Denkmäler und Inschriften, einen schildernden Rückblick geworfen, fügt er in seinem 
Briefe hinzu: „Meine Ansicht, dafs nicht, wie Lepsius es wollte, die Bega-Sprache, 
„sondern die Nuba- Sprache die Tochter der Alt- Meroitischen sei, wie Sie das schon 
„früher ausgesprochen haben, befestigte sich mir immer mehr und mehr. Einmal die 
„heutigen Nubier in ihrer äufseren Erscheinung, die vielen Ähnlichkeiten ihrer Tracht, 
„Sitten und Gebräuchen mit den Darstellungen der Denkmäler, die vielen in der Nuba- 
„Sprache sich findenden altägyptischen Worte, von denen Sie bereits vor vielen Jahren 
„eine ganze Reihe aufgestellt haben, und darum auch, dafs dieses Volk es war, welches 
„mit den alten Ägyptern so lange in innigem Verkehr gewesen, dazu Namen wie 

» ij ' i^JiÄ^ . . Ästmuras und das Land (1 fi Q^Hl Ästlenen'^)^ die unwillkühr- 

„lieh an Astapus^ Astaboras, Astasoha u. s. w. erinnern und wie Sie vermutheten, gewifs 
„mit dem Worte der Nuba -Sprache essi „Wasser" zusammenhängen. Weiter noch 
„glaubte ich in dem Namen des einen Äthiopen - Generals der Piawc/«'- Stele eine An- 
„deutung zu finden, indem ich den Namen desselben auf das Nubawort urum „schwarz" 
„zurückführen möchte, mit den vorgesetzten ägyptischen Artikel j;. Also „der Schwarze," 
„ein Neger, der unter dem König Pianchi sich im Heere desselben bis zur Stellung 
„eines Generales der Armee emporgeschwungen. Das mehrfach im Äthiopischen am 
„Ende stehende •^::z:yf, scheint mir auch auf das ki der Nuba- Sprache hinzuweisen 
„u. a. m." 

Um nach dieser Abschweifung wieder auf die Participialform m-8-l zurückzukom- 
men, bemerke ich zum Schlufs, dafs wir damit auch gleichzeitig die günstige Gelegen- 
heit gewonnen haben, die Beispiele dieser Formen im Äthiopischen, nach den meroiti- 
schen Inschriften, die ich noch einmal übersichtlich zusammenstelle, um ein neues ver- 
mehren zu können. 

^^3 -|-f- pu-l, Nubisch: bu-l, fl-i, „seiend." 



I 



^) „Ersterer Name in der Äthiopenstele des Kestasenen, letzterer in der Länderliste, in 
„welcher nach meiner Sammlung im Recueil VI. Astlenen ein paar Mal für -jfl jf\ fvr^ {Uaua-t') 
, eintritt, also nach Nubien gehört." D. 

13* 



94 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [III, Heft 

n K t'-o-l, t'-o-r, Nubisch: dül (KD.), dauw, dauwir (M.) „grofs." 

P ^^ i-k-l, i-k-r oder [) ^^ "^-g-h '^-9-'>'i Nubisch: m^ri (KD.), inge (K.), 

o^a«; (M.), „süfs, lieblich." 
1 L s-l, s-r oder 1 1 ° «, Nubisch: sare (LD.), am, asir (MKD.), „gut, schön." 

'^ ^^ t'-t'-l, t'-t'-r oder p-, r-, o {-{, '. 



n 



m-8'l, m-8-r. 



27. Es bleibt mir noch die lautliche Bestimmung des letzten Zeichens übrig, das 
sich in den vorhandenen Inschriften in den Gestalten: 

zeigt. Es hält nicht schwer in demselben die Umrisse eines Kruges öder Geföfses zu 
erkennen, dessen Öffnung nach oben hin frei liegt. Die Verschiedenheiten, welche die 
Zeichnung im einzelnen darbietet, wiederholen sich auch sonst bei andern Zeichen des 
meroitischen Alphabetes. Es kam dem um die Urform imbekümmerten Schreiber oder 
Bildhauer aus äthiopischem Blute häufig nur darauf an, ein allgemeines Bild irgend 
eines lebenden Wesen oder eines todten Gegenstandes nach seinen Haupt -Umrissen 

festzuhalten. Der stehende Mann (= o) wurde durch ^ und T , 4^, ja selbst durch 
R oder nur durch eine aufrecht stehende Linie ][ oder angedeutet, statt des Stier- 
bildes ^GJ (^= g) konnte ebenso gut eine Kuh y^ oder ein Widder ^^^ und 
jeder sonstige Vierfüfser eingesetzt werden und der liegende Löwe _2^ (=0 fand 
seine Vertretung durch irgend einen andern liegenden Vierfüfser z. B. einen Widder 
oder eine Kuh, oder auch in dem Zeichen J} — », das in seiner Gestalt an die Ober- 
linie des Löwen _2^ zu erinnern schien. Statt des Stierkopfes Ö (= ') findet sich 
der Kalbskopf <£? vor und das Dreieck /\ (= q) ist bald eine spitze Pyramide A, 
bald das Zeichen der Ecke A, bald ein kleines Dreieck dieser Gestalt A- Das Auge 
mit der Backe daran ^^ i = p) und das einfache Auge -«s>- (=Xt V) erscheinen 
ohne die Pupille als ^^ und <rr> , letzteres auch in der Gestalt © . Dem regel- 
rechten Zeichen i-=. i (^ r) steht bald ein [n], bald ein i - i oder D oder i i und 
selbst ein es — n (u, 3) gegenüber und neben 5=0 (= i) findet sich ein acht ägyptisches 

8 > oder < °- Der Buchstabe :^ (= u) erscheint in der Gestalt t — r, und FD (= '), 

meist lang, steht bald so 2 bald so [^ und zeigt die Varianten ffiB 5 ffll^ ffl) aufser- 
dem I 1 , über deren Entstehung ich mich bereits früher ausgesprochen habe. -L J. 

wird neben 1 1 , und (1 , vielleicht = oder , neben \\ in einzelnen Beispielen an- 
getroffen. Das Zeichen aaa (= n) und seine Verdoppelung ^ tritt bald als '^ , bald 
als AAAAAA , bald als doppeltes p^^^^^ oder als ]~~: — \ und als blofse Linie j^^ auf ( >/ ist 
eine den Ägyptern, wenn auch nur selten entlehnte Variante statt mwm , s. S. 1 7) , und 
die Eule ^v (= m) findet ihren Vertreter in irgend einem andern Vogel aus der ägyp- 
tischen Hieroglyphik, welche ihrerseits sämmtliche aufgeführte Zeichen wohl von ein- 
ander unterscheidet, da jedem ein besonderer Lautwerth eigen ist. Das alles steht 
fest und läfst nicht die mindesten Zweifel darüber aufkommen, denn zahlreiche Varian- 



1887.] von H. Brugsch. 95 

ten in sechs und mehr gleichlautenden Inschriften leisten für die Richtigkeit un- 
serer Auffassung die vollste Bürgschaft. 

Ich füge hinzu, dafs selbst der Gestalt des Trennungszeichens eine Umwandlung 
gelegentlich nicht erspart blieb. An Stelle der bekannten drei Kügelchenooo setzte 
man drei Vierecke DDD ein, wie in dem Beispiele v, 5"^ S. 15, in welchen das sonst 
/\ (u, 5* — 8) oder ^ (v, 2) geschriebene Wort Ä", „der Herr," ^-^ wiedergege- 
ben ist. 

Das Zeichen "y bietet mir die erste Gelegenheit über sein spätes Vorkommen 
in einem Alphabete zu reden, welches nur in zwei Inschriften erhalten ist (LD. VI, 12) 
und einer Sprache und einer Schrift angehörte, die in dem christlichen Reiche von / Aloa 
im Süden von Meroe ihren Eingang gefunden hatte. Lepsius (NG. Einl. S. 122) be- 
merkt über diese Inschriften, dafs es die einzigen, überhaupt bekannten seien, die er 
in dem noch jetzt / Aloa genannten Landstriche am Blauen Nil, auf der Ruineustätte 
von Soba, für das Königl. Museum erworben habe. „Die Schrift, wie er hinzufügt, 
ist der Koptischen sehr ähnlich und wie diese eine modificirte griechische Schrift, mit 
einigen neuen Zeichen; die Sprache ist gänzlich unbekannt." 

Es hält nicht schwer aus den erhaltenen Resten jener christlich -äthiopischen Denk- 
mäler, wozu noch einige andere Inschriften treten, das Alphabet jener Schrift von / Aloa 
zusammenzustellen. Sie bestand aus den griechischen Buchstaben A, 6, H, I, O, Y, (W) 
zur Bezeichnung für die einfachen Vokale (ich übergehe vorläufig die Reihe der Diphthon- 
gen) und aus den Buchstaben r, K, X, N, P, A, Ä, T, C, (B), n, M für die Konsonan- 
ten. Fünf, vielleicht sechs Zeichen, unter denen sich auch in und Ö befinden^), dien- 
ten für Laute, für welche das griechische Alphabet nicht ausreichte. Wir haben die 
Überraschung zunächst in ihnen eine Anleihe aus dem meroitischen Alpha- 
bete festzustellen 2). Man vergl. folgende Beispiele: O YrL]^MAAMOY..., ...TYNlA- 

TiraraoYCA...., AeeraiAroY, ....eNNAraeN...., ...AAraAeYraeY..., ...itiiakö.^- 

ÖG-.-., ...KAACAra — ,. wozu ich bemerke, dafs bei dem Zusammentreffen von Yra der 
rechte Winkelstrich am Y stets mit dem linken Vertikalstriche am rül verbunden wird 
und dafs das Zeichen m an den drei Ecken mehr abgerundet erscheint. 

Die Übereinstimmung zwischen dem Buchstaben Q dieser unbekannten Schrift und 
dem meroitischen U liegt auf der Hand. Nach meinen Bemerkungen S. 44 § 24 bleibt 
für das letztere nur der Lautwerth b übrig, den ich in den beiden einzigen Beispielen, 
in welches es erscheint, nämlich: 

fj rn oder JJ I 1 _2^ b-h-l oder b-h-r (Inschr. i, S. 12) und 

000 (sie) ? ? 

.S^ O o l-b, r-b (Inschr. 6, S. 9) 

O J J 

durch ein b mit dem Fragezeichen darunter einsetze. 

Über das noch unbekannte Wort b-h-r^ welches jedoch mit aller Sicherheit zur 

? 



*) Ich bemerke, dafs die von mir eingeklammerten Buchstaben W und B nur in zwei Fremd- 
namen, reOüPIO... und I^KOJB, auftreten, daher kein Zeugnifs für ihr allgemeines Vorkom- 
men in der Sprache von / Aloa leisten können. Ich werde weiter unten Gelegenheit haben, auf 
die acht Nubische Sprache dieser Inschriften zurückzukommen. 

2) Die übrigen drei Zeichen lassen sich in dem meroitisch- demotischen Alphabete nach- 
weisen, sind also wahrscheinlich diesem entlehnt. 



96 Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler, [IIL Heft 

Bezeichnung des Nil es diente, habe ich mich bereits oben geäufsert. Die Übertra- 
gung des arabischen ^-Lautes, in dem entlehnten Worte jr^ durch rD = ', Ä, hat 
nichts auffallendes, da auch in der heutigen Nuba- Sprache, in welcher überhaupt ein 
cÄ-Laut nicht existirt, dieselbe Umschrift für dasselbe Wort in der Gestalt baher ge- 
wählt worden ist und die Meroiten andererseits, wie ich später zeigen will, in der Um- 
schreibung der ägyptischen Lautzeichen ®,X? ^^^ oo ^5 ungemein schwankend waren. 

Für das seinem Sinne nach unbekannte zweite Wort l-b oder r-b steht mir eine dop- 

? ? 

pelte Vermuthung zu Gebote. In der Inschrift o tritt es an zweiter Stelle hinter dem 
Amonsnamen auf, doch nur in drei Abschnitten (LD. V, 66, b. 67, b. 68, a) während 
es in drei andern Kopien (1.1.) überhaupt nicht vorhanden ist. Sein Ausfall kann 
somit bedeutungslos für den allgemeinen Zusammenhang gewesen sein. Man könnte 
sich veranlafst fühlen, in den Gruppen 

^ W^ n '^ -^^ ^^^ ägyptische (1 o] Ä-m-n R-ä, Amon Sol, 

herauszulesen d. h. einen der gewöhnlichsten Namen des Thebanischen Amon, in 

welchem Falle CJ dem fl, / (/aw), entsprechen würde. Aber dann bliebe für den 

sicher vorhanden gewesenen 6 -Laut kein einziges Zeichen mehr übrig und die alt- 
äthiopische Sprache würde einen Laut besessen haben, den das heutige Nubische Sprach- 
organ durchaus nicht mehr aufweist. Folgende Betrachtung scheint mir indessen ge- 
eignet, den Zweifel über die Aussprache und Bedeutimg des Wortes l-b zu heben. 
Auf der Stele des Äthiopen- Königs Hor-si-ätef (s. MMD. I, 11) führt der Kuschitische 

Amon die Bezeichnung: IJ / 1 /wvaaa A-vin R-ä nb hr-äb tu u-äb „Amon, 

die Sonne, der Herr, der Insasse des heiligen Berges" (Barkai). Mag man 

den einfachen Titel, welchen das meroitische Wort .S^ vJ l-b in sich schliefst, auf 

000 ? 

das ägyptische •'^^z:^ = neb oder auf das semitische Wort ^. , rabb, beziehen, welches noch 
von den heutigen Nubiern als besondere Bezeichnung für Gott gebraucht wird (s. 
LNG. 378), immerhin bleibt seine Bedeutung als Herr oder Meister unverändert 
dieselbe. 

28. Ich habe hiermit die Entzifferung der einzelnen Zeichen, aus welchem einst 
das meroitische Alphabet bestand, auf Grund des zugänglichen Materiales zu Ende ge- 
führt und das phonetische Gebäude gleichsam im Rohbau aufgezimmert. Der Leser, 
welcher dem Gange meiner Entwickelung mit Aufmerksamkeit gefolgt ist, wird mir 
wenigstens das Zugeständnifs schenken, dafs ich in der Auswahl und Behandlung der 
Quellen mit der gebotenen Vorsicht zu Werke gegangen bin, andererseits auch nichts 
am Wege habe liegen lassen, was zur Entzifferung der bisher unbekannten Schrift wenn 
auch noch so kleine Beiträge hätte liefern können. Die Methode, welche ich in An- 
wendung gebracht habe, beruhte natürlich in erster Linie auf rein äufserlichen Ver- 
gleichungen des Bekannten mit dem Unbekannten, ohne Rücksicht auf den sprachlichen 
Inhalt der meroitischen Inschriften zu nehmen. 

Es fallt mir nunmehr die Aufgabe zu, die gewonnenen Ergebnisse meiner Entzif- 
ferung im eigentlichsten Sinne des Wortes zu verwerthen, d. h. die einzelnen Lautzei- 
chen, nach Klassen gesondert, auf ihre Aussprache hin genauer zu prüfen, ihren pho- 
netischen Zusammenhang untereinander nach verwandschaftlichen Graden festzustellen 
und die Richtigkeit der Lautbestimmungen, soweit dies möglich ist, durch grammatische 



1887.] von H. Brugsch. 97 

und lexikalische Vergleichungen mit dem Wortschatz der spätesten, verwahrlosten und 
verarmten Tochter der alten vergessenen Sprache der Äthiopen, die in drei Haupt- 
Dialekten der Nuba- Sprache heute noch weiter lebt, überzeugend nachzuweisen. 

Die eigentlichen Schwierigkeiten nehmen hiermit ihren Anfang. Das Urtheil eines 
berühmten Forschers, dafs nicht die Nuba-Sprache, sondern das sogenannte Bega oder 
Bischari als der Schlüssel zum Verständnifs der meroitischen Inschriften, und zwar 
aus historischen Gründen, zu betrachten sei, fällt schwer in die Wage und mahnt von 
vom herein zur höchsten Vorsicht. Hierzu tritt als erschwerender Umstand, dafs die 
von Lepsius und Reinisch nach ihrer Lautlehre, ihren grammatischen und syntakti- 
schen Grundlagen und nach ihren Wortvorrath gegenwärtig wohl erforschte Nuba- 
Sprache durch einen langen Zwischenraum von ihrer Mutter getrennt ist, dafs sie be- 
reits seit Einwanderung der muhammedanischen Araber, deren Schriftsteller ausdrücklich 
das Vorhandensein des Nubl oder der Nubischen Schrift bezeugen (LNG. CXXII fll.), 
keine Schrift noch Litteratur besitzt, wie im Gegentheil die Koptische Tochter der alt- 
ägyptischen Mutter gegenüber, und dafs sie von einer Bevölkerung geredet wird, welche 
in den ursprünglichsten Kulturverhältnissen ein bescheidenes Dasein unter Noth und 
Entbehrungen an den beiden Ufern des Nilstromes führt. Schon an und für sich setzt 
jede höhere Kujtur einen reich entwickelten Sprachschatz voraus. Mit dem Verfall der- 
selben stöfst auch die Sprache alles ab, was einst dem Bereiche der früheren vorge- 
schrittenen Bildung angehörte. Sie wird ärmer und bietet in der Gegenwart Lücken 
dar, die dem Entziflferer von Texten in der Schrift der alten Sprache voraussichtlich 
manche Frage nicht mehr beantworten werden. Mufsten die Nubier doch selber zu dem 
Hülfsmittel greifen sich arabischer Lehnwörter zu bedienen, wie einstmals Altägypti- 
scher und Koptischer, und denselben gleichsam das Bürgerrecht in ihrer eigenen Mut- 
tersprache zu verleihen, um alles das zu bezeichnen, bis zu dem Gebiete des religiö- 
sen Lebens hin, was aufserhalb ihres beschränkten Anschauungskreises lag. Die alten 
Nubischen Wörter dafür waren ihnen längst entschwunden und der Verkehr mit arabi- 
schen Beamten, Geistlichen, Kaufleuten und Soldaten zwang sie auf dem natürlichsten 
Wege das Fremde anzunehmen, um die entstandenen Lücken in ihrer Sprache auszu- 
füllen. Es ist ein wahres Glück des Zufalls zu nennen, dafs sich noch so viel ein- 
heimisches in den Nubischen Dialekten erhalten hat, um bei der Entzifferung der me- 
roitischen Inschriften als zu vergleichendes Material zu dienen. 



[Unsern Lesern diene zur Nachricht, dafs der Verfasser hiermit seine Abhandlung über die 
Entzifferung der Meroitischen Schriftdenkmäler in der Zeitschrift abschliefst. Fortsetzung und 
Schlufs derselben wird in einem besonderen Werke erscheinen, das sich bereits unter der Presse 
befindet und dessen Herausgabe die J. C. Hinrichs'sche Verlagsbuchhandlung in Leipzig über- 
nommen hat. Der erste Theil des "Werkes wird die eigentliche Denkmälerschrift, der zweite 
die Volksschrift der Meroiten auf Grund der hinterlassenen Inschriften ausführlich behandeln. 
Für beide würde der streng zugemessene Raum der Zeitschrift nicht ausgereicht haben. H. B.] 



98 ^3,8 Herakleion au der Kanalmündung, [III. Heft 



Das Herakleion an der Kanalmündung. 

Von 

Heinrich Brugsch. 



In meinem geographischen Wörterbuche (S. 48 fl.) hatte ich den langen Ortsna- 
men, in Verbindung mit einem Lokaltempel, 

mit Hülfe der demotischen Übertragung desselben auf dem Stein von Tanis, als „Tem- 
pel des Amon von der Stadt Garha an der Mündung des Nil(armes) J.n" erklärt und 
die letztere auf den Kanobischen Nilarm bezogen. Der eigentliche Stadtname, aus dem 
Konsonantengerüst G-r-b bestehend, schien mir die jüngste nachweisbare Form der 
älteren 

zu sein, das assjnsche Kar-ba-ni-ti^ und auch heute finde ich keinen triftigen Grund, 
diese ausgesprochene Ansicht zu Gunsten einer besseren zu ändern. Qarbana, wie es 
eine Stelle im Pap. Harris I. bezeugt, lag an der westlichsten Abzweigung des Niles im 
Delta und bildete den nördlichsten Punkt an derselben, wie Memphis den südlich- 
sten. Die Position von Garba des Steines von Tanis, welches der griechische Text der 
Inschrift durch das Herakleion wiedergiebt, schien mir der allgemeinen Lage nach auf 
die Nähe des heutigen Abukir, westlich von Alexandrien, hinzuweisen. Das Fort von 
Abukir liegt gegenwärtig an der nordwestlichsten Spitze des gleichnamigen Meerbusens, 
in welchen sich ehemals die alte Kanobische Mündung ergofs. 

Der oben mitgetheilte Text, nach seiner genauen Schreibung, enthält indefs zwei 
oflfenbare Fehler. Zunächst ist der Name des Gottes Amon vom Steinschneider durch 
ein einfaches [1 = ä inkorrekt wiedergegeben. Der demotische Text, welcher in hiero- 

glyphischer Umschreibung [1 | pi-Ämn „Haus oder Stadt des Amon" lautet, 

zwingt zu der Vervollständigung des für sich allein sinnlosen Zeichens (J zu (1 oder 

I I AAAAA^ 

zu der Verbesserung des (I in den Obelisken, 11 , welcher nicht selten in der späten 
Schriftepoche den phonetisch geschriebenen Amonsnamen ersetzt. 

Herr Dr. Piehl, dem unsere Wissenschaft und diese Zeitschrift so manche feine 
Berichtigung und Erweiterung unserer Kenntnisse auf dem grammatischen und lexika- 
lischen Gebiete des altägyptischen Schriftthums verdankt, hat in dem ersten Hefte dieses 
Jahrgangs der ÄZ. (S. 45) die wichtige Variante jl d. h. den Obelisken, mitgetheilt, 
welche auf dem Steine von Tell-el-Hisn, einer Republikation des Dekretes von Kano- 
bus, in dem Stadtnamen an Stelle des (1 geschrieben steht. Die ganze Wortverbindung 

lautet nämlich daselbst jl S J <::::> ^S> , gie führt mich zu der zweiten fehlerhaften 
Stelle. Ich habe es schon vor Jahren erkannt, dafs die Hand mit dem Ei, oder was es 



1887.] von H. Brugsch. 99 

auch sein mag in der Mitte, eine sehr gewöhnliche Variante an Stelle von X \X 
Ä«n--<bUdet. Dieses Wort, auch S'^tt ,tt .tt^,?"^ ö^^JJ^ geschrie- 

ben (BW. III, S. 965), bezeichnet so viel als unser Kanal, so dafs die Zusammen- 
stellung ^^^^<J3v^ = r^-hun"* = ^^^ f '^ ^^ r^-kun^-t „Öfihung, Mündung des Ka- 
nals" bedeutet. Diese Verbindung ist häufig genug in den geographischen und histo- 
rischen Inschriften der Denkmäler und bereits in meinem Dictionnaire geographique habe 
ich auf die wichtigsten Beispiele aufmerksam gemacht. Ich wiederhole und erweitere 
an dieser Stelle, was der Entwicklung meiner Prüfung zum Nutzen gereichen kann. 

Als König Piänchi der Äthiope sich vom Süden her der heute Fajum genannten 
Landschaft näherte, oder wie es im Originaltexte heilst (s. DG. 434) /^-^M-°r "n h°n-f 
"r up T''8 ";- ma R°-hun^-t k'^m-'^nf Pi-8°x^-X°P^~^^^ «*ls er flufsabwärts gezogen 
„war nach dem Hörn (d. h. der Spitze, dem Eingange) des Seelandes zu bis an die 
„Stelle der Kanalmündung, da fand er die Stadt Königs Sochem- Xoper-rä u. s. w." 
Die Kanalmündung, von der hier die Rede ist, kann nur die Stelle bezeichnen, in wel- 
cher sich der Seitenkanal von dem Josephs-Kanal oder dem Hauptkanal abzweigt. Der 
Nomos in der Nähe des Fajum, auf welchem diese Abzweigung Statt fand, war der 21. 
Oberägyptens mit der Metropolis Sm'^n-H'^r oder <Snä-j"n, IIoT^m der Kopten, das 
heutige Busch (s. NG. 1334). Der Kanal kehrt thatsächlich imter dem Namen hun^-t 
und unter der Schreibung der Hand mit dem Ei vor ^ "^ ^ in den Nomoslisten (1. 1. S. 500) 

in dem Register des oben erwähnten Nomos wieder. 

<^:> o •'<=3:. ^ 
Auf dem Gebiete von Memphis begegnet man in dem Ortsnamen X aw»aa , 

i O O I A AV//1A ® 

X vi (1 [j , r°-hunn^-t^ r°-huni-t^ in welchem ich den Ursprung des heutigen 

I A AAAAAA 1 I O 

Dorfhamens Mit-Rahinne vermuthete (1. 1. 1258), aufs neue einer Kanalmündung, die 
einem in der Nähe gelegenen Heiligthume des Gottes Sokar-Osiris den Namen ge- 
geben hatte. 

In einer Inschrift, welche sich auf das Serapeum des Heliopolitischen Nomos be- 
zieht (DG. 1257) ist von „dem Sande (sä) von Ff vi r°-hunu oder „der 

Kanalmündung" die Rede, die also in der Nähe der alten Sonnenstadt On gesucht 
werden mufs. Wir wissen, dafs thatsächUch ein Kanal in der Nähe von Heliopolis 
vom Nile aus in nordöstlicher Richtung im Alterthume abgezweigt war. Es ist der- 
selbe gemeint, dessen s=3 V\ '^ 8 ^ '!C^^ ^=^ g* ^uß hun^'-t a-t „Papyrus- 

Tl \\ A yv^v^^ aaa^^a . '*' I 

binse vom grofsen Kanal" der Papyrus Harris No. 1 (37, a, 1) bei der Beschreibung 
der Lieferungen in natura an den Tempel des Gottes in Heliopolis erwähnt. 

Nordwärts auf dem Gebiete des Delta führte der zum Saitischen Nomos, genauer 
zum Tempel von Sais, gehörige Kanal in den verschiedenen Nillisten die wiederkeh- 
rende Bezeichnung rf . rf hun^-t d. h. „der Kanal (1. 1. 501). Obgleich sie 
uns der Kanalmündung," an welcher die Örtlichkeit Garba-Rerakleion gelegen war, 
um ein beträchtliches Stück näher bringt, so ist dennoch an einen Zusammenhang 
zwischen beiden nicht zu denken. 

In diesen und ähnlichen Beispielen bezeichnet hun^-t nichts weiter als das, was das 
Wort seinem ursprünglichen Sinne nach bedeutet, einen Kanal. Wenn von dem Orte 

Zeitsdir. L Aegypt. Spr., Jihrg. 1887. 14 



;1^00 I'^s Herakleion an der Kanalmündung, von H. Brugsch. [III. Heft 

des Herakleion nach der Stele von Tell-el-Hisn bemerkt wird, sie sei am r°-hun oder 
„der Kanalmündung" gelegen, so handelt es sich offenbar um jenen Kanal, welcher, 
nach Strabos (800 fl.) Beschreibung, von Alexandrien aus, der Seeküste parallel, in 
östlicher Richtung nach der Kanobischeu Nilmündung führte. Auf der Fahrt blieben 
die Örtlichkeiten Nikopolis, Klein -Taposiris und die Landspitze Zephyrion linker Hand 
liegen. Nach Kanobus mit seinem Serapis -Tempel folgte Herakleion mit einem Tempel 
des Herakles (d. i. der Amon^ von welchem in der Einleitung die Rede war), darauf 
die Kanobische Nil-Mündung, auch die Herakleiotische genannt, und die westliche 
Spitze des Delta; Strabo (788) läfst nämlich die Grundlinie des Delta von Pelusium 
nach dem Herakleion laufen. Es geht aus diesen Stellen hervor, dafs das Herakleion, 
zu welchem man auf dem Kanal von Kanobus aus gelangte, unmittelbar an der Nil- 
Mündung und zwar an der Stelle, in welcher sich der Kanal in dieselbe ergofs, gele- 
gen war. Die Fahrt des heiligen Osirisschiffes, welche nach dem Steine von Tanis 
alljährlich am 29. Choiak, dem bekannten Osiristage, vom Herakleion nach dem Osi- 
ristempel in P^-kut d. h. Kanobus statt fand, findet dadurch auch ihre topographische 
Erklärung. Die Angabe des Steines von Tell-el-Eisn, dafs die Stadt Garba, oder 
nach ihrer heiligen Bezeichnung Pi-ämon = (Diospolis-) oder das Herakleion, an „der 
Mündung des Kanals" gelegen war, findet hierdurch ihre vollständige Erklärung. Das 
Wort an oder an, welches auf dem Steine von Tanis an Stelle von hun^ auftritt, ist 
ein offenbarer Fehler, der nach dem Denkmal von Tell-el-Hisn in der angegebenen 
Weise verbessert werden mufs. 



Fragments th^bains in^dits du Nouveau Testament. 

Par 

E. Amelineau. 

(Suite.) 



EPITRE AUX EPHESIENS. 
Chapitre I. 

i(nd.-yAoc nd.nocT)oAoc nie (ne^Q^ ^itm) noTwuj Ai(nnoTT)€ eqc£»wi ti- 
ueTOT(*.dw£i ite)TUjoon gn et^ecoc (*w-!r)ü) mrictoc gM ne^^ ic 2 Tc^xi^d^pic khth 
efiioAgiTM nnoTTe neicoT Ainen-soeic ic ne^^ 3 nenT&.qcAiOTr epon gn cmot 
nijw. AtiTÜÄ-TiKon eTg^it junrnre gM ne^Q^ ^*) (^^^) ^Ki^Td. ee nTd.qcoTnit itgHTq 
g^B^eH nTKd.Td.feoAH MnKOCMOC cTpttujtone £no-s•b.^KSl eno ne^TToXoM (sie) Mneq- 
MTO efeoX £^ri OT>'diC*es.nH ^ ed.irnop'xii eSio\ e-sm (sie) wujopn eTTAinTUjHpc (sie) 
cg^oTU epoq giTit ic ne^Q^ k&.tä. nTuiTiigHT MneqoT coig ^ enTd^io MneooT n- 
T€q^&.pic Td.\ iiTÄ.q'^ gMOT nA.it ng^HTc gM neqMepiT itigHpe ^ n&,i itT^wxi 



*) II manque une partie du verset. 



1887.] par E. Amelineau. 101 

wgHTq MnccoTe €£io\^itm neqcuoq enKco e^oX nimofee k^^tä. T.uuTpM.UÄ.o n- 

T€q^Ä.piC 8 Tds.1 nT&.qTpcp £0T0 e£OTU €pOU £lt COC^Id^ IHM 2} MUTpMn^HT 

9€e^qTÄ.Mori €.uMTCTHpion: MneqoTtouj kä.t&. neqTWT n£HT iiTdwqRd«.d<q ngHTq 
rxiit nigopn ^^ €ToiKonoMi&. jun-xcoR efioX ««€TO€iig exen. nTHpq jm ne^Q^ 
ii€T£n MnHT€ &>Tto ueTg^i-xA*. nK&>£^ THpq iin*^i nT&.TrKXHpoT epoq eÄ.Tnop- 
*sn e&oA. «in nujopn RdwTd. nToouj AinnoTTe rä-i €TciiepK7€i junTHpq kä».tä. n- 
ygo'xne MncqoTOJUj i- eTpenujoine e^T^^Io MneqeooT 11&.1 nTÄ.Tue>.gTe e-xin (sie) 
nigopn gM ne^Q/^ ic i3 n^j g^coTTHTTn nTd^TeTncwTM ngHTq Mnajo-se (sie) nTM€ 
AmeT&.cfTcA.ion MnernoT'Xd^i nd^i nTd^TcrnnicTetre ngHTq Ä.Tr(A) ük.-yct^pek.c^iTe m- 
MüiTn gM nenn*». MnepHT eTOTdwÄ.fi 1* eTe nd.i ne newpnfe nT€R?V.HponoMijv €T- 
ca)T€ (sie) noTotÄ.! €nT&.io .uneqeooT 1^ erfee nis,i d.nii».R (sie) g^to i^icoiTM €T€Tn- 
nicTic £JM. n-xoeic ic ne^Q^ ä-too TeTnjwc«&-nH ct-si egoTn cneTOTd.d^.fe THpov 
i6n"^ndk\o Ä-n ciogn gMOT gÄ^pcoTn ei€ipe .uneTnMeetre gn n^s.lgW i'^-xeRÄ.c 
epe nnoTTC Mnen-xoeic ic ne^^^ neiwT MneooT eqe^ nnTn noTnnev ncot^ie^ 
Mn OT<3'aj?V.n efioA. g.vi neqcooTn i^epe nfid^TV. MneTngHT -xi oToein cTpeTCTn- 
€Lue «€ OT Te TgeXnic MneqTOigM OTTe TMnTpjM.MÄ.o MneqeooT nTeR?VHpo- 
noMi&. gn neTOTÄ.4.fi i^ d^Toi ot ne negoTO nTS'on (sie) nTeq^yoM €£OTn epon 
€nnicT€Tre rä-tä. T(€nepuei&.) MnjvM&.£T€ nTeqs^OM ^^Tb<\ nTawqenepc^ei mmoc 
£JM. ne^Qc IC €Ä.qTOTnocq c£io?V.£^n ncTMOOTT ai».qe^Mcoq g^ioiyn&.M AiMoq gn 
junHTC 21 eq-xoce €i».p^H niM £i c^otciä. niM gi &om. niM gi AinT-xoeic niM gi 
pa^n niM n^&.TTÄ.Toq OTMonon gM nci&^iain ä^X^ä. gM nReoT*.*) 22 ^^t^ ^^j 
Te («ic) neqctOMÄ, n-swR «xe e£ioX MneT-xHR efio\ gn g^iofe niM gM nTHpq 

ClIAPITRE II. 

ia».iruj KTcoTn eTCTnMOOTT gn neTMnÄ>pÄ.nTa)MÄ. Mn neTnnofie ^n.i<\ nT&.- 
TeTn-uooige ngHTOT MneToeiig R&.Td». neid^icon .uneiRocMOc Rd<Td< nd^p^con n- 
Te^OTCiev Mni>.Hp Mnenn*. nd^i eTenepuei TenoT gM njgnpe nTMiiTd^Tneo-gre ^ e- 
&.nMOO^e g^Locon gii n&.i MneioToeiig gn nenieTMiÄ. nTnce^p^ Ain(?) necenieiTMi^. 
Mn necAiee-ye &.tol> enigoon t^Tcei nignpe nxopuH nee MnReceene nnpoiMe 
■* nnoTTe -xe oTpMMÄ.o ne g.w. nnÄ. eTfie Teqdwim (sie) eTnÄ.iga>c nTe^qMepiTn n- 
gH(TC ^e&>nMOT g)n MnÄ.p(Ä.nTa)Md»> ö^qT)*.ngon gA*. n(e^^ eTeTn)T07r'2£H'!r c«d..p 
gn oTg.M.OT 6 d^TTO) 2i>.qTOTnocn nMM&.q &.qe^A<con nAVMÄ.q gn MnHTe gM ne^Q^ 
ic '^'xeRjs.c eqeoTong^ e£io\ gn neToeiig eTiiHT Mnegoire AinTpMMevo nxe Teq- 
^Ä.pic gn OTAinT^pncToc egpd^i e-suin gM ne^^ ic ^ nTis.TTevngeTTHTTn t«Ä,p 
g^iTn TeqD(|^*<pic giTn trictic iwTU) neme notr eftoA. mmca^th d».n ne nTÄ.co na». 
nnoTTe ne ^noT efco^g^it g^wfc d».n ne «xe nneTis. igoTigoT MMoq i^ivnon i7&.p 
Ä.non neqTÄ^Avio eÄ.qconTn g.w ne^^c ic e^-xn gii g£»HTe end^noTOT nÄ.i nTö». 
nnoTTC ujpn c^itwtot -seRi^c eneAioouje ngHTOT 11 exfie nd^i i^pi nMeeire «e 
nTtoTn MneioToeiui ngee^noc CTOTMOTTe epooT "se e>>.Tcfifee gn Tce^pa efioXg^i- 
Tn neuj&.TAt.oTrTe epoq «xe cfcfie g^n <3'i'x nTCJs^p^ ^'^os.e. eneTntgoon MneTOTO- 
ciig (sie) eTAVMd>.T dw-XAi ue^QC eTCTno n^^WoTpioc CTnoXeTiÄ. (sie) MninX ö<iro> 



*) Le verset 22 a ete omis par le scribe. 

14^ 



^02 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [III. Heft 

nOgMMO eT'^lÄ.eHKH MnepHT CMItTHTIt (sie) ^ti\n\C MM&.Tr dkTü) €T€TKO ItÄ^THOT- 

T€ OM nKOCMOc ^^ TcitOT -xc TeTJi£M nc^Q^ ^ UTOiTn AineioToeiig neTAitioTe 
Ä.TeTnig(one €T€TngHn. cgoTit £M necitoq Mne^Q^ ^^ttTA-q (sie) u^^ ne Tn(eipH- 
HH n)TÄ.qp n€c«Ä.Tr kotä. €*>.q£iu>7V. efcoA WT-xe HTMHTe Mn-xo^-js^ htmut-x*».- 
•ace Ott T€qc*Lpa ^^ dwqoTwcq mrhomoc iah'xoA.h (sie) gn wxoctmä^ «sckä^c eqe- 
coiiiT Mnecn&.T ng^HTq CTrpojMe (sie) wotcot iifeppc eqeipe noTreipHUH ^^ &.Tru) 
nqooTnoTT MnecitÄ-T £ii OTctoMA. hotüit ennoTTC ngiTM (sie) necT&.irpoc €Ä.q- 
AiOTOTT jiTMtiT'X&.'xe n^HTq i'^Ä.qei &.q€Tr&.cc«€tV.i7e itoireipHitH hhtix hctm- 
noTTC Ä.TO) OTCipHitH utieTgHti cgOTii i^osc €fio?V.giTooTq eTitTÄ.« MjM.Ä.Tr Mne- 
citÄwTT OM ngton egoirii MneicoT gM nenn^. mottojt ^^e\c itTCTnpM tgMAiO d^it &€. 
Ol pM iKS'oiAe &>A?V.&. itTüiTn £i\pM K'^Me n«eTOTr&.Ä.fe A-TTto npM khi MnitoTTe 
20€«^TrK€T thtth €^pd«.i CSU TCKT€ utidinocToAoc M«. «cnpo^^HTHC ep€ ne^^ 
<o (stc) uuine itKOOg^ 21 n^.! cTcpe nKUiT THpq igonq efeoA AiMoq eqd.T^Ä.iie 

€Trpn€ (sie) €qOTd>.Ä.£l Mn'XOeiC 22 „^j g^tOTTHTTIt eTOTKUiT MMOiTn ItgHTq €T- 

JU&. (stc) no-yujg^ MnnoirTe gM neniiÄ. 

Chapitbe III. 

icT^ie ndwi d^noK n&.TiVoc ncTMHp nre ne^Q^ g^^-p^iTti ngeenoc ^^yj^^ 
^^T€T«cü)TM CTOiRoitoMi*^ nTe|^d».pic MnitoTTTe nTiwirTÄ^diC ite^i e^oirn eptoTii 
3ot€ K^s.T^^ oir<5'uiAn cfcoA ä.tta.moi cnMircTHpion kä^tä- ee i\TÄwicgÄ.i nujopn 
noTKOTi ■* npuic e^H eTeTHÄ.ujö^MS'OM mmoc eTeTwcouj noi nTA.MitTCA.fee gM 
nMecTHpion (stc) Mne^Q^ ^ '^^^ eTeMnoTTOitgq cfeoTV. gn nc^etiCÄ. nnujnpc nn- 
pcoMe nee tiTd«>Tr<3'oXnq efeo^ TenoT iteqA.nocToA.oc (sie) cioTb^b^ii Mn nenpo- 
ti^HTHC gM nenn*. ^ eTpe ngee^noc ujtone nc-ynK^HponoMoc Mn otcioma. 

nOTlOT ÄkTOi nOTCTMMTTO^OC (sic) MRCpHT gM ne^Q^ IC glTM neTTÄ^iTiTeXion 

7n&.i nTÄ^iigoone nÄ.q n-a^iJs-Konoc kä.t&. -xopcÄ. (sie) nTe^ö^pic nT&.TT&.A.c n&.i 
RÄ.T&. Tenpc»i&. (sie) nTeqs'OM ^e^-y'^ na^i nTei^i^pic n€?V&.^icTOc nneTOT&.Ä.fe 
THpoT eTp&.€TÄ.c»c»e\i'^e nngee^noc THpoT nTMnTpMMÄ>o eTnÄ,ujü)c Mne^^c 
9 ^^Tü) eT&.M€ oTTon niM «e ot tc TomonoMi*. MnMTCTnpion eTg^Hn «xin eneg^ 
OM nnoTTe nenT&.qcnT nKd^d^ (sie) niM ^^'s.e. eTCOTcong^ TcnoT e£io\ nnÄ.p^H 
Mn neaoTTci*». gn Mnmre e£io?V.giTn tckrXhciä^ tcoc^iä. nA-TecM.'T (,jic) nTe nnov- 
T€ 11 KdiTÄ. nTojuj nn*>,iü)n tä.i nT*^qTÄ.d..c gM ne^^ ic r!:e.'\:soeic ^^ n^^i 
€TeTrnT&.n Tn&.ppHCiÄ. ngHTq Mt%. ng^ion egoirn gjw. nna^gTe giTn tuictic i^eT&e 
n&.i ^&.iTei eTM€öK&.Kei (sie) gn nÄ^e^Ait^ic g*>.poijTn €Te nd.i ne neTneooir i^eTÄe 
nÄ.1 '^KwTV.'x nnÄ.nevT MneiwT (sie) i^ nevi n^J^.TT*.'^re MnTeicoT niM efeo\ MMoq 
g^n Mnn-ye es.-yw gi«26M nRÄ.g iß'xeR&.c eqe^ nnTn R^vTÄ. TMnTpMMÄ.o Mneqco- 
OTT enT&.'spe THTTn gn ots'om giTM neqitÄ. (sie) i'^epe ne^^ OTOjg^ gM npuiMe 
eTgigOTrn giTn TnicTic gn ncTngHT cTCTn-xe (sie) noTne e&oA gi cnTe gn otä,- 
t»&.nH is-scRAkC CTCTneeiMe Mn neTOTb.b.Si THpoTp -xe ot ne noTuiigc mix ne- 
ogI^>.I Mn n-xice mvl ntgiRe i^ecoirn negoTo nT*wC'&.nH MneooT Mne^^ 'xcrä.c 
eqcxuiR efeo\ n&\ n-xaiR THpq MnnoTTe ^OneTeTneroM AiMoq eeipe ngo-ye g^wfe 
niM cgoire neTn&.iTei mmoott h ncTnnoi mmoi rä.t*^ ts'om CTenepr^ei ng^HTn 
2ineooT ni^R (sie) gn TeRRA.Hci&. gM ne^Qt ic e-xwM niM ig&. eneg^ neneg^ gewMHn 



1887.] par E. Amelineau. 103 

Chapitre IV. 

1 "^n2sp2xKevX€I (SC MMOiTIl d^HOK {&ic) n€TMHp £M n"XOeiC €Tp€T€TMMOOUJ€ 
£M nMnUJd». MnTCOgM nTJvTTTegM THTTn tt£HTq 2gn e^fifilO «IM gl MnTpMpÄ.UJ 
£1 OTMItT£Ä.pUj[£HT eT€TK*^Mei^€ nnCTItepHT g^ll T&,UiS.nH 3 €T€Ttt<5'enH e£&.p€£ 
CTMUTOTTÄ. AincfmÄ. £« MMppH H'^pHttH *€T€TltO t\OTCü)M&. MOTIOT OTTTitÄ. K- 
OTTtOT KÄ^TÄ. ^€ WTÄ.TTeg^M THTTTIl £tl OTIlÄ.gTe llOTtOT MnCTttTOJ^M ^ OT-SOCIC 

noTtoT OTrnicTic itoiroiT OTr£i&.nTiCMd. noToiT ^oTnoTTe «ottcot n€itoT noToit 

WIM &.Ta) efcoA^ITOOTOTT THpOT Cq^M HTHpq '^ Ä.-»"^ g^MOT «XC MnOTTd. noT*». 

MMon KÄ.Ti». nuji nT-xwpeÄ. Mne^Ö5 ^eT£i€ ndwi ujÄ.q-xooc «xe Ä.qÄ.A€ cn'xice 
A.q&.i^MÄ.A.u)TeTr€ noTr&.i|)(^MÄ.^a)ci&. ^.q^ ng^en tä.io wnpwMe ^ ot «xe ne d.q- 
AwR egpdii iicA.fcH?V. pco -xe &>q£iu)K nujopn enccHT*) lo nenTd^qfecoK enecHT 
€n€TU|HR MHKd^g^ nTÄk.q {sie) OH nc iiTÄ.qfcüiR egpivi CTne nMnHire 'seRA.c eqe- 
•SCR nTHpq efio\ i^ ä-tco «Toq neitTevq"^ goine m« mtÄ.nocTo\oc {sie) gen ro- 
OT€ •:^e Mnpoii^HTHC d^TTco goine iip€qTÄ.u}eo€iuj ge« rootc «xe nujwc Ä.irco iic&,g^ 
12 encoqTe iiiteTOTr&.Ä.fe eng^iofi ttT'^Lidk.Roni^. enRcoT Mnca)Md>. Mne^^/^ i3 ujevnTitei 
THpn €neiM€€T€ noTTOiT iiT€ TRicTic Mit ncooTtt MnujHpe MnnoTTe cTTpcoMe (sfc) 
UTeXioc {ßic) enuji itTt^on Mn-jcwR ehxsK Mne^Q^ ^^•xeRÄ^c so. mreitujcanc nuiH- 
pe ujHM epe ngoeiM qi mmoh eiiu}€€i m« tht him nTecfeuj Mit trttJ&iä. nitpwMe 
git OTrnÄ.itoTrpcTiÄ, nttd^gpit hkotc ttTenA.Ä.ttH i^eit-se m€ -xe UToq p OTÄ^t^i^nH 
nTn&.T^Ä.ne cgoTrn epon enTHpq €T€ ndvi ne TA.ne ne^^c^ ^^nd.i eTcpe nctoMÄ. 
THpq ujoitq efcoX MMoq &.tco eqÄ.iÄ.i giTii Tpjv niM mh-^ R&.Td». OTeiiepc»eiÄ. gM 
nuji MHMepoc nMcpoc cTpe TÄ>.ir^ecic {sie) MnctoMd. ujoine eneqRWT g^ti oTTd^UÄ^- 
HH 1^ ei'ÄUiö'e Mne>.i d^Trui €ip MiiTpe gM n-xoeic eTMTpcTiiMOOuje &e. rjvtä. e^e 
€Tpe ngeeitoc moou)€ mmoc gM nncTUjoTeiT MneTgHT**) 

Chapitre V. 

^MTOq nÄ.1 U&>p TCTUCOOTIt MMOq €T€TtteiM€ «Xe nopnOC tllM H dwRd«.e^dwp- 

Toc H M«^i To ng^oTo eT€ n€ pequjAiiye ei'xtoTV.on mutott R?V.HpoitOMiÄ. gn tmut- 
ppo Mnc^ö^ MH nitoTTTe 6 MnpTpe \&.is.7r ga^X mmcotk gn git lyd^^xe eirigoTreiT 
epc Topc*H «TÄ.p MnnoTTe hhtt eTjfee nÄ,i e-atit nujHpe i\TMttT&.Tit&.gT€ '^Mnp- 
tgcone &e. eTeTiKS'nn epooTr ^^neToeioj ncTo nRa.Ke «7Ä.p ne Tenoir «xe itoTocm 
gM n-soeic Moouje g^wc ujHpe Mnotroeiii ^^pg nRÄ.pnoc c»&.p MnoToeiti gM 
n€TiiÄ.itoTrq niM Mit T'xiRd^iocTitH Mit TMC i<^ €TeTifxoRiMÄw7€ ose OTT n€Tep&.- 
itÄ.q Mn-xoeic n a-tw MnepROiitcaitei citegüiHTC MnRÄ.R€ CTCMitTOT Revpnoc 
itTCTifisniooTr «a^e itToq itgoiro 12 neTOTeipe iTÄ.p mmoott ifsioire geit ujXoq 
ne p RKCsooT i3ig^p£ ^^3^ .^e nu^^ OTcoitg^ e£io\ eTOT-snio giTit {sie) noToeiit 
güifi «^Ä^p itiM CTOTTOitg^ efeoX gen o-yoem ne 1* CT^ie nÄ.i q«ü) mmoc «se €Te- 
TneMoouje n*.ig nge g^ioc Ä.eHT d>.n 2s.\Ad. g^wc CÄ.£ie is^ruiigT s'e gn oToap'X -xe 
TwoTn«? neTttKOTR nc*A.o oTTe neTMOOTT T^lipe ne^Ö5 P oiroein epoR i^eTeTn- 
^wn Mneiroeiuj «se neg^oov g^ooir i^CT^ie ndwi Mnepujcone n*.eHT ä<AAä> eiMe 

*) Les versets 19 et 10 se trouvent dans Woi'de. 
**) La Suite se trouve dans Woide. 



104 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [III. Heft 

«xe OTT ne noTrwuj Mn-xoeic i^ä-ttu) MnpTig^e ^ii oTHpn n^.! €T€Tii otmutujuä. 
ujoon uoHTq ä.?V.Aä. nTCTii'jtaiK cSioX gM neniiis. i^ eTCTituiÄ.'xe niieTiiepHTT ^k 

on iteTii^HT ennoTTTe 20 eTCTiiign gMOT iioTöeioj him ^*>. oiroit ihm £m np&,tt 
Mneu-xoeic ic ne^^ htm nnoTTe neiwT 21 eTeTitgrnoTivcce ititeTwepHT ^n 
•aoTe Mne^Ö5 ^^ ne^iOMe Me^poTgHnoTdiCce (sie) imeTr^^dwi iiee Ain'soeic 23 ^^ 
noooTT TÄ.ne ne UTcc^iMe nee Mne^Q^ eTd^ne ne nTeRK?VHci&. itToq cd.p ne 
ncojTHp MnctoMd». 24 i^ Wdw nee epe TeKRAnciÄ. girnoTivcce Mne^Q^ t&.i Te ee 
Mdwpe negiOAie g7rnoTd».cce nneirgd.! gn g^wfi nijw. 25 it^ooTTT Mepe neTn^iOMC 
R&.TÄ> ee nTÄ. n€^Ö5 •w.epe T€KK?V.HCies. Jv-yto Ä.qTÄ.&.q ^*^poc 26 ^^ eqeTMoc 
e&.qR&.edipi7e mmoc jitm nÄWRM MnMOOT 27^£j^^<^ eqeTd^ge TeRR?V.HCi&. nÄ,q 
ep&.Tc ecTÄ.iHT ejün. \&,ev-y n-jiw^Ai ngHTc h too^m h Xä^ä-tt ng^wJfc nxeigc ä^^VAä. 
's.cKiy.c eceigione ecoTÄ.Ä^fe diTU) nÄ-TTw^M 28Qjig£ ^^ ^ujoir engooTTT ejuepe 
neTgioMC nTeige nee nneircüiMA. neTMe nTeqcgiMe eqMe MMoq 0-yÄ.Ä.q 29 j^^» 
ne X&.&.T «7i.p ene^ MecTe neqcÄ.p^ (sie) ä.Wä. ujdwqe^-Xnei mmoc nqcÄ.noTrigc 
Kee Mne^Qc nTeRR^HciÄ. ^o^g ^no^ j^j^^£7v.oc MneqcoiMÄ. 3i £t£j£ p[^j pip^jj^^g 
ndwRdv neqeicoT nccoq mh TcqMÄ.Ä.T nqTocxs'e MMoq eTeqc^iMe nceujüjne Mne- 
cn*.Tr eTCÄ^pa (^sic) noTtoT ^2 neiMTCTHpion oTno«? ne Ä.nÄ.R (sie) «^e ei'xto AiMoq 
ene^Ö5 -^"^ TCRR^Hcid. 33 nAnn nTtoTn gtOTTHTTTn noTÄ. noTdk. Md>.peqMep€ 
TeqcgiMe nTeqge TecgiMe *2k.e ecep goTe £HTq Mn€C£&.i 

Chapitre vi. 

inujnpe ujhm cü>tm nc*. neTneioTe gM n-xoeic ndwi <7Ä.p ne n-^iRd^ion 
2 MÄ.Td>.ie neReioiT Mn TeRMJs.&.Tr exe tä^i Te Tigopn ennTo^H (sie) gM nepHT 
3«€ epe nneTnö».no7rq nÄ.uja)ne mmor &.Tfüi nc»p oirnos' noToeiuj gi-XM nRdk,£^ 
^ neioTe Mnp^ noir&c nneTntynpe &.Wd>. CÄ-noTrigoir gn Tecfio) mw jitokSio mu- 
-xoeic ^ ngMgevA. cüjtm ncew neTn'sicooTre rä^tä. CÄ.p^ gn oirgOTe mk. oTCTOiT 
gii oTMnTgis-nXoTrc nTe neTngHT g^wc eTeTno Mne^Q^ ^ ^ o'TMnTeiÄ.<5'&.-yoToii 
Ä.n goic peq&-pecRe nenpioMe ä.?V.?Vä. goic gMgÄ.?V. Mne^Q^ CTeTneipe MnoTra>[g 
MnnoTTTe gn TeTnx^rir^H THpc '^ gn OTTUiT ngHT gtoc eTeTno ngMgÄ.X Mn-ro- 
eic npcoMe &.n ^ eTeTncooTn «xe n^.c'dk.eon eTepe noTd». noTTÄ. ndwdtÄ.q qnÄ.'xiTq 
efioAgiTM n-Äoeic eiTe gMg&.X eiTe pMge ^ n-sicooTe ».pipe nev-y gioTTHTTn 
nTeige nTeTnRO) ncojTn MneTn(5'tonT eTeTncooirn «e neTn-soeic Mn niooir (sie) 
gn Mnmre ivrco mmw MnTpeq-xi go gewgTnq 10 -^in TenoT <3'm<5'om gM n-xoeic 
Ä.7rco gM nÄ.M2kgTe nTeq<3'OM n-^giaiTTHTTn nTn&.ngonXi&. MnnoTTe -se eTe- 
Tno. ig<3'M<3'OM e«>.gep*<T THTTn nnjvgpn nROTc Mn'^id^fcoAoc 12 ^£ £p£ nenMi^e 
ujoon ei^n OTrfee cnoq gi c^^p^ Ä.AAd^ OTr£ie ne^p^H M.n. ne^OTCi*. OTfie rrocmo- 
RpdwTwp nTe neiRdwRe oirfee nenneTrMÄ.TiRon nTnonnpid». eTgiv MnHTe ^^ eT^e 
nÄ.1 «si nHTn nTn&.ngon?V.idk. MnnoTTe «xe eTeTnd.ujfS'MS'OM ed.gep&.T THiTTn £m 
ncgooT eeooT ee>^TeTitp goofe niM Äwgepi^T THTTn i^i>.ge &e. epjvT THTTn eTeTn- 
gecRe TeTn-^ne gn TMe eivTeTn"^ giwTTHTTn mh^cor nT-^iRes-iocrnn 1^ eevTeTn- 
ojTg eneTnoTepHTe MncolaTe MneTAwU^^eAion n^pnnn ^^ gn gwfe niM e^^TCTn- 
«I MneeTTpoon mthictic (sie) n&.i eTeTne^ujs'Mcs'OM ngHTq eetgM coTe niM Mn- 



1887.] par E. Amelineau. 105 

nOHHpOC eT*2£€pO 1^ d^TTül llTeTM'SI UTnepiRet^dw^d^IÄ. AinOT*Sd.l JvTTüi TCHqe 

juneniiÄ. eTe nd^i nc nuiÄL-xe Mnito^rTe i^ efeoXjiTtt uj(W) ihm §i conc €T€tii- 
igAnX «OTToei«! niM £m neimÄ- «».too eTCTito mottuih iipoeic em^\ (^m motm m)M 

jun T 19 Mne-Td^fTceXioH gii 07rn*.ppHciÄ> 20 n^j 

e'^npec&eire gi^poq §n MMppe -xe eiend^ppncie^^e mmoi iigHTq 21 j^^£ eT€U|U}e 
eTpd.'jtooq «xeKÄ^c «^e cTeTitd^eiMe gcoTTHTTn enivOTO) oie eip ot qiidwOTreng 

O03& ItIM epcOTU i\&\ TT^IROC HMCpiT CItCOll ÄwTTOi lfXlÄ,KOIlOC MRICTOC gM n*2S:- 

o€ic 22 nj^j nTÄ^iTnitooTrq lyd^pooTii eneijuife 'X€(r&.c €)TeTne€iM€ eiieiioTto 
dk.7roi) «qn^-pdiKd^Aci imcTiigHT ^s^p^j^j^ iinecnrnr i^iru) Td<c»&.nH mii trictic 
€feo7V.giTM nnoTTe*) 



EPITRE AUX PHILIPPIENS. 

Chapitre I. 

in&.-yAoc MH TiMoe^eoc it£Mg&.\ CMne^Q^ ^ €Tcg*.i wneTOTd^eiife THpoir £Ai 
n€^^ ic niwi CTujoon gn net^iAinnoc MnenicKonoc (sie) ä^tco H'^id^Konoc 2rr£_ 
^&.pic KHTK Am '^pHttH e&oXgiTAi nitOTTe neiieioiT mh n-xoeic ne^Ö5 ^^^n 
£MOT HTM nexnoTTe egpa^i e'SM ncTtip nMCCTre THpq *g_n nd>.conc THpoT w- 
OToeiuj niM ^ei^pojTit TnpT« eieeipe Mnd>.conc ^ ^n oTrp&.iö€ e-xn TeTitKOinuinidw 
gM neTrÄ.i7i7€\ioii "sin ujopn ngooTr ujev Teitoir ^epe hä^^ht tht c-sm nd^i -xe 
nenTd^qg! TooTq iigHTTHirTii noTgcofe eud^noTq qnev-soRq €.Si6\ ujd^ ne^ooTT 
Mnen-soeic ic ne^Q^ "^ K&.Tis. e^e cT-^iRdwioit (sie) it*^! ne Meeve end^i ^wt« Twp- 
Tn efeoTV. «xe T€Titajoon £m nÄ.£HT gpd>.i ^n nd^Mppe mk T&,noA.oi7iÄ. mii nTÄ.'spo 
Mn€Trivc»c»eAioii eTexno KCTUROimonoc THpTit hmmä-i £ti Te^d^pic 8nÄ.MiiTp€ 
c«Ä.p ne nwoTTTe nee e'^oireig thtth THpTii £ii MMnTujJvngTHq Mne^^ ic 
^ A.Tto eiiyXHX enevi «seRÄ-c epe TeTii&.c*Ä.nH p goTo €mä.t€ cmö^tc §m ncooTn 
Mit ökiceHcic niM 10 eTpeTiv^oRiM*^7€ nneTp not^pe -ÄeRewc eTeTiteujwne €T€- 
TnTMHT cmh ito£i€ -xi epcoTii ^m negooir Mne^^ 11 eTeTn-sKR efioX MnRevp- 
noc HT-xiRdviocTTitH nefcoA.giTii (sie) ic ne^Q^ cneooir Mit nTÄ.eio MnitOTTTc 12 t^« 
OTUJUj «xe cTpcTiteiMc itivcitHT «se ite"^ ngHToir ekTigoine itgoTo eTrnpoRoiiH (sie) 
MneTrÄ.c»iTe\ioii ^^ ^ojctc nd^Mppc itceoTruiitg^ efioX £M ne^Ö5 ^.-'^^^ nenpdkiTwpioii 
THpq Mit nRCceene THpq i*ivT(jo ne^oTO ititcciiHTr ctjm n-soeic cttthr itgHT 

nitdiMppC WCCToT^Md^ ngOTO d^-SIl gOTC CJCüi MHUJdi'Se MHItOTTC l^gOIIte M€Il 

€Tfe€ OTt^eoitoc Mit o-y^Tcoii geit ROOTC «^e egitÄ-TT c€TÄ.Ly€0€iuj Mne^ö^ ißgoi- 
ite M€it efeo^git OTTÄ^iTÄ^nH eircooTrit -xe €irh e^pd^i cT^vnoAoirid». MneTr&.ciT€Xioit 
1'^ £€it RooTc "^e ^n OTT-^TOin CTTevujeoeiuj mhc^qc git. ottMo Jvit CTMceire e- 
TOTitec OTeXit^ic itiiÄ.Mpp€ i^eujÄ^pe ot c»d^p ujoine n^Hit «e £it cmot itiM 
€iT€ ^it oirXois'e citc £it OTTMC c€TÄ>igeociuj Mne^ö^ evTco '^p&.uje £m na^i ä^ttoo 
oit '^iiÄ.pÄ.ige 19 '^cooTit «xc ose m^x itÄ.ujaine ite^i eTroT-SÄ.! (sie) efioAgiTM nc- 
Titconc Mit T^opH<7iÄ. MHeiiitÄ, nie ne^ö!^ 20 kö>.tä. nd>.<ycoujT €.ho\ Mit Td^geA- 

*) La fin de ce verset et le dernier manquent. 



106 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [III. Heft 

nie 's.e nitei'si ujine £ii Aä-ä^tt d^XAei^ gM nd^ppncid^ ihm nee itoToeiuj wim qn&,- 

2vId.€I Oll TeilOT ItO"! ne^Ö^ gM n&>CUiMd^ eiTC £M nTpö^WUg^ €IT€ ^m nTpa^MOTT 

2inu)ng f7&.p eTujoon ii&.i ne ne^^ ^w^roL> npÄ.(sic)MOTr oirgHir ne 22£^^£ nTpd».- 
wttg^ -^e ^ti Tc*.p^ nöwi o7rRi>wpiioc «2vi iig^wfe ne eie d.uj ne'^nes.coTnq n'^cooTn 
d.it 23ceö.MÄ.gT€ "^e AiMOi €OTriiTA.c juM&.T AinoTüiUj MnectiÄwTT n6oi)X eiioK 
cigoone mii ne^Q^ c^cotii c«&.p iigoiro '^^n&ij:* r^c on gn Tc&.p^ oTrÄ.ni».c«Kei.ioii 
ne eT^ie thtttk 25 e^-yto eind^gre ene>.i ^coottu «se '^udw(5'a> «».TOi '^«A.-MOTrii e£to7V. 
itMMHTii THpTii eTeTunpoKonH (sie) Mit npd^iye nTeTtinicTic 26 ^£ ep£ neTii- 
ujoTTUjov p g^oTo ^M ne^Q^ IC iig^HT giTM nTpÄ.ei on igd^ptoTn 27J^^Q|^o^^ j^iootge 
£M neMnuji», M^elr^vu^7€Alon Mne^Q^ 'xeKes.c eiTe £iu}js.iiei enÄ,-»* epuiTii eiTe n^ 
gÄ.Te THTTTii Ä,ii T&.ctoTM eneTiiOTTwx eTeTiidkOepe^T thtth on oirfmÄ. hottca^t 

Mit OTTX^TT^H ItOTTtOT CTeTItd^r'tOIlITe CTniCTIC MneTAwrU^eAlOlt 28 HTeTttp OOT€ 

AevdwT i».n £iTii iieT"^ oT^Hit eTe ndwi ne njueveiit MncTTj^Ro itTWTit «xe otott's&.i 
liHTit ne Ä^TTco nd.1 oirefioXgiTM nitOTTe ne 29 ^^ Ä.T^^s.pi're itHTii g*. ne^Q^ 
enicTe^e mmä-tc e^ii epoq evAX&. eujn gice oit e-xojq 3o eo-ym-HTii mmä-tt m- 
neie^iTOiit itoTWT iioe MneiiT&.TeTitiiÄ.ir epoq itgHT TeitoT Ott eTeTitcioTM epoq 

ItgHT 

Chapitre II. 

1 conc (5'e itiM €TgM ne^^ coXcA ihm itÄ.c«*».nH Koiitaiiti&. itiM itTe neniuL 
MitTitdwHT itiM gl MitTujeK,itgTHq 2^(j^3,^ eSio\ Mnd^pd».u|e -se eTeTitÄ-Meeire €TM€- 
eTe (sie) noTüiT eoTitTHTii MM»>.Tr iiTeiÄ.c»i^nH itoTcoT eTeTito iiott^ht itoiroiiT 

OTTMeeire ItOTWT ^guT^eT^np Xi^j^-y ^^ K^».T^V OTT-^TOilt OTTe K&.TÄ. OTTMltTigOTr- 

uioTT e»iXA.&. gM nee^Miio eTeTit-xice ititeTitepHir epcoTit ^MnoT*^ noTT*^ tyiite ä^ii 
itCÄ. Teqitot^pe Ä.Wd>. Tev geit RooTe ^n&.i Meeve epoq itgHTit (sie) neTgM ne^Q^ 
Ott ic ^n*.! eqgit oiTMopt^H UTe nitOTTTe Mnqonq eTTcopn (sie) eige>.iyq Mit n- 
iiOTTe '^ ö^WiK e^qn^igr MMoq eAoK ee^q-si noTMopt^H itgMgdwX Ä.qujojne tt- 
CMOT ttpcoMe ^ &.Tra) gM nec^HMe^. d^irge epoq g^uoc pwMe &.qe£i£iioq equ|(one 
itcTMHT ujdwgpd.1 enMOTT OTTMOTT '^€. ttcTd^TTpoc ^ £tJ^£ n^j goaioq Ä. nitoTTe 
"SÄ-CTq tigoTo e^Tu) i<q^ö.pi7e ite^q Mnpiwtt eTgfjtti pevtt niM io^£k^£ ^ npÄ.ii 
nie epe nd.T niM kioX-x iieTgit MnHTre &,tü) iteTgi-sM nnd^g^ Mit neTg&. necHT 
MnK&.g^ iiitTe Xä.c niM e^oMoXoc*ei ose n-xoeic ne ic ne^Q^ eneooTT MnitOTTTe 
neiüJT 12 gojCTC nd.Mep&.Te kä.t&. e^e niö.i tTitcujTM ttoToeiuj itiM eigÄ^Te thtt- 

Tll MMÄ.Te d».It &.A\a. TeitOT ItgOTTO n'^g&.T'i THITTlt &.« glt OTgOTC Mit OTCTIOT 

&,pi gujfe eneTitoTT-Äd.! i^nn^o^rj-e ^i^^p neT»-.itepi7ei iigHTTHirTit eMnoTtouj mk 

n-XOJK efloX MnOTWUJ l* gü)6 ItIM d^.-Ztlt UpMpM gl MOKMCR ^^ 'SCRÄ.C eTCTItÄ.- 

uiwne itd..Titöfie ö^irin itd.Repd».ioc itujHpe MnitoirTe eTOTis.is.d itTMHxe itTceneiw 
CTarooTTisr ä-tto) eT<3'ooMe eTeTitÄ^-OTroiitg^ e£io\ ngHTOir ite^e ititipeqp oToeitt gM 
nROCMOc 16 cTCTiK^'eeT enujjvse Mnoiiig^ eirujoyuioTr iiä.i MnegooT Mne^QC -xe 
uTÄ.inaiT dwit en'siit'XH oTTe iiT&.iiyen gice &.n en'siit'SH ^^ i^.XA.Ä. euj-se ceoir- 
ujTit MMOi cxit Tee^Tci»^ Mit TAeiTOTpc^iÄ». itTeTnnicTic "^piiUie ».ttio '^it&.pÄ-uje 

UMMHTll THpTlt ^^ ItTOJTlt g^UiTTHTTTIt pd^UJC dwTa) ItTeTltp».Uje ItMM&.I ^^ "^MC- 

eire •^i.e gM n-xoeic ic eTiiiieTr TiMoeeoc »hth git oir&£i\H 'scrä.c epe nd^gHT gu> 



1887.] par E. Anielineaa. 107 

AiTon e&.ieiMe encTiioTUi 20 .h.uii^ Aei».evT r'*.p mm&.t eqiiHT ep.u nd^gHT nevi 
€Tit&.qi neTiipooTUj pii oTuipx 21 gp£ oirou c^evp uiai lyme itc*. neTfiioiroT iie 
nii*. nc^ö^ ic Ä.11 22 TCTneiMC -^e exeq'XOKi.uH -xg uee uoTujHpc MneqeitoT 
Ä^qp £MgÄ^X nMMd^i €neTÄ.K7iTe\ioit 23 ^^.i eye '^MeeTe eTimooTrq iiTeTilOTr ei- 
u}&.tteiM€ eiieTiyoon mmo\ 24 ^nd^^re -xe gM n-xoeic «xe d^tioK g^oiWT oit -^itHir 
gn OTeyenH ^5 ^.lonq 'i.e «se neTcujuje ne €THuooTr ujis.pcoTii iiend.t^po'^iToc 
ncoii niwUjfippg^tofi &.Tru) riJvigJQpMÄs.Toi €^€Til^>.^ocToXoc *^e ne d>.Trai nXei- 
TOTpcoc iiTd^^peiÄk. 26ej|tei^£ ^^j^^ iteqoTeuj thttu THpTu ^.to) eqMOKo eneq- 
£HT efeoTV.'xe evTCTncoiTM -xe evqiyoaite 27 n^, ^r^p a^qtyojue ivq^con e^^OTii 
enMOT &.\Xa. nnoTTe ha^ht HÄ.q (o7rd«.dwq) -Jke ii*^q *iii ä-Wa. m^i ^oa «seR&.c 
tutdk.'xi noTr\TnH e-sn ©tX-trh -^ d^iTitnooTq eye g^ii OT<5'enH "sseRi^c ed^T€Tii- 
ne^T cpoq i\T€Tiipik.ige on d^itoK g^oo itTis-igoone ö.'xit Xtrh ^Djyonq s'e eptoTii 
^M n-xoeic j« pd^ujc itiM ä.tol) itT€TnKo> hhth nndwi itTei.uiiie CTTd^eiHT ^o-j^g 
€t6€ ng^w6 Aine^Ö5 ^^qg^wn eg^OTn enAioT ed.qne'x Teqx^^H efeoTV. -sck&.c eqe- 
rxcoK efioA. MneTiiujtocoT mh T\€iTOTrpc»i2v eTujoon u}d«.poi 

Chapitre 111. 

^TenoT «ye h&.cuht pa^uje gM n-^oeic €Tpd».ceg^ ne^i on nHTit itOTgice «^.i 
&.it n€ OTwp'x -a^e itHT« ne 2 ^ ^thth eneTgoop ^ gTHTii €iiiepiTe».THC cTgooT 
"^ gTHTii enujtowT e£io\ ^^^i^on c'i.p ne ncMe iteTU|Muje g.u nemtÄ- AinuoTTc 
Ä.TÜ3 eTUj(oTigoT) MAiooir (gM ne^Ö5 ^) *>^'5'<J^i «eT(Ra^) gmii i^ti (cTces^p^) 
*RÄ.i(nep 2knoK '^R*«.) gjHi CTCÄ^p^ eujcone os-n. ReoTCw eqMeeire -xe qRto ngrnq 
cTCd^p^ &.noR ng^OTTO *<iip ^oTcJafie (sie) gM nivAieg^ ujmoth ng^ooT e^oXgM n- 
«renoc MninX Tet^irXH ii£ieni&.M€iit (sie) itge6p*wioc e£io\gii ngejfepd^ioc iit^2s.pi- 
C&.10C RÄ.TÄ. nnoMOc ßj^^^i^j^ oTROig^ einHT iic&. TeRR^HCidw Ä.iuj(one nÄ>.Tito£»e 
RÄ.TÄ. «i^iRÄ^iocTim €TgM nitOMOc '^ dwWd. HH en.€Tigoon n^\ ngHT i.ionoTr 
(iio-!r)oce eTfce ne^^ ^ dw?VÄd^ '^wn &€. ngiofe ihm -xe gen oce ne exfie negoiro 
Mncooirn Mne^QC ic n^.'xoeic n^wi nTÄ.i^ oce n(g^a)£i n)iM eT£iHH(Tq) ^wn m- 
(moot THpoT) egen \&.&>Tr (nyge£ie 'seR^K)c eic^ (£.f*^ Mne^^) ^ ivTrix) ncege 
epoi ngHTq eMMnT&.i mmä.t nTd.'Ä.iRÄ.iocirnH TefioAgM nnoMOc g^Tn TnicTic 
A4ne^^ T'^k.iR&.iocTnH TefioAgM nnoTTe egpivi e-xn TnicTic lOi^^o-y^ji^q ä-tw 
TffOM. MneqTCüOTn Mn TROinooniev nneqgice ei*Äi Mngpf» MneqMOT iI'scrä.c 
eieei enTwoTn elioAg^n ncTMOOTT 12 ^£ nT&.ioirto &.n e.x'x.i h ä-iottio ei-xioR e6o\ 
"^nHT -ive -xe eiCTivgo rö^tä^ ee nTj^TTd^goi g^iTJw. ne^Q^ ^^ njvcnnT d^noR n'^- 
MeeTC *.n epoi -xe &.iTd.go ^^ nd.i «xe MMd.(Te) eip noifiuj mmoi (€)ni<nÄ>^o'T 
eniÄ^coTTn «xe mmoi end^e^H einnT r&>tä. necRonoc MneR^OM MnTwgM nxne 
AinnoTTe gjw. ne^^ ic ^^ TcXeioc «Je niM MJ^pnAveeire en*<i d^Troi g^wfe \\\m eTe^ 
TndiMeeTe epoq nRecMOT m^i nnoTTe njvs'oAnq nnTn efioA. i^nXrin nenTÄ^n- 
T&.goq Aid^pnd^ge on epoq*) i^Tnrn THTTn epoi njvcnHTT Ä.Ta) nT€Tn<3'(jL>ujT 
encTMOoige nTeige RÄ-Tew ee enigoon nHTn ncMOT i^ OTrn gÄ.g iTÄ.p Moouje ndwi 
eneixu) mmoot nnTn ng^a^g^ ncon TenoT -xe '^'xui on .umoot eipiMe n'x^.'xe 

*) II manque un membre de phrase: ut idem sapiamus, Selon la Vulgate. 

Zeitaehr. f. Aegypt. Spr. , Jahrg. 1887. 15 



108 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [III. Heft 

cpe n€7f eooT £m neTujine iteTMceTre eit*^ nKd^g^ 20 ^^«011 c»&.p epe nennoXiTeir- 

lyoir n&.pÄ.uj€ ä-ttio nd^K^OM Ä,g^€pa<T thttii plt€I£€ ^m n-soeic itd».Mep&,T€ 






ClIAPITRE IV. 

gjw. n-xoeic 2 g^Ä,€io(?) '^conc mmok ^aiU)K cTTTc^e ng^evK "^tootk nMMÄ.Tr ne^i tiT- 
ÄTTuiM^e «AiMd.1 £M neirÄ.c»c«eAioii Mti nKeu^HMHc (sie) A.Tru> nucceene ttuj&p p 
§(06 iid.1 epe ueTr(pÄ.n £m) n-xcotoMe M(nam£) ^ p^^uje gjw. n'xoeic '^•xw on. 
MAioc "se pi^iye * TeTiiMiiT^evK M*wpecc(uiOTrn) e&oA. iipcoMe (ihm) &> n'xoeic 
jton eg^OTit ^ Mnpqi pooTUj Ad^d^ir ä>.\Aä. woToeiuj ihm <^m. neujAnX Mit nconc 
iieTit*.iTHMes. MÄ^poTOTuiitg^ efeoA MntlOTTTe £ii OTign £mot 6 &.Truj "^pHHH M- 
niioTTTe eT-xoce eMeeire ihm nd.£Ä.peg eneTiigHT Mtt neiiiMeeTre gM ne^Q^ ^ 
"^ TertoTT ö'e necuHTr ga)6 niM MMe g^oife ihm iiccmhoh gwfe ihm ifxiKd^ion gtofe 

IHM eTOTd<Ä.£l £^to6 IHM eTItJ^nOTTq CMOTT IHM ^S,peTH IHM TiS.eiO IHM llÄ.IMeeT€ 

epooTT 8 eTe iteiiTd^TeTricfio epooT dwTO) e^TeTit-xiToir Ä.TeTn(co)TMOTr &.-!r(jo &.- 
T€T«n&.ir epooir gp^^i n^m n&.i d^pico-y ä.-t(o nitOTTe ii'^(pH«H) n&.ujcone itM- 
MHTii 9 e^ipe^uje •Ä.e gM n-xoeic eMA.T€ -xe ÄvTeTHOTpoT ep nÄ.MeeTe nee on e- 
TeTiieipe MMoq MneTiK^M noToeiig «xe 10 «ni^-xo) mmoc d^n -se is.TeTii[uja)coT 
&noK i7e>.p eiMe gn ue"^ it^HTOTT eTpÄ.poauje ^ '^cooth ne^Mio ''^cooirn itp 

^OTO §lt £u)fe IHM '^'SOnT «gHTOT THpOT ecei egRO ep g^OTO eUJOJOJT ^^^&M~ 

s'OM gn gujfi» IHM gM neT"^ &OM itö^i 13 n^Hii KevXwc eK.TeTtt&.Ä.c e&.TeTiiROi- 
ttoinei «MMe^i eTd^eAit^tc 1^ TeTi\cooTii «xe goiTTHTTii net^iXinnHcioc -xe gii 
T&.p^H MnTdiiyeoeiuj tiTepiei efeoAg^n TM&.Re'Ä.oiH&. Mne "XiKb^T n€RK?V.Hci&. roi- 
nooitei itMM&.i e^uJ^s.'xe n^ (gi) ose eiMHTi iitujt«. oTd^TTHtrTii ^^-se gp^i 01t ^n 
e^eccdvXoiHRH Ä^TeTHTunooTT n&.i noTcon Ä.Trüi ckä.t eTÄ.^peiev ^^ ot^oti -xe 
eiiyiite iicd< nRÄ.pnoc eTouj eg^OT« eneTnuj*^'2t€ ^"^ ^^Meg "^e iiiirä> ihm ivTrto "^p 
goTo Äwi-sooR efeoTV. e^kI'Xl efeoAgiTit ene^t^pcxiToc it«eiiLTÄ.TeTitTiH\ooTc eoTC^- 
noTqe otre^TTcid». ecujHn ecpd.nÄ>q MnivoTTe 1^ ne>wiioTTe «a^e eqe-xcoR efioTV nTe- 
TW^peidw THpc RÄvT*^ TeqMi\TpMMÄ.o gii OTreooTT gM ne^^ ic i^neooT Mit- 
noTTe neiioT ujd^ eneg iinieneg g».MHn 20 tyme eiteTOTr&.2vfe THpoT ^m. ne^^ ic 
ceujme epooTii its'i itecnmr eTWMMÄ.! 21 ceujme epwTii n&\ neTOT&.&-& THpoTT 
ngOTO -xe itefeo'X.gM hhi Mnppo 22 Te^d^pic Mneii'xoeic ic ne^^ Mit neTitniiÄ. 



EPITRE AÜX COLOSSIENS. 
Chapitre I. 
1 IIä.t?V.oc n&.nocTo^oc Mne^^ ic giTM no'Ta>ui MnnoTTe Mit TiMoe^eoc 



*) Le premier verset de ce chapitre et le dernier du precedent. 



1887.] par E. Amelineau. 109 

ncon 2£-ycgd,i itneciiHT €T07r&.d.fe eTgn koXocc^v junicTOc gM ne^c T€^Ä.pic 
itHTii Mit "^pHMH efeoA^iTM nitoTTc nciieiwT ^Tiiujn gMOT HTM nnoTT€ nei- 
<0T Mneii-soeic ic ne^^^ enujAnX u|*.pa)Tii uoTroeiuj ihm * iiTepitctoTM ctct«- 
nicTic £M nc^Qc ic &.-yüi T€T«&.c«&.nH eT-xi e^oTn €iieTOTr&,Ä.6 THpoTT ^ effee 
e^eAnic €Tkh hhtii c^pd^i £n MnHTre t*wI iitä.t€tiiccotm epoc gM nuie^csc htmc 
jM.neTr&.cc»e\ioit ^na^i eTit^HTTHTTn k*.tä. e^e eTqgM hrocmoc THpq eq^^ R&.p- 
noc d^TO) €qÄ.Tr^&,iie kä^tä. e^e on it£HTTHTTii -xe negooT nTÄkTCTncoiTM «.TTüi 

e.T€TtlCIM€ €T€DQ^Ä.piC MRItOTTe gil OTMC '^ KÄ.T&> e€ llTÄ,TeTK€IMe efeoXglTOOTq 

n€nd^(^pd^ neitMcpiT niy£ip£M£diA. n*.! eirnicToc (sie) gÄ.pcoTn ne n'^id.Koiioc 
Aine^^ ^ itT&.qT*wMOit €T€T«diC»Ä.nH gM neniiÄ. ^ CTÄte n&.i g^wcoit "äih Mnegooir 
nT&.KctoTM hthAo Ä.II enig^HX g&.pu)Tii Ä^irto eiiTcofeg^ •seK&.c CTeTti&.'xcoK efeoX 
AincooTit MneqoTTüiuj eTpeTitMOOuje gn cot^i&> ihm gn TMiiTpMit^HT MnitcT- 

Md«.TIKOn 10 T€TM€MOOUJ€ £M nCMHUJ^. MR-SOeiC €IieTpÄ.llÄ.q THpq eTCTn"^ 

K&.pnoc (j^n) £w£i jiim itÄ.iTÄ.e^oii ^.ttco €T€TnÄ.iraÄ.ne gM ncooTn MnnoTTe 

11 eT€Tlt<3'M(5'OM gll «^OM llIM KÄ-Te^. nTÄ-*ÄpO MneqCOOTT e^OTIt €gTrnOMO«H WIM 
Mit 07rMllTgÄ.pUJgHT 12 eT€TUUjn gMOT KTM nCICOT gll OTTpdwige JliK\ nTÄ.qTe£M 
THTTW €£0-yil €TM€piC MnCK^HpOC nn€TOTÄ.a.fe gM nOTTOCm l^nevl IlTÄ.qil€gM 
THTTIl cfeoAg^tt Te^OTTCIÄ. MHKdvKe &.qneil€ THTTIt C^OITIX CTMUTepO MRUJHpe 

iiT€q*.iTd^nH i^nÄ.1 eitTd.it'jii ngHTq Mnca>T€ nnca e£io\ imeniiofee i^ eTe n^.! 
ne oeiKcott MniioTTe niiwTitÄ.T epoq nujpnMMice encoiiiT him iß-se gp*.» n- 
£HTq nTÄ^TcaiKT MnTHpq t\€Tg^i MnHT€ Ä.TTO) tieTgi-XM nne^g^ neTmid.Tr epooT 
Mit weTenTimÄ-T epooir *iti eiTe «eeponoc eiTe MMiiT-soeic eiTe nis,p^H eiTe 
«e^OTTCid«. eiiTÄ. RTHpq ujtone efioX^iTOOTq evirca rLTAw-ycowTOtr epoq i'^iwra) 
qigoon g&. TeT£H THpoir ä-to) ut*. nTHpq d.^epcs.Tq w^HTq i^eviru) iiToq ne 
Td^ne Mnca)M&> iiTeKKA.Hcid^ eTe n^.! ne Tivp^n japn MMice efioAg« ueTMOOTT 
fS€KdwC eqeujtone eqo nujopn h^htott THpoir ^^os.€. uTev n-xcoK THpq otcouj 
eoTTüig^ SP*^* n^HTq 20 ^^-ym efeoAgiTooTq e^eTn nTHpq epoq ed.qN.&.Tr £itm 
necnoq eMneqcTÄ.irpoc eiTe iteT^i-sM nKd^g^ eiTe iieTgii Mnmre 21 j^ttoo «tcoth 
MniOToeiuj eTeTno mu^mmo ewoi n'2Sdw'2&e gM neTiig^HT ^i ne^femre Mnonnpon 
TenoTT 'Ä.e e^qgenT thttth 22 ^j^ ncooMe^ «Teqc*.pa efioA^iTM neqMOir ene^pg!- 
CTÄ. MMtoTii eTeTno"^^^k^>wfe ä.ttco n&.TTai7V.ii eMn no£»e «äi egoTU epoiTii MneqMTO 
efeoX 23£ig^ (^sic) neTeTiievMOTrn efioA. £ii thictic eTeTn-xe ciiTe Ä.Trüi eTeTit- 
Td^-xpHTT encenoiwite mmcoth &.n e&o^gn e^eAnic MneTd.u'ueTV.ion nd<i nTA^TeTit- 
coTMeq iiTdkTT&.ujeoeiuj MMoq gM nctoitT THpq eTgd>. Tne nÄ.i nT&.'yujüine nÄ.q 
&noK nd>."!r?V.oc itunp-y^ d^-yu) ti'^id.Konoc 24rj^£|^oTj. ^^ '^pÄ.ige gn itdwMROog^ g*».- 
pwTn Ä.Tru) CfÄCxiR eJfeoTV. Mnceene imee^Ait^ic Mne^^ g^n Td^cd^pa giv neqcuiMÄk, 
€Te n*ki ne TeRK?V.HCiü< 25 ^j^j nTdiiigüjne tti>.c n<2i.id.Konoc KÄ».Td^ toiroiiomi*». 
MniioTTe «Td.qTeK>Ä.c n&.i egotrit eptoTH eTpiv'xaiR efeo\ Mnu|d>.'2te MnnoTTTC 
26 nM-y cTHpion eTgnn -sin n&icon Mit nceitcd». nitpoiMe tchott «^le evqoirongq 
cfeoA. niteqneTOTrÄ.&>£i 27 j,^, j^^^ nnoTTTe OTroiUj eTJvMOOTT «xe oir Te TMUTpM- 
Md«.o Mneooir MneiMTrcTnpioit ^n ngee^noc eTe nÄ,i ne ne^^ n^HTTHiTTii 
^Xnic (sie) MneooTT 28 .^^,1 Ä.iion eTenTÄ.iyeoeiuj mmoc eu'^ cfeo) npcoMe niM 
Ä.TÜ) enTCd<£io mmoot gn coc^id«. him -xe e«€T&.ge pojMe ihm epdwTq iiTeTVeioc 

15* 



110 Fragments thebains inedits du Nouvcau Testament, par E. Amelineau. [III. Heft 

£M neji^ ic -^ 11Ä.I €^gic€ mmoi epoq eiÄ-c^wui-^e kö^tä. Tetjeuepceii^ €T€iiepi?€i 

UgHT gl OTS'OAi 

ClIAPITRE II. 

1 '^OTtouj ui<p €TpeTiieiA*.e -se oiri>.uj m(3'ot ne n^vi^toit e'^eipe AtMoq oä,- 
ptoTii MW UETg^ii X^vo•^lK€I^«i jvm OTOii IHM €Te AinoTnie^Tr en&,go oii TCd^pa 

^CSCKevC €p€ neyg^KT MTOU CÄTTÄ^-XpOOT g^lV 07rÄk,C»d^nH iVTTUJ MIlTpMMdkO niM 

AinTcuT ugHT iiTAmTCÄ.£ie encooTii AinMTCTHpioii AiniioTT€ neiwT Aine^^Fc 
3 RA.! cTOTiigHTq w&i uis.g^toü)p THpoT ciiTcot^iJv MncooTii fiTgHn ^n&.i ei-sto 
AiAioq *2£e ime ?V*w&.t p g^Js^X MAioiTii gii geu u|£v'se euecwoTT ^euj-xe g^ii Tc«<p^ 

C&.p IV^ gCvTC THTT\l d.Vl ^>wW^. -^llMMHTll £Al ncniÜÄ. Cipd^iye Ä^TTOi ei<3'WUJT €T€- 

lUTiSv^ic Ä.TTto nTd.'xpo iixeTunicTic cT-si eg^oTTii ene^Qc ^nee <ye llT^iT€Tll•2tI 
Aiiie^QC iC n-xoeic Mooiye gpei^i ugHTq ^ eTeTii-xe iioTtie e£io?V. d^Tw cttrcot 

AlAVtOTil llgHTq €TeTUTd^*XpHT ^\ TRICTIC KÄ.T^ «e ilTe>.TTCdi£ie THTTll eT€- 
TIV*) ^^ Ä,TUJ IITIOTII €T€TllAiOOTT gll HeTUIli^.pÄ.nTa)Mew MH TMIITCA.- 

£ie (s?c) UTeTiiCÄ.p^ Ä,tjT&>iig^e7THTrTii UAiM&.q €Ä.qKU) UÄ.11 efioTV. uiiciin&-pis».nTo:)- 
.UÄ. THpoT 1^ e^vq£IU)Te (szc) efioX Aine^ipoi^pdwt^oii (sie) eTepoii ^\ w^ouAid^ 
nb^\ eiiequjoon oirfiHii i^qqi AiAioq ivtaihtc Ä.qcoqT AiAioq enecTi>wTrpoc i^tÄ.q- 
K^»w^)iq köw^htt imd>.p^H aiu we^OTci^. ^.qoirongq efiioX ei^q-SÄioq efcoX g^ii ott- 
ni>wppHci&. ugHTq**) 

ClIAPlTKE III. 
1' Ä.TrOL) £^Uj6 U!.U eT€TllöwÄ^&.T £.H HUjevse H gAl ng^Uifl UTeTlli)^d>.-T THpOT §p^i 

gAi np^ii Ain-xoeic Tc cTeTiiiyn ^aiot utm riiottc neicoT e£io\giTOOTq i^iie- 
giOAie girnoTÄ.cce imeTiigooTT uee eT€U|ige gM n-xoeic i^ngooTT Mcpe ii€tu- 

£IO.Vl€ e».TCO MnpilOTTtyC epOOT 20niyHp£ CCOTM llCiw nCTUeiOie Ki^Tiv CMOT lllAi 

m>^\ uA.p ne iioTtouj eA\.n*2iO€ic 21 hciotc Ainp"^ uo?r<5'c urteTUiijHpe «xe imey- 

OTWiVc UgHT 22 i\g.vigiv\ CüiTM llCd». UeTllSICOOire K^^.TÄ. Cd^p^ g\l OTAlllTeii^tl- 

«y^OTon. c>>,ii g^cjoc peq^^pecKe iipuiAie is.XXis. gii OTAmTgÄ.n\oyc ut€ ncTiigHT 
tTCTiip goTe g^HTq Aiirsoeic -^g^cafi uiai eT€Tuey.diivT ^».picoT £.u ncTugHT THpq 
g^coc eTCTiieipe aiavoot Aiiisoeic iipw.ue ^.u 24£t^£t^iicoo^u ^e TCTUi^Äi cfeoTV.- 
g^iT.vi nxoeic .unTOT€\o UTeK^HpoiioMid». TCTiip g.ug^Js.?V. ci\p en-soeic ne^c 
2^(n€T-:ti "c^e^p) ii<yoivc q\iis.*Äi Mn-xi ucyoiic UTi!vqd>.Ä>q Ä-Tca aimu MUTpeqsigo 

ClIAPITEll IV. 

' iVÄicooTe Ä.pi n-^iKiviou e^TU) neiycoiy uiieTHg.w2j^\ eTCTiicooini •2se 

IVTCOTU g^lOTTHfl'Tll OTlVTHTll n*SOCIC £11 Tll€ - IipOCKd^pTCpei CneUJ^HTV. €T€TllO 

ivoTiyn »poeic \igHTq g^iv oyiyii ^avot ^ eTeTUUj?V.H\ gojcoii gjxpoii «xeRikC epe 
niiOTTe oycou iiey^ii Avnpo AinuiÄ.'se eTpeii-soi MiiAiTCTHpioii .vine^c e^MHp 
CTfcmrfq ^*2sc eieoyoiigq efcoA. iiee CTtujuje epoi €UjÄ.'2£e ^.uoouje gii otco- 
t^i^. eTCTuujwii AiiieoToeiiy iid^gpu U€Tg^»£io*\. ^AA-Ä-pe ^eTllly^s.':£e uoToeiuj uia*. 
ujwnc gii OT|)(^^».pic eq-soKp ivgMoy CTpeTeTueiAie eee eTeajuje"*") 



) Lacune jusqu'au verset 13. 

) Lacune jusqu'au eh. HI, v. 8. A partir du eh. HI, v. 5 jusqu'au v. 17 cf. Woide. 
'*) Le reste niauque. 



** 



1887.] Luigi VassalH-Bey f 111 



Luigi Vassalli-Bey f 



Ich erfülle eine traurige Pflicht, indem ich den am 13. Juni d. J. in Rom erfolg- 
ten Tod meines langjährigen treuen und stets dienstbereiten Freundes Luigi Vassalli- 
Bey, Commendatore des Italienischen Kronen- und Ritter des Mauritiusordens, hier- 
mit anzeige. 

Als Conservateur des ägyptischen Museums in Bulaq und gleichzeitig als Inspec- 
teur der Nachgrabungen hatte der Lebende über 25 Jahre dem praktischen Museums- 
dienste vorgestanden und durch seine eifrige und umsichtige Thätigkeit wesentlich dazu 
beigetragen, die bestehende Sammlung durch neue Funde zu bereichern. Seinem künst- 
lerischen Talente verdankte das Museumsgebäude die stilistisch getreuen, farbenreichen 
Dekorationen seiner inneren Räume und die Wissenschaft einen grofsen Theil werth- 
voller Darstellungen und Inschriften, welche sich, ohne Hinzufügung seines Namens, in 
der Mehrzahl der offiziellen Publikationen des Begründers der Sammlungen von Bulaq 
befinden. Seine schriftstellerischen Leistungen, welche mit Vorliebe das Gebiet der 
Nachgrabungen berührten, haben den Werth sorgsamer und fleifsiger Beobachtungen, 
wie sie dem gereiften Manne eigen zu sein pflegen. Seine Arbeit über einige ägyp- 
tische Denkmäler im National -Museum von Neapel hat selbst eine historisch wichtige 
Bedeutung. 

Am 8. Januar 1812 in Mailand geboren, zog sich der Siebzigjährige von seiner 
ägyptischen Thätigkeit zurück, um in der Hauptstadt des geeinigten Italiens die letz- 
ten Jahre seines Daseins in wohlverdienter häuslicher Ruhe zu verleben. Die Erinne- 
rung an den Alten Vassalli, wie er im Volksmunde zu Kairo genannt wurde, wird 
alle, die ihn näher kannten und seine vortrefiTlichen Herzenseigenschaften zu erproben 
Gelegenheit hatten, die Nachricht von seinem Hinscheiden mit aufrichtigem Bedauern 
vernehmen lassen. 

Charlottenburg, den 20. Juni 1887. 

Heinrich Brugsch. 



Erschienene Schriften. 

J. Bachmann, Secandi philosophi tacitarni yita ac sententiae secundum codicem aethiopicnm berolinensem, 
quem in linguam latinam vertit nee non introdnctione instruxit. Berolini 1887. 44 pp. 8°. 

— Das Leben und die Sentenzen des Philosophen Secundus des Schweigsamen. Nach dem Äthiopischen und 
Arabischen. Inaugural-Dissertation. Halle 1887. 34 pp. 8°. 

— Lateinische Secundus-Handschriften aus der Königl. Bibliothek zu München. (Aus dem Philologus XLVI. 
Bd. 3, pag. 386—400). 8°. — Gegen Revillout (Comptes rendus de l'academie 1872) hält der Verf. dafür, 
dafs Secundus nicht orientalischen, sondern griechischen Ursprungs sei und aus dem 2. nachchristl. Jahrhun- 
dert stamme. 

U. Bonriant, Fragments d'nn roman d' Alexandre, en dialecte thebain. Extrait du Journal asiatique. Paris. 
1887. 36 pp. 8°. — Eine sehr merkwürdige Bereicherung der koptischen Litteratur bilden diese drei Blät- 
ter einer sahidischen Papierhandschrift, welche zu einer fabelhaften Geschichte Alexanders gehören. Sie fanden 
sich unter einigen tausend in Ichmim ausgegrabenen Blättern koptischer Handschriften, welche Maspero für 
die Bibliotheque nationale angekauft hat. 

Zeitschr. f. A.egypt. Spr., Jabrg. 1887- 16 



1]^2 Erschienene Schriften. [III. Heft 1887.] 



A. Dillmann, Über die apokryphen Märtyrergeschichten des Cyriacus mit Julitta und des Georgias. (Sitzungs- 
berichte der Berliner Akademie der Wissenschaften 1887. XXIII. 339—356). 18 pp. 8°. — Nach einer 
syrischen Handschrift der Berliner Bibliothek. 

G. Ebers, Gustav Seyffarth, sein Leben und der Versuch einer gerechten Würdigung seiner Thätigkeit auf 
dem Gebiete der Ägyptologie. (Aus der Zeitschrift der DeutscKen Morgenländischen Gesellschaft XLI. 1887, 
p. 193—231). 8°. 

H. Hyvernat, Les actes des Martyrs de l'Egypte tires des manuscrits coptes de la bibliotheque Vaticane et 
du musee Borgia, texte copte et traduction franijaise. Vol. I. fasc. 4 (pag. 241 — 332). Paris, E. Leroux; 
Rome, Spithoever 1887. 4°. — Mit diesem. Hefte gelangt der Text des I. Bandes dieses vortrefflichen 
Werkes zum Abschlufs; er enthält die Acten der Heiligen Eusebius, Macarius von Antiochia, Apater und 
Irai, Pisura, Pirou und Athom, Johannes und Simeon, Abba Ari, Abba Macrobius, Petras Alexandrinus, 
Abba Didymus und Abba Sarapamon. Eine demnächst folgende Einleitung und ein prächtiges Album 
sollen der koptischen Paläographie gewidmet sein. Es ist erfreulich, dafs ein wichtiger Theil der vaticani- 
schen Codices veröffentlicht wird; denn obwohl diese boheirischen Texte Übersetzungen aus dem Sahidi- 
schen sind, so gehören sie doch zu den ältesten und corrcctesten, die wir besitzen. Die Arbeit des Heraus- 
gebers und Übersetzers verdient viel Lob; auch seine koptische Worttrennung ist eine besonnene, aber be- 
dauerlich wäre, wenn ihm jemand das hartnäckig beibehaltene Äina.! pH'^ u. s. w. nachschriebe. 

S. Levi, Vocabulario geroglifico copto-ebraico. Vol. III. Torino 1887. 327 pp. Fol. — Dieser Theil des 
Werkes umfafst die Buchstaben m (von mh an), n, r, a (bis «6). 

A, Lincke, Vom Wiener Orientalisten -Congress 27. September bis 2. October 1886. Ein Gedenkblatt. 
Dresden, v. Zahn & Jänsch 1887. 66 pp. 8 . 

G. Maspero, Le rituel du sacrifice funeraire. Bulletin critique de la religion egyptienne. Paris, E. Leroux 
1887. 30 pp. 8°. — Aus der Revue de l'histoire des religions; an das Buch dei funerali und an die In- 
schriften des „Grabpalastes des Petuamenap" anknüpfend. 

— Rapport a Tlnstitut egyptien sur les fouilles et travaux executes en Egypte pendant l'hiver de 1885 — 1886. 
Extrait du Bulletin de l'Institut Egyptien de l'annee 1886. Le Caire 1887. 76 pp. 8°. — Enthält das 
Nähere über vielfach glückliche Nachgrabungen in verschiedenen Necropolen Ägyptens und einen unterhal- 
tenden Bericht über die Aufwickelung der Mumien Ramses' II. und Ramses' III. im Museum zu Bulaq. 

Ed. Naville, Bubastis. (Journal de Geneve du 28 aoüt 1887). — Bericht über Nachgrabungen in Teil Basta, 

in dessen Tempelruinen unter andern die Namen Pepi und Usertsen III. zum Vorschein kamen. 
P. Le Page Renouf, Conscience in egyptian texts [y]- (Proc. Soc. Bibl. Archacol. XVII. 1887, p. 207 — 

210). 8°. 
E. & V. Revillot, Contrats de mariage et Tadoption dans l'Egypte et dans la Chaldee, und: L'antichrese 

non immobiliere dans l'Egypte et dans la Chaldee. (Prov. Soc. Bibl. Archaeol. XVII. 1887, p. 167—179). 8°. 
M. de Rochemonteix, Le temple egyptien, le(?on d'ouverture d'un cours libre fait a la faculte des lettres 

de Paris sur l'histoire des peuples orientaux (19 avril 1887). Paris 1887. 31 pp. 8**. — Aus der Revue 

internationale de TEnseignement du 15 juillet 1887. 
A. H. Sayce, A dated inscription of Amenophis III. (Prov. Soc. Bibl. Archaeol. XVII. 1887, p. 196—7. 

206)." 8°. 

— Greek ostraka from Egypt. (Ebenda p. 198—202). 

— Greek inscriptions from Assuän (Ebenda p. 202 — 205). 

H. G. Tomkins, The Karnak tribute lists of Thotmes HL (Proc. Soc. Bibl. Archaeol. XVII. 1887, p. 162 

—167). 8°. 
A. Wiedemann, Inschriften aus der saitischen Periode. (Rec. de travaux VIII. p. 63 flf.). 7 pp. 4°. — 

Neue Mittheilungen über einige weit zerstreute Inschriften. 

— La lettre d'Adrien ä Servianus sur les Alexandrins. (Separatabdruck aus dem Museon). 10 pp. 8°. — 
Der Verf. hält den bekannten von Vopiscus überlieferten Brief Hadrians über die Alexandriner für apocryph. 

— On a monument of the first dynasties. (Proc. Soc. Bibl. Archaeol. XVIL 1887, p. 180—184). 8°. — Auf 
demselben werden Priester des Königs Send erwähnt. 

— The Age of Memphis. (Ebenda p. 184—190). — Eine Vertheidigung der Angabe Herodots über die 
älteste Hauptstadt Ägyptens; 

— On a relative of Queen Nub-väs. (Ebenda p. 190—193). 



Lelpiig, J. C. Hinrichs'Bche Buchhandlung.- Verantwortl. Redactenr in Vertretung Prof. Dr. L. Stern, Berlin, W., Potsdameratr. 66. 
Bochdrackerei der Königl- Akademie der Wissenschaften in Berlin (O. Vogt). 



113 



ZEITSCHRIFT 



FÜR 



ÄGYPTISCHE SPRACHE 

UND 

ALTERTHÜMSKUNDE 

GEGRÜNDET VON H. BRUGSCH, WEITERGEFÜHRT VON R. LEPSIUS, 
FORTGESETZT VON H. BRUGSCH UND L. STERN. 

XXY. JAHB&ANG. 1887. lY. HEFT. 

Inhalt: 

Einige Bemerkungen zur Ceremonie des Licbtanzündens, von 0. v. Lemm. — Varia (Suite), 
VI., par K. Piehl. — Fragments thebains inedits du Nouveau Testament (Suite), par E. Ame- 
lineaa. — Novum auctarium lexici sahidico-coptici HL, auctore Agapio Bsciai. — 
Erschienene Schriften. 

Einige Bemerkungen 
zur Ceremonie des Licbtanzündens. 

Von 

0. V. Lemm. 



Bereits zweimal ist in dieser Zeitschrift die Ceremonie des Lichtanzündens behan- 
delt worden, einmal von Erman^), das andere Mal von Dümichen^). Es ist dabei 
von diesen beiden Gelehrten übersehen worden, dafs die eine von den von Naville 
pubhcierten Stelen von Marseille 3), sowie das I.Kapitel der Ritualtexte*) ebenfalls 
von der Ceremonie des Lichtanzündens handeln. 

Im Folgenden theile ich nun das 1. Kapitel des Ritualbuches des Ammondienstes, 
von dem ich bereits den Anfang publiciert habe, vollständig mit und erlaube mir einige 
Bemerkungen daran zu knüpfen. Die Veröffentlichung dieses Kapitels wird hoffentlich 
manchem willkommen sein, da es sich nur in dem Ritualbuche des Ammondienstes 



^) 1882, pagg. 159 — 184. Zehn Verträge aus dem mittleren Reich. 
^) 1882, pagg. 11 — 16, Die Ceremonie des Lichtanzündens. 

^) Les quatres steles orientees du Musee de Marseille in „Congres provincial des Orien- 
talistes." (Lyon, 1878). 

*) Lemm, Das Ritualbach des Ammondienstes, 1882. 

Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 1887. J"? 



•cs>- 



i I 1^ III 



214 Einige Bemerkungen zur Ceremonie des Lichtanzundens, [IV. Heft 

vollständig erhalten hat. In den anderen Ritualbüchern des Berliner Museums sowie 
im Seti -Tempel zu Abydos und in den von Schiaparelli und Dümichen publicierten 
Texten fehlt dasselbe. 

U'^^^ D ^^^ (1 <5 ^ /^ /w^ 1^ 

„Kapitel vom Schlagen des Feuers." 

„Worte: Komm, komm in Frieden, du glänzendes Horausauge; mögest du dich 
wohl befinden, mögest du gedeihen in Frieden. Es leuchtet wie Ra am Horizonte und 
verbirgt die Gestalt des Set jeden Tag. Das Horusauge schlägt denselben und führt 
ihn fort. Gesetzt ist es auf seinen Horussitz. Es triumphiert Horus wegen seines Auges; 
das Horusauge vertreibt die Feinde des Ammon-Ra, des Herrn des Thrones beider 
Länder von allen ihren Sitzen. Königliche Opfergabe i). Ich bin wahrhaftig rein.** 

Der Ausdruck 1 ^ ' f=i ^^ lA »Schlagen des Feuers" ist von mir bereits be- 
sprochen worden (1. 1. pag. 9/10). Ich wies dort nach, dafs derselbe „Licht anzünden" 
bedeute. Nach Brugsch's Untersuchungen 2) wurde die Flamme wirklich durch das 
Schlagen oder Reiben eines Instrumentes an ein Holzstück hervorgebracht. Brugsch 

führt daselbst den Namen des Instrumentes an, nämlich l\ II |l<2«i j. ,, rt | (Kai. 
von Edfu) und vergleicht dazu eine Stelle aus dem Papyrus Sallier IV, wo ausdrück- 
lieh bemerkt wird, dafs das Licht nicht mit der Hand anzuzünden sei. ppp lii S 

(I^T^Ik^Pü^^^lkr^ »^'"'" [—'ecken] an dit^em T^e. 
Zünde es nicht mit der Hand an." Wir haben also in dem Ausdrucke ' w ^ ' f* 
^<^ I ][ ein Synonym des gewöhnlichem I -*€h« | j ) Jl . Wenn der Verfasser dieses 

Schriftstückes den selten vorkommenden Ausdruck ' v. ^ ' n m 'il ''^^^^t®> s° ^^t 
das wohl aus der Vorliebe der alten Ägypter für Gleichklänge und Wortspiele zu er- 
klären. Betrachten wir nun den Inhalt des Kapitels, so sehen wir, dafs es sich darin 

um eine Verherrlichung der hier ^^. J] genannten Flamme oder des Lichtes und 

dessen Triumph über Set, d. h. des Guten und Hellen über das Böse und Finstere 
handelt; indem der Verfasser den Ausdruck ' ^ ^ ' t^ ^ Ik wählte, wollte er damit 

^) Das I A soll nur andeuten, dafs hier die bekannte Todtenopfer- Formel zu 

sprechen sei. Die Worte suten du hotep äu-ä-uäb kuä finden sich im Ritualbuche des Ammon- 
dienstes am Schlüsse sehr vieler Kapitel. 

^) Thesaurus inscriptionum Aegyptiacarum. Abtheilung 2. Kalendar. Inschriften, pag. 470. 



1887.] von O. V. Leram. 115 

nicht nur das „Schlagen des Feuers", resp. das Lichtanzünden ausdrücken, sondern 
auch zu gleicher Zeit auf die Vernichtung des Set anspielen ( M (=i ^j. M und 

Dals bei der Ceremouie des Lichtanzündens Dochte verwandt wurden, welche den 
Namen A^ ^^^ X ^ 1 1 führten, ist von Erman und Dümichen nachgewiesen wor- 
den (vgl. 1. 1.). Dümichen führt ausdrücklich an, dafs » i sich auch mit \ statt mit 
lA li, determiniert findet und erklärt das h für ein Band oder einen Zeugstreifen, der 
als Docht diente. AuTserdem erwähnt der genannte Gelehrte eine Darstellung aus 
einem Grabe, in welcher die vier Todtengenien Amsei, ffapi, Duamutf und Kebsenuf 

abgebildet sind, „ein jeder das Zeichen |l in der Hand tragend, dasselbe über je ein 
Kästchen haltend E=g , wohl den Behälter darstellend, in welchem das öl sich befand". 
Ich mufs hier Dümichen vollkommen beistimmen und glaube nicht zu irren, wenn ich 
in den in der CT^nd-Inschrift (1. 7) unter verschiedenen Kultusgegenständen aufgeführten 

S ^s. X ^ "nj — ' solche Ölbehälter resp. Dochtständer wiedererkenne; man beachte 

auch die Übereinstimmung von S ^^ 8 y^ c=}j I und /^^ ^\ fi <=^ ' 1 1 '. 

Wie wir aus Brugsch's Untersuchungen wissen, existierte aufser der gewöhnlichen, 
für den täglichen Kultus bestimmten Ceremonie noch ein besonderes Fest des Licht- 
anzündens, nämlich die \vxva4'^^i welches vom 1. bis zum 30. Payni dauerte (vergl. 
Brugsch 1. 1.). Es scheint, dafs, wenn auch nicht für jede im gewöhnlichen Ritual 
vorgeschriebene Ceremonie, so doch für manche derselben ein besonderer Festtag 
oder eine längere Zeit dauernde Feier bestimmt war. Man vergleiche z. B. die im 
58. Kapitel des Ritualbuches des Ammondienstes (= Abydos, Kap. 30) vorgeschriebene 

Ceremonie des Sandausschüttens "^ liLJ ^^^^ (^ r-rr-, . ™^^ der Vorschrift des Pap. 
Graec. Taurinens. No. I, nach welcher die Choachyten bei den Festen des Ammon im 
Tempel Sand streuen mufsten oder ferner Kapitel 10 und 26 desselben Ritualbuches 
^^' iiiiiiiii o I TT lind ^ 5=^ 1 iiiiiiiir o i 



"mnmr 9 I ^ und -^'^^ iniiiiir q \ mit dem im Kalender von Esne er- 

wähnten Feste ^^ _ . 

In Beziehung zur Ceremonie des Lichtanzündens steht ohne Zweifel das z. B. im 
Denderah -Tempel erhaltene „Flammengemach" CTU ]} CTU (vergl. den Plan in Dümi- 
chen, Baugeschichte des Denderahtempels No. VIII und Pap. Boulaq. No. 17. 11. 3/4) 
so wie auch das von Brugsch, Dict. Geogr. 977 aufgeführte \ i ]][ oder \ i 

I ' ' V ^^^A^^A ' - -' 

I ][ CrZ3 (vergl. Mariette, Abydos I, pl. 45 1. 44), in welchem eine Gottheit S i t 
jjl jj verehrt wurde ^). 

^) Ich will hier nicht unerwähnt lassen, dafs in dem koptischen Martyrium des h. Victor 
mehrere Male ein "Wort ninxcoR auftritt, das mir bis jetzt in keinem anderen Texte begegnet 
ist. Und zwar findet es sich daselbst in folgenden Verbindungen: 'i^eii.Tc ÄiMoq «ujoAin? 
ncon Mnitcüjc nnno-xq eninTWK RTCiooirn „foltere ihn dreimal und wirf ihn darnach in den 
Badeofen''; nTÄqRcAeTe eno-sK eixmTCjR nTciöoTn „er hat befohlen dich in den Badeofen zu 
werfen"; neTno.no'SK *.n enii\TU>K iiTcjöoTn „man wird dich nicht in den Badeofen werfen"; 

17* 



WQ Einige Bemerkungen zur Ceremonie des Lichtanzundens, von 0. v. Lemm. [IV. Heft 



Vero-leichen wir nun unser 1. Kapitel mit den Texten des Peduämenemäp -Grabes 
und mit der Stele von Marseille. Zum ersten Abschnitte des Kapitels, welcher die 
eigentliche Verherrlichung des Lichtes enthält, vergleiche man folgende Stelle aus dem 

genannten Grabe: ^-"^T^^PK]^!^'^ "^^^'"^ Horusauge 



kommt erhaben vor dich." Die Stelle 



n 



ö'^M^Pf ^'^ ''^ ""^ ^'' 



m^ 



leider sehr verstümmelten Stelle aus demselben Grabe zu vergleichen : ^^ ' '^^ Y Y Y 
n . Erst durch diese Variante wurde mir die Lesung des hieratischen Zeichens 

'Vj in dem leider sehr beschädigten Papyrus klar. 

Der letzte Abschnitt des Kapitels findet seine Parallelen in folgenden Stellen: 
Stele von Marseille: C ^^ '^:z:p5 „es bringt zu Falle deine Feinde"; Peduä- 

menemäp: ^ ^ |=^, ^ ^ 1 ^ |=^ ^'^^ Q "^^ b"°&* ^"^ ^>^^ ^" 
Falle alle deine Feinde, deine Feinde fallen für dich". 
Zum Schlüsse vergleiche ich noch die Stele von Marseille mit dem Peduämenemäp- 
Grabe : 



-s>- pv Q (2 ^ <=>l D Q c=i:t: 



ETI] I AAAAAA n H —^ ^ ^ 



i ; 1 yj'=^ ''^^i^ „das Horusauge glänzt 
in diesem Tempel, es glänzt vor dir, es vereinigt sich an deiner Stirn". 

Peduämenemäp : g=> ^^^ ^_Pll ^ 

Stele von Marseille: i^- D , , O^ ^^^ « ...^^^ "^^ verleiht dir seinen 



Schutz, es bringt zu Falle deine Feinde". 
Peduämenemäp : ^_^ ^ 1 1 ^^^^^ ^^ ^^_^ ^=^^ 

St. Petersburg, den -^ August 1887. 



Varia. Par Karl Piehl. 

(Suite). 



VI. 
§ XLI. Le signe ^, dont le type ancien parait etre un faisceau de tiges liees 



&noK on nenT*.iä)U}M JüiuitTtoK nTciöoim g*.poK „ich bin auch derjenige, welcher den Bade- 
ofen unter dir auslöschte". Sonst tritt in ähnlichen Verbindungen immer das Wort AiÄ.n-»U)K, 
ju».nTioK auf. Georgi, Panesnew p. 181 hmä^htojk ÜTciöoirit und ib. p. XLVII niMA.n-»toR Rtc 
-fciODorni; nmTtoR für einen Schreibfehler zu halten ist kaum möglich: es ist nicht denkbar,, 
dafs ein Schreiber in einer sonst sehr sorgfältig geschriebenen Handschrift sich in einem und 
demselben Worte viermal verschrieben haben sollte und namentlich nicht, da die Stellen ziemlich 

CTJ I ^ A 
weit auseinander stehen. Ich glaube vielmehr, dafs wir in dem oben erwähnten |J ]h 

das genaue Prototyp von nmTCüR vor uns haben. Beides deckt sich miteinander sowohl der 
Form als auch der Bedeutung nach. 



1887.] Varia, par K. Piehl. 117 

ensemble^), se transcrit habituellement ou par ier |^) ou par ter^). Sans 

vouloir contester l'exactitude de ces deux lectures, au moins pour certaines epoques de 
l'histoire de la langue egyptienne, je serais dispose ä proposer pour le dit signe une 

troisieme lecture, ä savoir celle de ^^^ der. Celle -ci est appuyee par le temoignage 
d'un monument de la belle epoque hieroglyphique, j'entends le tombeau de /^^"^^^^^^^ 
ä El-Kab. Sur deux tableaux, chacun representant Isis et Nephthys dans la barque 
solaire, on voit d'une part les legendes <::i:> 1^ ^ et <=> ^^» d'autre part Celles de 
<r> ra (^) et <=rr> ^^ . Toutes les deux legendes provenant du meme tombeau, elles 
doivent etre simultanees, l'une ä l'autre. 

II me semble donc evident qu'il faut admettre pour le signe ^ la lecture 
der, au moins en ce qui concerne l'emploi qu'en fönt les textes de la XVIII® dynastie 
thebaine. 

§ XLII. A M. Brugsch revient l'honneur d'avoir fait connattre au monde savant 
le personnage du sage Amenhotep*), dont les textes des basses epoques celebrent en- 
core les merites dans des termes qui en fönt un dieu reel. Dans ce dernier role notre 
heros est represente comme une sorte de pendant du dieu Imhotep, non seulement au 
temple de Deir-el-Medineh — ce qu'avait dejä fait observer M. Brugsch — mais aussi 
sur les murailles d'une chambre du temple d'El-Assassif *). Nous ignorons les raisons 
qui ont fait choisir aux inventeurs de ce rapprochement de deux personnages d'origine 
si diflferente, plutot le dieu Imhotep ß) qu'un autre dieu du Pantheon egyptien, comme 
pendant du sage Amenhotep. Peut-etre le nom meme du dieu, a-t-il contribue ä 
l'issue du choix. Imhotep serait alors la puissance active, „immanente", par rapport 
ä Amenhotep, la puissance cachee et passive, la puissance „transcendante" — pour 
employer les categories de Kant. 

Cette divinisation d'Amenhotep a eu pour effet que son pere terrestre est devenu, 
lui aussi, dieu. La statue d'Amenhotep, conservee au musee de Boulaq, ainsi que la 
Stele en calcaire portant le nom du meme personnage et actuellement deposee au mu- 
see Britannique, nomment le pere d'Amenhotep )r7K ^ ^ ^ et ^ ^, et meme, 
au temple de Deir-el-Medineh, nous rencontrons son nom sous la forme de >r7K ^ 
^^. Ce n'est qu'ä Deir-el-Baheri que nous trouvons des preuves nettes de la 
divinisation du pere d'Amenhotep. Les deux inscriptions , publiees par Lepsius, que 
nous venons de citer, sont tres-explicites ä cet egard. 



*) De Rouge, Chrestomatie Egyptienne I, page 90. 

2) 1. 1. Cfr. ^ ^gi] (Pyr. d'Unas) = ^ o^iS3 (Pyr. de Teta). 

c^ \ *= '> 

3) Brugsch, Dictionnaire hieroglyphique IV, page 1555; et ibid. VIT, page 1332 et suiv. 

*) Zeitschrift 1875, page 123; ib. 1876, page 26. — Nous avons montre que ropinion qui 
veut conferer ä Amenhotep fils d'Hapu, rerection des deux colosses de Memnon, n'est point 
soutenable (cfr. Piehl, Petites Etudes Egyptologiques 1881, page 36). 

•■•) Lepsius, Denkm. IV, 67, c, d. En partie republie par Dümichen, Hist. Inschr. II, Vlle. 

®) On pourrait supposer qu'une confusion se füt produite entre le dieu Imhotep et le sage 
Imhotep dont parle le Papyrus Harris no. 500. 



118 Varia, [IV. Heft 

La premiere ligne du texte d se traduit ä peu pres de la maniere suivante: „Le 
juge supreme et scribe, pretre officiant^), commandant de la ville, muni de conseils, 
la rauraille excellente en fer qui protege l'Egypte, le gouverneur Amenhotep^')^ 

juste de voix, fils de Hapu, juste de voix" ( ^^^^pl)- ^^^ ^^ ^°°^ ^" P^*"^ 

a la forme que nous connaissons d'apres d'autres textes. 

La seconde ligne du sus-dit texte signifie: „Le pretre officiant, le grand, sacri- 
ficateur des sanctuaires des deux parties de l'Egypte, (qui fait) des offrandes dans les 

pays du sud et du nord dont la bouche est sage comme celle de 

Ptah, le prince Amenhotep, juste de voix, fils du boeuf Apis qui -vit de nouveau" 

( ^^'^ItJ" ^^^ ^* divinisation du pere d' Amenhotep est complete, puisqu'il 

est identifie ä Apis, le saint taureau de Memphis. 

Le texte c de Lepsius nomme Amenhotep et son pere dans la legende suivante: 

ffi I ® "^ 1 S L! / f ^ ce qui se traduit de la sorte: 
„Le scribe excellent(?), le prince, le parfait Amenhotep^ fils de celui qui renouvelle la 

vie Apis.'''' 

Le nom propre ^ v^ ^^^ varr.) est tres-frequent dans les textes et il signifie 
probablement „Apis". D'autres noms de dieux qui s'emploient comme des noms propres 
d'hommes, sont p. ex. Ra, Hör, Häthor, Amon, Bes, Mentu, Mut, Nefer-tum etc., en 
sorte qu'on pouvait bien s'attendre ä rencontrer celui d'Apis dans le meme role. Mais 

en appellant uu individu du nom de A ^ ^ , il est bien evident que Ton ne lui a 
pas attribue de role divin; de meme qu'un individu, nomme Hör ou i2ä, n'a du etre 
regarde comme dien. II a fallu des circonstances tout particulieres pour amener un 
changement aussi profond de la notion originaire, et dans le cas present, c'est evi- 
demment parce que Imhotep, le pendant du sage Amenhotep, a eu pour pere Ptah, 
qu'on a attribue au pere du sus-dit Amenhotep des qualites d'un dieu. Le juge Hapi 
portant un nom tres-respecte par les croyants, on s'explique aisement qu'il a ete rem- 
place par le dieu Hapi, ä plus forte raison que Hapi est tres apparente (pour ne pas 
dire identique) ä Ptah. La legende a eu une large part dans ce developpement qui 
a exige des siecles pour arriver ä son but. 

Du reste, si le dieu paien Buddha 3) est entre comme saint dans l'eglise chre- 
tienne, rien d'etonnant ä ce qu'un particulier egyptien ait pu etre admis au Pantheon 
des Egyptiens de l'antiquite. 

§ XLHI. Les Denkmäler 4) nous donnent le debut d'un conte qui a trait au roi 
Ai. La forme des expressions qui s'y emploient rappeile certaines tournures que nous 
rencontrons tres souvent au Pap. d'Orbiney, au Pap. Sallier no. 1, etc. J'ai tenu ä 
relever cette petite particularite qui jusqu'ä present est restee inaperpue. 

§ XLIV. M. Ermau (Ägypten I, p. 243) a emis l'opinion, que la ville de Mem- 

1) La forme ! w i '^ du groupe qui le plus souvent s'ecrit ^^ © merite d'etre notee. 

^) La publication de Lepsius contient ici une faute (1 ^, au lieu de (1 ^ ^ • 

3) Max Müller, Essai sur la mythologie comparee, trad. Perrot. 
*) III, 114, a; le texte provient d'une grotte de Panopolis. 



1887.] par K. Piehl. 119 

phis a emprunt6 son nom, partaat son existence, ä la pyramide du pharaon Pepi I et 
ä la ville qui lui devait son origine. Cette decouverte qui est de Celles qui, une fois 
faites, par suite de leur clarte n'ont pas besoin de preuves, nous force d'abandonner 
la tradition classique, suivant laquelle Menes serait le fondateur de la vllle de Mem- 
phis^). Je serais fort dispose a croire que cette tradition derive d'une etymologie 

populaire, qui aurait rapp röche le nom egyptien (I du pharaon en question, de 

celui I / \ O de la ville ; etymologie qui aurait eu pour analogie (dans le sen- 

timent de l'egyptien qui l'a creee) des noms de villes, formes par composition d'un 
nom de roi ou de dieu — car Menes pouvait encore sans doute aspirer ä cette der- 
niere dignite. II ne faut pas aller bien loin pour rencontrer des noms de villes de 
cet ordre. Je fouillette le dictionnaire geographique de M. Brugsch et y rencontre 

des noms de villes, tels que p. ex. les suivants ( ©^^^-c^^^ 1 aw^ ^ (Dict. geogr. 

page255), (^V^;^] J ^ (ibid. page 340), (i^^^]^© (ibid. page 559), 
(PJ'^i:^»^ j "^ "^ ® (ibid. p. 469) et beaucoup d'autres, dont quelqu'un a pu servir 
de point de depart d'un developpement, par suite duquel le nom de ville I /\ , 

le opfjLc^ dyaSrwv de Plutarche^), est arrive ä etre explique comme le „T de Menes" ou 
„Menes en T". Une pyramide I /\ etant du reste connue comme ayant appartenu 
au roi (offu J, pyramide qui probablement etait situee tres-pres de celle dite T 

/\ , il est fort possible, que cette circonstance ait pu de meme contribuer ä aug- 
menter l'autorite de la sus-dite etymologie populaire. 

Selon le dictionnaire geographique (p. 561), Memphis a quelquefois eu un autre 

nom, egalement emprunte ä une pyramide, j'entends celui de !'=='• Cette der- 

niere pyramide est situee tout ä cote de celle de Pepi I. J'ai meme rencontre un 
troisieme nom de pyramide, egalement applique, comme designation, ä la ville de 

Memphis, ä savoir celui de T /\ ^). Cette derniere pyramide, suivant la theorie emise 
par M. Maspero*) que „les pyramides sont classees, pour ainsi dire, du Nord au Sud", 
ne devait pas etre tres-eloignee des deux sus-mentionnees de Mer-en-ra et de Pepi I. 
De ces circonstances, on pourrait peut-etre conclure, que, ä partir du milieu ou de 
la fin de la VI^ dynastie, c'est-ä-dire l'epoque vers laquelle nous reportent les plus 
modernes de ces pyramides, le district qui correspond ä peu pres au territoire et aux 
dependances du village de Saqqarah de nos jours, a eu une prepouderance marquee 
sur les parties environnantes de ce que nous designons sous le nom general de Mem- 
phis, une preponderance qu'il a su garder pendant longtemps, dans les siecles suivants. 
Maintenant ä quoi cette preponderance est- eile düe? — au splendeur de la ville, con- 
struite par Pepi I aupres de sa pyramide ä lui? ä une destruction par incendie ou 



1) Herodote II, 99. 

2) De Iside et Osiride, chap. 20. Cfr. le mot egyptien (J ] «port' 

3) Recueil de Vieweg, vol. II, page 72. 

■*) Bulletin de l'institut egyptien, No. 6, page 5. 



120 Varia, [IV. Heft 

par un autre accident des parties plus au nord de la ville de Memphis? ä la date 
relativement recente^) de la necropole de Saqqarah, comparee aux autres necropoles 
memphites? — nous n'en savons absolument rien. — Ce que nous tenons pour assurä, 
c'est qu'il faut abandonner la tradition classique suivant laquelle le pharaon Menes est 
le fondateur de la ville de Memphis. 

§ XLV. Une statue en granit gris, conservee au musee de Boulaq, porte les 
inscriptions suivantes : 



iA>i^.^sei^]fsi^ I ^c;:^2gi 






V / A/VWW 

I 









^) Cfr. Maspero, L'archeologie egyptienne, page 136, oü 11 est dit que la pyramide meri- 
dionale de Dasbour appartient ä Snefrou, et qu'il y a des chances pour que le groupe entier 
de Dashour remonte ä la IIP dynastie. 



1887.] par K. Piehl. 121 



•fV ■■C^>~ °^-=, <:^> rm "=1 "^^ "^^ ■? in fk <^^^^ ^.AAAA AAA^A^ AAAAW l\ R AAA^AA v' Q § fl 



a) „Le nourricier^) du roi de la Haute Egypte, le gardien du roi de la Basse 
Egypte, le gouverneur du seigneur des deux mondes Psemtek qui vit eternel- 
lement, le chef du depot Ar-hor-aä, surnomme B.ä-nefer-ab-nefer. II dit: 
O Osiris, dieu graud (ou peut-etre: V niench „bienfaisant") parmi les dieux. 
Je suis ton serviteur, qui marche sur tes pas, et qui n'a jamais fait ce que 
tu detestes, j'ai adore celui que tu aimais, j'ai rendu des honneurs ä tout le 
monde. Je viens ä toi, sans avoir peche, ni fait de mal, ni porte de faux 
temoignages (?) J'ai ete le bonheur des hommes et la joie des dieux ,_ je suis 
protege, pour toi, mon seigneur, il n'y a pas de denonciations ä mon sujet 
devant le seigneur des momies"^). 

b) «Son vrai serviteur 3) qui marche sur ses traces, celui qui pourvoit au bon- 
heur de sa ville et ä la perfection de son nom, le nourricier du roi de la 
Haute Egypte, le gardien du roi de la Basse Egypte, le gouverneur du seig- 
neur des deux mondes Psemtek, le chef du depot Ar-hor-aä^ surnomme Ra- 
nefer-ab-nefei\ celui qui ouvre le poing, qui est large de recompenses, qui 
fait du bien aux etres, sans etre arrete par personne, celui dont la volonte 
s'effectue, celui que tous les nobles apprecient et qui exerce des actions pieuses 

vis -ä- vis des hommes, celui qui est en recompense de ses actions, 

celui que dieu a rendu prospere sur terre, dont l'esprit lumineux est dans la 
region inferieure, et dont le souvenir est parfait dans la bouche des vivants". 

c) „Ar-hor-aä dit: „.O dieu grand parmi les dieux, delivre-moi de tous les 
maux(?), car je suis pur de bouche, franc de coeur; tout le monde me dit 
„viens en paix!" a cause des merites qu'on m'a trouves. Je detourne mon 
visage de celui qui n'a point de coeur, moi, un protecteur qui sauve le mise- 
rable du puissant. Je sais que dieu est content de celui qui fait cela". 

d) „Paroles: Salut ä toi, dieu grand, seigneur de la verite! Le prince heritier 
etc. Ar-hor-äa^ surnomme Nefer-Rä-nefer-äb^ vient ä toi. Tu vas l'amener 
pour contempler ta splendeur. II t'apporte la verite, il chasse pour toi le 
peche. II ne fait pas ce qu'abhorrent les dieux, il ne pille pas les offrandes 
des temples, il ne tire pas l'esclave de son superieur". 



*) Tous les trois titres sehet, mena et renen devaient se traduire au feminin, mais je ne 
sais pas comment alors les rendre en fran9ai8. 

2) Ici, comme en plusieurs autres passages de nos textes, nous rencontrons des expres- 
sions qui ne sont que des emprunts faits au chapitre 125 du Livre des morts. 

^) En general wi est une abbreviation de vä , cfr. p. ex. l'inscription d'Ameni de Beni- 
Hassan. L'analogie avec d'autres textes me porte neanmoins ä lire S** ^ ^^ etc. 

Zeitachr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 1887. 18 



122 Varia, [IV. Heft 

e) „Paroles: O Osiris, le prince heritier, tresorier, ami unique etc. Ar-kor-aä 

vient ä toi , son seigneur. II a fait ce -qu'ont dit les hommes et ce dont se 

rejouissent les dieux. II a donne du pain ä TafFame, de l'eau ä celui qui avait 

soif, des habits au nu. Rends son nom prospere sur terre ä l'egale de tous 

tes favoris'.'' 

Les textes de la statue de Ar-kor-aa ont ete publies par M. Mariette (Monuments 

divers pl. 29 A, 1 — 5), dont la reproduction est quelque peu incorrecte. En republiant 

le texte et en accompagnant la nouvelle copie d'un premier essai de traduction, je 

crois avoir agi dans l'interet de notre science. 

§ XLVI. Parmi les variantes nombreuses qu'a le nom du dieu Osiris, on n'a 
pas, ä ma connaissance, releve celle de ^^5 qui se rencontre sur un coflfre d'epoque 
tres-recente, conserve au musee de Boulaq, Voici le passage de texte, oü se ren- 
contre la nouvelle Variante: 

II est sur que, dans cette expression, le signe de la momie joue le role de deter- 
minatif, puisque, sur le meme monument, on trouve le passage suivant: 

La nouvelle Variante doit sans doute se transcrire uia ou, par degeneration pho- 
netique, usa, la valeur uia du signe ^^ etant fournie par un autre passage de notre 
inscription, ä savoir le suivant: 

J'ai dejä fait remarquer (Zeitschrift 1883 p. 132) que nous pouvons de tres-bonne 
heure constater la chute du r final du nom d'Osiris. C'est un exemple tres-r^cent de 
la meme particularite qui nous est ofiert par le coffre de Boulaq. 

§ XLVIL La Stele d'Apis, No. 2316, du Musee de Boulaq. Cette inscription, 

qui a ete tracee en caracteres rouges sur une petite plaque en calcaire, n'a pas ete 

jusqu'ici publice. Elle merite, en partie, d'etre connue, pour le language qu'elle pre- 
eente. La voici: 






I jc^ - jc " • ' cJr TT r7^ *— — ' 51 rf y=^ W^ n fWA 

Traduction: „L'attache ä Hapi, l'Osiris, pere divin, prophete de Thoth PtoÄ-^o^^j?, 
fils de Niku-mi-neteru, enfante par la dame Renpü-nofer. II dit: Celui qui accom- 
pagne dieu est en bonne memoire. Mon nom est parfait, parce que je lui obeis — 



1887.] par K. Piehl. 123 

fiur terre. Je marche sur son chemin sans ecarter sa justice (?). J'ai fait faire un 
palais ä Hapis dans le bei Occident, rien de pareil n'a ete fait auparavant. J'ai rendu 

son ^) juste devant tout le monde. Ma recompense pour celä: mon 

fils est mis sur mon siege, eternellement" 2). 

§ XLYIII. Le musee de Berlin possede, sous le numero 281a, un petit fragment 
de Statue — piedestal en calcaire — qui n'a pas encore ete public. M. Erman, ayant 
eu l'obligeance de me permettre de copier ce monument, je prends la liberte de le don- 
ner ici. C'est un specimen de plus ä ajouter aux peu nombreux^), que nous a con- 
serves l'art egyptien de la ville de Mendes. 

Les petits textes de notre monument sont disposes autour et au-dessus du pie- 
destal. 

a) Autour du piedestal courent, se rencontrant au debut et ä la fin, les deux 
inscriptions suivantes : 

\ ^^AA^ w^/vN .B*^ ® J^ 1 I S=5 ^ 1 

b) Les deux textes, traces au-dessus du piedestal, ont la teneur que voici: 

^ U K r 3 ^z:^ H i ^ Himi .ww. ^ im 

Traduction : 

a) „O vivants sur terre de ce sanctuaire de /ta, dites: Qu'une 

ofifrande royale soit accordee par Osiris, seigneur de Mendes, dieu grand, 



^) Le mot ^ est nouveau. Je le regarde comme forme dialectale du groupe 

bien connu 22.- ^^ faut-il y voir une Variante d'ecriture de ^ ? 

2) C'est Sans doute notre stele que mentionne M. Wiedemann, Äg. Geschichte, p. 656, 
note 9. Mais son possesseur s'appelaif Ptali-hotep, non pas Neku-mer-neteru, comme dit le 
sarant auteur. 

3) Voir mon memoire „Deux inscriptions de Mendes", insere dans le Recueil Vieweg HI, 
page 27 et suiv. A la page 30 du dit article il faut lire dans la presque derniere ligne hiero- 
glyphique, ^^^^"J;^. 

18' 



124 Varia, [IV. Heft 

seigneur d'Abydos, en pain et en biere, en boeufs et en oies, toutes les choses, 
bonnes et pures, au devot T'a-ba-neb-ded-n-äm, juste de voix; et dites: O 
vous, qui etes aimes par vos domestiques, que vous reposiez plus tard.dans 
le pays de la vie". 

„Ce fut quelqu'un qui aimait son seigneur et qui est vivant et qui est 
prospere, et qui entre dans la syringe de la region inferieure de l'Occident — 
que le devot T'a-ha-neh-dedu-n-äm^ juste de voix". 

b) „Le vrai parent royal T'a-ba-neb-dedu-n-ärn, juste de voix, ne de la dame 
Tachut. II dit: Je fus l'ami de mon seigneur, qui me favorisait chaque jour; 

quant a ". 

„Le vrai parent royal T'a-ba-neb-dedu-n-äm, fils du chambellan du dieu 
Thoth Chetusu ....(?), juste de voix. II dit: Je fus l'ami de sa saintete, 
chaque jour, sans jamais manquer de travailler dans Tinteret de ma ville". 

On voit bien par les inversions^), qui se voient dans notre texte, qu'il appartient 
ä l'epoque des Saiites. 

§ IL. rO o /,• Ce groupe, qui se voit dans deux passages de l'inscription du 
roi e^-yptien Pianchi, n'a pas ete insere dans les dictionnaires. MM. Brugsch et E. de 
Ivouo-e, les eminents interpretes de ce document remarquable, ont tous les deux hesite 
ä donner droit de cite ä notre groupe. Mais tout en reconnaissant la grande valeur 
de la traduction des deux savants, je ne puis partager leur maniere de voir, quant ä 
ce point special. Voici les deux passages, oü j''ai releve le dit groupe: 

(Stele de Pianchi, ligne 14) ^ ^ ^ j J ^ ^ ^S^, ^ ^ ^ ^ f^^ 
„L'homme que tu as envoye, il est victorieux, il repousse les multitudes". 

(Ib. Iigne21) ^^^^-J(l^^Ivip,T,^f : »Lorsque 
la terreur prit le reste, ils se sauverent vers la basse Egypte". 

Dans le premier des deux exemples, l'expression W '^ ^~ est tout-ä-fait inde- 

AAAAAA pj-| A-< 

pendante de HD aa/wna "^^V qui suit. On peut comparer des passages comme ceux-ci: 
a) jj,„^^'^'^'4^'--^^-='='0 'ft=^^ö"^ ^P S (Rei. 

nisch, Die Stele des Hierogrammaten Schay, pl.); b) w | <2 ^ ^^ *^^^ 

^^ (Lepsius, Denkmäler m, 128, 6); c) ^ ^ J, ^ ^ ;!, ^f^ 
(Dümichen, Histor. Inschr. II, 47, c. 6, cite par Brugsch, Wörterb. VI, p. 768) — oü 

^^^ (resp. ^:z^<5) W forme une expression finie et independante. C'est une 
metaphore qui a ete empruntee au monde des animaux. II est dit du taureau, qu'il 

r"^ ^^2^ „repousse d'autres taureaux" 2), et l'expression hed-f cheper n'est qu'une 
autre forme pour la meme idee. Je n'ai pas ä donner les raisons qui ont provoque 
le choix de la sus-dite metaphore qui a beaucoup d'analogies dans les textes egyp- 
tiens. 



^) Un bon exemple d'inversion 8e rencontre p. ex. Mariette, Mon. divers, pl. 102 a. 
2) Stele de Pianchi, ligne 72. 



1887.] par K. Piehl. 125 

Le second des deux exeinples, oü se voit le nouveau gronpe, estprecede sur le monu- 
ment de Planchi par une plirase independante f I ^^^^ ^'•^^^ „ ^ ^ ü ^^ J^^ ^=K.y wS. 
I ^v V <c=>'wwv^^j; il n'y a par consequent pas de quoi traduire autremcut le 
passage en question, quo nous Favons fait. 



AAAAAA 



Le mot nouveau Fü ^ „ derive tres-regulierement d'une racine '-' r. „, qui 



AAAA^A 



renvoie au theme simple ''-' U==fl. Coinme rp '^ derive de ^ '^ '^^ FD 
(Pyramide du roi Unas, ligne 505) derive de ^ — f]. Le sens originaire de la ra- 

cine ^>=ZJ „pousser, repousser" explique tres-bien les significations des vocables 

derives, dont il est alors inutile de faire l'analyse au point de vue du sens. 

§ L. Le musee de Boulaq a dernierement fait Tacquisition dune tres-jolie statue 
de reine egyptienne. Le monument est en caleaire et represente la personne royale, 
assise en grandeur naturelle. Voici la petite inscription qui couvre la face du siege 
de la statue: 



„Le hon dieu, pbaraon Tliotmes II a fait ceci en souvenir de sa mere, l'epouse royale, 
la mere royale Mut-ne/i'it, juste de voix". 

Nous avons ici ä noter un nouveau nom de reine qui ne nous est pas connu par 
d'autres monuments, car comme reine de Tbotmes I nous ne connaissions jusqu ici qua 
la dite Ahmes. 

Un monument dont la genealogie a ete donnee par M. Lieblein (No. 623) nous 
fait voir differents membres d'une famille qui a vecu sous la premiere partie de la 
XVIII® dyuastie. Parmi les membres de cette famille nous rencontrons un fils qui 

s'appelle O A m | J et une fille qui porte le nom de '^^ Vn I M — c'est-ä-dire 

un frere et une soeur qui ont les memes noms que le roi Thotmes I et sa reine, nou- 
vellement decouverte. 

Le Caire, 25 Aoüt 1887. 



Fragments thöbains inädits du Nouveau Testament. 

Par 

E. Amelineau. 

(Suite.) 



jERE EPITRE AÜX THESSALONICIENS. 
Chapitre I. 
■* GttcooTK neciiHT MAicpiT efcoTV-^iTM niiOTTTe eTeTitMiiTcuiTn ^ "SC neii- 

&.Tru) £JM. nennÄ €tot&.ä.£i Mn. ottcot iig^HT cMevujcoq k&.tä. e^e cTeTncooTn n^e 

llTÄ.ltigcon€ MJUOC It^HTTHTTn €T£ie THTTT« ^ Ä,T(0 UTOJTM &.TeTltUJU)ne €TeTll- 



126 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [IV. Heft 

TiiTüin epon a-toj ^n-soeic e&.TeTi\('2£i) MnujÄ^'Äe (MnnoTr)T€ g^ti oireTVix^ic chä^- 
iguic (mh oir)pivuie £m n(ennÄ.) €TOTÄ.d.£i '^ g^u)(cT€) iiT£Tii«jco(ne) «cmot !tt\e(n- 
T*».T)nicTeTe TH(poTr €T)gtt TMeK.K(€'^oiiiew) Mit TÄ.^d>.iew ^n.TiK nu|d^'se c»&.p jwn- 

ItOTTTe ^COeiT £Sl0\ ngHTTHlTTll £^It TM&.R€'2i.Olliev MMÖwT€ i^lt Mit T*i^Ä.l&. JvWä. 
TCTltniCTIC CT-ÄI egOTTlt enitOTTC &>Cp COeiT gM MÄ, niM ^^üiC-^e («rc) ItTfiTMp (stc) 

^pi&. (sie) ifxe Ad.&.Tr itA.Tr ^h^oott ^'^^.p ceigd^'2&€ cTfie thtttk ite€ itT&.itei eg^oTrn 
igÄ^poiTii MMOC »».TCO ite^e itTJwTeTnKeTTHTTii enitoTTTe efioXgit ni«Ä>a)\oit (sie) ep 
gM£i>.\ MnnoTTc €TOit£^ dw-yu) AiMe iOd».-yw etytoujT efcoA n^HTq Mneqtgnpee £ioX- 
£it MnHire nd>.i itTdiqTOTriioc e^oXg^tt iteT(MOOTT ic nettTÄ.qitÄ.£Mit cfcoTV.) ^n 

TOpf7H CTltHTT. 

Chapitre II. 

1 ItTOiTIt Ci.p T€TltCOOTIt IteCItHTT ne€ HTd^ttCI CgOTIt tydipoOTIt MMOC «XC 

Mncujojne ecujoeiT 2 Ä.Wiy. ee^-ysitÄ. itg^ice ttujopn ä-tio Ä.TCoigit £« itet^iXin- 

nOC RdiTÄ. ee €TeTltCOOTlt Ä.MnÄ.ppH7ld.C€ (SJC) MMOtt £M nettitoTTc eTpettcsüi 

itHTit Mneir&.c'c^eXioit MnitoTTe git OTito«? itA^i^üiit 3 neitconc tc»Ä.p itTi^qujcone 
Ä.n efioXgit oTTnTV.&.itH oir-^e efioXgit oir&.Reved.pciev OT-^e g^it OTRpoq * ä.Wä. 

RdwTd. ee ItTÄ.TT'XORIMiWTe MMOIt cfcoglTM nitOTTC eTd>.It(g^OTTII CneTTÄ^UneXlOlt TÄ.I 

Te oe cTifsw) MMOC ^uic €neK.picR€ nptoMC d^ii d>.\Ai\. MnitoTTc nd>.i cT-^ORiMi^Te 
itneitoHT ^ Mnitujoine c»dwp eiteg^ git oTujÄ.'xe itRiopuj rä.tä. oe eTCTttcooTii 
OTT'^e oit oirAois'e mmmtmä.! to it^oiro nitoTTTC neTp MitTpe ^ OT-^e Mnitujiite 

llCdk. eOOTT ItTlt poOMC OTf^C ItTlt THTTIt OT-^C ttTIt &e '^ COTIt S'OMMOIt (sic) 

€opoiy epcoTii g^uic Ä^nocToXoc Mne^^ d>.?V\Ä. &.itujüin€ npMpd^uj ^tt TeTWMHTe 
itec €uj*.pe oTMOOite e^&.Xnei ititeciyHpe ^ t&.i T€ ee itoireui thttk egiti^it e^^ 
iiHTit MneTrivi?ce?V.ioit MntioTTTe mma^tc &.u &.Wäw iteitRe^/Tix^^H -se &.TeTitigu)n€ 
itÄK.n MM€piT 9 TCTitp nMceTe c<&.p itecitHT Mneitg^ice Mit neitMRÄ.^^ eiip ^ii 
MneoooT Mit TCTUjH «e ititeitotreg^ £ice eoTd». MMOJTit d.tfTeK.u}eo£i[g itHTit Mn- 
€yd^«?c»eAioit MnitoTTe 10 itTWTit r!Ä.p eTö MMiiTpe Mit nitoTTe ite^e itT^viiujwne 
AiMOC ItHTit iteTnicTcire ^i OTon (sie) Mit OTMitTMe ä.to) ä.«« itoftc 11 ite^e €T€Tii- 
cooTTit -xe nee ititiioT (sie) cTconc ititeT^Hpc t&.i t€ ee itconc MnoTA. noTT*». m- 

MOOTlt «vTlO enCO\c\ l^g^p MIlTpC CTpCTItMOO^e gM nCMnUJ*». MnitOTTC nÄ.1 it- 

TJvqTcoM THTTit cgOTTit CTcqMitTepo Ä-TTüi cncqcooy i^eTjfee nÄ,i dwitoit g^wwit Tit- 
ujn OMOT itTM nitoTTe jv-xit (oi-sit) «xe itTcpeTit-xi Mnygd^.'xc MncoiTM MnitOTTc 
cfioTV-oiTOOTit ^vT€TItlyo^q cpojTii noTUjÄ^'xe itpiOMC d».ii d>.iV.\d>. rä^tä. ■&€. enö^MC 
cnuidw-se MnitOTTC ne nsvi on cTeitepuei itg^HTTHTTit CTniCTeire ^^ itTWTit u&.p 
itecitHT ö^TeTnigcone cTCTitTitTwit eii€RR?V.Hci&. MnitOTTc iii^i cTujoon g^it "^ot- 
Ok^d^idw gM ne^^ IC -xe A.TeTitiyn iicTgice g^coTTHTTit efeoAgiTit itcTnpM if^Me 

R&.Tdk. ee ItItH cfloXglTOOTOTT UltlOT'Xö.l 1^ Itd.1 ItTd.TMOTO'TT MnClfXOCIC ivTU) 

iiitenpotl^HTHc 1^ . ; itgceitoc -xe cTeoTr-XÄ.! eTpcTT-xaiR 

efcoX itneTuofse itoToeiig itiM d^cncog^ «^e €gp&.i exwoT its"! TopuH ujd<£io\ 
1"^ d^iton '^e itecnHTT cd.itp neTitfioX npoc noiroeiuj ll^v otothot gM ngo gM 
noHT *.it Ä.us'cnH iigOTTO eiti^T encTiig^o £^it OTito<5' itoTujuj 18 «xe A.ttp £^It&.lt €€I 
igi^pioTit dwitOR Meit n»wT?V.oc itoTcon ä^ttw cit&.'jr &.Traj ^"^^T "^ipori it&.it it^yi n- 
cevTes.it&.c 19 f^^ iT^^p T^£ TeugeXnic h neiipeKigc h ncRXoM Mneitujoirtgolr mk 



1887.] par E. Amelineaa. 127 



poTcidw 20 uTOiTn uiwp n€ neneooT mh ncttujOTigoTr. 

Chapitre ni. 

1 (€T&€) n*.i (^e Mnneygcyw evnp ^nd^it eigio-xn M&.T^<^.« £« &.eH«&.ic 2 a^hth- 
nooT ig*.ptoTii it'^Moeeoc (sie) nencon n-^i&.Ronoc ktc nnoTTc £m n€Td.uc»eXioii 
Mne^rc enTj^-xpe thtttk &.Tr(ji) ecpnc giv T€7nnicTic 3 cTMTpe XÄk&.Tr rim g^n ni- 
eXi^ric tiTcoTii c&.p T€TticooTrit «xe wkh cnei^^wfi ^ r&.i c«Ä.p ng^2wT€ (sie) thttth 
d^nigpn «ooc «Hiit «xe ceit*.e?Vi£ie mmok rä^tä^ ee KTi^cujcane ä^ttu) TCTitcooTit 
5 eTjßie n&.i ö^hor pco Mn€ieig<5^CL> «.iTnitooir €€iMe ctctkrictic -xe mcuj^^r &>q- 
I n€ip4.7e ALuoiTn n&\ neTncipiw^e iitc neit^ice iguine en-sm-xH ^TeitOTr ^e*) epe 
TiMoeeoc €1 igd^pon e&oA^iTn thtth ä-ttio iiTcpeqTJwMOii CTeTitnicTic Mit Te- 
TnevCTÄ.nH d^TO) -xc otththth jwmä^t Mncnp nMecTC eitÄ.no7rq noTToeiig niM. e- 
TeTnoTcog it&>T €pon r&.tä. ec ^town eTnoireog «.&>Tr epcoTn. "^ €t£i€ nÄ.i &. ne«- 
£HT MTon e-Ä« THTTH nccnHTT €gpd.i e-stt evtt&.rRH niM mh T€ne\i>^ic efi'oX^i- 

TOOTC llT€TliniCTIC ^ «Xe TCttOTT THOItg^ eTeTnigd.Ki.£€pÄ.T THTTTH ^M n*XO€IC 

9 Ä.^ iT&.p nign gAiOT neTiin&.igTO-T€ioq MnnoTTe £Ä.pu)Ti\ €gp&i c-äm npÄ-iye 
CTeTitpewige jwjwoq eiSie. thtth MnMTo efioTV. MnnoTTe lo iiTeTrigH mh negooir 
cnconc €mä.T€ €TpennÄ.Tr cncTng^o dwirto ecofiTC nnguxxJT uTeTitnicTic ^^ iiToq 
«^e nnoTTC nciujT mh n-xoeic ic eqecooTTiv uTeii^iH tgÄ^pooTii 12 nnoTTe eqe- 
Tdk^e THTTn ^kTUJ eqcTpcTCTitp 00 to ^n TÄ.c»Ä.nH e^oTrii encTuepHT ä-ttu) €- 
gOTii coToit niju RÄ.TÄ. e^e iiJ>^noii eg^OTH epoiTii 13 enTiw'xpe weTwgHT e-sn ito- 
Äc £^ti oTTon AinMTo €^o\ AinnoTTTe neneiwT gn TnÄ^ppoirci*. (sie) Mnen-xoeic ic 
Aiii ncq^€TO'^r^i^w£l THpoT. 

Chapitre IV. 

1 TcnoT s'e ixeciAHT Tnconc Ä^traj TKnÄ>pd.RÄ.X€i MMtoTH £m n-soeic ic -xe- 
Ki>.c Rd^T&. ^c nTÄ^TeTit-si efioXg^iTooTn ite^e eTcigcge cTpcTiiMooige a-ttu) €&.picR€ 
cnnoTTTe R&.T&. e^e on eTeTiLucooge «£htc 'seRd.c oit CTCTup goiro 2 T€T«cooTit 
c»«^p -xe OT ne MnÄ.p4>>c«c«€?V.i*». iiT&.nT&.e^-T hhth £m n-soeic ic ^ n&.i c»Ä.p nc 
noTCüig MnnoTT€ hctutMo ecd^ge thttth e&o\ HTnopniÄ. (sie) * eTpe noT^ 
noTTA. MJUtoT« c£io €R&. ncqcRCTOc nivq g^n ottMo mw ot^mh (sie) ^ £« o-rnA.- 
eoc d^n ncnieTAiidk r&.t&> ee nitRegee^noc cTe wcccoottm Ä.n MnnoTTe ^ CTMp 
nqoTV. («ic) Aincgi &.-Tui eTjM.qe(3' neqcoii gjw. ngwfe -xc oTpeq'Xi r^ä. ne n-xoeic 
€t6€ iiÄ,i THpoT R&.Td^ e^€ nTd^ifxooc hhth ti'xitt (gopn ä-tw Ä^itp MUTpc '^ iitä. 
nnoTTTc cevp Td^gMit &.it CTr-xcogM (sie) bJWb. gn ottMo ® TenoT &€. neTÄ>e^€Tei 
Kn€q&.eeTei npü>Me Ä.11 jvWä. MnnoTTe nÄ.i on nTÄ».q"^ Mneqnit^ €totä.ä.ä 
ttHTtt 9 €T&e TMIITM&.1 con -xe HTCTnp XP**^ ^*'^) **^" ncgd^i hhth itTOiTii i72k.p 
WTCTit gen peq-xi cfeu) htm nnoTTTe CMcpe neTiiepHT ^^ THpoT eTgii 

TJU^.R£'XOnI^k, THpC TMn&-p*kR&.A€I (sie) «Xe JUMCOTIl neCKHT p gOTO 11 &.TU> COT- 

poT cctypakgT Ä.-yai e-xi gpHTii epwTn p g^ioÄ gn neTits'i'X R&.Te^ e^e nT&.iin&.- 

*) Bis hierher ist der Text nach der Handschrift der Propaganda bereits verofifentlicht 
Ton Engelbreth, Fragmenta baschmurica, Havniae 1811, p. 91 ff. 



128 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [IV. Heft 

p&.K2i^Aei HHTU 12 «2t€RÄ^C €T€Tll€MOOUJ€ eTeTllTCÄillHTTT lllld».£ptl II». nfioA d^TTUi 
T€TnTM&.2^e llXÄkÄvT 13 UTllOtrOOUJ «^e d^ll CTpCTIip Ä-TCOOTTIl iieCIlHTT CTfie lt€Tlt- 

KOTK *se imeTiiXTrnei iiee MnKcceene ctg a^iitot g^eAnic mmö^t i^ eiyxc tii- 
nicTe^re «xe i)< ic mot ä-tw ^.qTUjOTU T^^.I Te e^€ nnoTTe iieuT».-» hkotk g^woT 
^iTii IC qHJviiTOTT iiMMd^q ^^ cwsco t^ivp M.nis.\ UHTiv £Ai n«id<*2£e Mn-soeic "xe 
«witoii iicToiig^ tieTiid^ceene eT^&.ppo^^CI^x (sie) M.nos.oeic uiteitp lyopn eiiciiTJvTrn- 
KOTK Iß "xe itToq n-xoeic gu oTe^Ci^g^tie ^ii OTr^pooir Mndip^&.f7c*c\oc §n ott- 
cd^Aniua (sie) itTe nnoTTe qiiHT enecHT efcoXg^ii Tne iKiy(xt iteTMOoiTT ^m ne^Q^ 
l\^s.Tcoo^5•lt »tgopn i'^ mhuccoc e^noii neToiig^ iieTUd.ujui'sn ceiiii.Topnii ujw.MA.ir 
o\\ iieKAooAe eTooMiiT en-scoeic end^Hp ä^ttco TiiwdwUjoone miv n-soeic iiTeig^e i\ot- 
oeiuj iii.u 1^ g^toc -^e ni\pÄ.Kd.?V.ei itiieTuepHT gii it£iujdi'2£€. 

ClIAPITRE V. 

1 eTfee iieoTToeiuj •a.e mh ne^ponoc uecuHTT iiTeTitp XP''*^ ^*'^) *""• "<^£*»-* 
iiHTii 2|iT^)Tn UA-p TeTiicooirn gii oircop'x -se iie^e (tt)oTpeq'2£iOT€ nTeirujH tä^i 
Te ee eTcpe neoooT jun-xoeic iiht ^ g^O'JidwU (sic) *:^e eirujÄ.ii'sooc «xe '^pHiiH 
Mu noipot TOT€ nTÄ.KO itHT e-süiOT £^11 OTiyn nujoon nee nTii*>.j>iK€ ivTeTeer 
Ä.Troi) imcTp £io\ * WTOiTii -^e iieciiHir iieTCTii gM nnd^Ke ä.ii -xe epe neg^ooTJ* 
Tivoe THTTit nee (u)o"ypeq'2£io7re ^ uTuiTit i7&.p THpTit itTeTii nujnpe AinoTToein 
d^TTü) nujHpe Aine^^ooTT iiTeTii njv TeTUjH 2vw oT-^e Ud. nRevue 6 cvpjv s'e Mnp- 
TpeiiHKOTK nee Mnueceene e».7v.?V.ö^ Md.pnpoeic nTnnnt^e "^ neTnKOTu r^dip ct- 
UKOTR UTeTTuiH b.TfiXi neTT^s.£e eTTJvge nTeTUjH ^ evnon «^e d<non n&. ne^ooT 
M^^.pniutt^e edwU"^ gioicon Mng^coK nTnicTic m\\ TdiU&.nH mw Tn€piRet^d.\d.iÄ. n- 
eeXmc MnoTr-XÄ.! ^^e UTd^ nnoiTTe Ri>.e)<n *^ii eTopcH d.A\ev eirTd^ngo (sie) noTf- 
•XÄ.I oiTM nen-Äoeic ic i^ nÄ.i nTÄ..qM07r eTfiHHTn «jslcrä.c eiTe Tnpoeic €1T€ th- 
UROTR enecono nMMi^q n cT&e nö<i nd^pd^RöwAei nncTnepHTT ev-trto nTCTKRtoT 
noTö^ noTÄ^ MneqepHT Ri^Tes^ ee eTexneipe mmoc 12 Tnconc «^e MMcoTn ne- 
cnHTT ecoTn neT^oce ngHTTHTTn jvTroi eTnpog^icTÄ. epwTn gM n'soeic d^Tio €T"^ 
cfito nHTn 13 nTeTURdwöwT nn».£pHTn om n^oTo £^n Tevc»*«.nH CTÄie neirg^wfi Ä.pi 
eipnnH Ain ncTnepHtr 1* Tnndwnd.pexRöw\ei «xe .wMüiTn necnrnr '^ cfeio nniÄ.T- 
cfeco cenc noHTigHAi qi £2v neTS'ooia £pouj ng^HT mm OTon niM 1^ «ycoujT m- 
npTpe TVekd^T TOitofie noirneeooTr enMev noirneeooTr noT*^ Ä.Wd^ noTroeiuj niM 
noiT ncÄ. nneTn&.noTq egoirn encTnepHT evTco gn oTon niM i^ p&.uje £n oto- 
eiuj niM i'' ujXhX £n OTtop's i^ ujn ^mot §n g^oife niM n*.! <(7ivp ne no-ywiy 
MnnoTTe om ne^c^ egoirn epcoxn i^ nenn». Mnp'send.q 20 nenpot^HTii». Mnp- 
coujqoT 21 ^oAURdwTe ng^iofe niM d^Md^gre MnneTnd.noTrq 22 cd.g^e thtttu efcoX 
g^n £^üL>£i niM MneeooTT 23 H^oq «^e nnoD Te n^^pHnn eqcT^^e thttu CTeTn-sHR 
efioÄ ivTTco eqeg^^>.pe2^ eneTnnnÄ eqoTO'x Mn TeTn\\/7rx.H -w" ncTncooM*. e-xit 
uofie g^n Tnei^ppoTciö^ (szc) Mnen-xoeic ic ne^^ ^* otthictoc ne nenTdkqT&.gM€n 
ne^i on eTUdidvC 25 hcciihtt ujXhX g^woon £^&.pon 26i^cnd.'^e nneTuepHT g^n otthi 

eco7rd.«.fe 27 '^Td.pRO MMüJTn Mn-Äoeic nTeieni(cTo)\H 28 Tex^^P^^^ 

Mnen-xoeic ic ne^^ nMMHTn. 



1887.] par E. Amelineau, 129 



IP EPITRE AUX THESSALONICIENS. 

Chapitre I. 

1 Üä^tpAoc m« ciiVoTivrioc Mit Tijwoeeoc cTcgd^i iiT€KK'\H(ciiv.) iineecccÄ.- 
^oniKeTC OM nitOTTTC neitenoT Mn n-xoeic ic ne^^ 2 T€^d.pic uhtu mi\ "^pn- 
«H efeoTVoiTM nnoTTTe neneiuiT m.\\ n€it*xoeic \c ne^Qc ^ ujuje epoit eujn ^mot 
«TM n«OTT€ uoTToeiuj «IM ^^JvptoTii tiecttHT KÄ^TÄ. oc -se qAinujiv -xe ecp g^oTO 
dwi&.€i \\&\ TCTttnicTic ^K'yco c€*.ujis.i ikti TÄ<c»Ä.nH A\noTr&. noird. mmiotii eg^oTit 
eneTnepHT THpTit * g^uicowe (s?c) d^noii hthujotuiot aimoii iig^HTTHTT« gn nen- 
K^Hcidw MnnoTTe £^»< TeTng^rnoMOiiH Mit TeTnniCTic g^rt hctii'^kokmoc (s«c) th- 
poT M« iteoXiv^ic eTCTUÄwite^e k^htot ^ eTTMis-eiii (s?c) MTeKpicic mmc. mtl- 
itoTTTc eTpeTitp MnujÄ. itTMttTepo MnuoTTe TÄ.I CTeTnujn g^ice £d.poc ^ eLy^&c 
OT-^iRdwioc ne Itlt^».gpM nitoTTC eTojoifie itOTToAiVJric iiii£Te^?Vi£i€ MMtoTit '^Ä^irto 
OTTMToit itHTit MMMÄ.it iteTOToTVifec MMOOT gM no^üj^R cfioA. Mneifxofiic IC ne^^ 
€£io?V.£it Tne Mit nÄ.iTöeXoc itTeq(5'OM ^ £^it oiruiÄk.^ iikco£t eqiiÄ^"^ iaotk£»ä. itiie- 
TcncecooTTit d^it MniioTTe iieTeiicecujTM ii^tt ncd«> n€Te>wUue?V.ioit Mneifsoeic ic 
nc^öj^ ^ ^eTlt^v'2£I (itoT)2d>.n iitä^ko uja. €(neg) caihmto efioA Mn'soeic Mit n- 
cooTT iiTcqs'OM ^^ gOTd.li equjdiiiei esi coot £^it iteqneTOTd^dife d^TU) eTpcTp 
lynHpe MMoq g^it iteTnicTeire THpoir -se evTTd^itgcT TctiMitTMitTpe e-sit thtttii 
OM negooT €TMM^l^^^ ^^ evTco uujAhX enis.i itoiroeiuj ihm g^Ä^poiTit «xeKi^c epe 
ncititoTTe CTpcTitp M^l^I^s. MnTcogM JwTroi iiq-ssen thttm eSxö'X itoiroeiuj itiM €t- 
iti^iiOTq e^TTüi ng^üofc itTnicTic git ot<3'om ^2 «xckä-c eqe'si coott it^yi np&.ii m- 
nen-xoeic ic w^htthttu öwToo itTiOTit itgHTq Kd.Tiv T^*.pic MneititoT(Te) mh 
n':&o€ic ic ne^^. 

CiTAPITRE II. 

1 TCitconc -akC MMOiTit itecliHT ^iK. Tnö^ppoTciÄw (sie) Mneii-xoeic ic ne^Q^ 

».TW neilCtOOTg^ Cpoq ^ eTMTpCTllKIM gM nCTIIgHT g^ll OTS'enH es-TOi ctmuj- 
TOpTp MHT€ (sie) g^ITIt OTTRItiv MHTC (sie) glTIt OTUjevxe MHTC (sic) £^ITlt OTr€niCTO- 

?V.H efcoTV-giTOOTit ii^e "se d». negooy Mit-xoeic ^oiit eg^o^rit ^ MnpTpe Xd^Ä^Tr &e. 

p gdk^V MMtOTIt KÄ-T*. TVive^TT UCAIOT "Xe epUJJs.ltTM TÄ.nOCTd^CId. €1 ItUJUjpn JS-TCO 

itqs'wA.n efeoTV. ii(3'i npoiMC iiT^vitOAii^. niynpe MnTdiKo ^ ndwitTiRiMCitoc (szc) gt- 
•xice MMoq cxii oyoii ihm CTOTMOTTe epoq «xe uotttc h OTTon goocxe (sie) iiq- 
fioiR cg^OTit enpne MnitoTTTC iiqgMOOC eqoTwitg MMoq ^£io\ -xc oTTitoTTC ne 
^ itTCTitp nMeeire oit «xc -xiit cigevTc thttii hci'sü) itHTit ttitjvi ne ^ TeitoT (^e 
TeTticooTii MneTK2s.Te^e eTpeqf^oiAn efioX £m neqoTvoeiig "^ iiMTCTHpioit CÄ,p 
UTÄ-itoMiiw eiiepc»ei -xiit tciiot mohoii ncTKivTe^e tciiot iyai^itTeq?V.o iitmht€ 

8 is.Tu> TOTe qit&.OTu)itg^ efioA itc^i n^^iiOMOC ncTepe n-xoeic ic iidwTd.Koq ^m ne- 
nitÄ> itptoq e^TU) itqK&.Ti^pR€i (s«c) MMoq gM noTtoitg^ cfioA. itTeqndwppoTcid^ (sie) 

9 n*.! eTepe TeqnA.ppoTci&. iiToq Kd^Tev Teitcpuei (s/c) MncÄ.,TÄ.itdwC ^\ &om itiAi 
Mit itMdweiit Mit iteujnHpe it(5'o'\ lo AwTTü) g^it Ä.nivTH ivim ii-si itcyoitc itiieTiti^- 
Ti^KO e£io\ "xe MnoTUjoon epooT iiTivnÄ.nH iiTMe CTpeTOT'x&.i ^ evTroo CT^ie nd^i 
nitoTTe ites.TitivooT iidwT uoireitepuei (sie) MnAdwiiH eTpeynicTeTe en«?©^. ^^ -se 

Zeitschr. f. Aegypt. Spr., Jahrg. 1387. 19 



130 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [IV. Heft 

€TeKpine itoTTO« wim eTeMnoTnicTeire ctmc t^Wd^ ä.ttu3T h^ht gjw. n-xi n<3'ottc 
13 Ä,iiow *^e iguje epon eujn gMOT htm nnoTTe woToeiig ihm ihm (sie) gÄ-ptoTii 
IteCttHT)' MAiepiT*) 

Chapitre III. 

i-t (Mnp)Tto£^ (itMMÄ.q) 'xcKis.c €qeiyin€ i^ ä.t{x> Mnponq £^üjc 'Sd^.'xe 

Ä.\*V.Ä. ^ cfeio iid.q £coc con i^ nToq -^e n-xoeic ii'f pHitH eqe'^ «ht« n'^pHitH 
KOTToeiuj niM ^n cmot itiAi n-xoeic iimmhth THpTu i^ nÄ^cna^CMOc nTÄ.icg*viq 
UTiK&i's. nöwT^oc endki ne nM&.€iii ^ chictoXh ihm €ic£&.i (sie) uTeige i8 Te^&.- 
pic Mnen-soeic ic ne^Qc iimmhtii TwpTit. 



jERE EPITRE A TIMOTHEE. 

Chapitre I. 

1 IXä-tAcc nd^nocTo^oc Mne^Qc^ ic Kd.Tev ^OTe£C^^glle MnnoTTc nfitctoTHp 
MH ne^Qc ic TCit^eXnic 2 eqcg^es.! it-Ä-iAioeeoc (sie) n£&.K niyHpe g^n trictic t€- 
X*^P*c it&.K M« nüÄ. ivTrui '^pHUH «feoAgiTM nnoTTTe nencicoT mh ne^^ ic ncit- 
-soeic 3 KÄ.Tiv ee iiT&.ic€ncionK cTpeKS'oi gn et^ecoc eii\*.fecoK €TMdiK€'^oiii&. 
-sc euen&.pÄvUfrei'Xe ngoine ctm"^ (^ecfeü) (sie) * ä-ttu) ctm-xi £pd<T ettiigfia) Mit 

ItlU}dv'2&£ n-SüJM €Te MltTOTT ^ivH KÄ.! CT'^ Itg^CK Ujm€ CgOTe TOIKOllOMId«. AinHOT- 

Tc eTon TnicTic ^ n-soiK -^e MneiiTivTTJ!k&.T eTOOT« ne Td.c»*^nH efeoX^^ti OTgHT 

«qT^feHTT MW OTCHItei'XTCIC (sie) MH OTniCTIC eMIt £TnOKpiIt€ M£HTC 6 jt^j £T£ 
OOIUe M&.T€ MMOOTT &.TfeuiK €gpÄwI €£€11 UJd.'Se €TrUJOT€IT "^ CTOTCOUI eUJCOIie K- 

CÄ>o OM nnoAioc ncenoiei (sie) ivii niieTOT-su) mmoot ot-xc *se CTTÄ.'xpHT e-xii 
OT ^ TiicooTTii -xe 'S.e itis.iioTr nnoMOc epujcvii otä> d^e^q £^ti TeqMiiTMC ^ eqcooTTit 
Mndwi «xe iicpe nnoAvoc kh evii e^pe^i Mn'^iKÄ.ioc ei^Wii^ itd^ttOMOC mh hctcucc- 
oTnoTÄ.cce e^n ii«es.c€£»Hc mh npeqp nofee imeT'Xtog.u ä.tio (iineTTU)?V.M mk 
npeqceig cioiT) mii iipcqceuj Aievö.-»' mh npeq^eTÖ pooMC ^^ iiAinoprioc npeq- 
itKOTK Mit noooTT itiipeqoreT npwMe eAo'K nupeq'2£i ff6\ iinpcqcopK ihiot'X 

MH OUife niM eT^ Ot£i€ T€c£lCO eTOTTO'X llKiVTÄ< n€T*.UC»e\lOU MneOOT MnAlÄ.- 

K&.pioc nwoTTe nd».i ä.iiok nTÄ.TrT&>n£OTJ-T epoq i^^^iyn g.uoT htm ne"^ (^om iievi 
i\£^Qc ic neifxoeic -atc exqonT mrictoc €d.qKÄkd>>T egpd^i eT-^ies^RoniÄ. (sie) ^^ e\o 
n-SÄ^TOTÄ. liujopn ^<'^r(Ja n-xiooc'^HC (sie) ä^to) npeqcwig *^XA.dw ä^tthöw i\ö.i (*2S€ 
^.l)^w^.^^ eio iievT(cooTj;i\) i^ *wCd.uidwi «^c «(^i Tc^evpic Ainen-xoeic mh thictic 
&.-yto TÄ^ire^nH gAi ne^^ ic i^ oirnicToc ne nig«w<2£e ä-ttio qMnujew iiTd^io ihm «se 
ne^cc ic &.qei enKOCMOc ene^-u iipeqp uofse ed^iiOK ne neTUjopn 16^\^^ eTfoe 
nivi ^.Tiiev ii*.i «ÄCKd^c epe ne^Q^ ^ OTooiig^ e£io\ h^ht nujopn nTeqAiuTo*.piij 
oHT Tnpc eTpevp caiot niieTni>vnicTeTe epoq encong^ nujd^ eneg^ ^^ nppo c^e 
iHfiyev eueg^ nd^TTdwUO nnoTTe nei «.TtievT epoq A^^.T^lw^.q nTi>.io it*.q mh neooT 
og&. eiieo neneg^ g*>.MHH ^^ TeinA^pivuceXiev '^koo aiaioc h*.r egpe^i nd^igHpe 
•^iMoeeoc (sk) kä^tc^. nenpot^^HTid. CTTd^go a^mok ose ene^oKK £pÄ.i h^htot ht- 



*) Lacune jusqu'au verset 14 du chapitre suivant. 



1887.] par E. Amelineau. 131 

AII1TMA.TÄ.TOI (sie) €TllJvllOTrc ^^ coTIlTi^R AIAIÄ.T ItTRICTIC AlU TCTIiCI-XHClC CT- 

ndiiioTTc Tb^\ ivTis. gome Ke>kd.c ncwoT ä^ttuic ngd^cie ^tt trictic 20 ^^j e7refi,o\ 

Chapitre II. 
1 n*^pi>.K&.Xei <5'e §^».eH it^uifi ihm CTpeTiieipe it^e« conc m\\ (^ea. uiKnK 
Mn. g€i\ Twfeg^ MW £€n ujn £mot e£p;s.i e*Ät\ pcoM€ niM - e-sn iteppwoT mw 
OTon niM €T£n a*mi1lTIio<5' -xeKJvc eiteeipe noTe^g^e eqcs'pegr s^irixi eqoopK om 
jui\Teirce£iHc «im x\.n TMitTccMiioc 3 uö^itoTr nis.i d^Tru) qujnn aihmto cfioA. ai- 
nnoTT€ nenctoTHp ^ n&.i ctotcuj Tpe pooMe iuai coiig^ivTu) uceei encooini u- 
TMe ^ OTT*, ue^p ne nnoTTe ä^ttcl) o^r^s. ne nMcciTHC MnnoTTe Mit itptoMe npio- 
M€. ne^ö^ ic 6 nettTevqTd^Ä.q nctoTe £ä. otou him nMitTpe £ii neqoToeiiy '^ ndwi 
nTik7rKÄ.Ä.T epoq itKHp^ (sie) ä.tco «es-nocToXoc otm€ Te-^-soi jumoc u-^-xi s'oX 
*.n ttCÄ-g^ nng^eo^itoc £^n TnicTic mii TAie ^ -^otcouj cre eTpe nptoAie u|\h\ om 

MÄ. «IM €Tqei egpivi ««eT^Tl-S (eTOTd>.2v£!) ^COpiC Op(r'H M« AtOK)MCK 9He£^i(o- 

Me) «'^ge eiTKocMei £« OTCcypegr m« oiTMUTpequjine ai« oTMttTpM «oht e- 
Tp€TTCÄ.«ooTr ^n g^en g^co?V.R *».« m« OT«OTrfe h ^e« e«e mm€. h oe« ooiTe e««».- 
ige coTr«TOTr 10 ^,7v.A^v ncTeiguje ne «negioMe eT-xai mmoc -se «g^« oTMKTpeq- 
tgMuje «OTTe £it« gn gfimre eii*.«OTOT 11 Tecg^iMe M&>pec«si cfeco o« otm«t- 
pMpdwU} §pÄ>i £^« £TnoTdwCH «IM ^^ ti"^'<^AiÄ. «Ä.c Ä.« «c^iMC c'^ cfico OTT-^e ep 
atoeic enec^Äwi i^\Xd. eTpecigcane §« oTM«TpMpd.uj i^ ji^^^^m c»Ä.p ne«Td.'y- 
n?V.Ä.cc€ MMoq «igopn M««caiq e^g*. i^Ä."Ta) &'^d».M MnoTÄ.no'^H (sie) MMoq Teq- 
cgiMe "^e «TepoTÄ.nÄ>,Tdw mmoc Jvcujcone £« OTnevpik£iiK,cic ^^ c«i^oT'Sd.i -^e oitm 
ne'2s:ne ignpe eTruji)^«(3'oo ^ TnicTic m« T&.c»d.nH m« nT^fco m« oTMttTpM «oht. 

Chapitre III. 
1 OTniCTOc ne nuj&.'xe neTOTrwuj eep enicRonoc eqenee^TAU*. (sie) eTrooifi (sie) 
en^noTrq 2 ujige &€. enenicKonoc MnoTTi^g^oq g« Ai^evir «g^wfi ed^q-xi «OTcgi- 
M€ noTU>T eqTop£^«pM «gHT eqKOCMei MMd^i u|mmo «peq^ cfioi ^. . .*) ewoirno- 
ujcq Ä.« ne &.W&. eTOT£^ö.R ne e«OTpeqMiig€ ä.« ne eno"irMÄ.i £Omt &,« ne * eq- 
npogicT (sie) egp*.! e-xM neqni r*.Acoc eo'!r«Tivq «eqignpe g« OTroirnoTev«7H «^tio 
gii MnTceAiKOc «IM ^ euj-xe ott« ottä. •i.e e«qcooT« d.« Mnpo^icT*. e-sM neqni 
nÄ.uj «ge qiiÄwqi npooTUj «tcrrAhciä. MnnoTTe ^ «OTr-xuiS'e (sie) «6ppe *.« 
'seRii.c ««eq-sice «gHT «qg^e egpe^i €TRpiMd>. (sie) «Te n-^id^fcoXoc '^ ujuje «^e 
CTpequjcone eT«Td>.q mmjvt «OTM«TM«Tpe €«ix«OTc «t« «cT^ifio^ "xeRdiC n- 
«eqei egp2s.i eT«oc5'«eG' (sie) m« OT^opiS'c «Te n*xidi£»oXoc ^ «'^.lis.Konoc o« 
«^g^e «ceMKOc cMeT-xe ujA^-xe cnd^-y «ceo ev« iipcqce gi^is.g^ «npn e^e« Aid.i oht 
«igAoq iv« «€ 9 eTiiTivT MMis^TT MnMTTCTHpio« «THicTic ^« OTrcTr«ei'^Trcic (sie) 
e(c)T£ifeHTr iOÄ.Trco «*^i MÄ^poT*xoRiMd.7e MMOOT «ujopn M«ncaic MCkpoT-^id^Ronei 
eM« «oÄe Tsi eg^OTT« epooT 11 «egiOAte o« «Teig^e «ceAi«H eng^e« peq"^ uitotht 
e^n «e eT«H(^e eTO mhictoc g« g^wfc «im i- «-^livROttoc AidwpoTujcone ed^To- 
Mooc M« oTcgiAie «OTüiT €TnpogicTd. egpÄ.1 ü'x.w. ueTiyHpe AI« «eTHi 13 «ett- 

*) enoTpeq'fg^e d.11 ne Munter. 

19» 



132 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [IV. Heft 

TÄ.T'^iÄ.Koitei i7d.p KJv^üic eT-sno nd.T noTuji endwiiOTrq Mit oirnd.ppHCiÄ. enÄ>- 
fgioc g^n TnjCTic eT£Ai nc^^ ic i^n*.! "^C£&.i mmoot tid».R €i£^e?V.ni7€ (cei ujd^poK 
on) oTS'enH ^^ eujwne «^e eiuj^^nwcK -xeRÄLC cKecijue €^€ eTeujuje €moou)€ om 
HHi MnnoTTe CTe Te^i t€ T€KK?VHCl^l>. MnnoTTe CTong^ necTTrWoc (sie) ä.tü) rtä.- 

-SpO HTMC 1^ iJ.TUi g^OMoAoCOTTMetlOC OTTHOS' ne nMTTCTHpiOll UTAmTItOTTe n*w! 

Ä.TrTdkUj€oeiuj AiMoq £ii n^eenoc e^TTdwii^^oTTq £m nROCMOC d^TrqiTq €^p&.i on 

OT€OOT*). 

Chapiter IV. 

^nenÜÄ. «^e asco aimoc gpHTOic -se g^n e^d^H itneoToeiuj oTit ^ome «&c&>goiOTr 
€£!0?V.(oti Tnic)T!c eTKa> (n)gTHTr eg^eii: nitÄ. MnAevitoc mk gen cfcoj n'Xd.iMcomon 
2on oTgirnoRpicic MMHTpeq'Xi ujd.*2te nc^oA. epe TCTrcTrnei'^Trcic (stc) poKg^ epooT 
3 eTKtoXH (sfc) wsi ^i.ue Ä.Tto €TpeTrcÄ.gu)OT efecX niiari noTujM it&.i ttT&. nitoTTe 

COMTOTT CTpe MRICTOC «XITOTT glt lyn £MOT Alll iieHTdwTrCOTll TM€ ^CUJUT fTivp IlIM 

UTe nnoTTc iid<noT(oT) ivTto mmk Xd^Ä-ir cthtt efiioA. eTr*si AiMoq £11 OTUin gMOT 
^ igdwiTTMo PÄ.p g^iTM nigdv-xe MnttoTTe ctou^ Am ncui^HA. ^ n*.! €Kiyis.nKdwÄ.Tr 
€opdwi nneciiHTT Ki\*>(igtone noT-^id^KOtioc end^iiOTq UTe ic nc^^ €KC&.nÄ^)ujT 
ow nujewxe utrictic mii Tccßco €Ti\Jvnoirc t&.i iiTÄ.KOTri>w£K «cuic '^ niuiftu) 'Jk.e 

KoWw eTfilHT nd>,pd.ITei MMOOT IC<TrAlIt*.7e AIMOK €TAHlT€TCefcHC ^ TC7HMW&.- 

c\b< (sie) r^c^p MncwMis^ OTTnoqpe •a.e (stc) npoc ottkoti noToeiuj TMUTCircefiHC 
OTitoqpc «a^e (sie) noToeiuj itiM €TitTÄ.c maiä^t MntpHT Mniong ms. n^(\nbiTS' 

eTM)MÄ>Tr MW ndw nne ^ otthictoc ne nuj&.*2£€ dwirw qAi itiA«. 

10 £j^^ n^i Titg^oce Ä.Tüi cenef^itoTtyn «se Tnnd^gre ennoTTe CTOWg 

ndi! eTe ncoL)(THp upooMe) mim h^otto mrictoc ii nd^pi>.K7uei\e tid^i (s«c) *>.Trü> 
nu"^ cfeoo 12 MnpTpe Ae)<d>.Tr Kd^Tewt^ponei nTCKMitTUjHpe u^hm. isWis. igione n- 
CMOT iiMnicToc gM nuiivste neg£iHT€ £i\ Td^«7d.nH £^ii trictic gM rtMo i3npo(._ 
€^e enwuj uje^n-^ei enccnc €T€c£ko i^ MnpeKMeXei en€£.uoT eTH^^HTK n^.! it- 
Tis.TrTA.dwq iidwK giTit OTrnpot^HTid. d>.Trco nTd^Xo nits'i'x niienpecfjHTepoc (sie) 
i^Aie^HTd. (sie) iiit&.i ujoine ^n (nd^i) -xe epc TtK(npoKo)nH OTto(iig^ cfcoA. it)oToii 

niM 1^ ('^ gTHK AievTe>>.i>.)K iJwirco «äwot CKeipe ci^p (un*.! K)ttdk 

TO'y('2toR ÄiTto n)€Tcco(TM epott). 

Chapitre V. 

1 ngA^o COT dwAA*. (nd.pÄwRÄ.^)ci mmoott (gwc ciwt) ntyHpc ujhm 

ooic c(«H'y) 2 nno(5' hc^^imc (^wc) Md.d.Tr nigccpe lyHM gcoc cwnc gn tMo mim 
3 T(Äw)ei€ ne^Hp&. ne^np*». airmc * eiycone «xe oT^Hpd^ ctothtc igHpe h 
igHpe nujHpc Mö^poT-si cfioo «ujopn cigMU|e ncTHi Ä.Tüi eTOiwfce itoTTOTreio tt- 
iteTTCioTc nd.1 uiKip neTitdkiiOTfq e^Toi CTUjHn mhmto efeoX MnnoTTc ^ Te^Hp&. 
•^€ nö^MC Ä^Tü) CTS'ecT oTrd.Ä.c cg^eXniTC ennoTTC ä^toj cmhk cfcoX git nconc Mit 



*) Ce verset sc trouve dans Woide. 

Der Text 1, 14 — 3, 16 ist nach den borgianischen Handschriften bereits veröffentlicht 
von Munter, commentatio de indole versionis NTi sahidicae, Havniae 1789, p. 92 ff. 



1887.] par E. Amelineau. 133 



itKÄ^i -xe nn€TTÄ.gooT g^ii OT^Ä.*.Tr ^ euj-se otu OTra^ «a.e eitqqi MneooT (*.)« 
niteTnoTOT mä^^ict». (nats. neqni? d.q[*.p)iiN n(T)nicTOC (sie) ^ t€^h(pä. m^)- 
poTonc €itc «(ca. nec)HT ä.ii nee npoMne Mnecg^MOOc Mit OT^ivi hotojt ^^ £ep 
AiitTpe g^a^poc n^en ^femre eitJvnoiroT -se ne^l.cc^>.«lg itecigHpe «xe ite*.cujn ujm- 
Aio epoc «se Ile^vC€I^. noTepHTc m\€TOT*.d.fe -se tteevcpcaige itiicTeXifec «se ucä-c- 
coTTogc ncev g^tofe ihm €Tn*.noTOTr iinujeepe «xe u|hm ii^Hpö. nÄ>.pö.iTci mmoott 
ooTÄ^n ud^p eTigeKifSHp c-äm ne^^ uiä.tot€UJ «si ^d.i 12 eoTrnTd^T AiMdwir noT- 
od.n «e Ä.TrKÄ».Td^t^pottei nTUjopn mrictic i^ ^js^^j^ ^£ e-y© UÄ.p«THC e-xi cfeui 

€Ka)T€ enHci ot Atonon «xe eTO nd.(pc»HC ^)'Wö. MKeig(oTreiT?) ii^Tw npeqT 

eir-xw itti€TCMeujuj€ 1* '^oireiy iiujeepe lyHM -xi ^evi e-xne ujnpe ep -soeic e- 
neTHi €Tit'^ ?V.is>*^T iii^t^opMH MncT"^ ott^ihh eTpeTCd^gOTT MMOti 1^ Ä. goine ire^p 
«IM TenoT OTTd^goTT £1 ne>>,£OT MncevTÄwiiÄ^c ^^ eiycone oirnicTH eoTiiTc gen ^h- 
P&. Md.pGcujton€ epooT üviroii jwnpTpeTrgpouj GTeKKÄHCiA. -xe ecepwuje eite^HpÄL 
nd>.Me 1^ itenpecfiHTepoc (sie) €T^pogICT^v kä^.'X.coc Me^poTTa^iooTT iiottä^io cq- 
KHq (sie) nooTO -xe ncTgoce g.u nujd^.'xe Mit TGcfito i^ ne'XÄ.c f7Ä.p us"! Tcupdwt^H 
•xe iineK^eTfe oTMe^ce eqgi d^TO) «xe nepud^THC qMnujd^ MneqfeeKei i^ Mnp-xi 
RÄ.THCopid. egoirn eTnpec£»HT€poc (sie) efio\ €iMHTei (sie) MMiiTpe (citÄ>.Tr) h 
ujOMttT 20 n€Tp noJae 'xniooir mhmtö €.^o\ motom ihm «xeKd^c cpe nueceene p 
goTe *). 

CUAPITRE VI. 

* q'xoc€ «gHT eitqcooTrn Ä.n n\«kd.-y Ä.'X.Xe^ (equjüine MnKooTe) ng^eu 7Hth- 

cic g€ii t^eoitoc ujcone efeoX itgHTOT m\\. gen "^Tcon mii gen -xi OTiv Mti 

oen Mceve eTgooT ^ gen gfiHTe ngen ptoMC cpe neTg^HT Ti>iKHTT egooir evTU) 
ei^TooTpcxiOTT iiTMe eTAteeTC 'xe OTg^HT Te TMiiTpeqtyMUje iiOTTe ^ otiio«? «xe 
ngHTT Te TAUVTpequjMiye noTTe g^n OTpcouje ^Mnnn A&.evTr ire^p egOTn enuoc- 
Moc nTnne^.uj'xi ?V.d.dwT Ä.n on efeoTV. ^ eo7rnTÄ.n -xe MM&.Tr nregpe mii e^ficto iijvi 
pcoiye epon ^ neTOTUiUj «xe ep pMAi;*<o ceiid^g^e egpevi egen nipd^CAvoc (sie) M.i\. 
gen s'ops'c Mn gen enie^TAviÄ. endwUjoaoTr MMnTÄ.oHT ek.Tui e^p g^&.cie (sie) n*.! 
CTOi .... pwMe enTeK.KO Ain nctopAi. ^^ TiiOTrne ira^p Mneeoou* ihm Te TMnT- 
Mdwi gOAinT Tdki eTepe g^oine Aie mmoc d^.TnXd.iiJv efioAgn toictic ^)».TUi Ä.TT«<ivTr 
€gp&,i eg^en ujc ngHT enevujwoT ^ iitor -xe to npcoAie AinnoTTe ncoT efioX n- 
ixd^i ncoT «xe nToq nc*. T*xiK*wiocTrnH trictic TÄ.u&>nH e^TrnoMonH TMiiTpMpjvuj 
12 ivc»aini7€ Mna^rtcon eTHÄ^noD q nTe trictic c5'o\'xk Mnwng^ nujes. eneg^ nT*>.Tr- 
TikgMeR epoq e^Too iv.Kg^OMo'Xoii^ei nTgOMoXoiriÄ. eTnd^noTc mrmto efeoX ng^^g 
MMnTpe ^3 ■^nis.pö.ui^eAei (iiä^k) .urmto e£ioX MnnoTTe neTTd^g^o (sie) MnTHpq 
Miy ne^^ ic ne<i nT^s>qp AtnTpe gi nonTioc ^I?V.^>.TOC iiTgOMoAoc»ei (sie) eTiidk.- 
noyc 1* eTpeKg^eK.peg^ eTeiiToAH cxn (sie) tcoXm MnoTTT^^gOK g^n Acvä-t ^s. 
noTTOing^ efcoA Mnen-xoeic ic ne^Q^ 1^ ^^.l eTeqnd^oTongq efioA g^n neqoT- 
oeiig ns"! nMd.KÄ<pioc ö^s-m n-xi» nÄ.cTHc Md^.iTÄ.d.q nppo nneppwoT «^TOi n-xoeic 
nn-xoeic 16 neTeirnTÄ^q MMevTT iiTAmTüvTMOT MÄ-Td^d^q neTOTHg gM noTToem 



*) La Suite jusqu'au verset 4 du cbapitre VI se trouve dans Woide. 



134 Fragments thebains inedits du Nouveau Testament, [IV. Heft 



€Te Mcpe A^v^v-y -xoofecq ncTe Mne Xä.ä.t npoiMe uä.t epoq ott-xc ow mm 
&OM. €TOTruÄ.T nb^\ €T€ ntoq ne nTdwio mii nd^MÄ^gre uji». eiteo ueiico od^MHit 
i'^wpMMdwO Mnei&.Kon nekpÄ,cc»€iAe imk-t eTM-xice (it)^HT Ä,Trüi €TMKük. ^tht €T€Tr- 
MiiTpMMdwO Tdii GTe ucTeK-spHiT ei.li Äv,A\^ eniiOTTTc nd»,i eT"^ itd^n ituK». i\im on 
OTrMitTpMMÄ.o eTdino?V.&.Trcic (sie) i^ ep neTUd^noTq p pMMd^o g^ii £^eit ofcHirc e- 
ii*.noTOT p pecj'V nKoiiioiniKOc (sie) i^ eTrctooT^ «d^TT egoiru ertoTciiTe enjk.- 
MOTC eneTitevujwne 'xeK&.c e7r€<yo?V.'soT Mntoitg mmc 20 ^J^ «xiMoee (sie) 9d.p€o 
€TnÄ.piveHKH eucige mmok nniCMH eTiyoireiT &.irto ct^ht jw.it itOTwo MncooTti 
uitoTT-Ä*) 21 n^i ht^ g^oine t . . q ^loooir äwt c toictic 



IP EPITRE A TIMOTHEE. 

Chapitre I. 

1 II&.TX0C n&.nocTo?V.oc Aine^^ ic giTM noTwtg MnnoTTTe Kak.T*>. nepHT m- 
nu)«2^ eT£M ne^ö^ ic ^eq^g^*.! if^iMoeeoc (sie) nMcpiT itiyHpc Tc^e^pic n».K mh 
niÄÄ. d^Tü) "^pHtiH efeoXg^iTM nnoTTc neitoT mh ne^QC ic neiiosoeic ^^jg^ gMOT 
KTM ni>.itOTTe niK\ e"^«jMUje itd^q -siti rid^eiOTc ^n oTCTttei-^Hcic ecoTrewevfe ue^e 
c^Gipe MneKMe€Te ä,-»« ca-xii ^ti iiÄ^conc riTeTujH j^ttoo nc^ooT ^eioTTOiUj eitÄ."»* 
€poK eieipe MnMceTc iiiteKpM€iH -xe eieMOTg^eßioTv. npdwiye ^ed^i-si Mnp iLuecTre 

ItTniCTIC €Tn£^HTK is.'Xn g^TTnOKpiClC Td^l n.TikCOTrü)£^ «UJOpn g^tl TMÄ.Ä.T llTCKMÄ.diTr 

^coic MM. T€KMivÄ.Tr CTWiKH "^geAniTC Ott. 'x.e. cngHTK ^ eT^e -^ (sie) TpcR€ip€ Mn- 
Mce-ye eTpeK-^ oTpoT MnegMOT MnnoTTe eTiig^HTK giTM nT&.Ao nitÄ.s'i'x "^ htä. 
nnoTTTC c»&.p "^ itÄ.11 d.11 noirnndJ mmiit<3'ü)£i ö^Wä- nts'OM £i j^ud^nH gi MUTpM 
nj^HT ^Amp"^ iginc are nTMUTMiiTpe Mnen-xoeic oir-^e iievi ncTMHp UTÄ.q d>,\?V&. 
ujn g\C€ Mii ne'y(&.«7C«e^ioii kj^tik t^^oai) MniioTTC 9n&.i nTd<qTÄ.ttgoit d^.Tw evq- 
Td^gMii g^n oiTTOigM eqoTrevd.fe «Kd».T&. «eng^feHTC i^n t^^Wis. Kd^Td«. neqTiouj MMitt 
MMoq Mii Tcq^d^pic iiTdwqTi».Ä.c ud.li gM ne^^ ic £d.eH itiieoTToeiuj iiug». eneg 
10 eivcoTTtong^ «^e efioA. Tenoir g^iTM noTfoiuo efioX MnencujTHp ne^^ ic €&>qoir- 
ujcq Men MnAiOT es.qoTcong^ «xe cftoA. Aincoug^ Mit TMitTÄ.TTeKRo ^itm n€T&-c««7e- 
Aioit i^ndwi itTi.'yKÄ.d.T d>.ttoK epoq itRipTra (sie) «».tto) itA.nocToA.oc dtTrui ncd^g 
iiit^eeitoc 12 eTfee n*.i eiujwn riiiei^ice ö^TVAev it-^ujine ».it "^cooTTn u&.p MneitT- 
ÄiinicTCTe epoq jk-to) -^thk ii^ht -se OTit s'om MMoq egii^peg^ eT&.nes.p*>.e^HKH 
enegooTT €TMM*.Tr ^^ ^| i^^^ j^necMOT itnu}d<'se ctoto-x itTi^RcoTMOT ktoot 
gii TnicTic Mit T&.nÄ.nH gM ne^QC ic i* ^^»■P^?. enAoKJ'e (sie) cTitd^ito-yq giTM 
nenitd. eTOTd^d^fc n^.! ctottho opd^i npHTit 1^ KcooTn Ain&.i "xe dwTKdwdwT itctooT 
i\.&\ OTOit itiM CTg^ti Td».ciÄ. nevi eTcfioAitoHTOTT ne «]^True?V.oc Mit gepMOuennc 
16 epe n-xoeic 'f noTitd». Mnni iioitHCK^opoc -xe d.q'^ MTOit**) 



*) Ce verset se trouve dans Woide. 

Vergl. 6, 4 — 21 in Munter, commentatio p. 102 ff. 
**) II y a lacune jusqu'au verset 10 du chapitre III. 

Vergl. 1, 1 — 16 in Munter, commentatio p. 108 ff. 



1887.] par E. Amelineau. 135 



ClIAPITRE III. 
10 HTOK •a.C A.KOTiS.g^K IICÄ. TCC&U) n&.C.VlOT n&.TljOig TdwniCTIC T^VÄ.C^<^H TÄ.- 

jurtTOJ^piy ORT (T)d^gTnoAioiiH 11 Hiw'^iton.woc nA.£iC€ iid^i KTÄiTUjaine mmo\ ^\ 

T&.H'^IO'Y'IÖ^ (sie) Olt OIKOIllOC g^ll iV.^^CTp^v Il-^UOITAIOC IlTÄ^iajOnOT «^TtO d». n'XOCIC 
ni^OMfiT IIOHTOT THpOT ^^ OTOIl -XC HIM eTOTOiUJ €U)lfg^ ^tt 07rMllT(€TCe)feHC 

OM ne(^icc ic) ceiiö^ncaT gtooT hcioot ^^ iipto.ue cve .unoiiHpoc e<Ta) Mn'XeK.iioc 
C€iiis<npoKonT€i (s2c) enne^ooT CTcopA*. d<Tco eTccapM n^eii KOOTe i^ iitok «^e 

<3'ui Oll UeilTiVKTCÄ.6o epOOT MW. UeilTd^KTtOT U^HT gi>.pOOT eKCOOTTlt 'X.C UTÄ-R-Xt 
cfetO UTIl IHM 1^ Ä^TCO ose «SIll CKCofeK KCOOTIt llg^Gll C£i^l eTOT*.d<£l ltd.1 COTH 

ö'OM MMOOT €TCÄ.£iOR enoT-SÄ.! giTii TnicTic gAi ne^Qc ic 16 «Tp&.t^H i7&.p niM 



Novum auctamim lexici sahidico-coptici. 

Auetore 

Agapio Bsciai. 

(Continuatio). 

III. 

Ccotg, ccuj contemnere. 

peqceig, in eomp. PeqceujeiioT, peqccigM*.Ä.T ITaT/SoW'/js, jur^T/SoXtürj; I. Tim. I, 9. Vide 

Peyronum sub ce^uj. 
cojujfe pro cioujq. GTctoujfe Luc. XVIII, 9. 
ctJoiaq(iT) Contemptus, Abjeetio, 'E^cvSevuiixa, Nullius momenti, Pro nihilo. HcTpoMne 

nö^iycone n*>-y licwujq, Ps. LXXXIX, 5. 
coujq Contemni, Ad uihilum redigi, 'E'^cvdevova^ai, Ps. XIV, 4. 
C&uje (ot) Suspensio, KcEjuacr/^td's, üc*.uje KpsfJLaaTOi;, Pensilis. Ä,qT*>Mio neTujiiTe üc«.igc 
iiiyiMC cÜTe mmotth^' H^epAiö^n iig^oAiiiT ('E;roi'rjo-E) scyov (aÜTciuv), duo ctlxoi. poiZv x^-^''^'^^ 
dsdixTvwfjLivcL , III. Reg. VII, 1 8 , cod. Paris. 44 f. 1 1 1 r. 
CioujXi Deficere, Animo despondere, Ion. II, 8, Marc. VIII, 3. n*.igHp€ MnppKOTi ü^ht 
e Tec&to MU'soeic OT-^e XinpciotyM cT'snio maiok eko\ oiTOTq Hebr. XII, 5. 
seq. "Cö. Desiderare, Amore deperire, ^ Te.>^TX" ccoigÄv nox ncKOTTteki Ps. CXVIII, 
81, cod. Paris. 43 f. 164. Gk^^-wooc g^ii Teupi ÄinpTCÄ^fioK e cioujm iic*. pwMe In tua 
sedens cella, ne te hominis desiderio ardere assuescas Z. 570. 
coiyM Id. Hebr. XII, 3. GTcoiyM II. Reg. XVII, 29. ifqcojiyM *.n Fr. Rossi, fasc. 2 p. IG. 
C&iyT Detineri, 6pe OT^oeiTe ifujne [lege nujnc] eccd.ujT e nnoirfc . . . gi oune mmc «im eTTA.eiHT 
e-sü TTiA.p-eenoc. Vestis reticulata, auro detenta . . . et Omnibus lapidibus pretiosis 
super virginem (imposita), Fr. Rossi, fasc. 3 p. 32, ab act. ccoiyT. 
C^tyq (n) Hebdoma, Ta Eßdojua, c_^xa«. Ä.q'XUJK efcoA Äinc&ujq hta.! Gen. XXIX, 28. 
c&ujqc (t) Id. "JCcoK efcoA nTCö.ujqe üt&i Gen. XXIX, 27. 



136 Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [IV. Heft 

C&iysq (n) Instauratio, m^ . ^cä,'\e cg^p^Ki c'sm ng^HT nc&MiJkC e -xi Mnc&u]-:£q Jünni m- 
nöc cod. Paris. 43 f. 110 r. 11. Paralip. XXIV, 4. Peyron. ex cod. Paris. 44 f. 112 r. 
habet ■si T-xö.cqe — item ex Sir. L, 1. 
Cä.^ — mütcö.2^(t) Ars, cod. Borg. 113 — eqc^Ä.1 Scriba, scriptor, Ps. XLIV, 1. 

c^ö.1 seq. ncÄ. Subscribere, 'A7roypa(|)ni', Luc. II, 3. GigÄ.qc2^ö.i hc*. necoiro ,-.|^, *_>oii' 

g^i. Z. 350. 
c^Ä.1 (ne) Cautio, Luc. XVI, 6. Gkcuw efeo^V MneTeynTÄ.K epoq ncg^&i nijw iig^OMT Deuter. 

XV, 2. 
g^nskiKir iicg*.i Instrumentum scribendi vel pingendi, Stylus, Tpa(^Lg, Ezech. XXIII, 14. 
CHg^ Imprimi. GTCHg^ ^ii oTMo-vAg^ «^ ^ cLia* — cod. Paris. 44 f. 25 r. Depictus, 'E^u^ 
ypacpYjfxevo^, Ezech. XXIII, 14. 
CwoTg^ — Me.üccüOTr2^ (n) ^knoaTpc^ri, Locus reversionis I. Reg. VII, 17. 

cooT£ f. pass. SwepXEO'S'ai 5 6inö.fia)K TA>igme nee. ne'^coovg^ nMMA.T Prov. XXIII, 35. 
cTcooTg^ Congregatus, Proficiscens, SwTjyjug'vog, ITopsuojuei'cg , Gtcoot^ epoq Prov. II, 19. 

Oiron niM eTCOOTg^ epoc Is. XXIX, 7. 
cooTTg^c (t) Congregatio, Suvaywyr), Abd. 13, Prov. XXI, 16; 'EKxX/jo-ia , Ps^ XXX, 5; 
I. Reg. XIX, 20; Multitudo, IlEpiouo-tao-juog : G-xü tcootoc ünTfcT enT*.T<3'onc Ps. 
CXXXIV, 4 ; Conspiratio, 'Lvarpo(^i^, Ps. LXIII, 2 ; Agmen seditiosorum, 'LvaTpz\i\xa^ 
Num. XXXII, 14; Sir. XXXIX, 14. 
Google seq. e Erigere, Constituere, KaropS-oüi', ' AvopS-oucrS-at , Zach. IV, 7. iX,qT&.Ao -^e n- 
Teqö'i'x e'xioc «.ccoog^e uTevrioir e.TPio necj-eocir XünnoTTe Luc. XIII, 13; in duobus 
cod. Borg, scilicet 59 et 61, ubi Woide habet coottü. 
ce.g^o cc. suff. Erigere, 'kvop^oZv, Ps. XVII, 36. Sir. XI, 13. 

coog^e (n) Firmitas, 'Lrr\pi.yiJ.6c,, cod. Borg. 101. Id quod in cod. graeco, SteXe^/^oj, cop- 
ticae voci respondet, erratum pro ^TripLyn6(^ videtur. 
Cto^e(n) Textura, ''T(/)acr/uta, lob XXXVIII, 36. 

CÄg^T (ot) Id. Ex seq. exemplis res clare patet: Ä,ir^i Mneqg^oiTe t^vö^t^q nqTooT üot- 
wn, oTToircDn c hott*. noT*. Rjumätoi, &.iru) TKeqTH ÜTeigTHn •Ä.e ncTopS d.n exwc &<V.A«.. 
n£irca.gT qTooir Te loh. XIX, 23. Alias cod. Borg, habet ne oTc*.g^T xe — corr. Peyr. 
ce^ cc. suff. retento t ante suff. Texere, Z. 394. 

ca.g^ Textor, in compos. Hinc Hc*.g^ T(3'ooirne h üceKg^ Tgfiooc Z. 506. Corr. Peyron qui 
qui pro textore vocem ceog^x affert, cum sit ejusdem radicis verbi ce^g^ Scribere, 
Scriptor, et haec secundaria radix[?]. Forma pass. hujus mihi semel occurrit, at 
nescio quo in loco. [Lege cö.g^T(?'ooirne, c*.gTg^fiiooc — a verbo cco^e derivatum ve- 
luti «.«.CTCMH a verbo -sice; vide gramm. § 173 et § 96. S.] 
CHg^e Texi. [Cf. chäi.] 
Gojg^M Contundere — hinc c*.gMec (t) Pistillum, Prov. XXIII, 30. 
cojgjü e&oA Decidere. 

ciu^Xi e^pö.1 Incidere, 'Eixttlttteiv, Tobit XIV, 10. In cod. scriptum cwg^n cgpö.i. 
Cawgne — peqc&.gne (ot) Suppeditator, cod. Borg. 99, feria V. In cod. est peqcA.g^ni. 
G*.^ii cc. suff., Edere, Devorare, Kutej^'islv, Gic nepojTc TeTHCö.g^nq Ezech. XXXIV, 3. 
Apud Peyronum cwg^ii et cc. suff. cö.g^n Intingere: cf. cen Ruth. II, 14. loh. XIII, 26. 
Quo in loco libri Ruth Ciasca legit cck, dein corrigit cen, sed in cod. cen et 
uon cen invenitur. 



1887.] auctore Agapio Bsciai. 137 

ciM2Ji egp*»! 'EjuTTiVTEii', lucidere, Tobit XIV, 10. Potuerat hoc verbum corrigere Dnus 
Ciasca in ctuoÄi c^p&i. 
Co^p Verrere, Hqcoj^p hqno'xR 5° Pap. Boulaq. Cf. arab. -»».>.>. 

cä^P efcoA Verrere, cc. suff. Is. XXX, 14. 
Ce^c seq. acc. Fricare, ce^c ^mc Spicas fricare, Z. 624. Hinc rad. redupl. 

ce^ciog cc. suflF. Volvere, Evolvere, 'EXittelv, Gireceg^ccogq (in cod. CH^cwgq) gü oTignH 
lob XVIII, 8. HöceoccoooT ü«^e ito-irepigojn Ps. CI, 27. Confricare et Levigari sunt 
in Peyrono. 
Ci^g^re (n) ^wg, Lumen. Ilne^ Mnce^g^re Mn nujo-y^jine Mn(3'poo(^ Num. IV, 16, cod. Paris. 
44 f. 106 V. 

sie 

CoxT Expeditus, Liber esse: ^ne.c^ei.fe avaioi ücoxt (lege üqTAvco'XT), Arab. ^j^S^, ,.,l^ ^J^ 
^Ljuo 'i ^S, Tempore quo me impellebat, ut impeditus non esset, cod. Paris 44 
f. 121 V. 

Tiki — efeoA n^oirit gii tö^i Exinde, Z. 641. 

T«.io — «1T4.IO Glorificari, lX^Vt, cod. Paris. 43 f. 151 v. Laudari, Ps. XXXII, 2. et 
7tiT*.eio Id. Ps. XLIII, 9. 

sie 

T4.IO (n) Hospitalitatis munus, Ziviov: Gth« t«.io n^uj (corr. en), II. Reg. VIII, 2. 
Ti^Te — Hinc Tö.Te pm Nominare. 8nigoTrTe.Te pinoT «.u 'Avwvvjxoi, Sap. XIV, 27. 

sie 

T&.TTOTTO CC. suff. Loqui. Ott oit ne nu)ö.7s.e CTepe hoäi^ä^A it&oirb>^ CTOOTq exei.TroTofi iiitd^ppekK 

n. Reg. Vn, 20. Corr. eTA^roiroq. 
tiKvo seq. «cäw Arcescere, Act. XXIV, 25. 

T*.oTo e^piwi cc. suff. (Peyr.) — et seq. acc. i^ove e£p&.i Dejicere, Prosternere, Is. 
XVI, 3. Prov. vn, 26. 
Te pro c€. "Ke tc g^ii T-siwÄ.iie ilö'i gena.p5(^Hr'oc it£i«.iu}ine eiroooir Is. XXX, 4. 
Te, TH, -ike (n) Tempus — Hinc tempora GTe[?], ÜTepe, Xine>Te vel Ävn*.tiTe[?] ujö^tc vel 

ig&.nTe[?] etC. 
Teip vide TOOT. 
Tht (n) Ventus, Anima, Tux^, Prov. VII, 23. K*.tht Exspirare, 'Ey.Trvisiv, Luc. XXIH, 46. 

THVilTpOM vel ÜTpOM, vidc TpiOM. 

ige).A.pö.THT (oir) to pimarcv, Emissio venti. Locus quo suavis emittitur ventus, v^aüJU. 
Rev. egypt. I, p. 103. M. nciynK^ajoT est ejusdem sensus. [Cf. ÄZ. 1884, p. 155.] 
£hHtht(t) Aura, Avpa, Ps. CVI, 29. Cod. Paris. 44 f. 53 r. habet n^enTHT 'EoTEijaupa 
,jJL*JI f^j^^ i' e. Ventus levis suavisque; graeca vox forte pro r^o-T-r) aZpa. (suavis 
aura). 
Thtt vide toot. 

^ — T4.*. cc. suff. recipr., seq. nc*. Persequi. 3LTTÄ>Äir itc*. «.fiennKp H. Reg. II, 24. seq. 
e nujione Aegrotare. Ä,qTi.iKq e ntgcone Dedit se infirmitati, H. Reg. XIII, 6. 
T*.*. e£P*>i cc. suff. et seq. ctoot Tradere. 6ne cenei.Te>.e.c c^pi^i eTooTq I. Reg. XXHI, 
11. — cc. recipr. Castrametari: 2LirT&,Ä.ip e^pewi enud^g nKÄ.<V«.e.T II. Reg. VII, 26. 
TooT cc. suff. Acquirere, Kracr^at, Lev. XXVH, 22. 24. los. XXIV, 33. SLqTooTK ^j^ 
neqcnoq cod. Paris. 68, hom. Senuthii f. 36 r. — Vide Peyronum. 
TCTT, THir seq. acc. 'Ayopa^eiv, Luc. XXTI, 36. Alter codex Borg, ejusdem Lucae habet 
Mi.peq'^ nTcqujTHH efeoA liqTHT OTCHqe ne>>q. 

Zeitscbr. f. Aegypt. Spr. , Jahrg. 1887. 20 



138 Novum auctarium lexici sahidico-coptici, [IV. Heft 

TooTe Mane — ncornTooTe Lucifer: Kn*>g^e e ncnTOT^noej g^&.-O'H J5ncoTHTooTe hom. S. 

Nat., Venetis in bibl. S. Marci adserv. 
Toto Splendere, Heqooire *>ttoto Marc. IX, 2. Ä.Tcq^fcc(o oir&&u| cctoto Luc. IX, 29. 

Vide Peyronum sub -v^re. 
TcjtD&e — forma pass. Too&e Signari, Apoc. V, 1. VII, 8. Vide Peyronum. 
TÜite Signaculum, Scjjpayfs, Sigillum, Fr. Rossi, Evang. Nicod. p. 39. 
Too&q (n) Id. E quodam cod. in bibl. S. Marci, Venetis adserv. 
Tiüwfie (n) Retributio, Is. LXIII, 4. Cf. totcio. 

Toofii cc. suflP. Retribuere, Is. LXIII, 4. 
Tfcfio Cribrare, Purgare, Aixjuav, Arnos. IX, 9. Cc. suff. recipr. 'Ayvii^eiv, Sanctificare, 

loh. XI, 35. 
T&d.-»iwni*. Kaj'jLJ! Nomen provinciae cujusdam, forte illius quae adhuc dicitur ab rAra- 

bibus BatanoD, cod. Paris. 43 f. 52 r. 
T&Hp, TOT&Hp (o-y) Aa'^ , Calce, xvvjj , ^j . — Hinc 't^fenp AaKn'^etv, Can. Apost. p. 289. 
Z. 658. 
'^oirfcHp Id. 6ir'|-roTfcHp n^e nnTfinooTe *jL^I Ji^ .'Ö'"^ -'^ ^^^' P*"S. 44 f. 120 r. 
^dc, Tifec — Ueuj'^-fic (n) Cardo, St/jo^)!)'^. O-ypio eqKCoTe e-^tJÄ neqMeuj'^fiic Prov. XXVI, 14. 
Tftc, Tedc, TCütc Pungere, Nucrcretv, Stimulare, Kb^tsTv, Exacuere, Hapo^vveiv, Vulnerare, 
TtTpwaxHv, Z. 345. lob VI, 4. 9. ludic. I, 14. Prov. XX, 2. XXVn, 17. Cod. Borg. 
160. Z. 264. Vide Peyronum. 
ToÄTfc I:o<^iI;hv, nxdajHv. Ilujö.'se ntoSi^b. IL Petri I, 16. cod. Paris. 44 f. 18 r. 

T&T(ufii Id. cc. suff. Hujö.'xe nTÄirTfmuAoT cod. Paris. 43 f. 154 r. Vide Peyr. , qui for- 
mam exhibet passivam. At formam cum suff. constructam desumsit e cod. Paris. 44 
f. 91 V., qui graecam vocem TrXao-To'v (fictus, simulatus, falsus) addit. 
ToDÄg et seq. acc. tc&o Orare, Exorare, Placare, Lev. IX, 7. lob XXXIV, 20. Vide P«yr. 

Ta)fc£ (it) Laus, Laudatio, Aiveaii;, Ion. II, 10. 
TwK Praevalere, 'Emxparelv, Ecc. IV, 12. Ps. XXVI, 14. (Peyr.) — seq. m cc. suff. 
recipr. verbi: Confidere, Viriliter agere, Oapanv^ 'Av$ptXia2-ai, II. Reg. X, 12. XIII, 28. 
TOK, TooK cc. suff. Compingere, Coagulare, Tvpow, lob X, 10. XV, 9. seq. acc. tcr 

Prov. XXVII, 27. 
TCKc Id. seq. acc, Z. 382. 
TCK gpnpe eii.o\ EfQorescere, Num. XVII, 8. 
TWR (n) Fiducia, Audacia, Gdpaog, lob XII, 9. 
T(oK eg^oTtt Affirmare, Asseverare, Invalescere, Interrogare, AuffX'jp^^^<'^^'^h ^Eniax'^Hy, 

'Avaxptveiv, Luc. XXII, 59. XXIII, 5. ^-tiÄ^TtoK e giovn e n4.eiU)T I. Reg. XX, 12. 
TCüR H^^HT (n) Spes, 'EXTTt'g, Prov. XXII, 19. 
ToKJü cc. suff. Evellere, 'Anaanav^ ler. XII, 14. 

TCKM seq. acc. Tollere, Adimere, Ilepiaipsrv, Act. XXVII, 40. 
TORM Extrahi, Evaginari. 6pe oTcnqe torm g^R i&(\^\'s. Fr. Rossi, f. 3. p. 81. 
Tä.Ao — T6.Aon(S'i'x (n) Impositio manus, I. Tim. IV, 14. 

TioAIv — Pro graeco ToXjuav. Sic Gig-se OTrpujMe cqToAJS ilAoTge qn&tgTioAÄi «.n e gjuooc 
egpö^i Mn nppo ÄÄnciRo.^ Cod. Borg. 145, martyr. S. lac intercisi. 
ToAoM (pro toAm) — 4>ttoAojw Immaculatus, 5 nei.TToAoM Impollutus esse, Eph. I, 4. 
cqTo^M Coinquinatus. — In cod. Borg., martyr. S. lac. 



1887.] aactore Agapio Bsciai. 139 



Tjtt seq. acc. Cibare, Matth. XXV, 35. 42. icmmc Id. seq. acc. II. Reg. III, 35. 

TMMHT cAoA Impinguari, Ali, 2iT£UTog eivai, cod. Paris. 44 f. 110 v. e III. Reg. III, 46 
seq. — Peyr. omittit e&o<V. 

TMe (ü) Alti, Filii etc., sumitur pro i-Mc KuJjuat, Pagi, los. XVI, 9. 
TMa>cie seq. acc lustificare, Ps. LXXII, 13. 

TJUA.CIO vide Peyronum sub Mi^t. 

■' _ sie 

Tä.JUO CO. SuflF. T&.JMO (1T) Nuncium. 8« OTT^MOOT (cOrr. Tö..M0) CK€TÄ..«00-!r CTfcHHTq 

Deuter. XIII, 9. 
'J-Me (n) Patria, Uarpi;, Luc. IV, 24; Castellum, Kwfxri, Luc. XXIV, 13. 

pJin'^'Me (ot) Civis, Eph. II, 19; Contribulis, qui ex eadem tribu, Su/a<J)u\£Trjs, 
L Thess. n, 14. 
Toojue Convenire, Decere, Conjungere, Conjungi. 6pe niyd.-xc TooMe e nenpoconon nie 
n*.nocToAoc mH üikCKHTHc eTMiige mH iicÄ.T4.itekC Exeg. Ps. XXXIII, in cod. Borg. 
ßenujoTujT cTTooMe Fenestrae conjunctae, Ezech. XL, 16. Hinc nomen 
TcoMe, Ttüiojue (t) Crumena, Marsupium, EaXavTLOv, MapaiTriov, Prov. I, 14. lob XIV, 17. 
TooMc (t) Id. cod= Paris. 44 f. 13 r. Ibi articulus masculini generis est error. Vide 
Peyronum. 
Tmmo — TMMHT eAoA, vide tmo. (Reliqua v. infra). 



Erschienene Schriften. 



E. Amelineau, ün docnment copte du XIII^ siecle. Martyre de Jean de Phanidjöit. Extrait du Journal 
asiatique. Paris 1887. 78 pp. 8°. — Vollständiger Text dieses Martyriums nach Tukis Abschrift, von 
der Zoega p. 87 nur ein Bruchstück Terö£fentlicht hatte. Da es eines der spätesten boheirisch- koptischen 
Werke ist (Johannes von Kafr-Zeitun f 1209), so ist es auch in Hinsicht der Sprache beachtenswerth. 
Aber leider wurde dem Herausgeber nicht gestattet, das Original im Cod. Vatic. LXIX. zu coUationieren. 

— Etüde historique sur Saint Pachome et le cenobitisme primitif dans la Haute -Egypte d'apres les monu- 
ments coptes. Extrait du Bulletin de T Institut Egyptien de l'annee 1886. Le Caire 1887. 94 pp. 8°. — 
Nach den koptischen und arabischen Recensionen des Lebens des St. Pachomius; zu dem nur sehr fragmen- 
tarisch erhaltenen sahidischen Texte (vergl. Zoega No. CLXXIII. CCCIX., aus dem boheirischen giebt er 
p. 71 £F. umfangreiche Auszüge) fand ich in der Königlichen Bibliothek zu Berlin ein Blatt, welches nament- 
lich das p. 30 f. bei Amelineau Erzählte enthält. 

— Le christianisme chez les anciens Coptes. (Annales du Musee Guimet. Revue de l'histoire des religions). 
Paris, E. Leroux 1887. 73 pp. 8°. — Welche heidnischen Vorstellungen haben sich bei den ägyptischen 
Christen erhalten ? 

— Etüde sur le christianisme en Egypte au septieme siecle. Paris, E. Leroux 1887. (Memoires de l'Institut 
Egyptien, vol. IL). 164 pp. 4°. — Das Enkomion des Bischofs Pisenti, von dem Zoega p, 41 £F. nur 
Bruchstücke nach Tukis Abschrift veröffentlicht hatte, vollständig nach dem Cod. vat. LXVL, uns sehr 
willkommen. Eine grofse Zahl von irrthümlichen Änderungen des Textes wird man leicht ins Richtige 
herstellen können, da die Anmerkung allemal die gute Lesart des Codex giebt. 

Petr. Batiffol, Didascalia CCCXVIII patrum pseudepigrapha e graecis codicibus recensuit P. B. , coptico 
contulit Henr. Hyvernat. Parisiis, Ern. Leroux 1887. 21 pp. 8°. — Der Herausgeber kommt zu dem 
Ergebnifs, dafs der von ihm aus pariser Handschriften edierte griechische Text des Glaubensbekenntnisses 
und der Gnomen, der den Vätern des Concils von Nicäa zugeschrieben wird, eine Übersetzung aus dem 

20» 



140 Erschienene Schriften. [IV. Heft 1887.] 

Koptischen ist. Es sei beiläufig bemerkt, daTs die Königliche Bibliothek zu Berlin unlängst einige Blätter 
aus einer Handschrift der koptischen Canones des Concils erworben hat, welche etwas mehr von dem Texte 
liefern als Zoegas (p. 248 — 50) von Ch. Lenormant in Pitra's Spicilegium Solesmense 1, 513 flF. wieder- 
holte Fragmente. 

E. Brugsch-Bey, Katalog. Die ägyptischen Königsmumien, Alterthümer und Denkmäler nach der Natur 
photographiert. Mit einem Vorworte von G. Ebers. Leipzig, Kunsthandlung Hugo Grosser 1887. 13 pp. 
8°. — Alles Merkwürdigste im Museum zu Bulaq sowie die wichtigsten Denkmälerstätten in Ober- und 
Unterägypten werden uns hier in 231 Photographien dargeboten; durch die leipziger Kunsthandlung kann 
man die Blätter beziehen. 

Bsciai, Mons. Agapio. Galleria biografica d'Italia. Roma, Gius. Stopiti (1887). 4 pp. fol. — Ein Nach- 
ruf, welchen Pietro Salib seinem unlängst im 56. Lebensjahre verstorbenen Landsmanne widmet. 

E. A. Wallis Budge, On a fragment of a coptic version of Saint Ephrain's discourse on the transfiguration 
of our Lord. (Proceed. See. Bibl. Archaeol. XVIL 317 — 329). 1887. 8°. — Nach einer boheirischen 
Handschrift des Lord Zouche. 

— On a sepulchral stele in the British Museum. (Ebenda p. 358 — 365). — Grabstele aus Ichmim. 

— Harrow school museum. Catalogue of the Egyptian antiquities from the coUection of the late Sir Gardner 
Wilkinson. Harrow, J. C. Wilbee 1887. 104 pp. 8°. — Hervorzuheben zwei Scarabäen mit den be- 
kannten Inschriften Amenophis' III. und einige Stücke aus Nubien. 

W. Golenischeff, Epigraphische Resultate einer Reise nach dem Uadi Hammämät. (Russisch. Abdruck aus den 
3aniiCKH BOcnioHH. imn. pyccK. apxeo.ior. 06^. IL 1 p. 65— 79). 15 Seifen und 18 Tafeln. 8°. — Einige 
noch unveröflfentlichte Inschriften, darunter zwei himjarische; in den von Lepsius mitgetheilten sind einzelne 

JAAA^WA I 
^ I fienini : nenine. Den sehr verschieden auf- 

gefafsten Satz LD. IL 150, a 12 übersetzt der Verf. ,Ich verwandelte einen (wasserlosen) Weg in einen 
Flufs und eine Wüste in eine blühende Oase." 

Sim. Levi, Vocabulario geroglifico copto-ebraico. Vol. IV. Torino 1887. 312 pp. fol. — Dieser Band 
des Werkes umfafst die Buchstaben s (von sp an) und das doppelte < (O, |j g » ). 

G. Maspero, La Syrie avant Tinvasion des Hebreux d' apres les monuments egyptiens, Conference faite ä la 
societe des etudes juives le 26 mars 1887. Paris, A. Durlacher 1887. 15 pp. 8°. — Nicht die Hebräer 
und ihre Geschichte lehren uns die ägyptischen Denkmäler besser kennen, wohl aber die Culturzustände 
des Landes, welches sie einnahmen, nachdem sie die arabische Wüste verlassen hatten. 

— Le Livre des Morts. Paris, E. Leroux 1887. 51 pp. 8°. (Annales du Musee Guimet. Revue de l'his- 
toire des religions). — Eine Analyse des Todtenbuchs und Würdigung der Naville'schen Ausgabe. In der 
Uniformität der saitischen Texte erblickt der Verfasser nicht gerade das Ergebnifs einer Codification wie 
Naville, sondern die Folge des äufsern Umstandes, dafs man seit Jahrhunderten immsr wieder dieselbe 
beschränkte Anzahl von Exemplaren copierte. Den viel besprochenen Titel des Buches prt m hru versteht 
Maspero nicht als „aus dem Tage hervorgehen," sondern, wie Lefebure und Le Page Renouf, als „bei Tage 
hervorgehen. " 

Ch. E. Moldenke, The language of the ancient Egyptians and its monumental records. New- York 1887. 

20 pp. 8°. — Reprinted from the Transactions of the New -York Academy of sciences, Vol. IV. 
Major Plunkett, The Nilometer of Philae. (Proceed. Soc. Bibl. Archaeol. XVII. 311 — 313). — Freilegung 

eines alten Nilmessers auf der Westseite der Insel. 
P. Le Page Renouf, Note on the Silurus fish Q^^<G=< äba, and the hieroglyphic sign of battle Q^ . 

(Proceed. Soc. Bibl. Archaeol. XVIL 313 — 317). 
E. et V. Revillout, Antichrese in Solutum. (Proceed. Soc. Bibl. Archaeol. XVII. 228 — 233). — Übersetzung 

des demotischen Papyrus Malcolm im Britischen Museum. 

— Les depöts et les confiements en droit egyptien et en droit babylonien. (Ebenda p. 267 — 310). 



Leipzig, J. C. Hinrichs'scbe Buchhandlung. — Verantwortl. Redacteur in Vertretung Prof. Dr. L. Stern, Berlin, W., Potsdamerstr. 66. 
Buchdruckerei der Königl. Akademie der Wissenschaften in Berlin (G. Vogt).